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Bernarr MacFadden: Samenverlust

11 Feb
MacFadden: Samenverlust Islamkritik Startseite
Bernarr MacfaddenBild links: Bernarr Macfadden (1868-1955, geboren in Mill Springs, Missouri) war ein einflussreicher amerikanischer Verfechter des Sports, der eine Kombination aus Bodybuilding mit nährwert-und gesundheitsbezogenen Theorien lehrte.

Aus dem Buch „Manhood and Marriage“ (1916) von Bernarr MacFadden.

Das englische Original: Seminal Losses

Weitere Kapitel aus dem Buch:
Bernarr MacFadden: Die Wahrheit über die Onanie
Bernarr MacFadden: Wie die Männlichkeit zerstört wird

Der englische Originaltext ist auch unten auf der Seite.

Samenverlust ist so häufig bei jungen Männern, daß sie fast schon als normal betrachtet wird. Sie schwächen den Körper und verursachen viel seelische Not und Pein.

Obwohl diese Verluste am häufigsten in Form von nächtlichen Pollutionen während des Schlafes geschehen, können sie auch während des Tages in Verbindung mit dem Pressen beim Stuhlgang auftreten oder sie können als Entladung in die Blase erfolgen. Es kann aber auch ein langsames Ausfließen der Samenflüssigkeit aus der Harnröhre ohne sexuelle Erregung erfolgen. Dies bezeichnet man als Spermatorrhoe. Dieser unfreiwillige Verlust der Samenflüssigkeit ist in bestimmten Fällen extrem schwächend. In anderen Fällen ist er durch die psychische Wirkung auf das Opfer eher alarmierend als schädlich.

Das Thema des nächtlichen Samenverlustes ist besonders wichtig, weil er sehr häufig auftritt. Darüber hinaus wurden in der Quacksalber-Literatur über diese Störung so viele schlechte Dinge berichtet, daß jungen Männer über die Auswirkungen dieser Störung informiert werden sollten, um unnötige Sorgen zu vermeiden und sich jeden Dollar, den sie für die Behandlung bei einem Quacksalber ausgeben, zu ersparen.

Wenn sie es vermeiden, zu einem Quacksalber zu gehen und stattdessen einen angesehenen Arzt aufsuchen, dann wird er ihnen wahrscheinlich sagen, daß nächtlicher Samenverlust etwas ganz normales ist, wenn er nicht in zu häufigen Intervallen erfolgt. Es ist zweifellos richtig, daß dann, wenn man kräftig und gesund ist und die Pollutionen nur alle 10 Tage oder noch seltener erfolgen, es eher unwahrscheinlich ist, daß sie eine unmittelbar schädigende Wirkung haben.

Sehr viele junge Männer beklagen sich, daß sie am Tag nach dem nächtlichen Samenverlust unter großer Müdigkeit und Depressionen leiden. Das ist das normale Ergebnis in einem solchen Fall. Und doch bin ich davon überzeugt, daß in vielen Fällen solche Symptome rein mentalen Ursprungs sind. Wir müssen bedenken, daß das, was sich als schädlich für die körperliche Verfassung erweist, keinen erkennbaren Effekt auf andere Bereiche des Körpers hat. Jemand, der kraftvoll und aktiv ist, kann durch diese Samenverlüste nicht wesentlich geschwächt werden, auch wenn sie im Abstand von einer Woche oder häufiger erfolgen. Natürlich sind diese Fälle eine Ausnahme, denn solch eine Häufigkeit ist in der Regel schädlich. Ich erwähne sie nur, um zu zeigen, daß es diesbezüglich keine eiserne Regel gibt.

Die primäre Ursache für zu häufige Samenverluste sind vor allem auf die vielen stimulierenden Einflüsse der zivilisierten Welt zurückzuführen. In neun von zehn Fällen aber ist die Masturbation dafür verantwortlich. Durch diese Gewohnheit hat sich eine kontinuierliche Samenproduktion eingestellt. Wird diese Praxis beendet, dann findet eine übermäßige und schnelle Ansammlung des Samens in einer Emission [in einem Samenerguss] einen natürlichen Ausweg. Die Intervalle in denen diese Emissionen auftreten, hängen weitgehend von dem Ausmaß ab, in der der Selbstmißbrauch stattgefunden und die Sexualorgane geschwächt hat. Es kommt häufig vor, daß dann, wenn jemand verheiratet war und an einen regelmäßigen Geschlechtsverkehr gewöhnt war, ein unfreiwilliger Samenerguss geschieht, wenn der regelmäßige Geschlechtsverkehr nicht mehr stattfindet.

Ärzte gehen manchmal so weit und sagen, daß der nächtliche Samenverlust eine normale Erfahrung aller gesunden und kräftigen Männer ist. Aber ich glaube, daß diese Regel eine besondere Ursache hat. Es kann sein, daß nächtliche Samenergüsse bei einem gesunden jungen Mann auch auftreten können, der nie zuvor Geschlechtsverkehr hatte oder masturbierte. Allein durch die aktive Produktion der Keimdrüsen und zum Teil auch infolge einer mehr oder weniger amourösen Aufregung, kann es zu nächtlichen Samenergüssen kommen. Es ist keine Frage, daß verschiedene psychische Einflüsse, wie lüsterne Gedanken, erotische Geschichten, suggestive Theateraufführungen, vulgäre Witze und andere stimulierende Faktoren, einen großen Einfluß haben.

Aus diesem Grund bin ich nicht bereit zu sagen, daß nächtliche Samenverluste im strengeren Sinne wirklich normal sind. Ich glaube, daß die Keimdrüsen nicht zu einem Überschuß der Samenproduktion neigen würden, wenn sie nicht überreizt und überfordert wären. Ich glaube, daß diese Emission mehr oder weniger abnormal ist, obwohl sie, von einem praktischen Standpunkt aus betrachtet, möglicherweise nicht schädlich sind, wenn sie nicht all zu oft geschehen.

Es wird behauptet, daß sie bei gesunden jungen Männern natürlich oder physiologisch sind und daß sie unter bestimmten Umständen krankhaft sind oder ein Hinweis auf eine Störung oder eine Schwäche sein können. Ich würde sie nie als physiologisch [normal] im engeren Sinne bezeichnen, aber für praktische Zwecke können wir sie dort als solche betrachten, wo sie anscheinend keinerlei Schaden verursachen, da sie lediglich als Ventil für die angesammelten Sekrete dienen. Aber wie kann der junge Mann dies unterscheiden? Wie kann er wissen, ob die nächtlichen Samenergüsse schädlich sind oder nicht?

Die Häufigkeit des Samenverlustes ist ein Anzeichen, auch wenn es allein nicht ausreicht. In der Regel kann gesagt werden, daß zwei oder drei nächtliche Samenergüsse im Monat kein Grund zur Besorgnis sind. In der Regel zeigt sich am folgenden Tag keine Schwächung und es findet auch kein Verlust an Energie und Gesundheit statt. Im Falle kräftiger und vollblütiger junger Männer können sie ohne weiteres auch häufiger, durchaus einmal die Woche, auftreten, ohne ernsthafte Schäden anzurichten. Wer aber nicht über diese außergewöhnliche Kraft verfügt, für den ist dies zu häufig. Jede größere Frequnez erfordert unsere Aufmerksamkeit und bedarf einer Behandlung. Wie werde ich noch aufzeigen.

Samenverlusten, die das Opfer am nächsten Tag oder in den darauf folgenden Tagen deprimiert und es nervös und schlecht gelaunt sein lassen, obwohl diese nur einmal oder zweimal im Monat erfolgen, sollte ebenfalls sofortige Aufmerksamkeit gewidmet werden. Ich brauche nicht zu erwähnen, daß ich solche Fälle als krankhaft betrachte. Es gibt Fälle, bei denen sie vielleicht einmal täglich oder sogar noch häufiger stattfinden, aber solche Extreme sind selten.

Wenn das unmittelbare Ergebnis des Samenverlustes eine körperliche und geistige Erschöpfung, eine Mattigkeit und Trägheit aller lebenswichtigen Prozesse ist, ebenso wenn es Schwierigkeiten macht, sich beim Studium zu konzentrieren, dann kann dies eindeutig als krankhaft bezeichnet werden. Sind keine unmittelbaren negativen Auswirkungen spürbar, so kann dies jedoch zu einem überflüssigen Samenverlust führen, der die Konstitution [das Wohlbefinden] untergräbt. Deshalb ist die Abwesenheit von Beweisen, daß gesundheitliche Schäden eingetreten sind, nicht immer ein sicheres Zeichen dafür, daß alles in Ordnung ist.

Die Begleiterscheinigungen des Samenverlustes bieten ein zuverlässiges Mittel zur Bestimmung, ob sie physiologisch [normal] oder pathologisch [krankhaft] sind.

In der Regel sind die nächtlichen Samenergüsse bei einem gesunden jungen Mann von erotischen Träumen und der körperlichen Empfindung eines Orgasmus begleitet, was normalerweise dazu führt, daß er anschließend aufwacht.

Hat ein junger Mann jedoch wiederholt solche Samenverluste, so kann dies die Schwächung der sexuellen Funktion zur Folge haben, so daß sie auch ohne Träume und wollüstige Empfindungen stattfinden können, ohne daß er aufwacht. In einem solchen Fall sind sie unverkennbar krankhaft. Dies kann auch zu tagsüber auftretenden Verlusten führen, ohne die geringste sexuelle Erregung zu empfinden und ohne ein Bewußtsein von ihnen zu haben. In einigen Fällen ist eine geistige Erregung oder eine ungewöhnliche geistige Anstrengung ausreichend, um den Samenverlust zu bewirken. Sie können verstehen, dass dann, wenn dies am Tage geschieht, die Sexualorgane ernsthaft geschwächt werden. Unter solchen Umständen gibt es keine oder kaum sexuelle Empfindungen. Ein Mann kann in dieser Hinsicht so geschwächt sein, daß bereits die Berührung der Kleidung einer Frau oder ein Gespräch mit ihr zu einem Samenverlust führen kann.

Nun kann gesagt werden, daß der nächtliche Samenverlust, der von wollüstigen Träumen und Empfindungen begleitet wird, dem das Erwachen erfolgt, die normale oder physiologische Art der Emission entspricht. Geschieht sie nicht zu häufig, so gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Treten keine Träume oder erotischen Empfindungen auf und wacht man nicht auf, dann liegt eine Schwächung des Sexualsystems vor. Geschieht der Samenverlust während des Tages, dann deutet dies auf eine noch gravirendere Schwächung der Sexualorgane und der Nervenzentren hin, die sie kontrollieren.

Es gibt Fälle von Samenverlust in denen die Emission rückwärts in die Blase geschieht und deshalb von außen nicht bemerkt wird, weil der Samen zusammen mit den Urin ausgeschieden wird [In der Nähe der Blase geht der Samenleiter in die Harnröhre über]. Dies bedeutet ebenfalls eine deutliche Schwächung des Sexualsystems und eine schwache Ejakulation. Den Strukturen mangelt es an der nötigen Spannkraft. Eine starke Ejakulation würde die Samenflüssigkeit in der üblichen Weise hinausschleudern. In diesen Fällen aber ist der Urin beim ersten Wasserlassen am frühen Morgen getrübt. Untersuchungen zeigen, daß der Urin mit Samen vermischt ist.

Man wacht müde und niedergeschlagen auf, mit all den Symptomen, die mit einem schwächenden Verlust einhergehen, und doch ohne erkennbare Ursache. Ich sollte auch sagen, daß eine bloße Trübung des Urins nicht unbedingt auf dieses Problem hinweist, denn die Trübung des Urins kann auch durch einen Katarrh [eine Entzündung] der Blase oder durch andere Umstände zurückzuführen sein. Erst durch eine Laboruntersuchung kann die Ursache der Trübung des Urins sicher bestimmt werden. Die Behandlung sollte die gleiche sein, wie bei einem Samenverlust, der durch andere Bedingungen entsteht.

Die Spermatorrhoe ist die schwerste Schwächung aller Samenverluste. Sie tritt in der Regel aber nur im Endstadium der Schwächung der Sexualorgane auf. Manchmal ist sie ein Merkmal einer organischen Rückenmarks- oder Gehirn-Erkrankung, aber sie ist auch ein Symptom bei Samenverlusten.

Der Ärger beginnt in der Regel mit gewöhnlichen nächtlichen Samenverlusten (Pollutionen), die von erotischen Träumen begleitet sind und mit dem Aufwachen enden. Treten sie zu häufig auf oder sind sie mit Depressionen verbunden, so führt dies zu einer kontinuierlichen Schwächung der Sexualorgane, bei der der Leidende während des nächtlichen Samenverlustes nachts nicht aufwacht. Mit der Zeit geschieht der Samenverlust auch am Tage, ohne eine Errektion und ohne eine sexuelle Empfindung. Während der Patient immer schwächer wird, entwickelt er eine Spermatorrhoe, eine Art „undichten“ Zustand, in dem die Samenflüssigkeit ohne irgendeine Empfindung jederzeit ausläuft. Diese Störung wird häufig mit dem Zustand eines undichten Wasserhahns verglichen. Hat sich beim Patienten eine extreme Schwäche eingestellt, dann ist sie mit einem Verlust der lebenswichtigen [sexuellen] Energien des Körpers verbunden.

Allerdings ist es sehr wichtig, zwischen der Spermatorrhoe und der Prostatorrhoe zu unterscheiden, die einem Verlust der Sekretion aus der Prostata entspricht. Tatsache ist, daß Spermatorrhoe sehr ungewöhnlich ist und Prostatorrhoe ziemlich verbreitet. Während der Verlust der Samenflüssigkeit extrem devitalisierend ist, ist der Verlust an Prostatasekret weniger gravierend. Natürlich haben die Quacksalber es in ihrer Literatur nicht versäumt, alles zu tun, um junge Männer zu erschrecken und so werden alle Symptome, die auf einen Verlust von Schleim, Prostataflüssigkeit oder irgendetwas anderem hinweisen, als Spermatorrhoe ausgegeben.

Daher hat die eigentliche Beschwerde in der Regel nicht annähernd die Fähigkeit, den jungen Mann zu töten, aber die Besorgnis stellt eine ernsthafte Gefährdung der Gesundheit dar. Ich werde die Prostatorrhoe im Kapitel über die Prostata diskutieren. Sie geht oft mit dem Samenverlust einher. Die einzige Möglichkeit zwischen einer Prostatorrhoe und einer Spermatorrhoe zu unterscheiden, besteht in einer Laboruntersuchung. Es kann sich lohnen das Geld in eine solche Untersuchung zu investieren, wenn sie Bedenken haben, und um den Geist zu beruhigen, daß in der Samenflüssigkeit keine Spermien enthalten sind. Die Spermatorrhoe tritt so selten auf, daß sie in den meisten Fällen davon ausgehen können, es mit einer Prostatorrhoe zu tun zu haben. Nur bei einer extremen Schwäche mit all den Syptomen von Neurasthenie [eine Nervenerkrankung], ist es notwendig, die Frage nach einer Spermatorrhoe zu stellen.

Eine häufige Beschwerde im Zusammenhang mit sexuellen Schwächen, ist der vermeintliche Samenverlust während des Pressens beim Stuhlgang. Die medizinischen Quacksalber haben sehr viel dazu zu sagen, um junge Männer zu erschrecken. Wiederum ist der Schleim, der beim Pressen des Stuhlgangs abgesondert wird, normalerweise Prostataflüssigkeit, obwohl es in einigen Fällen beim Stuhlgang auch zu Spermatorrhoe kommt. Tatsache ist, daß diese Samenverluste beim Stuhlgang, zwar nicht natürlich sind, aber nicht so ernst, wie bereits dargestellt. Sie sind bei weitem nicht so arlamierend wie Sperrmatorrhoe oder der gewöhnliche unfreiwillige Samenverlust am Tage.

Die Schleimsekrete anderer Sexualdrüsen [Samenleiterampullen, Samenbläschen, Cowpersche Drüsen, Littre-Drüsen] können ebenso beim Stuhlgang austreten. Wenn jemand einen großen Samenverlust erleidet, dann kann dieser aus einer Mischung verschiedener Samenflüssigkeiten bestehen. Wenn jemand aber keine weiteren Samenverluste erleidet, dann kann man davon ausgehen, daß dieser Samenverluste beim Stuhlgang ausschließlich aus der Prostataflüssigkeit besteht. Dementsprechend sollte dieses Symptom sie nicht zu Tode erschrecken. Dies ist allerdings ein Hinweis darauf, daß die Prostata wahrscheinlich mehr oder weniger vergrößert und empfindlich ist. (Siehe das Kapitel über die Prostata und ihre Störungen.)

Ich kann sagen, daß die Befreiung von der Verstopfung in vielen Fällen dieser Art Erleichterung verschafft. Auch ein gelegentlicher Einlauf kann verhindern, daß der Dickdarm aufbläht und zu viel Druck auf die Prostata und die Samenblasen ausübt. Vermeiden sie es außerdem beim Stuhlgang zu Pressen. Vertrauen sie allein auf die natürliche Entleerung des Darms. Wenn sie genügend Wasser trinken und Obst essen können sie sich wahrscheinlich auf die natürliche Funktion des Darms verlassen. Es wird auch helfen, diese Verluste zu vermeiden, wenn sie beim Stuhlgang auf die hintere Harnröhre, knapp unter oder hinter dem Hodensack, im Dammbereich, drücken.

Die Absonderung von Schleim beim Wasserlassen [Urinieren] ist in den meisten Fällen ein Symptom der Prostatorrhoe. In Ausnahmefällen allerdings kann es beim Urinieren auch zu einer Spermatorrhoe kommen. Sie deutet auf eine Schwäche und Nachlässigkeit der Blase und der beiden Samenausführungsgänge [Die Samenausführungsgänge sind dem Ende des Samenleiters, dort wo der Samenleiter in die Harnröhre eintritt. (siehe die beiden Bilder unter 14.4). In solchen Fällen ist eine Behandlung zur allgmeinen körperlichen Stärkung unbedingt erforderlich.

Spermatorrhoe tritt nicht oft auf. Meist geschieht dies nur nach einer exzessiven Masturbation, z.B. wenn diese für einige Zeit täglich oder mehrmals täglich praktiziert wurde. Angesichts des Mißbrauchs (der Sexualfunktion) dieser Art, sollte man nicht über den Leistungsabbau der betreffenden Organe überrascht sein. In manchen Fällen kann die Spermatorrhoe bereits einsetzen, während das Opfer noch dieser Gewohnheit (der Onanie nämlich) nachgeht.

Das Ergebnis exessiven Samenverlustes auf die Konstitution [körperliche Gesundheit] ist dieselbe wie bei der Masturbation, da dort derselbe Abfluss des chemisch sehr reichen und im höchsten Maße vitalisierenden Samens geschieht. Es können sich auch nach dem Beenden der heimlichen Gewohnheit die gleichen Symptome der Schwächung in Form von zu häufigen nächtlichen Samenergüssen zeigen, wenn die Gesundheit nicht schnell wieder hergestellt wird. Selbst dann wird man nicht in der Lage sein, einige der Konsequenzen [der sexuellen Ausschweifung] für einige Zeit zu vermeiden, denn der nächtliche Samenerguß kann nicht sofort gestoppt werden.

Naturgemäß kann der Körper den häufigen Verlust der stark phosphorhaltigen Samenflüssigkeit, der u.a. bei der Masturbation austritt, nicht sofort ersetzen. Der Verlust der Samenflüssigkeit zeigt sich besonders durch eine negative Wirkung auf das Gehirn. Der typische Verlust des Gedächtnisses, der Mangel an mentaler Energie, der Mangel an Ehrgeiz und die Schwierigkeit sich bei der Arbeit oder beim Studium über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren, sind bei einem ausgeprägten Samenverlust bekannt.

Sie müssen daher wissen, daß Sie, sobald Sie die Fähigkeit zu denken, sich zu erinnern und andere geistige Arbeit auszuüben, verbessert haben werden, haben sie eine große Verbesserung ihres Zustandes erreicht haben, selbst wenn der Samenverlust noch nicht völlig gestoppt wurde. Man sollte nicht erwarten, ihn unmittelbar zu stoppen. Aber wenn sich dessen Häufigkeit verringert, oder wenn Sie feststellen, daß die schwächende Wirkung geringer wird, obwohl der Samenverlust (immer noch) auftritt, bedeutet dies eine deutliche Verbesserung, die enorm gefördert werden sollte.

Bei einem schweren Fall von Samenverlusten erfährt der Leidende eine große Muskel- und Nervenschwäche. Er verliert an Kraft und Ausdauer. Er gerät bei jeder Anstrengung schneller außer Atem und es kann sein, daß er nervöses Herzklopfen bekommt. Er fühlt sich müde, seine Beine fühlen sich schwer an, sein Kreislauf ist schwach und er hat wahrscheinlich erhebliche Magen- und Darmprobleme. Er kann einen deutlichen Mangel an Appetit haben oder er ißt wie ein Wolf, der nicht genug bekommen kann. Seine Zunge ist normalerweise belegt, er leidet wahrscheinlich an Verstopfung oder Durchfall, an Übelkeit, Erbrechen und anderen Verdauungsstörungen.

Er hat vielleicht Kopfschmerzen, Schmerzen im Hinterkopf, einen schmerzenden Rücken und mehr oder weniger Beschwerden im Damm [Bereich zwischen Anus und Geschlechtsteilen]. Die Geschlechtsorgane sind manchmal verkümmert und kalt, die Hoden sind klein und empfindlich und bisweilen schmerzen sie sogar. Normalerweise gibt es einen Verlust an sexuellem Verlangen und manchmal tritt eine Abneigung gegen das andere Geschlecht ein. In einigen Fällen wird das sexuelle Verlangen [die Libido] durch die erhöhte Reizbarkeit der Geschlechtsorgane erhöht, obwohl die sexuelle Kraft [Potenz] verloren gegangen oder stark vermindert ist. Der Verlust oder die Beeinträchtigung der sexuellen Funktion ist unverändert. Dies hat in praktisch allen Fällen einen vorzeitigen Samenerguß oder eine völlige Impotenz zur Folge.

Natürlich sind diese deutlichen Symptome nur bei denen zu finden, die an Spermatorrhoe leiden oder an einem übermäßigen Samenverlust. Selbst die normalen nächtlichen Samenergüsse, die erotischen „feuchten Träume“ haben eine ähnlich schwächende Wirkung, wenn sie zu häufig auftreten, wenn auch in weniger starkem Maße (als Spermatorrhoe) ausgeprägt.

Tausende junge Männer klagen über den Ausfluß von ein oder zwei Tropfen Schleim [der sogenannte „Lusttropfen“], wenn sie sich in der Gesellschaft einer Frau befinden, zu der sie sich stark hingezogen fühlen. Viele von ihnen nehmen an, daß es ein Zeichen einer ernsthaften Schwäche oder vielleicht sogar eine Spermatorrhoe ist. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Erfolgt danach eine Errektion, dann handelt es sich lediglich um eine leichte Drüsenabsonderung [1], die die sexuelle Kondition nicht weiter beeinträchtigt. In den Fällen, in denen ein größerer Ausfluß stattfindet, kann es sich aber um Prostata- oder Samenflüßigkeit handeln.

  • [1] Die sogenannten Lusttropfen (auch Lusttröpfchen, Vorlusttropfen, Sehnsuchtstropfen, Glückstropfen, liquor of love, medizinisch: Präejakulat, können kurz vor dem Orgasmus, aus dem männlichen Glied schon vor der Ejakulation austreten.). Sie bestehen aus einem klaren Schleim aus verschiedenartigen Drüsenzellen und können schon mit Sperma vermischt sein. Deshalb können Frauen auch durch den darin enthaltenen Samen schwanger werden. Das Sekret der Bulbourethraldrüse (oder Cowpersche Drüse) wird meist vor der eigentlichen Ejakulation abgegeben (Vorsekret des Spermas). Das schleimige Sekret dient vermutlich vor allem der Neutralisierung von Harnresten, eventuell auch zur Neutralisierung des sauren Scheidenmilieus.

Ich kann sagen, daß solche Symptome außer bei unverheirateten Männern nur selten auftreten, außer bei unverheirateten Männern. Sie sind lediglich das Ergebnis der sexuellen Erregung. Es ist kaum nötig hinzuzufügen, daß unverheiratete Männer Aufregungen dieser Art vermeiden sollten, denn sie sind ungesund. Lassen Sie sich aber durch solche Abweichungen von den normalen Bedingungen nicht beunruhigen und begeben Sie sich nicht in eine Situation, in der so etwas geschehen kann, denn wenn dies wiederholt geschieht, kann dies eine ernsthafte Gefährdung [für Ihre Gesundheit] bedeuten.

Die einzige Richtlinie, den unverheiratete Männer verfolgen sollten, ist es, alle sexuell stimulierenden Einflüße zu vermeiden. Wenn der Mann seine Leidenschaft nicht auf natürlichem Wege nicht befriedigen kann, sollte er nichts tun, was diese wecken könnte, da sie sonst eine unnötige Belastung der Sexualorgane darstellen. Lassen Sie den Sextrieb schlafen, bis Sie bereit zur Ehe sind. Es gibt nur einen sicheren Weg für den unverheirateten Mann und der besteht darin, alle Einflüsse, die die Zeugungsorgane erregen könnten, zu vermeiden.

Die Behandlung

Was sollte man tun, um nächtliche Samenergüsse zu vermeiden? Es ist notwendig, die Spannkraft [Stärke] des sexuellen Systems, der Nerven, der Muskeln und des Gewebes zu verbessern. Die erste Voraussetzung dies zu tun, ist die Durchblutung und die körperliche Vitalität nach den Methoden, die im Kapitel „How to build Virility“ beschrieben sind, zu verbessern. (Wie die Männlichkeit wieder aufgebaut werden kann. – Dieses Kapitel werde ich demnächst ins Deutsche übersetzen.)

Sie werden stark in ihren Bemühungen behindert werden, wenn sie nicht bestimmte mentale Anforderungen beachten. Hierzu gehören, den Geist frei von lüsternen Gedanken und sexuell stimulierenden Einflüßen zu halten. Tun sie es, wie ich es bereits angedeutet habe, indem sie ihren Geist mit gesunden Aktivitäten und Interessen beschäftigen, der keinen Platz für sinnliche Gedanken lassen. Denken sie daran, daß die geistige Haltung hauptsächlich für diese Probleme verantwortlich ist.

Solange sie erotische Gedanken hegen, sorgt dies für eine Überlastung der Geschlechtsorgane und die Auffüllung der Samenblasen mit einer übermäßigen Sekretion. Es stimmt, daß die Gedanken sich zum Teil, durch die Ansammlung von Samenflüssigkeiten in den Sexualorganen, auf erotische Fantasien konzentrieren. Dies können sie allerdings vermeiden, wenn sie die Fantasien zur Ruhe bringen, den Verstand sauber halten und ihn mit sinnvollen Dingen beschäftigen. Es ist weitgehend eine Frage der mentalen Gewohnheit. Vermeiden sie erotische Literatur. Lesen sie keine Romane, die von leidenschaftlicher Liebe handeln. Vermeiden sie burleske [derbe] Theaterstücke. Vermeiden sie es, Mitglieder des anderen Geschlechts zu streicheln oder zu liebkosen und andere aufregende Einflüsse.

Soweit wie möglich leben sie ein Leben, welches jegliche Aufregung vermeidet. Zu viel Aufregung jeglicher Art sollte vermieden werden, bis sich der Zustand verbessert hat. Ein ruhiges Leben auf dem Bauernhof wäre gut. Falls es ihnen aber zu eintönig erscheint und nicht ihrem Interesse entspricht, dann sollten sie es meiden. Es könnte nämlich sein, daß der Geist sich sonst sexuellen Dingen zuwendet. Ein Landleben ist aus diesem Grund das Schlimmste für manche Personen, obwohl es in den meisten Fällen das Beste sein dürfte. [2]

  • [2] Es ist anzumerken, daß der Autor in seiner Jugend als eher schwächliches und elternloses Kind auf einen Bauernhof kam. Seine Eltern waren beide gestorben. Dort blühte er durch die harte körperliche Arbeit regelrecht auf. Als er später in die Stadt zog und in einem Büro arbeitete, verkümmerte er regelrecht. Deshalb begann bzw. entwickelte er das Bodybuilding und brachte es bis zum amerikanischen Bodybuildingmeister.

Eine nicht-stimulierende Ernährung ist besonders wichtig, solange der empfindliche und reizbare Zustand besteht, der den Samenverlust verursacht, der bereits beim geringsten Anlaß auftritt. Darum sollte Fleisch nur sehr selten gegessen werden. Wenn man überhaupt Eier ißt, dann sollte man höchstens ein Ei am Tag essen. Anregende Getränke und Gewürze sollten gemieden werden. Vor allem sollte übermäßiges Essen vermieden werden. Man sollte nichts essen, bevor man zu Bett geht und es ist besser, am Abend keine schwere Mahlzeit zu essen. Die herzlichste [deftigste] Mahlzeit sollte in der Mitte des Tages gegessen werden.

Es ist vielleicht sogar noch wichtiger, das [Wasser-]Trinken am Abend oder vor dem Schlafengehen und das Trinken beim Abendessen zu vermeiden. [Der Kerl ist gerade dabei, mir mein Glas Rotwein am Abend zu verbieten. Grrrh.] Der Grund ist, daß eine volle Blase in der Nacht durch den Druck auf die Prostata und die Samenblasen zu Irritationen und Aufregungen des Sexualsystems führen und dadurch zu einem Samenerguß führen kann. Die Blase sollte vor dem Schlafengehen entleert werden. Falls sie die Gewohnheit haben, nachts um zwei Uhr aufzuwachen, dann sollten sie die Blase erneut leeren. Dies würde sehr helfen, einen Samenerguß zu vermeiden. Ich kann diesen Punkt nicht oft genug betonen.

Verstopfungen sollten ebenfalls vermieden werden. Sie verschärfen erheblich die Schwierigkeiten, denn ein voller Dickdarm drückt auf alle umliegenden Organe und ein aufgeblähter Enddarm drückt direkt gegen die Prostata und Samenblasen. Es wird wesentlich zu ihrem Vorteil sein, wenn die Därme vor dem Schlafengehen entleert werden. Sie werden feststellen, daß sie sich dies zur Gewohnheit machen können, wenn sie es versuchen. Siehe meine Diskussion über Verstopfung in einem anderen Kapitel.

Vermeiden sie das Schlafen auf dem Rücken. Wenn sie feststellen, daß sie dazu neigen, sich umzudrehen und auf dem Rücken zu schlafen, wäre es gut, einen Gurt, bestehend aus einem Handtuch oder einem anderen Stück Stoff, von geeigneter Größe und Form umzubinden, mit einem großen Knoten oder mit einem harten Gegenstand in der Mitte des Rückens, so daß es sie, wenn sie sich auf den Rücken drehen, stört und sie dazu zwingt, ihre Position zu verändern. Eine Abbildung ist in meinem Buch Vitality Supreme, dargestellt: halb zur Seite und halb das Gesicht nach unten ist besonders sinnvoll bei diesem Problem.

Ein Leben an der frischen Luft mit viel Bewegung, um das Sexualsystem zu stärken, wird besonders empfohlen. Die Bewegungsübungen im Kapitel zur Verbesserung der Männlichkeit sind sehr hilfreich für diesen Zweck. Viele Menschen finden es praktisch, diese Übungen am Abend auszuführen. Übungen vor dem Schlafengehen scheinen bei einigen Menschen aber zu einer Reizüberflutung der Geschlechtsteile zu führen. In solchen Fällen sollte man das Training am Morgen durchführen, während man den Abend ruhig ausklingen läßt, vielleicht mit Ausnahme eines Spazierganges. In allen Fällen jedoch haben solche Übungen eine stärkende Natur.

Alle Formen von kalten Bädern, in Verbindung mit Bewegung, sind von Vorteil. Schwimmen, zum Beispiel, ist sehr zu empfehlen. Das kalte Sitzbad verfügt über einen besonderen und außerordentlichen Wert. In den meisten Fällen dieser Art dient es nicht nur als allgemeines Tonikum [Stärkungsmittel], sondern hat auch sexuell eine besonders belebende Wirkung. Es kräftigt die betroffenen Organe und wenn das kalte Bad jeden Morgen regelmäßig genommen wird, dann ist es eine große Hilfe bei der Überwindung von sexuellen Schwächen. Je kälter das Wasser, um so besser. Zum Sitzbaden wurden sogar spezielle Wannen entwickelt, aber sie können auch eine ganz normale Badewanne oder einen Waschzuber verwenden, füllen sie mit 20 bis 25 Zentimeter Wasser, in die sie dann mit den Hüften und Beinen eintauchen und sich in die Wanne setzen.

Sie sollten nicht frieren, bevor sie ins Bad gehen. Im Winter kann es besser sein, das kalte Bad in einem warmen Raum zu nehmen, so daß sie sich umgehend wieder erholen. [Man kann es auch vor dem Schlafengehen nehmen und dann ins warme Bett gehen.] Wenn es Schwierigkeiten macht, sich von dem kalten Wasser zu erholen, dann würde es helfen, die Füße vor oder während des Sitzbades in heißem Wasser zu baden. Sie sollten etwa 1 bis 5 Minuten in der Badewanne bleiben. Kaltes Wasser für eine kürzere Zeit hat eine effektivere Wirkung, als wärmeres Wasser für eine längere Zeit, wenn man es ertragen kann. [Wer keine Badewanne hat, kann auch eine kalte Dusche nehmen und dabei auch den Oberkörper kalt abduschen.]

Aber auch das Sitzbad sollte mit einer gewissen Vorsicht gebraucht werden. Ich kenne Fälle in denen das kalte Sitzbad die Frequenz der Samenverluste erhöhte. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, daß die belebende Wirkung der Bäder eine noch stärkere Samenproduktion bewirkt, während die Muskeln und die Nerven noch zu schwach sind, um sie zu kontrollieren. Wahrscheinlich würde die fortwährende Nutzung des kalten Wassers im Laufe der Zeit schließlich zum Rückgang dieser Samenverluste führen, aber in solchen Fällen ist es wohl am besten, um jede Irritation [Reizung] zu beseitigen und um die Nerven zu beruhigen, stattdessen heiße Sitzbäder zu nehmen. Wir dürfen nicht vergessen, daß in vielen Fällen übermäßiger nächtlicher Samenverluste, von einem extrem empfindlichen Zustand der Prostata und der hinteren Harnröhre auszugehen ist, die so schnell wie möglich korrigiert [geheilt] werden sollten.

Das heiße Sitzbad ist eines der zufriedenstellensten und wirksamsten Behandlungen für diesen Zweck. Wasser mit einer Temperatur von 115° bis 118° Fahrenheit (46° bis 48° Celsius) oder so heiß, wie man es aushält, sollte verwendet werden. Das Bad sollte 3 bis 5 Minuten genommen werden. Anschließend an das heiße Bad sollte man die Genitalien mit kaltem Wasser baden [duschen] oder mit einem kalten Schwamm [Waschlappen] abreiben, um eine übermäßige Entspannung der Blutgefäße zu verhindern. Liegt eine Reizbarkeit der Blase vor, dann wird dieses heiße Bad ebenfalls sehr hilfreich sein. Erscheint die Prostata überaus reizbar und empfindlich und vor allem für die nächtlichen Samenverluste verantwortlich zu sein, sollte man sich eine Zeit lang auf die Behandlung der Prostatabeschwerden konzentrieren. Vor allem die heiße rektale (anale) Darmspülung sei in diesem Zusammenhang erwähnt. (siehe Kapitel: The troublesome prostata gland)

Man sollte sich jedoch nicht auf Bäder und lokale Behandlungen dieser Art allein verlassen. Alles sollte getan werden, um die Vitalität und die Durchblutung zu verbessern. Bergsteigen, Freizeitaktivitäten an der frischen Luft, Langlauf-Wanderungen und das Schlafen im Freien sind besonders wertvoll. Luftbäder [3] sind von großem Nutzen für die Nerven. Man sollte sich nicht zu warm anziehen, damit der Körper nicht überhitzt wird. Besonders der untere Teil des Rumpfes sollte nicht zu warm und zu eng bekleidet sein. Hemden über den Bauch und die Hüften, sowie Hosen und Unterhosen sollten den Unterkörper nicht zu stark bedecken.

  • [3] Das Luftbad ist eine der schonendsten Maßnahmen der physikalischen Therapie. Die Reizstärke des Luftbades richtet sich nach der Temperatur und Bewegung der Luft. Die Sonneneinwirkung ist bei ausgesprochenen Luftbädern zu vermeiden. Da während des Luftbades der ganze Körper unbekleidet der Luft ausgesetzt wird, kommt es dabei vor allem zu einer Anregung der Hautfunktionen. Die Wirkung besteht in einer Abhärtung, Abwehrsteigerung, Stoffwechselanregung, Appetitsteigerung sowie Hebung des Lebensgefühls und des Heilwillens. Zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist während des Luftbades Bewegung in jeder Form anzuraten.
  • Bei Neigung zum Frieren soll die Haut mit einer trockenen Bürste abgerieben werden. Ist man schon etwas trainiert, dann soll man den Körper auch bei kühlerem Wetter, Wind und Regen nicht aussetzen. In der kühleren Jahreszeit werden die ersten Luftbäder im geheizten Zimmer und schließlich im Freien durchgeführt. Im Sommer wird gleich im Freien begonnen. Man beginnt mit 10 bis 15 Minuten und kann mit der Zeit das Luftbad bis auf 2 Stunden ausdehnen. Sehr empfindliche Personen beginnen mit Teilluftbädern (z. B. nur freier Oberkörper). Selbst Kranke mit Fieber können ein kurzes Luftbad im Bett zur Erfrischung und Anregung des Kreislaufes nehmen.

Werden die Zeugungsorgane kühl gehalten und mehr oder weniger der frischen Luft ausgesetzt, wie beim Schottenrock, so wäre dies ein großer Vorteil. Es wäre auch gut, wenn dieser Teil des Körpers während des Schlafes mit frischer Luft versorgt wird, indem die Bettdecke mit einer Sicherheitsnadel an einer Schnur befestigt wird, die die Bettdecke im Bereich des Unterkörpers anhebt. Ich habe solche eine Vorrichtung in meinem Buch Vitality Supreme abgebildet.

Wie lange dauert es, bis die nächtlichen Samenergüsse abklingen? Es ist eine Frage der Stärkung der Organe, der Muskeln und der Nervenzentren, die daran beteiligt sind. In vielen Fällen können in ein paar Wochen wunderbare Ergebnisse erzielt werden, wenn die Behandlungsvorschläge sorgfältig eingehalten werden. In anderen Fällen kann es Monate dauern. In hartnäckigen Fällen ist es möglich, daß die Behandlung zwei oder drei Jahre dauert, um die Probleme vollständig zu überwinden. Aber bereits vor Ablauf dieser Zeit sollte eine starke Verbesserung eintreten. Seien sie zufrieden, wenn die Samenverluste so weit zurückgehen, daß sie Sie nicht mehr schwächen. Sie sollten die Behandlung aber nicht an diesem Punkt beenden. Streben sie weiter nach einem perfekten Zustand, verbessern sie weiterhin die Nervenstärke und die körperliche Vitalität [Widerstandskraft], bis sie im Laufe der Zeit völlig frei von Beschwerden sind.

Gehen sie, während dieses geschwächten Zustandes keine Heirat ein. Heiraten sie, wenn sie diese Schwäche weitgehend überwunden haben, dann werden sie wahrscheinlich von solchen Beschwerden befreit sein. Damit will ich nicht sagen, daß die Ehe stets den [exzessiven] Samenverlust verhindert. Auch ein verheirateter Mann kann sein Sexualsytem so schwächen, daß er trotz seiner Ehe daran leidet. Aber in der Regel finden sie, daß solche Probleme nicht mehr nach der Heirat auftreten, wenn sie bereits vor der Heirat eine gewisse konstitutionelle und sexuelle Stärke aufgebaut haben.

Die Behandlung bei Spermatorrhoe und bei Samenverlusten, die tagsüber geschehen, ist identisch mit der Behandlung von nächtlichen Samenverlusten, aber man sollte die Anweisungen des Arztes noch strenger beachten. In diesen Fällen ist es mehr als notwendig, den Zustand der Prostata zu untersuchen und die Anweisungen des Arztes zu beachten.

Ich möchte hinzufügen, daß die Behandlung mit Brom bei nächtlichen Samenergüssen üblicherweise von den Ärzten verschrieben wird, unabhängig von individuellen Anforderungen. Bromide haben oft eine lähmende Wirkung auf die ganze Sexfunktion. Wird die Behandlung über einen längeren Zeitraum fortgesetzt, so ist es möglich, daß daraus eine komplette Impotenz resultiert. Manchmal erlebt der Patient nach einer solchen Behandlung tatsächlich eine Verminderung des Samenverlustes, nur um dann festzustellen, daß die Beschwerden doppelt so schlimm sind und daß die Behandlung ihn geschwächt hat. Es ist fraglich, ob Bromide sicher oder ratsam sind, wenn sie im Ergebnis mehr Schaden anrichten, als zur Heilung beizutragen.

Weitere Kapitel aus dem Buch:
Bernarr MacFadden: Die Wahrheit über die Onanie
Bernarr MacFadden: Wie die Männlichkeit zerstört wird

Ich möchte auch darauf hinweisen, daß Tissot sehr ausführlich auf die Ursachen und Behandlung solcher Erkrankungen eingeht:

Samuel Tissot: Die Onanie und ihre gesundheitlichen Folgen


Seminal Losses
 
SEMINAL losses are so common among young men as to be almost universal, and even when not definitely weakening often cause much mental distress and worry.

Though these losses most frequently take the form of nocturnal emissions during sleep, they may also occur as daytime emissions—often in connection with straining at stool—or, occasionally, as discharges backward into the bladder, or as the gradual leakage to which has been given the name of spermatorrhea. These involuntary losses of the seminal fluid are extremely debilitating in certain cases; in others they may be more alarming than injurious, and detrimental chiefly through their mental effect upon the victim.

The subject of night losses is especially important because they are so common. Furthermore, so many terrifying things have been said about this disorder in „quack“ literature that the young man should be clearly informed as to its true significance and effect in order to avoid needless worry, and also to save himself from spending every spare dollar for treatment at the hands of these quack doctors.

If you avoid the quack and go to a reputable physician, you will probably be told that nocturnal emissions are entirely normal if not occurring at too frequent intervals. And it is undoubtedly true that if you are vigorous and these emissions take place only at intervals of ten days or more, they will not be likely to have any injurious effect. You can feel quite certain of this, especially if you experience no immediately weakening effects. A great many young men complain that the day following one of these night losses they suffer from great lassitude and depression. This is the usual result in a serious case, and yet I am satisfied that in many instances such symptoms are of purely mental origin, the result of the fear and horror with which the victim himself regards the complaint. We must remember that what may prove harmful to one constitution may not have any apparent effect on another. To one who is vigorous and active these losses may not be materially weakening, even if they occur at intervals of one week or more frequently. Of course these cases are exceptional, for such frequency is usually harmful. I mention them only to show that there is no iron-clad rule in the matter.

The primary cause of too many seminal losses is to be found chiefly in the stimulating influences of our artificial civilized life, but the direct cause in nine cases out of ten is undoubtedly masturbation. Through this habit there has been established a continuous active secretion of the seminal fluid, and after the practice has been stopped the excessive and rapidly accumulating secretion naturally finds an outlet through these emissions, occurring at intervals the frequency of which depends largely upon the extent to which self-abuse has been carried on and the parts concerned weakened. It frequently happens, also, that when one has been married and accustomed to regular sexual intercourse, involuntary emissions occur when this relationship is suddenly discontinued.

Physicians sometimes go so far as to say that night losses are the normal experience of all healthy and vigorous young men. It is certainly true that the most robust athletes may experience them. But I believe there is usually some special cause for them. It may be that nocturnal emissions would occur sometimes in the case of a full-blooded and healthy young man who had never indulged in either sexual intercourse or masturbation, simply through the natural active secretion of the sexual glands, and perhaps partly as a result of more or less amorous excitement, as there is no question that various mental influences, such as lascivious thoughts, erotic stories, suggestive theatrical performances, vulgar jokes and other stimulating factors have a great deal to do with the question in all cases. I am inclined to think, however, that these losses would occur very rarely if there were not some predisposing cause such as masturbation or habitual sexual indulgence.

For this reason I would hardly be ready to say that night losses are ever really normal, in a strict sense. I feel that the generative glands would never form such an excess of their secretions as to make this means of relief necessary, if they were not over-stimulated or overworked. I believe that such emissions are always more or less abnormal, although from a practical stand-point they may not be actually injurious if not occurring too often.

It is claimed that they may be natural or „physiological“ in healthy young men, and that they are „pathological“ or indicative of some disorder or weakness only under certain circumstances; and while I would never call them „physiological“ in the strict sense, yet for practical purposes we may regard them as such in those cases where they apparently do no real harm, assuming that they merely serve as an outlet for the accumulated secretions. But how may the young man distinguish? How may he know when the condition is, or is not, serious?

The frequency of the losses is one indication, though not always sufficient in itself. As a rule, nocturnal emissions two or three times a month are nothing to worry about. Usually they will not be found to have any weakening result the following day, and there will be no later loss of health or energy. In the case of a few vigorous, full-blooded young men they may occur even more often without serious results, though once a week, except for those possessed of unusual vigor, is really too often. Any greater frequency calls for attention, with the application of treatment such as I will outline. Losses which leave the victim depressed, nervous and out of sorts the next day, or a few days after, even though they occur only once or twice a month, should also receive immediate attention. I need hardly say that they are „pathological“ in such cases. There are instances in which they take place as often as once daily, or even more frequently, but such extremes are rare.

When the immediate result of seminal losses is physical and mental depletion, lassitude, sluggishness of all the vital processes, and difficulty in study or concentrated thinking, their character is plainly indicated as pathological. When no immediate ill effects are noticeable, however, they may be making an excessive drain upon the system, and quietly undermining the constitution. Therefore the absence of evidence that harm has been done is not always a sure sign that all is well.

The character of the symptoms accompanying the emissions provides a more reliable means of determining whether or not they are physiological or pathological.

As a rule, with a healthy young man, night losses are accompanied by amorous dreams, together with the physical sensations characteristic of an orgasm, with the result that he wakes up.

If, however, a young man has these losses repeatedly, such a weakening of the sexual function may result that he will eventually have them without any dreams, or voluptuous sensations and without waking up. In such a case they are unmistakably pathological, and may be followed by daytime losses occurring on the occasion of the least sexual excitement, or even without any provoking cause whatever, and without any consciousness of them. In some cases any mental excitement or unusual mental effort is sufficient to induce them. You may understand that when they occur in the daytime it is usually because the sexual organs have become very seriously weakened. Under such circumstances there is little or no sensation. One may be so weakened in this respect that the touch of a woman’s clothing, or even conversation with her, will cause an emission.

Now, it may be said that the night losses accompanied by voluptuous dreams and sensations, followed by waking, represent the normal or physiological type of involuntary emissions. If not too frequent there is little or nothing to feel concerned about. When there is no dream or sensation, and one does not wake up, it is clear that there is already a decided weakness of the sexual system. When the losses occur in the daytime they indicate an even more serious weakness of the organs, and the nerve-centers controlling them.

There are cases of seminal losses in which the emissions take place backward into the bladder, and do not appear externally. This of course means a marked condition of weakness of the parts and a feeble ejaculation. The structures concerned lack tone. A strong ejaculation would expel the fluid in the normal way. In, cases of this kind, the water passed first thing in the morning is clouded, examination showing that the condition is due to semen. One wakes tired and depressed, with all the ordinary symptoms that go with debilitating losses, and yet without apparent cause. I should also say, however, that mere cloudiness of the urine does not necessarily indicate this trouble, for, that may be due to catarrh of the bladder or some other condition. It is only by laboratory examination that the cause of such cloudiness can be definitely determined. The treatment should be the same as for seminal losses under other conditions.

Spermatorrhea is the most serious and weakening of all seminal losses, but is only experienced as a rule in the later or final stages of a case that has been going from bad to worse. It is sometimes a feature of organic spinal cord or brain disease, being really a symptom in such an instance.

Trouble begins, usually, with the ordinary night losses, amorous dreams and waking up. If these are too frequent, or depressing in effect, there will follow a continuous weakening of the sexual parts until the sufferer does not wake up in case of night losses, and in time comes to have day losses without sensation and without an erection. As he becomes still weaker he may develop spermatorrhea, which is a sort of „leaky“ condition in which the seminal fluid oozes out, without any exciting cause, at any and all times. This disorder has often been compared to the condition of a leaky faucet, and when it has been established the debility of the patient becomes extreme, for it involves a terrible drain upon the vital resources of the body.

However, it is very important to distinguish between real spermatorrhea and prostatorrhea, which is simply a loss of the secretion from the prostate gland. The fact is that true spermatorrhea is very unusual and prostatorrhea is fairly common; and while the loss of the seminal fluid is extremely devitalizing, the loss of prostatic fluid is far less serious. Of course the quacks in their literature have not failed to do everything they could to scare the young man, and so all symptoms involving a loss of mucus, prostate fluid or anything else, are declared to indicate spermatorrhea.

Hence if the complaint does not nearly kill the young man, the worry does. I will discuss prostatorrhea in the chapter on the prostate gland. It often goes along with seminal losses. The only way in which one can absolutely distinguish between prostatorrhea and spermatorrhea is by means of a laboratory examination. It may be worth while to spend the money necessary for such an examination if you are worried, in order to set your mind at rest and be convinced that there are no spermatozoa in the discharge. Real spermatorrhea is so unusual, however, that in most cases you can practically take it for granted that the discharge is prostatic. Only in extreme debility, with all the symptoms of neurasthenia, is it necessary to consider the question of spermatorrhea.

A very common complaint in connection with sexual weaknesses is that of supposed seminal losses occurring while straining at stool. The medical quacks have had a great deal to say about this, in order to frighten young men. Again, the mucus appearing at this time is usually prostatic fluid, though there are some true cases of defecation spermatorrhea. The fact is that these apparent seminal losses at stool, while not natural by any means, are not at all so serious as has been represented. They are far from being so alarming as true spermatorrhea, or ordinary involuntary losses of semen by day.

The mucus secretions of other small glands may also be involved in these discharges while at stool, and if one suffers from seminal losses to any great extent there may be a mixture of semen in these discharges. But if one does not have other seminal losses with little or no provocation or sensation, then it is unlikely that the losses while at stool are anything but prostatic fluid. Accordingly, this symptom should not frighten you to death, although it is to be taken as an indication that the prostate gland is probably more or less enlarged and sensitive. (See the chapter on the prostate gland and its disorders.)

I may say that freedom from constipation will do a great deal in cases of this kind, even if you find it necessary to use an occasional enema to prevent the colon from being distended and thus pressing too much upon the prostate and seminal vesicles. Always avoid straining at stool. Try to depend upon the natural action alone. If you use enough water and fruit you can probably do this. It will also help to prevent these losses if you will press upon the posterior urethra just under or back of the scrotum, in the perineal region, when at stool.

Mucus discharges following urination are like-wise symptoms of prostatorrhea in most cases, although in exceptional cases there may be true micturition spermatorrhea, indicating weakness and laxity of the seminal vesicles and ejaculatory ducts. In such cases vigorous treatment is necessary.

Spermatorrhea does not often occur except after the most excessive masturbation, as for instance when it has been practiced daily or even more than daily, for some time. In the face of abuses of this kind one cannot be surprised at the breaking down of the organs concerned. In some cases spermatorrhea may set in while the victim still continues the habit.

The results of excessive seminal losses upon the constitution are very much the same as those of masturbation, inasmuch as there is the same drain of the chemically rich and highly vitalized semen. So that even after one has stopped the secret habit one may continue to experience the same weakening symptoms as a result of too frequent night losses, unless the general health is rapidly built up. Even then one will not be able to avoid some of the consequences for a time; the night losses cannot be stopped all at once.

Naturally, the system can ill afford the frequent loss of the highly phosphorized seminal fluid, and the effect upon the brain is especially pronounced, as in the case of masturbation. The typical loss of memory, lack of mental energy, lack of ambition and difficulty in concentration of thought in work or study for any length of time are all pronounced in any serious case of seminal losses. You may know, therefore, that just as soon as you have improved in your ability to think, remember and do other mental work, you have made a very great improvement in your condition, even though the seminal losses have not stopped entirely. You cannot expect to stop them at once. But if you decrease their frequency, or if you find that they have a less weakening effect upon you when they do occur, that means a very pronounced improvement and you should be tremendously encouraged.

In respect to the physical symptoms, in a serious case the sufferer from seminal losses experiences great muscular and nervous debility. He lacks strength and endurance. He gets out of breath quickly upon any exertion, and may even experience some palpitation of the heart (nervous). He has a tired feeling, his legs feel heavy, his circulation is feeble and he is likely to have considerable trouble with stomach and bowels. He may have a marked lack of appetite, or on the other hand may eat like a wolf, apparently unable to get enough. His tongue is usually coated, he is likely to be constipated, or may be subject to diarrhea, nausea, vomiting and other digestive disturbances.

He may have headaches, pains in the back of the head, a weak back and more or less discomfort in the perineum. The generative organs are sometimes atrophied and cold, and the testicles small and tender, or perhaps painful at times. Usually there is a loss of sexual desire, and sometimes actual dislike for the opposite sex. In some instances, owing to a state of irritability of the parts, sexual desire is increased, even though the sexual power has been lost or greatly lessened. This loss or impairment of function is invariable, involving „prematurity“ in practically all cases where there is not complete impotence.

Of course, these marked symptoms are usually found only in those suffering from spermatorrhea or from other excessive losses. Even the more normal nocturnal emissions, or erotic „wet dreams,“ however, have a similar weakening effect if they occur too often, though to a less marked extent.

Thousands of young men complain of noticing a discharge of a drop or two of mucus when in the company of a member of the opposite sex to whom they are strongly attracted. Many of them naturally suppose that it is a serious symptom of weakness, or perhaps of spermatorrhea. There is no special cause for alarm in this, following an erection, since it is only a slight glandular discharge of mucus and usually bears no relation to one’s general- sexual condition. In some cases when there is a more copious discharge, it may be prostatic or seminal fluid.

I may say such symptoms rarely appear except in unmarried men. They are merely the result of the excitement of the parts. It is hardly necessary to add that unmarried men should avoid excitement of this sort, for it is unhealthful and unwholesome from every stand-point. Do not be alarmed by such departures from normal conditions, but do not place your-self in a position in which they are likely to occur, for if often repeated they will be seriously harmful.

The only physiological course for the unmarried man to pursue is to avoid all sexually stimulating influences. Since he cannot gratify his passion he should do nothing to arouse it, since by so doing he places an unnecessary strain upon the organs involved. Let the sex instinct sleep until you are ready to undertake marriage. There is only one safe road for the unmarried man, and that is to avoid all influences which will excite the generative organs.

The Treatment

What is one to do for night losses? It is necessary to tone up the sexual system, strengthening the nerves, muscles and all tissues concerned. In order to do this the first requirement is to improve the circulation and build general bodily vigor according to the methods set forth in the chapter on virility building.

You will be greatly handicapped in your efforts, however, if you do not observe certain mental requirements in the way of keeping the mind free from lascivious thoughts and sexually stimulating influences. Do this, as I have already suggested, by so filling the mind with wholesome activities and interests that there will be no room or time for sensuality. Remember that it was the mental attitude that was first chiefly responsible for the trouble.

So long as you harbor erotic thoughts they will cause congestion of the generative organs and the filling up of the seminal vesicles with an excessive secretion. It is true that it is partly the effect upon the brain of the accumulation of semen in these reservoirs that causes the mind to turn to these thoughts, but at the same time by striving to keep the imagination at rest and the mind clean and occupied with other things, you will be able to avoid this condition. It is largely a matter of mental habit. Avoid suggestive literature. Don’t read novels that dwell upon passionate love-making. Avoid the burlesque theatres. Avoid caressing members of the opposite sex and all other exciting influences or conditions.

So far as possible, live a non-stimulating life in other ways. Too much excitement of any kind is undesirable until your condition has been improved. A quiet farm life would be good excrept when it is found so monotonous and lacking in interest as to cause the mind to turn to sexual matters. A country life is for this reason the very worst for certain people, though in most cases it is the best.

A non-stimulating diet is especially important so long as there exists the sensitive and irritable condition which causes seminal losses to occur on the slightest provocation. Therefore meat should be used very sparingly. Eggs, if used at all had better be limited to one each day. Stimulating drinks and condiments should be shunned. Overeating should be particularly avoided. One should not eat anything on going to bed and it is better not to eat a very heavy meal in the evening. The heartiest meal should be eaten in the middle of the day.

It is perhaps still more important to avoid drinking water before going to bed or during the evening, and even to avoid the free use of liquids at supper. The reason for this is that a full bladder during the night often helps to cause an emission through pressure upon the prostate gland and seminal vesicles, producing irritation and excitement of these parts. The bladder should be emptied before going to bed, and if you can form the habit of waking up at about two o’clock in the morning, to empty the bladder again, it would do a great deal to prevent seminal emissions from taking place. I cannot over-emphasize this point.

Constipation must also be guarded against. It greatly aggravates the trouble, and is often a contributing cause, inasmuch as a full colon crowds all the surrounding parts and a distended rectum presses directly against the prostate gland and seminal vesicles. It will be greatly in your favor if the bowels can be evacuated before going to bed. You will probably find that you can make this ‚a habit, if you try. (See my discussion of constipation in another chapter.)

Avoid sleeping on the back. If you find that you are inclined to turn over on your back in your sleep, it would be well to improvise a belt consisting of a towel or some other piece of fabric of suitable size and shape, with a large knot in the middle of the back, or some hard object similarly placed, so that if you turn over on your back it will disturb you and force you to change your position. A position illustrated in my book Vitality Supreme, half side and half face downward is especially valuable in this trouble.

Open-air life and plenty of exercise to strengthen the sexual system are especially advised. The movements in the chapter on exercises for virility building are all satisfactory for the purpose. Many persons find it convenient to take their exercise in the evening, but exercise before going to bed sometimes seems to aggravate the trouble through the over-stimulation of the parts. In such cases the exercise should be taken only in the morning, while the evening is passed quietly, except for walking. In all cases, however, exercises of a truly strengthening nature at some time of the day are essential.

All forms of cold bathing, in conjunction with exercise, will be advantageous. Swimming, for instance, is highly to be recommended. But the cold sitz-bath has a special and extraordinary value in most cases of this kind, serving not only as a general tonic, but having a particularly invigorating effect sexually. It tones up the organs concerned, and if taken regularly every morning after one’s exercise, will assist greatly in overcoming weaknesses of this kind. The colder the water the better. Special tubs are made for sitz-bathing purposes, but you can use an ordinary bath-tub or wash-tub, filling it with eight or ten inches of water, and then immersing only the hips and pelvic regions by sitting down in it.

You should be fairly warm before taking the bath, and in winter it may be better to take it in a warm room so that you will recuperate promptly. If your ability to stand the cold water and recuperate is weak, it would help to place the feet in hot water before or during the sitz-bath. You could stay in the bath from one to five minutes. Colder water for a shorter time would be more effective than water of a moderate temperature for a longer time, if you can stand it.

But even the sitz-bath must be used with some discretion. I have known cases in which the cold sitz-bath increased the frequency of the losses. The reason for this is probably that the invigorating effect of the baths has in such cases produced an even more active secretion than usual, while the muscles and the controlling nerves are still too weak to control it. Probably the continued use of the cold water would in time tone up all these parts inducing, eventually, a decrease in the losses, but it is usually best, in such cases, to use the hot sitz-bath instead, for the sake of relieving any irritation and quieting the nerves. We must not forget that in many cases excessive night losses are associated with an extremely sensitive condition of the prostate gland and the posterior urethra, which condition should naturally be corrected as speedily as possible.

The hot sitz-bath is one of the most satisfactory and effective of treatments for this purpose. Water at 115° to 118° Fahrenheit, or as hot as you can stand it, may be used, the bath being continued from three to five minutes, with a subsequent quick sponging or bathing of the genitals with cold water to prevent excessive relaxation of the blood vessels. When there is any irritability of the bladder this hot sitz-bath will likewise be helpful. When it appears that the prostate gland is exceedingly irritable and sensitive, and perhaps largely to blame for the night losses, one should for a time concentrate on the treatment for prostatic troubles given in the chapter on that subject, using especially the hot rectal irrigation mentioned in that connection.

One should not, however, depend upon baths and local treatment of that character. Everything possible should be done to build vitality and improve the circulation. Mountain climbing, outdoor pastimes, cross-country walks, and outdoor sleeping are especially valuable. Air baths are of great benefit in toning up the nerves. There should be no excess of clothing or over-heating of the body. Especially the lower part of the trunk should not be too warmly or too tightly covered. With shirts overlapped about the abdomen and hips by the drawers and trousers the parts under consideration are too much covered, and it is to be regretted.

If the generative organs could be kept cool and more or less exposed to the air, as in the Scotchman’s „kilt,“ it would be of great advantage. It would also be well to provide for an air bath for this part of the body during sleep, by raising the coverings by means of a safety-pin fastened into them at the middle, and held up by a cord passing from the top of the foot of the bed to the top of the head. I have described and illustrated this plan in detail in my book, Vitality Supreme.

How long will it take to overcome night losses? It is simply a question of toning up the organs involved, with their muscles and the controlling nerve-centers. Wonderful results may be secured in a few weeks in many cases, if the suggestions for treatment are followed faithfully. In other cases it may take months. When the condition is very deep-seated it may possibly take two or three years to overcome it entirely, though you should greatly improve long before the expiration of this time. Make up your mind to be well satisfied if you find that the losses soon decrease to the extent that they no longer weaken you. Of course you should not stop at that. Keep right on striving for a perfect condition, building up nerve strength and bodily vigor until in the course of time you are entirely free from the complaint.

Don’t attempt to marry while in this weakened condition, though I may say that if you marry after you have largely overcome your weakness, you will probably find yourself free from further annoyance of this sort. I do not mean that marriage always prevents seminal losses. A married man may so weaken his system as to suffer from them in spite of his marriage. But as a rule you will find that they will not occur after marriage if you have built up a certain degree of constitutional vigor and sexual strength before taking this step.

The treatment of spermatorrhea and day losses is identical with that for night Iosses, but one should be even more strict in the observance of the requirements of the treatment. In these cases it will be more than ever necessary to investigate the condition of the prostate gland, and suit the treatment to its requirements.

I might add that the bromide treatment is commonly prescribed by physicians for night losses, irrespective of individual requirements. The bromides often do take effect by so paralyzing the entire sex function that if their use is continued long enough complete impotence is likely to result. Sometimes after taking such treatment for a time the patient experiences a diminution of the losses, only to find them twice as bad as ever on stopping it, showing that it has weakened him. It is doubtful if bromides are ever safe or advisable, for when they produce results they probably do more harm than the disorder that they are intended to cure.

Das englische Original: Seminal Losses

MacFadden: Samenverlust Islamkritik Startseite

Bernarr MacFadden: Wie die Männlichkeit zerstört wird

4 Jan
MacFadden: Wie die Männlichkeit zerstört wird Islamkritik Startseite

ImageBild links: Bernarr Macfadden (1868-1955, geboren in Mill Springs, Missouri, USA)

Aus dem Buch „Manhood and Marriage“ (1916) von Bernarr MacFadden.

Original: How Virility Is Destroyed

Hier noch ein weiteres Kapitel aus demselben Buch:
Bernarr McFadden: Die Wahrheit über die Onanie

Der englische Text dieses Artikels ist unten auf der Seite.

Es gibt zwei Formen von sexuellen Störungen bei Männern: Geschlechtskrankheiten und Infektionen auf der einen Seite und verschiedene sexuelle Schwächen und Funktionsstörungen auf der anderen Seite. Durch eine richtige Anleitung und ein vernünftiges Leben können beide vermieden werden. In diesem und den folgenden Kapiteln wollen wir die verschiedenen Schwächen der Männer und die Störungen, die damit verbunden sind betrachten, nachdem wir uns die infektiösen Beschwerden angesehen haben.

Die Verbreitung sexueller Schwächen ist eine der erstaunlichsten Phänomene in unserer Zivilisation. Überall findet man eine große Zahl von Männern, denen es am männlicher Potenz fehlt. Wegen der Privatsphäre der Sexualität und der Schwierigkeit bei der Beschaffung von Informationen über Schwächen dieser Art, auf deren Basis eine Schätzung möglich ist, ist es schwer zu sagen, wie weit diese Schwäche verbreitet ist. Einige Forscher sind nach vielen Jahren des Studiums zu dem Ergebnis gekommen, daß mindestens die Hälfte der Menschen in diesem Land an leichteren oder schwereren sexuellen Schwächen und Störungen leiden. Ich kann nicht sagen, ob solch eine Schätzung korrekt ist oder nicht, aber es ist wahrscheinlich, daß sie nahe an der Wahrheit liegt. Sie entspricht wahrscheinlich eher einer Untertreibung als einer Übertreibung. Die medizinischen Quacksalber finden hier ein profitables Feld, um sich zu bereichern.

In Anbetracht dieses Mangels oder der Minderung der Männlichkeit, die oft als „verlorene Männlichkeit“ bezeichnet wird, ist es notwendig, ihre Ursachen zu verstehen. Wenn die Ursache oder die Ursachen in jedem Einzelfall festgestellt werden kann, vereinfacht es das Problem, die richtige Heilbehandlung zu finden, die natürlich die Beseitigung der Ursachen enthalten sollte.

Die Männlichkeit [Potenz] ist ebenso natürlich wie die Gesundheit. Ein natürliches Leben bedeutet unweigerlich eine gesunde Manneskraft [Potenz] und all die großartigen geistigen und körperlichen Eigenschaften, die damit verbunden sind. Beeinträchtigungen oder der Verlust der Männlichkeit ist in jedem Fall das Ergebnis eines unnatürlichen Lebens, von Missbrauch und Ausschweifungen unterschiedlicher Art. Es gibt tendentiell zweierlei Arten, um die Männlichkeit zu zerstören. Die eine Art betrifft die Zeugungsorgane und die andere schwächt den ganzen körperlichen Organismus. Mit anderen Worten, die Männlichkeit [Potenz bzw. Manneskraft] ist durch den Missbrauch der Zeugungsorgane stets selbst betroffen. Auf der anderen Seite ist der gesamte Körper durch den Missbrauch ebenso betroffen, wie durch den Missbrauch von Alkohol und Tabak.

Ein Punkt, der nicht stark genug betont werden kann ist, daß der Verlust der Männlichkeit nicht nur die Geschlechtsorgane betrifft, sondern er bedeutet auch einen Verlust an Energie und eine Beeinträchtigung der Funktionen des ganzen Körpers und in den meisten Fällen den Verlust von geistigen Fähigkeiten. Nichts zeigt dies deutlicher, als die Schwierigkeit zu geistiger Konzentration bei harter und ausdauernder Arbeit, die unter dem Mangel an Konzentrationsfähigkeit leidet. Der Verlust an Geisteskraft, der einem häufigen Samenverlust folgt, zeigt sehr deutlich den Zusammenhang von Männlichkeit und einer gesunden Sexualität zu geistiger Frische [Stärke]. Daher sollten diejenigen, die mit einer solchen Schwäche behaftet sind, alle Anstrengungen unternehmen, sie nicht nur zu Gunsten einer verbesserten Sexualität [Manneskraft] überwinden, sondern auch wegen ihrer allgemeinen geistigen und körperlichen Gesundheit, damit sie in ihrem Leben den allergrößten Erfolg haben.

Denken sie daran, daß das Zeugungssystem [die Sexualorgane] kein isolierter Organismus ist, der vom Rest des Körpers getrennt ist. Vielmehr ist er eng mit jedem anderen Teil des Körpers verbunden, besonders mit dem Nervensystem. Ich betone diesen Punkt, weil manche, die dieses Thema näher untersuchen, diese Beziehung nicht erkennen. Ebenso, wie Einflüsse, die die Vitalität des Körpers als ganzes senken, dazu tendieren, die sexuelle Kraft zu schwächen, so schwächt der Missbrauch der Sexualität, den gesamten Körper.

Die Masturbation ist zweifellos die erste und wichtigste aller Ursachen für die sexuelle Schwäche. Sie ist die Ursache bei der weitaus größten Zahl der Fälle sexueller Schwäche und sie ist besonders deshalb so schwerwiegend, weil sie üblicherweise früher im Leben beginnt als andere Missbräuche [Nikotin, Alkohol, Tabletten, Drogen,..] Wegen der Bedeutung der Masturbation für die Ursachen sexueller und allgemeiner Schwäche, werde ich diesem Thema ein spezielles Kapitel widmen. Wird dieses Übel [die Masturbation] beseitigt, so würde es buchstäblich Millionen von Männern [und Frauen] vor sexueller Schwäche und einer allgemein verminderten Vitalität bewahren, die sie begleitet.

Sexuelle Exesse jeder Art, ob innerhalb oder außerhalb der Familie, neigen dazu, die Männlichkeit zu zerstören. Die altmodische Vorstellung, dass die Trauung den sexuellen Genuss zwischen den verheirateten Eheleuten bewilligt, ist absolut richtig. Aber der Exess ist nicht weniger ein Verbrechen gegen die Natur, wenn er durch die Heiratsurkunde legalisiert ist. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ehe sind sexuelle Ausschweifungen unmoralisch und zerstören die sexuelle Perfektion [Harmonie]. Leider, wie ich schon in einigen der vorhergehenden Kapitel erwähnte, scheinen sexuelle Exesse in der Ehe eher die Regel, als die Ausnahme zu sein, mit dem Ergebnis, daß es viele unglückliche Ehen und viele geschwächte [entkräftete] Männer und Frauen gibt. Allerdings habe ich bereits die meisten Fragen betreffs der sexuellen Exesse beantwortet.

Die Wirkung von Geschlechtskrankheiten bei der Entstehung einer dauerhaften Schwächung der sexuellen Funktion verdient eine besondere Aufmerksamkeit, da solche Ursachen in den meisten Fällen übersehen werden. Gonorrhoe [Tripper] ist besonders destruktiv. [1] Die meisten Leute betrachten sie als eine lokale und temporäre Störung, die leicht geheilt werden könne, so daß nach der Heilung keinerlei gesundheitliche Einschränkungen vorliegen würden. Die Gonorrhoe kann bei Frauen und Männern zur Unfruchtbarkeit und bei Neugeborenen, die sich bei der Mutter anstecken, zur Blindheit führen. Es wird aber angenommen, daß normale Menschen, die von der Krankheit geheilt sind, nicht unter negativen Folgen zu leiden haben.

  • [1] wikipedia schreibt: Weltweit stellt die Gonorrhoe ein großes gesundheitliches Problem dar. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation [WHO] liegt die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr bei 60 Millionen, das ist ungefähr ein Prozent der Weltbevölkerung. Das Robert Koch-Institut schätzt eine Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle in den 1990er-Jahren von 85 Prozent.

Es ist allerdings auch eine Tatsache, daß ein Mann, der von der Gonorrhoe schwerwiegend befallen ist, nach der Heilung wahrscheinlich nicht derselbe sein wird, wie nach dem Angriff der Gonorrhoe. Ein milder Angriff, der auf die vordere Harnröhre beschränkt ist, hinterläßt in der Regel keine bleibenden Schäden. Greift die Infektion aber die tieferen Strukturen an, können die Schäden womöglich nach der Heilung bestehen bleiben. Sind die Hoden oder die angrenzenden Teile [Nebenhoden, Samenleiter, Prostata, Harnröhre, u.a.] betroffen, führt dies häufig zu Sterilität [Unfruchtbarkeit]. Die Beeinträchtigung dieser wichtigen Drüsen [der Hoden] hat mit großer Wahrscheinlichkeit Einfluß auf die sexuelle Leistung eines Mannes [und damit auf sein Wohlbefinden]. Auch die Entzündung der Prostata oder der hinteren Harnröhre, verursacht durch eine Gonorrhoe-Infektion, kann in unterschiedlichem Maße zur Schwäche wie zu einem vorzeitigen Samenerguss oder gar zur Impotenz führen.

Es gibt einige [unbelehrbare] Männer, die von moralischen Erwägungen jeder Art unbeeinflusst sind und die keine Furcht vor einer Infektion haben, die, wie sie glauben, als einzige Ursache nur eine vorübergehende Unannehmlichkeit mit sich bringt. Aber sie würden sofort aufhorchen, wenn sie sich der Gefahr bewusst wären, daß sie von Impotenz und von jeder sexuellen Schwäche, die in diese Richtung tendiert, bedroht sind. Solche Männer sollten der Frage nach der Veminderung von Geschlechtskrankheiten und den Verlust der Männlichkeit eine besondere Aufmerksamkeit schenken.

Es gibt verschiedene ungewöhnliche und unnatürliche sexuelle Verhaltensweisen, die genauso schädlich wie die Masturbation und in einigen Fällen vielleicht sogar noch gefährlicher sind. Diese unnatürlichen Methoden des Geschlechtsverkehrs führen, wenn man sie lange genug praktiziert werden, zur Impotenz oder anderen gravierende Schwächen, verbunden mit der Überlastung der Prostata oder anderen Teilen des Genitalsystems. Die am meisten verbreitete Praxis ist der Coitus Interruptus (CI) [2]. Der CI beruht auf der Beendigung der sexuellen Vereinigung, bevor es zum sexuellen Höhepunkt, dem Moment der höchsten Intensität, kommt. Dies birgt die Gefahr eines schweren Schocks des Nervensystems in sich und ist für die lokale [Genitalsystem], wie auch für die allgemeine Gesundheit schädlich. Er schwächt den Mann, ist aber auch eine Enttäuschung für die Frau.

  • [2] Beim Coitus Interruptus (CI) wird der Geschlechtsverkehr so unterbrochen, dass die Ejakulation [der Samenerguss] des Mannes außerhalb der Vagina und ihres Eingangs erfolgt, um die Befruchtung zu verhindern. Dies ist eine sehr unsichere Methode der Empfängnisverhütung, weil bereits vor dem eigentlichen Samenerguß eine Befruchtung stattfinden kann, denn manche der kleinen Schelme [Spermien] haben es ganz eilig und suchen bereits vor dem eigentlichen Samenerguss Zuflucht bei der Mutti. Beim CI zieht der Mann dabei gewissermaßen in letzter Sekunde seinen Johannes aus der Maria.

Sind Mann und Frau eine Liebesbeziehung eingegangen, dann sollte sie sich dadurch auszeichnen, daß beide, der Ehemann und seine Frau, einen sexuellen Höhepunkt erleben. Geschieht dies nicht, so bleibt eine innere Unzufriedenheit. Männer die diese Methode des Geschlechtsverkehrs über Jahre praktizieren, verlieren allmählich an sexueller Kraft, wobei sich die Ejakulation [der Samenerguß] entweder verzögert oder es zu einem verfrühten Samenerguß kommen kann. Dies kann zu einer Reihe von Symtomen führen, die charakteristisch für nervöse Verdauungsstörungen und anderen funktionellen Störungen sind.

Eine weitere schädliche Praxis ist der Versuch, den ehelichen Akt jenseits natürlicher zeitlicher Grenzen zu verlängern. Die Folge davon ist eine ernsthafte Überlastung aller betroffener Organe. Am anstrengensten aber ist es für das Nervensystem. Der sexuelle Akt kann dadurch verlängert werden, indem man ihn von Zeit zu Zeit stopped. Wird der Sexualakt dann aber auf natürliche Weise beendet [mit einem Orgasmus], dann ist dies nicht so schädlich, als wenn man den Versuch unternimmt, den Orgasmus ganz zu vermeiden. [3] Dies ist durchaus unnatürlich und auf lange Sicht immer schädlich.

  • [3]  Offensichtlich wird bei der zweiten Variante nicht nur der Versuch unternommen, den Orgasmus zu vermeiden, sondern er wird tatsächlich vermieden. Der Orgasmus wird vielleicht sogar absichtlich vermieden, wie dies bei der Tantrapraxis beabsichtigt ist. Ich habe aber ernste Zweifel, daß diese Form der Tantrapraxis schädlicher sein soll, als ein längerer sexueller Kontakt, der mit einem Orgasmus endet. Dabei gehe ich nicht davon aus, daß sich diese sexuelle Vereinigung über Stunden hinzieht und in aller Regelmäßigkeit [häufig] wiederholt wird.

Diese Methode wurde nicht nur von den Mitgliedern der Oneida-Gruppe [4] und von vielen anderen praktiziert. Es gibt noch einige Autoren, die diese Praxis befürworten. Sie gehen von der Theorie aus, daß durch die Erhaltung der vitalen Energie, durch die Beibehaltung der Samenflüssigkeit ein langes Leben ermöglicht wird. Es wurde so viel Unsinn über sexuelle Dinge geschrieben und gedacht, daß sich der Leser vor unwissenschaftlichen Lehren hüten sollte.

  • Schon bevor Nietzsche als der große Prophet des Übermenschen auftrat, hatte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten John Humphrey Noyes (1811 – 1886) diesen Versuch im Jahr 1867 in seiner „Oneida Community“ (auch „Sekte der Perfektioniesten“ oder „Bibel-Kommunisten“ genannt) begonnen, wenn auch nur mit dem bescheidenerem Anspruch den idealen Christen zu züchten. Im Jahr 1848 hatten Noyes und seine Anhänger eine herrschaftliche Villa in Oneida Creek im Staat New York bezogen, um einen urchristlichen Kommunismus zu verwirklichen. Sie bildeten eine Wohngemeinschaft, in welcher allen alles gemeinsam war, auch die Frauen. Jede erwachsene Frau war mit jedem erwachsenen Man der Wohngemeinschaft verheiratet. Noyes nannte dies „complex marriage“, also „komplexe Ehe“. Immerhin hatte die Oneida Community 32 Jahre lang, von 1848 bis 1881 Bestand.
  • Um unerwünschte Schwangerschaften zu vermeiden und um den nicht zur Fortpflanzung berechtigten Partnern auch Gelegenheit zum Sex zu geben, praktizierte man „männliche Selbstbeherrschung“, die darin bestand, dass man durch Carrezza-Praktiken [kein Orgasmus] oder durch Coitus interruptus oder durch Petting [manuelle oder orale Befriedigung] vermied, dass die Frauen schwanger wurden. In der Praxis war es wohl so, daß das Paar sich in weihevoller Stimmung zunächst mit einem ausgedehnten Vorspiel beschäftigte, der Mann dann behutsam in die Frau eindrang, dort etwa eine Stunde lang ziemlich regungslos verharrte, während sich das Paar den angenehmen Empfindungen hingab, und sich dann wieder behutsam zurückzog ohne zum eigentlichenHöhepunkt gekommen zu sein. Einige amerikanische Anhänger des tantrischen Buddhismus vermuten, dass die Paare eine Art Sexual-Meditation durchführten.
  • Die Verhütungspraktiken scheinen recht erfolgreich gewesen zu sein. Innerhalb von 20 Jahren gabe es in der Gemeinschaft, die etwa 250 Menschen umfasste, nur ca. 40 Geburten.
  • Ein Problem der „complex marriage“ war, dass die Partner nicht nur gegenüber einer Person, sondern gegenüber allen Mitgliedern die Pflicht hatten, sexuell verfügbar zu sein. Zwar legte Noyes großen Wert darauf, dass ein Geschlechtsverkehr nur stattfand, wenn beide Partner dies wünschten. In der Praxis sahen sich die Mitglieder der Kommune, vor allem wohl die attraktiveren Mitglieder der Community, vor allem wohl die Frauen, einem starken Druck ausgesetzt, ihren sämtlichen Ehemännern zur Verfügung zu stehen. Das konnte schon mal die Freude am Sex verderben.

Will jemand seine Lebensenergie dadurch verlängern, indem er den Samenerguß vermeidet, dann ist es sinnvoll vollkommen enthaltsam zu leben, frei von jeglicher sexueller Erregung. [5] Möchte man nicht vollkommen enthaltsam leben, dann ist es ratsam eine gemäßigte eheliche Beziehung einzugehen [d.h.: Sex möglichst nur zum Zweck der Fortpflanzung zu haben], bei der der Mann sich an den normalen Instinkten der Frau orientiert, wie ich es in den vorigen Kapiteln vorgeschlagen habe. [6] Um Samenergüße zu vermeiden, ist es nicht notwendig absolut enthaltsam zu leben. Und sicherlich ist es kein Vorteil, dieses Ziel zu erreichen, indem man in einer sexuellen Beziehung den Orgasmus unterdrückt. Der Schaden, der durch diese Praxis dem Nervensystem und den überlasteten Organen zugefügt wird, ist größer, als der eingebildete Vorteil, der durch den bewahrten Samen erzielt wird. Wurde die Leidenschaft für den sexuellen Akt einmal geweckt, dann sollte er natürlich beendet werden.

  • [5] Wenn man den Text liest, hat man das Gefühl, daß die sexuelle Vereinigung, bzw. der sexuelle Höhepunkt, der Orgasmus, das höchste Glücksgefühl des Menschen ist. Der Orgasmus ist sicherlich ein sehr beeindruckendes und ekstatisches Erlebnis. Es ist allerdings ein Erlebnis von kurzer Dauer, auf dem in der Regel ein emotionales Tief erfolgt, welches weniger angenehm ist. Man sollte sich einmal die Frage stellen, warum z.B. selbstverwirklichte [erleuchtete] Yogis keinerlei Interesse an der Sexualität haben. Die Antwort ist, weil sie in einer Seligkeit leben, in einem tiefen inneren Frieden und in einer Zufriedenheit, die sie rund um die Uhr begleiten. Das Bedürfnis nach Sexualität haben sie längst hinter sich gelassen.
  • [6] MacFadden meint im Kapitel „Regulating Marital Intimacies“, dass unter natürlichen Umständen die Frau während ihrer fruchtbaren Tage, d.h. unmittelbar vor sowie nach dem Eisprung, von selbst „rollig“ wird und dann Lust auf Sex bekommt. Der Mann sollte nach MacFadden nur dann versuchen, den Geschlechtsakt einzuleiten, wenn die Frau ihm auf irgendeine Weise ihre „Rolligkeit“ signalisiert und sich ansonsten zurückhalten.

Unbefriedigte Leidenschaft hat zweifellos im Laufe der Zeit eine schwächende Wirkung. Aus diesem Grund ist es ein Gipfel an Torheit, die Leidenschaften zu wecken, wenn sie nicht in enger persönlicher Intimität durch Streicheln und Liebkosen mit einem/einer Partner/in befriedigt werden kann [d.h. wenn sich Mann und Frau schon auf sexuell erregende Berührungen einlassen, dann sollen sie auch direkt den Beischlaf vollziehen – alles andere ist unnötige sexuelle Erregung]. Ich habe dies in dem Kapitel „Love Making and Its Dangers“ [Liebe und seine Gefahren] berichtet. Dies gilt vor allem für längere [voreheliche] Beziehungen, in denen die Beteiligten sich viele persönliche Freiheiten, wie leidenschaftliche Küsse und [sinnliche Berührungen], zugestehen. Eine gelegentliche Erfahrung dieser Art würde vergleichsweise wenig Einfluß auf den gesunden Organismus haben, aber wenn es über einen längeren Zeitraum Tag für Tag wiederholt wird, schwächt es und ist extrem zerstörerisch. Heiratet der Mann schließlich, so kann es zu vorzeitigem Samenerguß und noch gravierenderen Schwächen kommen. Wenn die Leidenschaft nicht befriedigt werden kann, sollte sie nicht geweckt werden.

Ob Keuschheit schädlich ist oder nicht, ist schon sehr breit mit vielen unterschiedlichen Ansichten diskutiert worden. Dies hängt vor allem davon ab, ob jemand ein Leben vergleichsweise frei von sexueller Erregung leben kann. Ist man in der Lage sexuelle Stimulation zu vermeiden, so ist es einfach und vorteilhaft komplett enthaltsam zu leben. [7] Hat jemand aber starke sexuelle Instinkte und die Leidenschaft wird häufig geweckt [8], dann ist kontinuierliche Enthaltsamkeit nicht nur schwierig, sondern durch seinen schädlichen Einfluß auf die Gesundheit auch unbefriedigend. [9]

  • [7] Man kann es lernen enthaltsam zu leben. Es ist sehr angenehm von jeglicher Bedrängnis befreit zu sein, wenn man zuvor unter einem starken Sexualtrieb [Sexsucht] litt. Aber es ist nicht einfach, dies zu lernen.
  • [8] Beides fällt nicht vom Himmel, sondern wird „antrainiert“ und kann wie unter [7] beschrieben auch wieder „abtrainiert“ werden.
  • [9] Man sollte immer zwischen freiwilliger und erzwungener Keuschheit unterscheiden. Lebt jemand freiwillig enthaltsam, so lebt er natürlich eine kürzere oder längere Zeit in einem Schwebezustand, in dem er nach wie vor von seinen Leidenschaften bedrängt wird. Aber im Laufe der Zeit lassen ihn die Quälgeister allmählich in Ruhe.

Um sexuelle Erregung zu vermeiden, ist es nicht nur erforderlich körperliche Intimitäten zu vermeiden. Besonders erotische Gedanken sind sehr schädlich und ist erst einmal das Sexualzentrum stimuliert, so übt es einen sehr hartnäckigen und heimtückischen Einfluss aus. Die Sinnlichkeit des Geistes hält das Sexzentrum in einem Zustand  ständiger sexueller Erregung, so daß sich die Sexualorgane in einem Zustand permanenter Spannung befinden. Dies führt zu Prostataproblemen, zum Stau und zur Reizbarkeit der Harnröhre, zur Krampfaderbildung und zu einer allgemeinen Schwächung des gesamten Körpers. Diese Gewohnheit läßt sich am besten mit dem Begriff „geistige Masturbation“ beschreiben. Das Ergebnis dieser  geistigen Masturbation ist eine Schwächung, die sich nach einiger Zeit einstellt, und die das Opfer allein Kraft seiner Gedanken herbeiführt. Dies bedeutet natürlich, daß sich mittlerweile eine bedeutende Schwächung eingestellt hat.

Die allgemeinen körperlichen Einflüsse, die die Männlichkeit zerstören,verringern die Vitalität des ganzen Körpers und wirken wie ein Gift. Alkohol wird von vielen Ärzten als sexuelle Stimulanz angesehen, aber es gibt nichts, was die Zeugungsorgane auf lange Sicht mehr schädigt. Der Alkohol regt nur scheinbar an. Sein Genuss führt eher zu einem moralischem Verfall und er vermindert die moralische Zurückhaltung, die in einem normalen und nüchternen Zustand ausgeübt wird. Jedes Feingefühl, das man besitzt, kann durch den Alkohol aufgehoben werden. Der zweifelhafte Ruf des Alkohols als sexuelle Stimulans ist im wesentlichen auf seine enthemmende Wirkung zurückzuführen.

Nicht nur die Kinder von alkoholkranken Vätern und Müttern sind konstitutionell schwach oder anfällig für Nerven- und Geisteskrankheiten, Epilepsie und Wahnsinn. Der Alkoholiker selber neigt, abhängig von seiner Hingabe an das Rauschmittel, mehr oder weniger zur Impotenz. Es stimmt, daß einige Menschen eine Konstitution besitzen, die es ihnen ermöglicht, Missbräuche besser durchzustehen, als andere. Und bei manchen Menschen kann man sich vorstellen, daß der Genuß von Tabak oder Alkohol bei ihnen keinen Schaden anrichtet. Aber wenn das so ist, dann ist das nur so, weil die schlimmen Folgen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, oder weil vielleicht die Wahrnehmungen des Betreffenden abgestumpft sind. Früher oder später werden sich auch die schädlichen Auswirkungen des Alkohols bei ihm zeigen. Tatsache ist, daß in vielen Fällen von chronischem Alkoholismus die Opfer für immer impotent sind. Es ist offensicht, daß der ausgedehnte Missbrauch von Alkohol zu diesem Ergebnis führt. Selbst der regelmäßige Genuß kleiner Mengen Alkohol schwächt die Sexualfunktion.

Es gibt die weit verbreitete Vorstellung, daß die sogenannten leichteren alkoholischen Getränke, wie Bier und Wein, vergleichsweise harmlos sind. Es gibt einige Autoren, die eine freiere Verwendung dieser leichteren alkoholischen Getränke fordern, weil sie nicht die Wirkung von Spiritus haben. Die Prohibitionsbewegung [10] in Frankreich richtet sich lediglich gegen den Verkauf von Spiritus, da es keine Hoffnung und vielleicht auch keine Lust gibt, den Verkauf von Bier und Wein einzudämmen. Die Wahrheit ist, daß leichtere alkoholische Getränke wahrscheinlich genauso viel Schaden anrichten, wie härtere alkoholische Getränke, weil sie in größeren Mengen konsumiert werden. In einem großen Glas Bier, welches viereinhalb Prozent Alkohol enthält, ist wahrscheinlich genauso viel Alkohol, wie in einem kleinen Glas Spiritus, welches vierzig oder fünfzig Prozent Alkohol enthält.

  • [10] Als Prohibition wird die Zeit bezeichnet, während der der Handel von Alkohol verboten war. Dies war z.B. in den USA von 1919 bis 1932 der Fall.

Es hängt eben alles von der Größe der Portion ab, die man konsumiert. Ein großer Nachteil von Bier und Wein ist die Tendenz, sie regelmäßig zu trinken. Von Lebensversicherungen und anderen Forschenden dieses Fachs ist bekannt, daß die Nachsicht gegenüber„moderaten“ [gemäßigten] Trinkgewohnheiten, die schlimmste Form von Alkoholismus ist, weil es als „normal“ angesehen wird. Der kontinuierliche moderate Konsum von Alkohol untergräbt die Gesundheit und richtet den meisten Schaden an. Gelegentliche Trunkenheit mit mehr oder weniger längeren Intervallen der Abstinenz, richtet weniger Schaden an der Leber, der Niere, am Herzen und an den Arterien an, als der regelmäßige moderate Genuß. Die gleiche Regel gilt zweifellos für die Sexualorgane. Einige Autoren erklären, daß Bier das schädlichste aller Rauschmittel ist, weil es die Sexualorgane schädigt.

Ich kenne keine Bedingung, für die ich nachdrücklich den Genuß von alkoholischen Getränken empfehlen könnte, aber ich muß zugeben, es gibt einige Situationen, wo die Verwendung von Wein und Bier von Vorteil sein kann. In fast allen Fällen besteht der Vorteil, wenn er denn vorhanden ist, aus der vermehrten Zufuhr von Flüssigkeit, statt des alkoholischen Charakters des Getränks, bzw. trotz des alkoholischen Charakters des Getränks. Wie ich oft gesagt habe, nehmen viele Menschen, die einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, oft zu wenig Flüssigkeit zu sich. Sie machen es sich zur Gewohnheit, Wasser zu vermeiden. Der Körper braucht aber große Mengen an Flüssigkeit. Solche Leute sollten es sich zur Gewohnheit machen, mehr Wasser zu trinken. Es ist eine gute Sache, ein Glas Wasser, als eine ständige Erinnerung, in erreichbare Nähe zu stellen

Wenn es sich jemand zur Gewohnheit gemacht hat, regelmäßig leichte alkoholische Getränke zu trinken und ist nicht in der Lage damit aufzuhören, dann ist es eine gute Sache, den Alkohol mit etwas Mineralwasser zu verdünnen. Haben sie es sich zur Gewohnheit gemacht, Wein zu trinken, dann füllen sie das Glas halb mit Wasser und füllen das Glas so lange mit Wein auf, daß es bis zu dreiviertel gefüllt ist. So reduzieren sie den Alkoholgehalt und trinken eine beachtliche Menge an Flüssigkeit. Ich kenne viele Beispiel, in denen der Alkoholkonsum gebrochen wurde, denn nach einer Weile konnte man auf den Wein verzichten. Es wurde aber weiterhin eine ausreichende Menge an Wasser getrunken, womit man den Anforderungen des Körpers gerecht wurde.

Viele Autoren haben die merkwürdige Wirkung des Alkohols kommentiert, der den sexuellen Appetit steigert, aber seine Befriedigung vermindert. Es ist kaum nötig, die Tatsache zu erwähnen, daß bei der Vergewaltigung, wie bei den meisten anderen Verbrechen, die unter dem Einfluss von Alkohol begangen werden, daß Alkohol und das Bordell in der Regel zusammenfinden. Daraus folgt nicht, daß der Alkohol eine sexuelle Stimulans ist, wie ich bereits erwähnte. Die vermeintlich anregende Wirkung des Alkohols auf das sexuelle System beruht im wesentlichen auf den Effekt, daß es zuerst die höheren Hirnzentren angreift und dadurch die [moralischen] Hemmungen vermindert und die animalischen Impulse weckt. Dabei kann allerdings die Energie zur Befriedigung dieser [sexuellen] Wünsche mit der Zeit beeinträchtigt oder ganz verloren gehen.

Auf der anderen Seite bewirkt der Alkohol, daß junge Männer in Bordellen ihre Selbstachtung und vielleicht auch ihre Gesundheit verlieren und junge Frauen ihre Tugenden. Ehemänner und Ehefrauen begehen Ehebruch. Auf der anderen Seite macht es die [eheliche] sexuelle Beziehung unbefriedigend, schwierig oder gar unmöglich. Wahrlich, niemand kann es sich leisten, solch einer Gewohnheit zu frönen, weder aus Sicht von Moral und Anstand, noch aus physischer und sexueller Unversehrtheit oder aus der Sicht des Genusses.

Ich habe einmal einen Brief von einer Frau bekommen, die einen Rat bezüglich ihres Mannes von mir haben wollte. Sie schrieb, daß er seit einigen Jahren impotent ist, obwohl er noch keine dreißig Jahre alt war. Bei der detaillierten Beschreibung verwies sie auf die Tatsache, daß er exessiv rauchte, daß er jeden Abend beim Kartenspielen trank und keinerlei Sport trieb. Was sollte er tun? Es war kein Wunder, daß er impotent war. Es könnten auch andere Ursachen für dieses Ergebnis verantwortlich sein, zumindest am Anfang, vielleicht in Form von Masturbation oder [sexuellen] Exessen. Aber es wird sicherlich hoffnungslos für ihn irgendeine Verbesserung seines Zustandes zu erwarten, solange er weiterhin dieses narkotische Gift, den Tabak, zu sich nimmt, egal welche Behandlung er wählt.

Tabak ist einer der größten Feinde der Männlichkeit, weil er von Millionen von Männern extensiv geraucht wird. Der Effekt zeigt sich nicht so unmittelbar, wie bei anderen Giften, aber auf lange Sicht hat es eine sehr deprimierende Wirkung auf die Fortpflanzungsfunktion und ohne Zweifel ist der Tabak in vielen Fällen die Hauptursache für sexuelle Schwäche und Impotenz. In allen medizinischen Werken gehört der Tabak zu den wichtigsten Anaphrodisiakas [11], Mittel, die die sexuelle Lust und die sexuelle Funktion [Errektion], vermindern. Ich kenne sogar medizinische Autoren, die den Konsum von Tabak zur Bekämpfung der Masturbation verschrieben. Manchmal befürworteten sie auch Bromide [Brom ist ein chemisches Element] für diesen Zweck. Dies ist nur ein bestätigender Beweis für die zerstörerische Wirkung dieses giftigen Alkaloids [ein Alkaloid ist ein aus Pflanzen isolierter basischer Stoff]. Wenn der Nikotin, die aktive Sustanz des Tabaks, in reiner Form vorliegt, dann ist seine Wirkung ähnlich der Blausäure, die als das am schnellsten wirkende Gift bekannt ist.

  • [11] Ein Aphrodisiakum ist ein Mittel zur Belebung oder Steigerung der Libido [sexuellen Lust].

Beim Rauchen bekommt man natürlich nur eine kleine Dosis davon und der Körper wird erst nach und nach vergiftet. Jeder Mann, der auf die Gesundheit seiner Zeugungsorgane achtet und der jede Schwächung der Zeugungsorgane vermeiden möchte, sollte unbedingt der Tabak vermeiden. Nikotin ist sehr magenreizend und erzeugt einen unerwünschten Speichelfluss, was einen Flüssigkeitsabluß aus dem Körper verursacht. Es wirkt wie eine Vision, denn es hat eine betäubende Wirkung auf die Nerven und das Gehirn. Außerdem schädigt es das Herz, die Lunge und die Muskeln. Niemand raucht den Tabak frei und ausdauernd, ohne daß es die Nerven, die Geisteskräfte und die Sexualkraft angreift. Es stimmt, daß viele kluge und tüchtige Männer Tabak konsumieren. Aber es gibt keinen Zweifel daran, daß sie in allen Fällen eine noch viel bessere Arbeit verrichten könnten, wenn sie ihren Körper vor dieser chronischen Vergiftung bewahren würden.

Drogen und Stimulantien aller Art sind ebenso schädlich für die Männlichkeit. Es gibt verschiedene Drogen, die angeblich sexuell stimulierend sind, aber am Ende wirken sie schädigend. Denken sie daran, daß alles, was das Sexualzentrum überstimuliert, führt dazu, daß es sich früher erschöpft. Unter Ärzten gilt Strychnin als ein beliebtes Medikament zur Stimulierung des Sexualsystems bei bestimmten Arten der Erkrankung. Aber einige der besten Autoritäten auf diesem Gebiet, sind davon überzeugt, daß Strychnin letztendlich nur die Potenz des Mannes zerstört. Ebenso wird gesagt, daß kleine Dosen an Morphium und Kokain die Sexualität stimulieren. Aber wir finden, daß diejenigen, die diese Drogen regelmäßig und extensiv benutzen, fast immer impotent werden.

Es gibt andere Drogen, die eine ebenso depremierende Wirkung auf die Zeugungsorgane haben, wie der Tabak. Am bekanntesten unter ihnen sind die Bromide. Aber die Liste enthält auch Jodkali [potassium iodid], Kaliumnitrat, Chlor, Kampfer, Arsen, Belladonna [Schwarze Tollkirsche] und viele andere. In der Tat haben alle giftigen Drogen und Stimulanzien eine schwächende Wirkung. Sie sind schädlich für den ganzen Körper. Soviel ich weiß, hat es nie eine erweiterte oder detaillierte Studie über die Wirkung von Tee und Kaffee auf die Sexualfunktion gegeben. Im Hinblick auf die Wirkung von Koffein auf die Nerven und die allgemeine Gesundheit, kann ich nicht bezweifeln, daß das Sexualsystem durch den extensiven Genuß von Kaffee geschwächt wird. Das Problem ist, daß es schwierig ist, diese Dinge zu untersuchen. Es ist bekannt, daß Kaffee viel von Frauen getrunken wird. Einige von ihnen trinken [schwarzen] Tee in fast unbegrenzter Menge. Diese Tatsache, so erscheint es mir, hat vielleicht etwas mit der häufig unter Frauen verbreiteten„Frigidität“ [weibliche Impotenz] zu tun.

Einige Ärzte sagen, daß 25 bis 50 Prozent der Frauen einen Mangel an sexueller Sensibilität besitzen. Es ist allerdings unmöglich, eine konkrete Aussage hierüber zu machen. Allerdings ist diese Störung ziemlich weit verbreitet. Wir müssen aber auch daran denken, daß viele andere Faktoren ebenso für diese Störung verantwortlich sein können, so daß es schwierig sein wird, eine spezielle Ursache wie das Teetrinken zu isolieren. Im Hinblick auf die schäfliche Wirkung anderer Drogen und die allgemeine gesundheitszerstörende Wirkung von Koffein, sehe ich keinen Grund, warum das Koffein für die Zeugungsorgane nicht ebenso schädlich ist, wie andere Drogen.

Während wir darüber reden, daß Drogen Impotenz und sexuelle Schwächen hervorrufen können, sollte man sagen, daß die medizinische Literatur in dieser Hinsicht viel zu verantworten hat. Es stimmt, daß eine große Schuld auf die medizinischen Quacksalber fällt. Es ist aber auch eine Tatsache, daß medizinische Standardwerke mitunter ebenso wie die Quachsalber dazu neigen, dem Patienten, die geringe Kraft, die er noch besitzt, zu rauben, anstatt sie zur Linderung einzusetzen. Ich habe unzählige Briefe von Männern erhalten, die mir von ihrer Erfahrung mit der medizinischen Behandlung berichten und die darauf hinwiesen, daß ihre Kraft nach der Behandlung mit Medikamenten, in der Regel nach der Einnahme von Bromiden, stetig zurückgegangen sei und sich in manchen Fällen eine Impotenz eingestellt hat. Werden sie längere Zeit angewandt, dann „heilen“ sie die Masturbation und den nächtlichen Samenverlust, indem sie Impotenz und Sexlosigkeit produzieren.

Der Gebrauch der Bromide ist immer zu verurteilen. Es ist unbestritten, daß sie die Sexualität schädigen. Sie werden eingesetzt, um die Neigung zur Masturbation zu reduzieren und um exessive nächtliche Samenverluste (Pollutionen) zu verhindern. Sie helfen tatsächlich in diesen Fällen. Aber wie geschieht das? Indem sie die Sexualfunktion lähmen und zerstören. Ich kann sagen, die besser informierten und vorsichtigeren Spezialisten benutzen diese Mittel mit Vorsicht, und nur wenn sie finden, daß eine extreme Aktivität und Erregbarkeit der Organe und Nervenzentren vorliegt. Ist eine ausgeprägte körperliche Schwäche vorhanden, dann wenden sie es nicht an. Sie wissen es besser, denn unter solchen Bedingungen [bei Masturbation oder nächtlichen Samenverlusten] entsteht immer [eine körperliche] Schwäche und es ist immer gefährlich solche Mittel anzuwenden. Außerdem sind sie überflüssig. Kaltes Wasser und andere Behandlungen haben denselben Effekt. Viele Ärzte aber verschreiben die Bromide als etablierte Heilmittel, die sie bei universellen sexuellen Störungen einsetzen und verschreiben sie in fast jeder Art von sexueller Störung mit katastrophalen Folgen.

Wie kann der Leidende Fehler vermeiden? Sicher nicht, indem er die üblichen medizinischen Methoden anwendet. Viele Bücher sind zum Thema sexuelle Hygiene geschrieben worden und eine große Anzahl von ihnen wurde von Ärzten veröffentlicht. Praktisch alle diese Bücher empfehlen dem jungen Mann Quacksalber zu meiden, und bei Schwierigkeiten zum Hausarzt zu gehen. Der Hausarzt gilt als die unfehlbare Autorität bei sexuellen Störungen, aber in manchen Fällen ist er genauso unwissend wie der Laie. Gehen sie nicht zu ihrem Hausarzt, wenn er nicht in der Lage ist, sie ohne Medikamente [Drogen] zu behandeln, die eine schädigende Wirkung haben.

Die Ärzteschaft als Ganzes hat sich nie viel Mühe gemacht, die sexuelle Schwäche zu erforschen. Für einen langen Zeitraum wurden Geschlechtskrankheiten praktisch ignoriert, vielleicht auf Grund der Theorie, dass das Opfer Strafe für seine sexuellen Verfehlungen verdient hat. Aber während jetzt den Geschlechtskrankheiten ebenso viel Aufmerksamkeit wie den normalen Krankheiten gewidmet wird, kann dasselbe nicht von anderen sexuellen Störungen gesagt werden. Der Grund warum Quacksalber und Charlatane so viel Einfluß auf dem Gebiet der sexuellen Störungen haben, liegt darin, daß die seriösen Mitglieder des ärztlichen Berufsstandes wenig darüber wissen und es ignorieren.

Der Hausarzt wird ihnen in 99 von 100 Fällen raten zu heiraten, um einen Zustand völliger Untauglichkeit für die Ehe zu heilen. Dabei wird schlicht die Tatsache ignoriert, daß solch eine Ehe nichts als ein Skandal und ein Betrug an der Frau ist. In einigen Fällen wird er die Ehe nur als letztes Mittel empfehlen, nämlich dann, wenn er feststellt, daß seine Behandlung nicht zum Erfolg geführt hat. „Ich kann nichts mehr für sie tun. Das Beste wird sein, sie heiraten.“ Ein Mann ist in der Tat im Glück, wenn er nach einer medizinischen Behandlung feststellt, daß er nicht kranker ist als zuvor.

All dies kann eine Ablenkung vom Thema der schädlichen Wirkung der Drogen auf die Männlichkeit sein, aber die Verwendung von Bromiden ist nahezu so universell in der Behandlung dieser Erkrankung, wobei die Ärzte viel Schaden anrichten, so daß es wichtig ist, den Leser vor dieser Behandlung zu warnen. Der einzig sichere Plan ist nicht nur die stärkeren Drogen und Gifte zu meiden, sondern auch die ebenso milderen Stimulanzien und Narkotika. Um die Männlichkeit und alles, was damit verbunden ist zu fördern, wie die Nervenkraft, die geistige Energie, den Ehrgeiz, den Mut und all die anderen psychischen Eigenschaften, lohnt es sich, auf all die Drogen und anregenden Substanzen zu verzichten.

Alle körperlichen Einflüsse von schwächelnder Natur, neigen dazu, die Männlichkeit zu vermindern. Alles was die Vitalität senkt oder die körperliche Verfassung schwächt, hat auch eine schädliche Wirkung auf die sexuelle Kraft. Vor allem die Nervenanspannung hat eine schwächende Wirkung. Viele Jahre geistiger Überanstrengung ist förderlich für Neurasthenie [Nervenschwäche] und kann die Ursache für eine gravierende Schwäche der Sexualfunktion sein und teilweise auch zur Impotenz führen. Natürlich müssen wir zwischen Überforderung und harter Arbeit unterscheiden.

Ein gesunder Mann, der in geordneten Verhältnissen lebt, kann eine erstaunliche Menge harter geistiger Arbeit leisten und trotzdem kräftig und gesund bleiben. Harte Arbeit tut nicht weh. Unter den richtigen Bedingungen ist es das Beste für einen. Aber wenn sie zu weit getrieben wird, wenn die körperliche Gesundheit nicht durch tägliche Übungen an der frischen Luft ausgeglichen wird, oder wenn ein Mann seinen Schlaf verliert, weil er Jahr für Jahr Tag und Nacht arbeitet, und vor allem, wenn seine Arbeit von Kummer und Sorgen und von einer übermäßigen Nervenbelastung getragen ist, wird das Nervensystem irgendwann zusammenbrechen und die Männlichkeit wird ebenso darunter leiden.

Körperliche Überanstrengung ist heute nicht mehr so sehr verbreitet und in keinem Fall ist sie so schädlich wie geistige Überanstrengung. Körperliche Überanstrengung kann aber ebenso schädlich sein, wie im Fall des Mannes, der seine Arbeit schon vor Sonnenaufgang beginnt und sie bis in die Abendstunden fortsetzt. Körperliche Überanstrengung, sowei der tägliche Kraftaufwand des Körpers, um den Energieverlust wieder herzustellen, dieser kontinuierliche Aufwand führt in einen Zustand der Erschöpfung, von dem sich der Körper nie ganz erholen kann. Dies kann mit der Zeit zur Schwächung der Nieren, zur Überforderung der Leber, zur Degeneration der Arterien und zur vorzeitigen Alterung der verschiedenen anderen Organe führen. Männer, die ein sehr hohes Alter erreichen, sind in der Regel berufstätige Männer, die sich nicht selber bei der Arbeit überfordert haben.

Unterforderung its ein Zustand, der ebenfalls im höchsten Grade schädlich für die Männlichkeit sein kann, und zwar aus dem Grund, weil bei zu viel Faulenzen sich der körperliche Zustand verschlechtern kann. Darunter haben im Allgemeinen alle Organe zu leiden. Wenn man ein aktives Leben führt, dann ist das für den Menschen am besten. Kräftige Übungen oder harte gute Arbeit jeden Tag, sowohl physisch als auch geistig sind höchst wünschenswert, sowohl für die Gesundheit, wie auch für die Zeugungskraft. Ein Einwand gegen die Unterforderung ist auch, daß das Nichtstun, im Falle eines fehlenden Charakters, es den Geist ermöglicht, zu viel in erotischen Fantasien zu verweilen. In einigen Fällen führt das Versäumnis, die Energie des Körpers in sinnvoller Weise zu nutzen, den Müßiggänger dazu, einen unnötigen und unerwünschten Betrag seiner Energie in sexuelle Kanäle zu leiten. Fett wird oft von Senilität [Greisenhaftigkeit, vorzeitigem Altern] begleitet.

Darüber hinaus fördert die Unterforderung das Übergewicht. Das Übergewicht ist nur selten ein günstiges Anzeichen für eine gesunde sexuelle Kraft. Die Ansammlung von Fett bei Männern im mittleren Alter bedeutet in der Regel einen Verlust der Energie und Kraft des Geistes und des Körpers. Darunter hat auch die Männlichkeit zu leiden. Ein sexuell starker Mann ist in der Regel hart und robust. Es gibt Ausnahmen von der Regel. Wenn zum Beispiel ein Mann eine geringe Menge von Fett angesammelt hat, so kann es sein, daß er immer noch voller Energie ist, scheinbar so aktiv, schnell und stark, wie eh und je. Wir alle kennen solche Männer. Leidet der Mann aber unter einem zu großem Übergewicht und neigt er zu phlegmatischem Verhalten, zur Trägkeit, so bedeutet dies ein Verlust an Männlichkeit. Darum bleiben sie stark, aktiv, hart und kräftig.

Soziale Ausschweifungen sind, besonders wenn sie viel Aufregungen beinhalten, sind genauso schlecht, wenn nicht noch schlimmer, wie geistige Überforderung. Es ist alles eine Frage der Menge der nervlichen Belastung. Besonders die Aufregungen bzw. Ausschweifungen zur späten Stunde führen zu den schlimmsten Leistungsverlusten. Früher wurde gesagt, daß Rauchen und Trinken und anderes unmoralisches Verhalten zu Leistungsverlusten führt. Aber es kann auch zu Leistungsverlusten kommen, wenn man keines dieser anstößigen Dinge tut, sondern einfach dadurch, daß man seine Kräfte verbraucht. Romane und Theaterstücke mit einem aufregenden und aufwühlenden Charakter, haben einen ausgesprochen schwächenden Effekt. Das gleiche gilt für Sorgen und andere bedrückende mentale Zustände.

Damit will ich nicht sagen, daß eine kurze Periode der Sorge, wenn man über eine kräftige sexuelle Gesundheit verfügt, zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen, aber es ist wahr, daß ein Zustand der Angst und Depression, der über einen längeren Zeitraum anhält, nicht nur die Gesundheit im Allgemeinen untergräbt, sondern ebenso das Sexualsystem. Die sexuelle Schwäche ist häufig das Resultat von Sorgen. Viele Fälle von Impotenz haben eine psychische Ursache. Sie sind das Ergebnis eines langen Grübelns oder eines langen Besorgtseins über eine Schwäche oder über Fehler aus der Vergangenheit. Sie rauben dem Menschen eine Menge Kraft. Um so mehr Sorgen sich der Mensch macht, um so anträglicher ist es für seine Gesundheit. Dies ist jedoch eine Sache, über die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch im Detail besprechen möchte.

Das Verständnis verschiedener Ursachen sexueller Schwäche, wird den Leser in die Lage versetzen, zu beurteilen, was erforderlich ist, um die eigene Gesundheit zu bewahren. Die Ursache der Probleme zu wissen, ist die halbe Miete. In den meisten Fällen einer Beeinträchtigung oder eines Verlustes an Männlichkeit, können günstige Ergebnisse erzielt werden, wenn man zukünftig die Ursachen dieser Schwäche vermeidet, den Körper trainiert und damit die Vitalität steigert. Positive Ergebnisse können nicht in allen Fällen sofort versprochen werden. In einigen Fällen hängt es vom Grad des Missbrauchs ab, dem der Körper ausgesetzt war. Die Natur kann Wunder bewirken, wenn man ihr dazu die Chanche gibt. Die Methoden, die ich in den folgenden Kapiteln besprechen möchte, haben zu bemerkenswerten Ergebnissen bei tausenden von Patienten mit den verschiedenstens Erkrankungen geführt.

Ende des Kapitels

Hier noch ein weiteres Kapitel aus demselben Buch:

Bernarr McFadden: Die Wahrheit über die Onanie


How Virility Is Destroyed

( Originally Published Early 1900’s )

THERE are two classes of sexual disorders in men, the venereal diseases or infections on the one hand, and the various sexual weaknesses and disturbances of function on the other. Through proper instruction and right living both, however, may be avoided. In this and the chapters immediately following we will consider the various special weaknesses of men and the disorders associated with them, after which we will take up the infectious complaints referred to.

The prevalence of sexual weaknesses is one of the most amazing conditions with which our civilization is threatened. Everywhere one finds great numbers of men lacking in the first essential of manhood-virility. To just what extent weaknesses of this kind prevail it is impossible to say, because owing to their private nature there is great difficulty in obtaining information upon which to base an estimate. Some investigators, however, after many years of study, have come to the conclusion that at least half of the people in this country are suffering from some degree of sexual weakness or disorder, either mild or severe. Naturally, I cannot venture an opinion as to whether or not such an estimate is correct, but it is probable that it is near the truth, and is rather an understatement than an exaggeration. The medical quacks find here a profitable field in which to enrich themselves.

In considering this lack, or lessening, of virility, often called „lost manhood,“ the first need is to understand its causes. If the cause or causes can be discovered in each individual case, it simplifies the problem of finding the correct remedial treatment, which of course must include the removal of these causes.

Virility, like health, is natural, and a natural life invariably means virility and all the superb mental and physical qualities associated there-with. Impairment or loss of virility is, in every instance, the result of an unnatural life, involving abuses or excesses of various kinds. The influences tending to destroy virility may be of two kinds, those which directly affect the generative system and those which indirectly affect it through lowering the tone of the entire bodily organism. In other words, virility is affected on the one hand by abuses of the generative system itself, and on the other hand by abuses of the body as a whole, as for instance through the use of alcohol or tobacco.

A point which cannot be emphasized too strongly is that loss of virility is not a condition which concerns merely the sexual organs, but one that means also a loss of energy and impairment of function throughout the whole body, involving, in most instances, a failing of mental faculties. Nothing indicates this more clearly than the difficulty of mental concentration in hard, sustained work that is experienced by those suffering in a marked degree from weaknesses of this type. The loss of memory that follows too frequent seminal drains shows very plainly the relation of virility and healthy sexuality to mental vigor. Accordingly those afflicted with such weaknesses should make every effort to overcome them not merely for the sake of an improved sexual condition, but for the sake of their general health, physical and mental, as well, and in order that they may. attain the very greatest success in life.

Remember that the generative system is not an isolated organism, something apart from the rest of the body, but is closely‘ related to every other part of it, its connection with the nervous system being especially intimate. I emphasize this point because so many are inclined to take a narrow view of the subject, not recognizing this relation-ship. And just as influences which lower the vitality of the body as a whole tend to destroy one’s sexual power, so the special abuses of the sexual system weaken the entire system.

Masturbation is undoubtedly the first and most important of all the causes of sexual weakness. Not only, is it the active cause of trouble in by far the greater number of cases, but it is especially serious because it commonly begins earlier in life than other abuses. Owing to the importance of this. particular practice in causing both sexual and general debility I shall devote a special chapter to it. If this one evil could be eliminated it would save literally millions of men from sexual weakness and the generally lowered vitality that accompanies it.

Sexual excesses of any kind, whether within or without the sphere of marriage, tend to weaken and destroy virility. There is an old-fashioned idea that inasmuch as the marriage ceremony sanctions the sexual relation free indulgence therein between persons who have been united by that ceremony is perfectly proper. But excess is no less a crime against Nature because legalized by the marriage certificate. Whether within or without the marriage bond it is immoral, and destructive of sexual perfection. Unfortunately, as I have pointed out in some of the preceding chapters, sexual excesses in marriage appear to be the rule rather than the exception, with the result that there are many unhappy marriages and many debilitated men and women. However, I have already covered most of the practical aspects of this side of the question.

The effect of venereal disease in causing a permanent weakening of the sexual function de-serves special attention for the reason that such results are overlooked in most cases. Gonorrhea is especially destructive. Yet most people are accustomed to think of it simply as a local and temporary disorder which can be easily cured, leaving one’s condition just as good as it was before. Even when the effects of gonorrhea in causing sterility—unsexing operations upon women and blindness in babies—are known, it is still supposed by the ordinary man that after the disease has been cured in his own case he will be through with its effects, and as good a man as ever.

It is for this reason that I would emphasize the fact that if the disease has once become deep-seated, a man will probably never be quite the same after an attack of gonorrhea. A mild attack, which is confined to the anterior urethra, usually works no permanent injury, but where the infection has penetrated to the deeper structures the effects may remain even after the actual disease has been overcome. When the testicles, or their adjacent parts, have been invaded, the inflammation (epididymitis or orchitis) commonly results in sterility, as is well known, but this impaired condition of these essential glands is likely also to affect one’s sexual power in every respect. Also by causing inflammation of the prostate gland or congestion of the posterior. urethra, this infection may cause varying degrees of weakness such as that known as prematurity, or even impotence.

There are some men who are uninfluenced by moral considerations of any kind, and who will not be frightened into good behavior by the prospect of an infection which they believe will cause temporary inconvenience only, but who would be keenly alive to any danger which seemed to threaten them with impotence, or any weakness tending in that direction. To such as these this question of the relation of venereal disease to lessened or lost virility is recommended for special consideration. ,

There are various abnormal and unnatural practices which are just as harmful as masturbation, in some instances even more so, and which may even be classed with masturbation.

Among these are unnatural methods of inter-course, which, if long continued, tend to bring on either impotence or other serious weaknesses associated with congestion of the prostate gland and other parts of the generative system. The most widespread of these practices is coitus interruptus, often spoken of as „withdrawal.“ This consists in terminating the sexual relation just previous to the climax, or moment of highest in-tensity. This naturally involves a severe shock to the nerve centers concerned and cannot fail to be injurious both locally and to the general system. It is debilitating to the man, but it is usually an outrage upon the woman. The relation, if entered into at all, should be carried through in an absolutely natural manner, resulting in the orgasm or climax being experienced by both husband and wife. If this does not occur, then it is devitalizing in its effect. Men who practice this method of intercourse for a term of years gradually experience a lessening of power, the ejaculation either being retarded or becoming more and more premature, and also develop a train of symptoms characteristic of nervous disorders as well as digestive and other functional disturbances.

Another injurious practice is the attempt to prolong the marital act beyond natural limits. The direct effect of this is to bring about a serious congestion of all the parts concerned, though it is probably most exhausting to the nerve centers involved. Of course the sexual act can only be prolonged by stopping it from time to time. Even then, if it is finally terminated in a natural manner, the result is not so bad as when the attempt is made to avoid the orgasm entirely. This is thoroughly unnatural and invariably harmful in the long run. Yet not only has this method been practiced by the members of the Oneida Community and by many others, but there are still some writers who advocate it, on the theory that by conserving vital energy through the retention of the seminal fluid it pro-longs life. There has been so much trash and nonsense written and thought about sexual matters: that it is a safe plan for the average reader to beware of any unscientific teachings upon the subject.

If one wishes to conserve vital energy by avoiding the waste of the spermatic fluid, then the way to do it is to live a continent life, free from sexual excitement of any kind. Or, if not a completely celibate life, one in which temperance in the marital relation results naturally from obedience to a wife’s normal instincts, as suggested in previous chapters. To avoid waste of this fluid it is not necessary to practice absolute continence, and certainly there can be no advantage in achieving such an end by the sexually exciting and yet unnatural practice of engaging in sexual relation-ships in which the orgasm is suppressed. The harm done to the nervous centers, under such conditions, and the congestion of the parts will more than offset the fancied advantage of retaining the seminal fluid. If the passions have been aroused to the extent of demanding the sexual act, and if it has been entered into, then it should be concluded naturally.

Ungratified passion undoubtedly has a weakening effect in the course of time, and for this reason it is the height of folly—when it is impossible to gratify naturally the passions likely to be aroused—to persist in close personal intimacy with one of the opposite sex, with much fondling and caressing. I have referred to this in the chapter on „Love Making and Its Dangers,“ and it applies particularly to prolonged engagements in which the parties concerned take many personal liberties with each other in the way of ardent kissing and „spooning.“ An occasional experience of this kind would have comparatively little effect upon a healthy organism, but when it is repeated day after day for an extended period of time, it is weakening and destructive in the extreme. If the man finally marries, he ,will be likely to find himself suffering from prematurity or even more serious weakness. If passion can-not be gratified it should not be aroused.

Whether continence is harmful or not—a question which has been very widely discussed, with much difference of opinion—depends almost entirely upon whether or not one can live a life comparatively free from sexual excitement. If one can avoid sexual stimulation, it is both easy and beneficial to live a completely continent life. But if one has very strong sexual instincts and one’s passions are frequently aroused, then continuous abstinence would not only be difficult but unsatisfactory in its influence on the general health.

To avoid sexual excitement it is not alone necessary to avoid the physical intimacies above mentioned. Erotic thoughts will do just as much harm, and after the habit of stimulating the sexual centers mentally has once been formed it is likely to be very persistent and insidious in its influence. This sensual state of mind keeps the sex centers in a state of constant excitement and the organs concerned in a state of congestion. It leads to prostate trouble, urethral congestion and irritability, varicocele, and a general weakening of the entire function. This habit can best be described by the term, „mental masturbation,“ and the fact is that after a time, as a result of its weakening effect, it becomes possible for the victim to induce an emission merely through his thoughts. Of course this indicates that he has reached a condition of serious weakness.

The general bodily influences which tend to destroy virility may be said to include almost everything that lowers vitality and weakens the body as a whole, and particularly anything that acts as a poison to the system.

Alcohol is regarded by many men in the medical profession as a sexual stimulant, but there is nothing more destructive of reproductive integrity in the long run. Without doubt its stimulating quality is only apparent, the result of a lessening of the moral sense, or the natural restraint which would be exercised in a normal and sober condition. Any sense of delicacy in behavior which one may possess is blunted through the influence of alcohol, and without doubt its reputation as a sexual stimulant is due largely to this fact.

Not only are the children of alcoholic fathers constitutionally weak, or prone to nervous and mental deficiencies, epilepsy and lunacy, but the direct result upon the drinker himself is a tendency toward impotence, greater or less according to the extent of his indulgence in intoxicants. It is true that some constitutions can stand a great deal more abuse than others, and in some cases one may imagine that the use of alcohol or tobacco is not doing any harm. But if so, it is only because their evil effects are not at first so pronounced as to be apparent, or because one’s perceptions are blunted. Sooner or later their harmfulness will be manifested unmistakably. The fact is that in a great many cases of chronic alcoholism the victims are absolutely and permanently impotent. It is obvious that if the extended use of this poison will bring about this result, even a moderate or small indulgence must have a weakening effect upon the sex function.

There is a widespread notion that the so-called lighter alcoholic beverages, such as beer and wine, are comparatively harmless. There are some writers who even advocate a freer use of these as a means of doing away with the use of spirits. The „prohibition“ movement in France is directed only against the sale of spirituous liquors, there being no hope of curtailing the sale or use of wines and beers, and perhaps no desire to do so. The truth is, that the lighter alcoholic beverages are likely to do just as much harm as the heavier beverages, because of the greater quantity consumed. One is likely to secure just as much alcohol in a large glass of beer, with its four and one-half per cent. of the poison, as in a very small portion of some spirit, with its forty or fifty per cent. of alcohol. It all depends upon the size of the portion. One great disadvantage of beer and wine is the tendency to use them regularly. It is known to life insurance actuaries and other students of the subject that the „moderate“ indulgence which so many persons think harmless is the very worst form of alcoholism, because it is so often „regular.“ The continuous, daily use of alcohol, however moderate, under-mines the system and does most harm. Occasional actual drunkenness, with more or less extended intervals of complete sobriety, will do less harm to the liver, kidneys, heart and arteries than „regular, moderate“ indulgence. And the same rule would doubtless apply to the reproductive system. Some authorities declare that beer is the most injurious of all intoxicants so far as the sexual function is concerned.

I know of no condition for which I can emphatically endorse the use of alcoholic liquors of any kind, though I must admit that some have been called to my attention in which it has been alleged that the use of wine and beer has been of advantage. In nearly all instances of this kind, however, the advantage, if any, has come from the increased use of liquid that was taken, rather than because of the alcoholic character of the drink, and in fact, in spite of the alcoholic character of the drink. As I have often said, many people following a sedentary occupation do not consume sufficient liquid. They gradually acquire the habit of avoiding water. The system needs an abundance of liquid. Such people should take especial pains to cultivate the habit of drinking more water. It is a good thing to have a glass of water standing near at hand as a constant reminder.

If one is in the habit of depending upon a mild alcoholic stimulant, and is not able to cease its use altogether, it is often a good thing to weaken gradually the alcoholic strength of the drink. For instance, if you are in the habit of using wine, make it half water; then make it three quarters, and in this way gradually eliminate the alcohol while you can still secure the benefit of consuming a considerable amount of liquid. I have known many examples where the alcohol habit has been broken in this manner, for after a while, one can dispense with the wine, but can continue to take a sufficient amount of water to meet the necessities of the physical system.

Many writers have commented upon the curious effect of alcohol in both increasing the sexual appetite and diminishing the capacity for its satisfaction. It is hardly necessary to do more than refer to the facts that rape, like most other crimes, is commonly committed under the influence of alcohol, and that the groggery and the brothel are usually found together. From this it does not follow that alcohol is a sexual stimulant, as I have already pointed out. The supposedly stimulating effect of alcohol on the sexual system is due largely to the fact that it first of all attacks the higher brain centers, thus lessening the power of inhibition, and naturally turning loose all of the most primitive animal impulses, even though the power of satisfying these desires may be either impaired or entirely lost for the time. On the one hand, alcohol causes young men to forfeit their self-respect and perhaps their health in houses of prostitution, young women to lose their virtue, and husbands and wives to commit adultery; on the other hand, it makes the sexual relation unsatisfactory, difficult or even impossible. Truly, no one can afford to indulge in a habit- of this – kind, whether the subject is regarded from the standpoint of morality and decency, physical and sexual integrity, or from that of the epicure.

I once received is letter from a woman asking advice in reference to her husband, whom she described as having been completely impotent for some years, though he was not over thirty. In detailing the case she referred to the fact that he smoked excessively, drank regularly every evening while playing cards, and took no physical exercise whatever. What should he do? It was no wonder that he was impotent. There may have been other causes for this result in the beginning, perhaps in the form of masturbation or excesses, but it would certainly have been hopeless for him to expect any improvement in his condition so long as he continued to use these narcotic poisons, no matter what treatment he might adopt.

Tobacco is one of the greatest of all foes to virility, because of its extensive use by millions of men. The effect is not so immediate as in the use of other poisons, but in the long run it has a most depressing effect upon the procreative function and without doubt is, in many instances, the main cause for sexual weakness or impotence. In all medical works tobacco is listed among the most important anaphrodisiacs, or agents for allaying the sexual desire and lowering the function. I have even known medical writers to advocate the use of tobacco in combating a habit like masturbation, just as they sometimes prescribe the bromides for this purpose. This is only corroborative evidence of the destructive effect of this alkaloid poison. When nicotine, the active principle of tobacco, is abstracted in its pure form, it is, perhaps next to prussic acid, the most rapidly fatal poison known. Of course in smoking one gets a very small amount of it, and the system is poisoned only gradually, but none the less the harm is done, and any man who values his reproductive vigor, and certainly one who wishes to overcome any weakness in this respect, should absolutely avoid the tobacco habit. Nicotine is a gastric irritant, it causes an undue flow of saliva, which is naturally a drain upon the system, it affects the vision, the heart, the lungs, the muscles, and especially it has a numbing effect upon the brain and nerves. No one can use tobacco freely and persistently and still retain steadiness or strength of nerves, and this is just as much true of mental keenness and sexual strength. It is true that many clever and capable men use tobacco freely, but there is no doubt that in all such cases they could do even better work and far more of it if their systems were free from the influence of this chronic narcotic poisoning.

Drugs and stimulants of all kinds are, similarly destructive to virility. There are certain drugs which are supposed to be sexually stimulating, but in the end they will be found to be injurious. Remember that anything which over-stimulates the sexual centers will only tend to exhaust them the sooner. Among physicians strychnine is a favorite drug for stimulating the sexual system in certain types of disorders, but some of the best authorities in this field are convinced that, strychnine is ultimately destructive to a man’s potency. Likewise, in small doses morphine and cocaine are thought to stimulate the sexual centers, and yet we find that those who use these drugs habitually and extensively are almost invariably impotent.

There are other drugs which are immediately depressing in their effect upon the generative system, just as is tobacco. Most prominent among these are the bromides, but the list also includes potassium iodid, potassium nitrate, chloral, camphor, arsenic, belladonna and many others. In fact, all poisonous drugs and stimulants have a weakening effect in this particular direction, just as they are harmful to the body as a whole. So far as I know there has never been any ex-tended or detailed study of the effect of tea and coffee on the sexual function, but in view of the effect of caffeine upon the nerves and the general health I cannot doubt that the reproductive system is weakened to a certain extent by the extensive use of these beverages. The trouble is that the whole subject is obscure and it is difficult, in the very nature of things, to investigate it. It is well known that caffeine is much used by women, some of them drinking tea in almost unlimited quantities, and it appears to me that this fact probably has a great deal to do with the prevalence of what is called „frigidity“ in women.

Some physicians have estimated that from twenty-five to fifty per cent. of women are deficient in their sex sensibilities, though it is impossible to make any definite statements on this point. Certainly the condition is fairly common. We must remember also that where there are likely to be various other factors contributory to this condition it is difficult to isolate any special cause, such as tea drinking. Yet in view of the effect of other drugs, and the general health-destroying effect of caffeine, I can see no reason why it should not act upon the reproductive system just as do other drugs.

And while we are talking about the effect of drugs in producing impotence or sexual weakness, it should be said that medical literature has much to answer for in this respect. It is true that the greater burden of blame falls upon medical quacks, but the fact is that standard medical works are quite as apt as the quack to advise treatment which robs the patient of what little vigor he may still have had when he applied for relief. I have had any number of letters from men telling of their experiences with medical treatment, and pointing out that after a course of medication, usually the taking of bromides, their power steadily declined, complete impotence being the outcome in many cases.

The use of the bromides is always to be condemned. It is undisputed that they are sexually depressing. For this reason they are employed in many cases to check the tendency toward masturbation and also to prevent excessive night losses. They actually do produce results in such cases. But how? Simply by paralyzing and destroying the sex function. If their use is continued long enough, they will „cure“ masturbation and night losses by producing impotence and sexlessness. I may say that the better-informed and more careful specialists use these remedies with caution, and only when they find what seems to be occasion for reducing extreme activity and excitability of the organs and nerve-centers involved. When any pronounced weakness is present they will not use them ‚ at all. They know better. But under such conditions there is always weakness, and it must always be dangerous to use such methods. Besides, they are unnecessary. Cold water and other treatment will produce the same results. A prolonged cold pack to the spine will have the desired depressing effect. Many physicians, however, regard the bromides as established remedies to be used universally in sexual troubles, and prescribe them, in almost any kind of a case, with disastrous results.

Then how can the sufferer avoid mistakes? Certainly not by using the ordinary medical methods. Many books are now published upon the subject of „sex hygiene,“ and a large number of them are written by physicians. Practically always these books advise the young man to avoid quacks, but to „go to his family physician“ in case of trouble. The „family phyician“ is held up as an infallible authority in matters of this kind, but in some cases he is as ignorant as the layman. Don’t go to your family physician unless he can treat you without the aid of drugs that must ultimately have a damaging effect.

The medical profession as a whole has never given much study to the subject of sexual weakness. For a long period venereal diseases were practically ignored, perhaps on the theory that the victim deserved punishment for his moral transgressions. But while as much attention is now given to venereal as to other diseases, the same cannot be said of other sexual disorders. The great reason why quacks and charlatans have been able practically to take possession of this field is that the reputable members of the profession know but little about it and have ignored it. Your family physician in ninety-nine cases out of a hundred will advise you to get married in order to cure a condition of complete unfitness for marriage, apparently ignoring the, fact that such an alliance is nothing more than a fraud and an outrage so far as the woman in the case is concerned. In some instances he will advise marriage only as a last resort, upon finding that his „treatment“ has failed to benefit. „I can do nothing for you. The best thing you can do now is to get married.“ And a man is fortunate in-deed if, after a course of medical treatment, he does not find that he is infinitely worse off than he was before.

All this may be a diversion from the subject of the effect of drugs in destroying virility, but the use of the bromides is so nearly universal in the treatment of these disorders, and physicians are likely to do so much harm in this way, that it is important that the reader should be properly warned. The only safe plan is not only to steer clear of the more powerful drugs and poisons, but to avoid even the milder stimulants and narcotics. Certainly, manhood and all that goes with it in the way of nerve-force, mental energy, ambition, courage and its various other psychic characteristics, is worth infinitely more than the small effort required to avoid such influences.

All bodily influences of a debilitating nature tend to lessen virility. Anything that lowers vitality or weakens the constitution cannot fail to have some injurious effect upon reproductive strength. Nerve-strain, especially, has a weakening effect, and many years of mental overwork, such as is conducive to neurasthenia, may be the cause of serious weakness in the sex function or even of partial impotence. Naturally, we must distinguish between overwork and hard work, for a healthy, virile man, living under right conditions, can do a prodigious amount of hard mental work and still remain vigorous. Hard work does not hurt one. Under proper conditions it is the very best thing for one. But when it is carried too far, when the bodily health is not conserved by daily periods of exercise and outdoor life, when a man loses sleep year after year through working day and night, and especially when his labors are carried on in the face of worries and trials that involve excessive nerve-strain, the system will eventually break down, and virility will suffer at the same time.

Physical overwork is not so very common, and in no case is it so injurious as mental overwork, but physical overwork is likewise detrimental, as in the case of the man who begins his toil long before the sun rises and continues it into the evening. Physical overwork, or the daily and repeated expenditure of energy beyond the power of the organism to restore the loss, the continuous forcing of oneself to a state of fatigue from which one cannot quite recover, means in time the weakening of the kidneys, the overtaxing of the liver, the degeneration of the arteries and the premature aging of the various other organs. Men who live to a very great old age are usually professional men or others who have not injured themselves by working to excess.

Underwork is a condition likewise unfavorable to the highest degree of virility, for the reason that with too much loafing the body as a whole deteriorates, and all the organs suffer in common. It is only when living an active life that one can be at one’s best. Vigorous exercise, or good hard work each day, both physical and mental, are highly desirable both for one’s general welfare and reproductive strength. A great objection to underwork, too, is that idleness, in the case of one lacking in character, permits the mind to dwell too much upon erotic fancies. Also, in some instances, the failure to use the energy of the body in legitimate ways sometimes leads the idler to divert an unnecessary and undesirable amount of it to sexual channels.

Furthermore, underwork favors the accumulation of flesh. Obesity is seldom a favorable sexual indication. Fat often accompanies senility, and its accumulation in men previous to middle age usually means a loss of much of that energy and power both of mind and body that go with virility at its best. The vigorously sexed man is usually hard and rugged. There are exceptions to this rule, as when a man carries a moderate amount of fat and is still full of energy, apparently as active and quick and strong as ever. We have all known such men. But fat accumulated beyond this point, and accompanied by the phlegmatic tendencies of the obese generally, usually means a loss of virility. Keep strong, keep active, keep hard and vigorous.

Social dissipations, especially when they involve much excitement, are as bad as, or worse, than mental overwork. It is all a question of the amount of nerve-strain involved. Late hours and excitement are among the very worst of dissipations. It used to be thought that dissipation meant smoking, drinking and other immoral behavior, but one can be dissipated while doing none of these objectionable things, simply because one is wasting one’s forces. Novels and plays of an exciting, stirring character, too much indulged in, have a decidedly weakening effect. The same is true of worry and other depressing mental states. I do not mean to say that a short period of worry, in the case of one possessing vigorous sexual health, will have the effect of producing any material disorder, but it is true that a state of worry and mental depression, continued over a long period of time, will not only undermine the health generally but the reproductive system as will. Sexual weaknesses are a common source of worry. Many cases of impotence are of a „psychic“ character, the result of long brooding or worrying over weaknesses or mistakes of the past, until the victim is unable to utilize even such strength as he may possess. But the more he worries over it the worse the condition be-comes. This, however, is a matter to be taken up in detail later.

An appreciation of these various causes of sexual weakness will enable the reader to judge somewhat of the requirements of his own case. To know the cause of the trouble is half the battle. In most cases of impaired or lost virility favorable results may be expected by avoiding the causes of the weakness in the future, and by building up the body and increasing vitality. Definite results cannot be promised in all cases, for the results will, to a certain extent, depend upon the character of the abuses to which one’s body has been subjected, and the extent to which they have been carried. Nature will work wonders, however, if given a chance, and the methods which I will outline in the following chapters have accomplished remarkable results in the cases of thousands of sufferers from these various disorders.

http://www.oldandsold.com/articles08/marriage-22.shtml

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