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Psychische Folgen von Covid-19: Depressionen, psychische Erkrankungen, Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch und Suizide

30 Sep

Die Stellungnahmeder Nationalakademie der Wissenschaften Leopoldina beschäftigt sich mit den psychischen Folgen der Corona-„Pandemie“. Den Folgen der Corona-Pandemie wird normalerweise wenig Beachtung geschenkt, obwohl sie oft sehr dramatisch sind. So kündigte Prof. Vikram Patel, Psychiater an der Harvard Medical School einer der weltweit renommiertesten Psychiater, einen weltweiten „Tsunami“ schwerer psychischer Leiden an.

Prof. Vikram Patel sagte weiter: „Auf die Finanzkrise und Rezession von 2008, die zum größten Teil ja nur die Vereinigten Staaten getroffen hat, folgte eine Welle der ,Todesfälle aus Verzweiflung‘, angeführt durch Suizide und durch Drogen- und Medikamentenmissbrauch“, und sollten die Regierungen nicht handeln, werde die Welt eine Wiederholung erleben, „nur wahrscheinlich eben in viel größerem Ausmaß“.

Prof. Patel wies in seiner Rede darauf hin, dass „die Erkrankungen durch schwere seelische Leiden und Substanzmissbrauch sich in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren um 50 Prozent erhöht hat.“ und das die Covid 19-Pandemie die psychischen Erkrankungne in den kommenden Monaten und Jahren erheblich verschärfen wird.

Auch Prof. Dr. Dr. Katharina Domschke, Psychiaterin und Direktorin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg, warnt im Interview: „Alle Studien bisher sagen uns, dass eine dritte Welle zu erwarten ist, die der psychischen Erkrankungen.“

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, rechnet damit, „dass mit erhöhten Suizidraten gerechnet werden muss“. Suizide sind die Spitze eines Eisbergs, der massiv wächst.

Zu den Ängsten vor Corona kommen nun vermehrt auch Einsamkeit und soziale Isolation hinzu. Bei der verängstigten und obrigkeitshörigen Deutschen, die einer täglichen Gehirnwäsche aus den öffentlich-rechtlichen Medien unterliegen, wundert mich das nicht.

Zur Angst vor der Corona-Pandemie kommen nicht nur gesundheitliche und finanzielle Zukunftssorgen, auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust, Insolvenz, führen zu Unsicherheit, Stress und psychischen Erkrankungen. Besonders drastisch wirkt sich das auf Menschen aus, die bereits psychisch krank und anfällig sind.

Laut aktueller Daten der KKH-Krankenversicherung haben sich die Krankmeldungen wegen psychischer Störungen, verglichen mit dem Vorjahr, um achtzig Prozent erhöht.

Prof. Dr. Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité in Berlin, erinnerte daran, dass die Unterstützung für die Erkrankten zu Anmfang noch umfangreich war, mittlerweile jedoch ist die Anzahl der Erkrankten stark angestiegen.

Etwa 30 Prozent der Patienten sind sozial Benachteiligte, häufig Obdachlose, aber auch Migranten mit Sprachproblemen. Auch kommen vermehrt Covid-19-Patienten, die lange mit neurologischen Problemen, etwa mit Geschmacks- und Geruchsverlusten, durch das Virus zu kämpfen haben, hinzu.

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https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/psychische-corona-folgen-dritte-pandemie-welle-rollt-unbemerkt-16976419.html?premium=0xc05924ea2f05cc6550ad999137359eed&GEPC=s9

Bild: By Iany 1958 – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35012276


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