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Dr. Andreas Unterberger: Familienpolitik: Die Opfer: Frauen, Kinder, Familien

21 Aug

Die Familie wird bedroht wie noch nie. Von zwei Seiten: zum einen von Radikalfeministen und Schwulen-Aktivisten und zum anderen von Unternehmer-Egoismus.

Unterberger-AndreasEs ist bei den Österreichern beliebt wie nie: das Modell Familie. Es wird aber dennoch so aggressiv bedroht wie noch nie: auf der einen Seite von rot-grün-pinken Radikalfeministen und Schwulen-Aktivisten (zwei winzigen, aber lautstarken Minderheiten); auf der anderen von schwarzem (konservativem) Unternehmer-Egoismus (also von einer etwas größeren Minderheit).

Auf der einen Seite ist der Hass der Linken auf Vater-Mutter-Kind-Modelle offenbar geradezu fanatisch. Er kämpft gegen die in der gesamten Menschheitsgeschichte und in allen Kulturen erfolgreichste Form des Zusammenlebens und der Fortpflanzung, zugunsten einiger wirrer Theorien.

Auf der anderen Seite vergessen hierzulande Wirtschaftsrepräsentanten das wichtigste Prinzip jeder funktionierenden Ökonomie: auf die Bedeutung von Investitionen. Bei technischen und Anlagen-Investitionen, bei Ausbildung, Forschung und Entwicklung ist es für jeden Wirtschaftsfunktionär klar: Geld, das man für diese Zwecke ausgibt, bringt zwar oft erst nach Jahren eine Amortisation (einen Gewinn). Dennoch darf dabei nicht gespart werden.

Aber an die allerwichtigste Zukunftsinvestition, nämlich jene in die Arbeitskräfte der nächsten Generation, wird von Wirtschafts-Lobbyisten offensichtlich überhaupt nicht gedacht. Dabei ist die noch viel wichtiger.

Es geht um Qualität, nicht Quantität

Es geht dabei freilich nicht um die reine Quantität (die Anzahl) der Kinder. Denn ginge es um diese, dann könnte man ja durch weiteren Import von Millionen Menschen aus bildungsfernen Drittweltkulturen jedes Problem lösen. Es muss einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik vielmehr vor allem um die Qualität [um eine qualifizierte Ausbildung] der Arbeitskräfte der Zukunft gehen. Um exzellente und engagierte Forscher, Ingenieure, Naturwissenschaftler, Manager, Facharbeiter, Unternehmer, Landwirte, aber auch um Ärzte, Lehrer, Richter, Anwälte, Architekten usw. Auf allen diesen Gebieten müsste Österreich auch für die Zukunft genügend Menschen fördern und ausbilden, die auf ihrem Feld jeweils Weltklasse darstellen.

Dieser Bedarf kann freilich nicht nach sozialistischer Art dadurch gedeckt werden, dass man allen die nötigen Qualifikationen, auch Maturazeugnis [Abitur] und Universitätsabschluss schenkt. Dann hat man zwar jede Menge Ingenieure, ist aber von der Weltklasse weiter entfernt denn je. Denn dann sind alle Ausbildungen total entwertet.

In Wahrheit herrscht selbst in Rezessionszeiten [Konjunkturrückgang, wirtschaftliche Flaute] in vielen Bereichen ein spürbarer Mangel an guten Ingenieuren und Facharbeitern. Trotz steigender Arbeitslosigkeit.

Wie das? Nun, die Antwort ist klar: Wenn seit fast 50 Jahren zu wenig Kinder österreichischer Eltern geboren werden, sind solche Konsequenzen unausweichlich. Dieser Gebärstreik tritt überdies umgekehrt proportional zur Bildung der Eltern auf. Wenn mehr als 40 Prozent der akademisch gebildeten Mütter keine Kinder bekommen, und vom Rest [den restlichen 60 Prozent] viele nur ein Kind, dann ist die Folge eindeutig eine intellektuelle Ausdünnung des Landes.

Je gebildeter die Eltern, umso gebildeter die Kinder

Dieser Zusammenhang klingt aufs erste vielleicht nicht politisch korrekt. Aber er wird sogar durch eine von der linken Propaganda immer bemühte Statistik bewiesen: Sie besagt, dass Bildung vererbt werde. Je gebildeter die Eltern, umso gebildeter ist auch die nächste Generation.

Die Statistik ist richtig. Nur die von linken Gutmenschen dazu gelieferten Interpretationen sind völlig falsch. Dieser Effekt tritt nur ganz selten deshalb ein, weil sich die „g’stopften“ [reichen] Eltern Bildungserfolge ihrer Kinder kaufen. Seine Ursache ist vielmehr lange vor allem anderen die Tatsache, dass gebildete Eltern ihren Kindern einen schon ab dem vierten bis sechsten Lebensjahr unaufholbaren Vorsprung mitgeben. Und zwar gleich doppelt:

• Weil Intelligenz nach übereinstimmender Aussage aller Genetiker zu 60 bis 80 Prozent genetisch bedingt ist, also von intelligenten und daher meist erfolgreichen Eltern oft „vererbt“ wird.

• Weil bildungsorientierte Eltern den Kindern viel mehr Bücher vorgelesen haben, mit ihnen viel mehr Wörter gesprochen haben, ihnen schon in frühester Kindheit viel mehr bildungsorientierte Anregungen gegeben haben als jede andere Vergleichsgruppe.

Diskriminierung der Mittelstandsfamilien

Daher müsste eine zukunftsorientierte Gesellschaft eigentlich alles tun, um gerade solche Eltern zum Gebären von mehr Kindern zu motivieren. Aber statt dessen werden sie diskriminiert. Das geschieht:

• Durch Kollektivverträge, die nach Dienstjahren statt nach Leistung bezahlen; weshalb Frauen, die einige Zeit der Kinder wegen unterbrechen, oft lebenslang gegenüber allen anderen Kollegen zurückliegen.

• Und noch mehr durch die steuerliche Nichtberücksichtigung von Kindern seit den sozialdemokratischen Bruno-Kreisky-Jahren (genau seit diesen Jahren gibt es auch den Rückgang der Geburtenzahlen).

Eine Akademikerfamilie fällt deshalb durch die Geburt mehrerer Kinder im sozialen Status und Lebensstandard weit zurück gegenüber ihren gleich fleißigen und tüchtigen Alterskollegen. Sie vergleicht sich aber dennoch mit diesen (was logischerweise zu Zorn führt) und nicht, wie es sich sozialistische Gleichmacherei-Ideologie offenbar vorstellt, mit einer türkischen Zuwandererfamilie, die Familienbeihilfe in gleicher Höhe bekommt. Und die dadurch oft sogar eine deutliche Verbesserung ihres Standards erreicht.

Freilich: Solange sich nicht einmal die konservative ÖVP [Österreichische Volkspartei] mehr traut, die steuerliche Berücksichtigung von Kindern zu fordern, wird die qualitative Dimension des Geburtendefizits immer schlimmer werden [werden immer weniger österreichische Kinder geboren].

Können die Asylanten helfen?

Spätestens an dieser Stelle werden einige linke oder katholische Gutmenschen die modische Behauptung einwerfen, dass unter den Asylwerbern ja Ingenieure und Ärzte sind, derer wir uns zum Ersatz für die fehlenden eigenen bedienen könnten. Netter Einwurf. Gegen den nur fünf Fakten sprechen:

• Gerade Entwicklungsländer bräuchten am allerdringendsten ihre eigenen Ingenieure und Ärzte, auch wenn diese lieber in Europa Geld verdienen würden.

• Die meisten Asylwerber haben keine Dokumente, die eine solche Qualifikation beweisen. Sie kommen meist ohne Papiere an. Und behauptet ist schnell etwas.

• Auch dort, wo es Papiere gibt, muss man sich immer im Klaren sein, dass in der Mehrzahl der Länder dieser Welt jedes (auch behördliche) Dokument käuflich ist.

• Selbst dann, wenn es wirklich einen Abschluss gibt, ist der nur auf dem Papier, aber nicht in der Realität mit einem österreichischen gleichwertig. Wie viel Prozent der Österreicher würden sich etwa von einem Arzt aus Eritrea mit dem gleichen Vertrauen behandeln lassen wie von einem hier ausgebildeten? Wie viele würden sich beim Bau eines Hauses auf einen syrischen Statiker verlassen? (Kleine Anekdote am Rande: Ein sich sonst besonders progressiv gebender österreichischer Diplomat sagte mir einmal, dass er sich lieber in jedem noch so kranken Zustand nach Österreich bringen lassen würde, als an seinem Dienstort in einem nigerianischen Spital Patient zu werden).

• Bei den meisten qualifizierten Berufen ist eine exzellente Beherrschung der deutschen oder zumindest englischen Sprache unabdingbar, um sie seriös ausüben zu können. Das fehlt bei den meisten Asylanten oft jahrelang.

Jedenfalls ist die Rekrutierung fehlender Arbeitskräfte aus dem Reservoir der illegalen Zuwanderer die allerteuerste aller Varianten: Einerseits wird dadurch, wenn einer trotz aller Probleme eine berufliche Karriere schafft, eine weitere Vielzahl von weiteren Immigranten angelockt, die auf das gleiche Glück hoffen. Andererseits zieht jeder aufgenommene Asylwerber auch auf dem Weg des Familiennachzugs eine Vielzahl weiterer Zuwanderer an. In der Regel wird ja der Tüchtigste aus einem Familienverband vorgeschickt; sobald es dem gelungen ist, sich irgendwo zu verankern, werden dann alle anderen nachgeholt. Die dann fast alle das Sozialsystem belasten.

Das mit den Asylanten als Lösung des Demographie-Problems ist also reine Ideologie-Schimäre [Wunschdenken linker Multikultifreaks]. [1]

[1] Ausserdem ist es immer problematisch, Menschen mit einer anderen Kultur und Religion ins Land zu holen, denn die Bereitschaft, sich zu integrieren ist oft nicht vorhanden, was oft früher oder später zu politischen ethnischen oder religiösen Problemen führt.

Wo bleiben die Interessen von Kindern und Müttern?

Wirtschafts-Lobbyisten aus WKO [Wirtschaftskammer Oesterreich] oder Industriellenvereinigung begehen beim Themenkreis Frauen und Kinder (neuerlich im Gleichklang zu Radikalfeministen) gleich noch einen weiteren Fehler: Sie wollen die Mütter möglichst rasch wieder an den Arbeitsplatz holen. Ihr Motiv ist klar: Frauen sind exzellente Arbeitskräfte, nach denen viele Betriebe gieren.

Daher wird von der Anti-Familien-Koalition in der politischen Debatte das Entscheidende nie gefragt:

• Was wollen die Mütter eigentlich?

• Was ist besser für die Zukunft der Kinder?

Diese beiden Fragen sollten aber die weitaus wichtigsten sein. Dennoch ist in Österreich keine einzige Studie gemacht (oder veröffentlicht) worden, die genau und objektiv untersucht, wie sich Kinder entwickelt haben, die schon extrem früh in Horten oder bei Tagesmüttern abgegeben worden sind, zum Unterschied von jenen, deren Mütter sie länger betreut haben. Es gibt auch keine Studie, die den Stress, die Lebenszufriedenheit von Müttern in ständiger hektischer Doppelbelastung mit jenen vergleicht, die ein paar Jahre Auszeit nehmen. [2]

[2] In Deutschland gibt es diese Studien aber und sie fallen niederschmetternd aus. Die Studien beweisen, daß ein hoher Anteil der Kinder, die bereits früh in die Kinderkrippe gehen an schweren psychischen Störungen leiden. Birgit Kelle hat sich sehr eingehend mit diesen Kindern beschäftigt.

Die Zahlen sind der Horror: Jedes vierte Kind im Alter bis zu zwölf Jahren im Bundesland Sachsen ist in ambulanter psychischer Behandlung. Tendenz: rasant steigend. Die Ursachen dafür sind im familiären Bereich zu suchen: Fehlende Zuwendung, Überforderung der Eltern, soziale Verwahrlosung. Die Probleme sind so groß, dass bereits Unter-dreijährige wegen ihrer psychischen Not ins Krankenhaus müssen. Und auch immer mehr Eltern leiden an Stresserkrankungen. Die Politiker interessiert das herzlich wenig: Sie bauen weiter Krippenplätze aus.

Man ist erschüttert über diese Statistikzahlen. Es sei eine »erschreckende Entwicklung, die ungebremst anhält«. Rolf Steinbronn, Vorstandschef der mitgliederstärksten Kasse in Sachsen, der AOK plus, versucht, die alarmierende Statistik zu erklären. Seine Versicherung habe im Jahr 2011 allein in Sachsen 58.600 Kinder erfasst, die psychologisch behandelt worden seien. 2.450 Kinder mussten sogar stationär aufgenommen werden. Besonders traurig macht die Zahl der 380 Kinder zwischen einem und drei Jahren, die wegen psychischer Erkrankungen in so jungen Jahren im Krankenhaus behandelt werden mussten. >>> weiterlesen

Siehe auch:

• Birgit Kelle: Psychisch kranke Kinder: Horrorsignale der Krippengesellschaft

• Birgitta vom Lehn: Erst Krippe, dann ADHS?

• Hanne K. Götze: Kinder brauchen Mütter

• Birgit Kelle: Hausfrauen sind glücklicher als erwerbstätige Frauen

• Je länger Kinder in der Krippe sind, um so verhaltensauffälliger sind sie

• Ulf Poschardt: Kulturkampf um die sozialistische Erziehung unserer Kinder

Roger Köppel: Wer sagt denn, dass Kinderkrippen Kindern gut tun?

Das und nur das sollten die beiden entscheidenden Faktoren sein, und nicht weltfremde Theorien oder kurzfristige Profitinteressen. Ganz eindeutige amerikanische und französische Studien zu diesen beiden Fragen lassen freilich ahnen, warum hierzulande weder Wirtschaft noch Feminismus Interesse an solchen Studien haben.

Doppelattacke durch die Schwulenaktivisten

Seit einiger Zeit wird die Antifamilienfront auch durch die Schwulenaktivisten verstärkt. Diese unterminieren [untergraben, zersetzen] die Familie einerseits dadurch, dass sie die eigentlich eindeutig nur für Familien mit Kindern legitimen Regelungen wie Witwenrenten auch für sich erkämpft haben (weshalb logischerweise weniger Geld für die Familien bleibt). Und andererseits dadurch, indem über linke Schulministerien die Entscheidung für die Homosexualität als gleichwertige [sexuelle] Option [gegenüber der Heterosexualität (Mann und Frau)] an verunsicherte Kinder herangetragen und damit propagiert wird.

Weiterlesen auf: andreas-unterberger.at

Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

Quelle: Dr. Andreas Unterberger: Familienpolitik – Die Opfer: Frauen, Kinder, Familien

Siehe auch: Ron Kubsch: Schutz von Ehe und Familie aufgekündigt (freiewelt.net)

Siehe auch:

Akif Pirincci: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing… (Herbert Grönemeier)

Heinz Buschkowsky: Integration ist eine Bringeschuld der Einwanderer

Brief eines evangelischen Pfarrers an einen islamverharmlosenden Kollegen

Boris T. Kaiser: Wenn die Falschen zum Messer greifen

Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn spricht von einer neuen Völkerwanderung

Nicolai Sennels Therapiegespräche: Warum sind Muslime gewalttätiger und krimineller?

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