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Prof. Thomas Rauscher im Interview: „Wir schulden den Afrikanern und Arabern gar nichts“

6 Dez

Der Leipziger Jura-Professor Thomas Rauscher wurde Mitte November bundesweit bekannt, als linke Studenten eine seiner Lehrveranstaltungen kaperten, eine Art Hörsaal-Tribunal wegen „rassistischer Äußerungen“ des Dozenten auf Twitter veranstalteten und das vor Ort aufgenommene Video online stellten.

Wir wollen in einem Interview mit Prof. Rauscher über seine Kommentare und den Vorfall diskutieren, was die Medien sonst kaum tun.

thomas_rauscher

Frage: Sie äußern sich über die politische Gegenwart äußerst kritisch und zugespitzt. Was erwarten Sie kurz- und mittelfristig für Deutschlands und Westeuropas Zukunft?

Prof. Thomas Rauscher: Der Präsident des BND hat letzte Woche von einer Milliarde potentiell Migrationswilliger gesprochen; diese Zahl halte ich für realistisch. In Bangladesch wurde ich 2016 auf der Straße angesprochen, ob man als Muslim gut nach Deutschland kommen könne, wie viele hier schon seien. In der Zeitung in Dhaka wurde werbend von den „Fluchtrouten“ aus der Türkei berichtet. In Afrika ist der Migrationsdruck noch viel größer.

Das heißt: Wenn auch nur ein Teil dieses Migrationspotentials nach Europa kommt, gibt es das Europa, wie wir es kennen, nicht mehr.

Erste Forderung: Die EU muss ihre Außengrenzen sichern. Ich habe Hoffnungen, dass das gelingt, so lange Realisten wie Sebastian Kurz, Victor Orbán, Beata Szydlo (polnische Politikerin der PiS) und andere die südöstlichen- und östlichen Länder Mitteleuropas regieren. Auch die Balten haben klar andere Prioritäten als eine Multi-Kulti-EU. Diese viel kritisierten Politiker ermöglichen den vermeintlichen Humanisten in der EU erst ihre bequeme Position, indem sie die Folgen der unklugen und rechtswidrigen „Wir-schaffen-das“-Politik abwehren:

In Deutschland haben wir ja 2016 nur deshalb keine weiteren 1,5 Millionen Migranten erleben müssen, weil Sebastian Kurz, damals als Außenminister der Republik Österreich, die Schließung der „Balkanroute“ organisiert hat und de facto Länder wie Mazedonien, Kroatien, Slowenien, Serbien und Ungarn unsere Grenzen geschützt haben, während die deutsche Bundeskanzlerin von der Unmöglichkeit von Grenzschutz schwadronierte und munter deutsches und europäisches Ausländerrecht verbog, indem das ganz ausnahmsweise Selbsteintrittsrecht zur Menschenpflicht stilisiert wurde.

Die EU muss sich verabschieden von dem schillernden Begriff „Flüchtling“.

Flüchtlinge nach der Genfer Konvention und nach Art 16, 16a GG dürfen und müssen wir nicht kontingentieren; das sind keine 10.000 im Jahr. Vorübergehend Schutzberechtigte Kriegsflüchtlinge müssen nach Kriegsende konsequent wieder zurückgebracht werden in ihre Herkunftsländer. Dort werden sie gebraucht und das ist der Zweck vorübergehenden Schutzes.

Gegen Migranten aus wirtschaftlichen Gründen hilft nur lückenloser Grenzschutz; hereinbitten und dann mal sehen, ist keine Lösung.

Unter 400.000 Asylfällen, die keine sind, leidet unsere Verwaltungsgerichtsbarkeit und damit unser Rechtsstaat. Also kann man das nur mit Asyl-Eingangslagern an den EU-Außengrenzen lösen.

Die Forderung nach „legalen Migrationsalternativen“, die nun wieder in Abidjan die Bundeskanzlerin erhoben hat, halte ich für falsch. Wir brauchen in bestimmten Sektoren Zuwanderung nach Deutschland, wo Arbeitskräftemangel herrscht, wobei wir uns fragen müssen, ob wir da nicht vorrangig Verantwortung für 50% arbeitslose griechische und 30% arbeitslose spanische junge Leute übernehmen sollten.

Hingegen hilft es absolut nichts, auf hundert Migrationswillige aus Afrika einen einzufliegen; den anderen 99 werden dadurch nur enttäuschte Hoffnungen gemacht.

Und wenn wir auch noch den Klügsten unter den hundert auswählen, dann trifft uns in 20 Jahren zu Recht der Vorwurf des brain drain [Abwanderung der Intelligenz eines Landes] in Afrika.

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von davidbergerweb *)

„Ein Student wollte bei der Demo am 23.11. für mich demonstrieren; ihm wurde von mehreren anderen das Plakat entrissen und zerstört.“ – Prof. Thomas Rauscher (c) MDR/ Thomas Rauscher

Prof. Thomas Rauscher

Der Leipziger Jura-Professor Thomas Rauscher wurde Mitte November bundesweit bekannt, als linke Studenten eine seiner Lehrveranstaltungen kaperten, eine Art Hörsaal-Tribunal wegen „rassistischer Äußerungen“ des Dozenten auf Twitter veranstalteten und das vor Ort aufgenommene Video online stellten.

Wir wollen in einem Interview mit Prof. Rauscher über seine Kommentare und den Vorfall diskutieren, was die Medien sonst kaum tun.

Thomas Rauscher, ehemals FDP, ist seit 1993 C4-Professor für Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung sowie Bürgerliches Recht an der Universität Leipzig.

PP: Prof. Rauscher, sind Sie ein Nationalist, Rassist oder Kulturrassist? In Ihren Twitter-Kommentaren meinen Sie ja sinngemäß, Afrikaner und Mohammedaner hätten aufgrund ihrer Kultur ihre Staaten und Gesellschaften selber ruiniert.

TR: Ich meine keineswegs, Afrikaner und…

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Araber und Schwarze vor Machtkampf um Sizilien – Der Untergang der Europäer ist längst ausgemachte Sache

26 Aug

mafia-nigeriana-ascia-neraBei Polizeizugriff gefundenes Symbol der nigerianischen Mafia: Schwarze Axt

Aus Afrika und dem Orient werden noch viele Millionen Migranten nach Sizilien kommen und diese werden die Unterwelt bevölkern. Die jetzige einheimische Mafia wird in 10 Jahren kaum noch eine Rolle spielen. Entscheidend wird sein, welche Netzwerke die Oberhand gewinnen: arabische oder schwarze, muslimische oder sonstige. Der Untergang der Europäer ist längst ausgemachte Sache.

Bayern ist FREI

Traditioneller Obstmarkt von Ballarò, Palermo

Unsere Freundin Daria Aslamowa berichtet wieder aus einer Gefahrenzone.  Diesmal Ballarò, das ehemals historische und nun junge schwarze Viertel von Palermo.   Dort konnte sie sich relativ unbefangen mit Schwarzen umschauen, die in der dortigen Unterwelt am unteren Ende der Nahrungskette ihren Existenzkampf führen.  Die Mafia verbietet ihnen unter Androhung von Kastration, sich an Frauen zu vergreifen, erlaubt aber bestimmte andere Arten der Kriminalität wie z.B. Diebstahl und Drogenverkauf. Der salonkommunistische Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando, äußerte sich schon anerkennend über die Rolle der Mafia bei der Integration der schwarzafrikanischen Ankömmlinge, die schon lange über 25% der Einwohner der Stadt stellen und daher inzwischen vornehmlich in andere, vor allem ländliche Regionen Siziliens gekarrt werden, von wo sie aber irgendwann in die Städte kommen werden.

Angehende Rentenzahler in Ballarò

Darias Gesprächspartner sind der Überzeugung, dass sich die Machtverhältnisse bald umkehren werden.  Aus Afrika und dem Orient…

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Video: Dr. Nicolaus Fest zu Angela Merkels Geschichtspropaganda (05:55)

23 Apr


Video: Dr. Nicolaus Fest: Merkels Geschichtspropaganda (05.55)

In seinem aktuellen Wochenrückblick geht Nicolaus Fest auf den Anschlag auf die BVB-Mannschaft ein. Und er spricht Merkels Geschichtslüge an, die sie zur Verteidigung ihrer rechtswidrigen Zuwanderungspolitik brauche und nach der „wir“ uns in der Kolonialzeit an Afrika versündigt hätten. „Diese Kanzlerin sieht sich als Priesterin eines Schuldkultes. Wäre sie konsequent, müsste sie nun die Partei wechseln, zu den GRÜNEN, zur LINKEN, zum linken Flügel der SPD“, so Fest.

Nicolaus Fest erinnert auch an ein Treffen Angela Merkels mit Flüchtlingshelfern. Bei der Gelegenheit sagte sie: "Wir haben uns in der Kolonialzeit an Afrika versündigt." Und er stellt die Frage: "Wir?" Wer ist "Wir"? Ich, mein Nachbar, sie vielleicht, die Deutschen? Dann gibt er einen kleinen Geschichtsexkurs: "Keine europäische Macht hatte im 18. und 19. Jahrhundert irgendwelche Interessen an Nord- oder Zentralafrika. Afrika hatte weder Tee, noch Porzellan, noch Seide. Was es hatte, waren Krankheiten, Malaria, Diphtherie, Denguefieber, Schlafkrankheit, Cholera, usw.

Vor der Erfindung von Impfungen und Penicillin waren die für Europäer meistens tödlich. Keiner, der bei Vernunft war, wollte nach Afrika. Warum kam es dennoch zur Kolonialisierung? Im Wesentlichen auf Grund einer der großen Leistungen der westlichen Kultur. Weil man den Sklavenhandel abschaffen wollte. Darauf hatten sich 1809 die wichtigsten europäischen Mächte geeinigt. Beim Wiener Kongress 1814 wurde dies noch einmal bestätigt.

Und nachdem die britischen Seeblockaden der Sklavenrouten nach Mittel- und Südamerika nicht funktionierten, wollte man das Übel an der Wurzel packen, in dem man ins Land hinein ging und die dortigen Regime beseitigte, die Jahrhunderte vom Sklavenhandel lebten. Warum gab es diesen Sklavenhandel überhaupt?   Weil vor allen die arabische Welt Millionen von Sklaven brauchte. Millionen von Afrikanern, Indern, aber auch Europäern sind von Arabern versklavt worden.

Wer’s nicht glaubt, das beste Werk darüber stammt von einem Deutschen, von Professor Egon Flaig (Weltgeschichte des Sklavenhandels) Unbedingt lesenswert. Also, die Kolonialisierung beruhte, bei allen furchtbaren Dingen, die dort geschehen sein mögen, auf einer tief humanen Idee, dem Kampf gegen die Sklaverei. Das steht außer Frage. Aber statt diese Wahrheiten zu betonen, erzählt die Kanzlerin Stuss. Sie übernimmt die Geschichtsklitterung linksextremer Gruppierungen, die im Kolonialismus nur eine Form der Ausbeutung sehen. Aber das war er in Afrika gerade nicht.

Warum macht das die Kanzlerin? Weil sie diese Geschichtslüge zur Verteidigung der rechtswidrigen Zuwanderung braucht. Erst hat sie erzählt, es kämen Facharbeiter. Dann ging die Mär (das Märchen), dass nur Frauen und Kinder kämen. Dann waren plötzlich alles Flüchtlinge, auch wenn sie über sichere Drittstaaten kamen. Nun will sie den Wählern einreden, dass wir uns versündigt hätten, eine Schuld begleichen müssten.

Die Wahrheit ist, die Deutschen haben in Afrika keine Schuld abzutragen, nicht einmal gegenüber den Hereros und schon gar nicht gegenüber illegalen Eindringlingen aus Tunesien, Marokko, Somalia, Eritrea, Senegal oder Libyen. Merkel lügt! Was sie erzählt entbehrt jeder historischen Wahrheit, ist reine Propaganda. Ihr Ziel ist, die Deutschen sollen die Flutung des Landes durch Fremde, den Kontrollverlust des Staates, den Verlust der inneren Sicherheit, als Wiedergutmachung (für angebliche vergangene Schuld) akzeptieren.

Für Merkel ist der Terror, den wir (durch die Migranten) täglich erleben, Sühne. Deshalb tut sie auch nichts dagegen, schließt keine Grenzen, schiebt nicht konsequent ab. Diese Kanzlerin sieht sich als Priesterin eines Schuldkultes. Damit ist sie endgültig bei den Linken angekommen, und zwar bei den ganz Linken. Wäre sie konsequent, müsste sie nun die Partei wechseln, zu den Grünen, den Linken, zum linken Flügel der SPD. Und genau deren Politik werden sie auch bekommen, wenn sie sie wählen. Denken sie bitte daran am 24. September 2017. Wählen Sie AfD!"

Quelle: Nicolaus Fest zu Merkels Geschichtspropaganda

Meine Meinung:

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Angela Merkel die Details des Sklavenhandels so genau kennt. Die meisten Linken wissen nichts davon, denn der arabische Sklavenhandel wird so gut wie totgeschwiegen. Dafür wird unentwegt auf den europäischen Sklavenhandel eingedroschen. Dass die Araber den Sklavenhandel viel länger und viel grausamer betrieben, als die Europäer und dass die Europäer den Sklavenhandel erst von den arabischen Staaten übernahmen, ist meistens nicht bekannt. (Beim Sklavenhandel lernten Christen von Muslimen)

Paul Fregosi schreibt in seinem Buch „Jihad in the West: Muslim Conquests from the 7th to the 21st Centuries“ [Jihad im Westen: Muslimische Eroberungen vom 7. bis zum 21. Jahrhundert]: „Westliche Kolonisierung in der Nähe von muslimischen Ländern dauerte 130 Jahre, ungefähr von den Jahren um 1830 bis zu den Jahren um 1960. Muslimische Kolonisierung in der Nähe europäischer Länder dauerte 1300 Jahre, von den Jahren um 600 bis in die Mitte der 1960er Jahre. Aber seltsamerweise sind es die Muslime … die am meisten verbittert sind über den Kolonialismus und die Demütigungen, denen sie unterworfen waren und es sind die Europäer, die dieser Scham und Schuld eine sichere Heimat geben. Es sollte genau anders herum sein.“

Siehe auch:

Papst Franziskus vergleicht Flüchtlingslager in Griechenland mit KZ

Video: Wutrede von Lega-Nord-Chef Matteo Salvini zum Zensurgesetz im EU-Parlament: „Ihr seid doch nicht normal!” (02:37)

Eine Parallele zum Untergang des Römischen Reiches: „Ich werde mein Vaterland nie verachten, aber dessen Gutmenschen…!“

Video: Martin Sellner (Identitäre Bewegung): Die Ethnische Wahl – Warum Erdogan die Wahl gewonnen hat (23:00)

Michael Klonovsky (AfD) bezeichnet Marcus Pretzell als Gauner

Ärztliche Willkommenskultur stößt an Grenzen

Fjordman: Europäer als Opfer des islamischen Kolonialismus

5 Jul

fjordman-peders-jensen-8-2011In meinem Buch „Defeating Eurabia“ gibt es auch ein Kapitel mit der Bezeichnung „Fourteen Centuries of War Against European Civilization“ [Vierzehn Jahrhunderte Krieg gegen die europäische Zivilisation], das sich mit der islamischen Kolonisierung und Angriffen auf den europäischen Kontinent seit dem siebten Jahrhundert n. Chr. befasst. Dieser Teil der Geschichte, als die Europäer zu Opfern des Kolonialismus und Sklavenüberfällen wurden, verdient viel mehr Aufmerksamkeit als es derzeit der Fall ist, wo der Fokus fast ausschließlich auf der viel kürzeren Periode der europäischen Kolonialzeit liegt.

Von Fjordman, Originaltext: Europeans As Victims of Colonialism

Im Jahr 2008 wurde von Frankreich verlangt, dass es Wiedergutmachung leisten müsse für seine koloniale Vergangenheit in Algerien. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet der französischen Kolonialgeschichte, aber wenn ich mich recht erinnere, waren die Franzosen auch deswegen motiviert, sich in Algerien zu engagieren, weil barbarische Piraten ihre bösartigen Aktivitäten im neunzehnten Jahrhundert immer weiter fortsetzten. Die Zeit der französischen Herrschaft ist der einzige Zeitraum der Zivilisation den Algerien erlebt hat, seit den Römern.

Seit dem siebten Jahrhundert haben Muslime Europa immer wieder überfallen, vor allem die südlichen Regionen, manchmal auch nördlich der Alpen. In der Tat, der einzige Zeitraum während der mehr als 1300 Jahre, in dem sie es nicht getan haben, war die Zeit des europäischen Kolonialismus. Darüber hinaus gibt es jetzt mehr Nordafrikaner in Frankreich, als es jemals Franzosen in Nordafrika gegeben hat. Wenn Nicht-Europäer der Kolonisierung widerstehen können und Eindringlinge vertreiben können, warum können die Europäer nicht das gleiche tun?

Auch unter den Ländern Westeuropas, hat nur eine Minderheit eine bedeutende Kolonialgeschichte und einige von ihnen, wie Spanien und Portugal, waren zuvor selbst kolonisiert worden. Spanien, das über ein ausgedehntes Kolonialreich verfügte, war selbst einst ein Opfer des Kolonialismus und zwar deutlich länger, als es ein [muslimischer] Kolonisierer war. Wie Ibn Warraq sagt, in seinem Buch „Defending the West“:

Während die französische Präsenz weniger als vier Jahre dauerte, bevor sie schmählich von den Briten und Türken vertrieben wurden, waren die Osmanen seit 1517 insgesamt 280 Jahre lang die Herrscher von Ägypten. Auch wenn wir die späteren britischen und die französischen Protektorate mitzählen, war Ägypten nur siebenundsechzig Jahre lang unter westlicher Kontrolle, Syrien einundzwanzig Jahre lang und der Irak nur fünfzehn Jahre – und natürlich war Saudi-Arabien nie unter westlicher Kontrolle.

Wenn man dies mit dem südlichen Spanien vergleicht, das 781 Jahre lang unter muslimischem Joch war, Griechenland 381 Jahre lang und die herrliche, neue, christliche Hauptstadt, das verfinsterte Rom – Byzanz – das immer noch in muslimischen Händen ist. Aber offensichtlich gibt es weder in der spanischen noch in der griechischen Politik eine Art Opferbegriff dafür.

Paul Fregosi nennt in seinem Buch „Jihad in the West: Muslim Conquests from the 7th to the 21st Centuries“ [ Jihad im Westen: Muslimische Eroberungen vom 7. bis zum 21. Jahrhundert] den islamischen Jihad als „das wichtigste Ereignis in der Vergangeheit mit der am wenigsten aufgezeichneten und beachteten Dunkelziffer der Geschichte.“ In der Tat wurde dies weitgehend ignoriert, „obwohl es eine Tatsache des Lebens in Europa, Asien und Afrika seit fast 1400 Jahren war.“

Weiter sagt Fregosi, „westliche Kolonisierung in der Nähe von muslimischen Ländern dauerte 130 Jahre, ungefähr von den Jahren um 1830 bis zu den Jahren um 1960. Muslimische Kolonisierung in der Nähe europäischer Länder dauerte 1300 Jahre, von den Jahren um 600 bis in die Mitte der 1960er Jahre. Aber seltsamerweise sind es die Muslime … die am meisten verbittert sind über den Kolonialismus und die Demütigungen, denen sie unterworfen waren und es sind die Europäer, die dieser Scham und Schuld eine sichere Heimat geben. Es sollte genau anders herum sein.“

Die Überfälle im Namen des islamischen Jihad begannen im siebten Jahrhundert n. Chr. im Mittelmeer. Der Prototyp einer muslimischen Schiffsrazzia ereignete sich im Jahr 846, als eine Flotte von arabischen Dschihadisten an der Mündung des Tiber anlandete, nach Rom marschierte, die Stadt einnahm und von dem Reichtum der St. Peter Basilika alles an Gold und Silber mitnahm was sie enthielt. Der Grund, warum der Vatikan zu einer befestigten „Stadt in der Stadt“ in Rom wurde war, wegen der wiederholten Angriffe der Muslime (Sarazenen). Hier ist ein Zitat aus dem Buch „Rome: Art & Architecture“[Rom: Kunst & Architektur], herausgegeben von Marco Bussagli:

Als Leos IV größtes Bauvorhaben wird in der Regel die Befestigung der vatikanischen Bereichs angesehen. Nach den Verwüstungungen der Sarazenen im St. Petersdom, die die christliche Welt zutiefst erschüttert hatte, wurde beschlossen, das Gebiet rund um das Grab des heiligen Petrus zu befestigen. Leo III hatte bereits diese Entscheidung getroffen, aber es war wenig getan worden, wegen des Diebstahls von Materialien, die für die Arbeit benötigt wurden.

Leo IV hatte bereits die Reparatur der Aurelianischen Wände, Tore und Türme organisiert und zwar in einer Weise, dass er die Arbeit innerhalb von vier Jahren als vollständig abschließen konnte. Am 27. Juni 852 wurde eine Weihezeremonie der Wände in Anwesenheit des Papstes und der Geistlichkeit abgehalten, die in einer Prozession barfuß und mit auf dem Kopf verschmierter Asche rund um den gesamten Kreis der Befestigungsanlagen zogen und sie mit heiligem Wasser besprenkelten, an jedem Tor wurde göttlicher Schutz gegen den Feind erbeten, der die Bewohner bedrohte. Der abgeschlossene Bereich bekam den Status einer Stadt mit eigenem Recht, der getrennt war von der eigentlichen Urbis Romanus, trotz seiner Nähe dazu.

Diese Angriffe waren die Regel in vielen Regionen Eurasiens, nicht nur in Europa. Der indische Historiker KS Lal stellte fest, dass überall dort, wo Dschihadisten ein Gebiet erobert hatten, „sich ein System der Sklaverei entwickelte, das eigentümlich war im Hinblick auf Klima, Landschaft und Bevölkerung des Ortes.“ Als die muslimischen Armeen in Indien einfielen, „wurden seine Bewohner in Scharen zu Sklaven gemacht, um in fremden Ländern verkauft zu werden oder sie mussten in unterschiedlich großen Mengen niedere oder weniger niedere Arbeiten innerhalb des Landes verrichten.“

Während die Araber in den ersten Jahrhunderten der islamischen Epoche dominierten, wurden sie bald von den Türken abgelöst und als Streitmacht sogar übertroffen. Da sie stetig mehr und mehr von Anatolien eroberten, reduzierten die Türken die griechische Bevölkerung und andere Nicht-Muslime indem sie sie zu Sklaven machten: „Sie versklavten Männer, Frauen und Kinder aus allen wichtigen städtischen Zentren und auf dem Land.“ Türkische Angriffe auf europäische Länder, die in der Nähe lagen, dauerten bis weit in die Neuzeit an.

Dr. Andrew G. Bostom, der Autor des hervorragenden Buches „The Legacy of Jihad“ [Das Vermächtnis des Jihad], schrieb darin über das, was er als „Amerikas erster Krieg gegen den Terror“ bezeichnete. Thomas Jefferson und John Adams, die damals als amerikanische Botschafter in Frankreich und Großbritannien waren, trafen im Jahr 1786 in London den Botschafter aus Tripolis [Libyen] in Großbritannien, Sidi Haji Abdul Rahman.

Diese beiden zukünftigen amerikanischen Präsidenten versuchten einen Friedensvertrag auszuhandeln, der den Vereinigten Staaten die Verwüstungen der Jihad-Piraterie ersparen könnte, Mord und Versklavung, die von den so genannten Barbaren-Staaten von Nordafrika ausgingen, dem heutigen modernen Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen. Bostom stellt fest, dass „im Juni / Juli 1815 die geschickt kommandierte US-Marine ihren barbarischen Dschihadgegnern eine schnelle Serie von vernichtenden Niederlagen zugefügt hatte. Dieser Erfolg entfachte die Fantasie der Alten Welt sich gegen die Barbaren-Piraten zu wehren. “

Robert Davis, Professor für Geschichte an der Ohio State University, hat eine neue methodische Aufzählung entwickelt, aus der hervorgeht, dass vielleicht ein und ein Viertel Millionen weißer europäischer Christen durch die muslimischen Barbaren versklavt wurden, allein zwischen 1530 und 1780 – eine weitaus größere Zahl als zuvor geschätzt worden war:

Versklavung war eine sehr reale Möglichkeit für jedermann, der in den Mittelmeerländern reiste, oder wer an den Ufern in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien und Portugal, und sogar in einer Entfernung wie England und Island lebte. Vieles von dem, was geschrieben wurde, vermittelt den Eindruck, dass es nicht viele Sklaven gewesen seien und die Auswirkungen der Sklaverei auf Europa werden heruntergespielt,“ sagte Davis. „Die meisten berechnen die Sklaverei nur auf einen Ort bezogen, oder nur für einen kurzen Zeitraum. Aber wenn Sie einen weiteren, intensiveren Blick rikieren, werden die enorme Reichweite der Sklaverei und ihre starken Auswirkungen deutlich.

Jihadpiraterie und Sklavenüberfälle wurden eine Tatsache des täglichen Lebens im Mittelmeer und den Regionen um das Schwarze Meer für mehr als tausend Jahre, wenn nicht länger, mit gelegentlichen Vergeltungsmaßnahmen der Christen. Italien war politisch zersplittert und hatte daher eine schwache territoriale Verteidigung. Noch im siebzehnten Jahrhundert war die Adriaküste eine Zone die „kontinuierlich von den Türken überfallen wurde“, auch eine gut verteidigte Stadt wie Rimini konnte nur wenig Schutz für die lokalen Fischer und die Bauern an den Küsten bieten. Robert C. Davis erklärt in seinem Buch „Christian Slaves, Muslim Masters“: White Slavery in the Mediterranean, the Barbary Coast and Italy, 1500-1800 [Christliche Skaven, muslimische Herren: Weiße Sklaven im Mittelmeer, an der Barbarischen Küste und in Italien von 1500 – 1800] :

Italien gehörte zu den am gründlichsten verwüsteten Gebieten im Mittelmeerraum. Da es an der Frontlinie zwischen den beiden sich bekämpfenden Reichen [Christentum und Islam] lag, wurde Italien bekannt als „das Auge der Christenheit“ … vor allem in den Bereichen, die in der Nähe von einigen der wichtigsten Zentren der Korsaren lagen (das westliche Sizilien ist nur 200 Kilometer von Tunis entfernt), blühte der Sklavenhandel zu einer rasch wachsenden umfassenden Industrie auf, mit katastrophalen Auswirkungen, die deutlich wurden zu dieser Zeit und Jahrhunderte danach.

Diejenigen, die an den Küsten Bauernhöfe hatten, sogar 10 oder 20 Meilen vom Meer entfernt, waren nicht sicher vor den Plünderern. Erntearbeiter, Winzer und Olivenbauern waren alle immer wieder überrascht, wenn sie bei ihrer Arbeit überfallen und entführt wurden.

Die Arbeiter in den Salinen [Gewinnung von Speisesalz] waren oft in Gefahr, so wie Holzfäller und alle anderen ungeschützten Armen, die entlang den Küsten reisten oder arbeiteten: Bedürftige [Nonnen] wie Antonia Monte Rosa, die sich selbst „die Ärmsten der Armen in der Stadt Barletta [in Puglia]“, nannte und die ebenso überrascht war, wie die 42 anderen, auch ihre beiden Töchter, als sie während des Sammelns nach der Ernte 4 Meilen außerhalb der Stadt waren. Auch Klöster in Küstennähe waren leichte Ziele für die Korsaren.

Fischer waren besonders gefährdet. Während eines Zeitraums im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, errichteten muslimische Piraten einen nicht durchgehend besetzten Stützpunkt an der Mündung der Bucht von Neapel, von wo sie kleinere Schiffe angriffen.

Umgeben von feindlichen Meeren auf allen Seiten, repräsentiert das siebzehnte Jahrhundert eine dunkle Zeit, aus der die spanische und italienische Gesellschaft nur noch als Schatten ihrer selbst hervorgingen, verglichen mit dem was sie in ihrem früheren, goldenen Zeitalter einmal waren. Für den Einzelnen können wir beobachten, dass die psychischen Spuren dieses Traumas weit über die Zeit hinaus gingen, in der sich die größeren Gesellschaften zu modernen Staaten umgestaltet hatten, lange nachdem „auch diese Idee verloren gegangen war, von diesen Hunden die so viel Leid brachten”.

Es setzte sich fort bis knapp unter die Oberfläche der Kulturen der Küstenstaaten des europäischen Mittelmeerraums, bis hin in die ersten Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, als, wie es eine sizilianischen Frau sagte, „die ältesten [noch] immer von einer Zeit erzählen, in der die Türken jeden Tag nach Sizilien kamen.

Sie kamen zu Tausenden aus ihren Galeeren und sie können sich vorstellen, was passiert ist! Sie griffen sich die unverheirateten Mädchen und Kinder, packten Dinge und Geld und in einem schnellen Augenblick waren sie [zurück] an Bord der Galeeren, setzten die Segel und verschwanden …. Am nächsten Tag war es wieder dasselbe und traurige Lieder wurden gesungen, weil man nichts anderes hörte, als die Klagen und Rufe der Mütter und die Tränen liefen in Sturzbächen durch alle Häuser.

Korsaren aus Städten in Nordafrika, Tunis, Algier etc., beraubten Schiffe im Mittelmeer und im Atlantik, genauso wie die Dörfer am Meer, um Männer, Frauen und Kinder gefangen zu nehmen. Die Auswirkungen waren verheerend. Frankreich, England und Spanien verloren jeweils Tausende von Schiffen und über weite Strecken waren die spanischen und die italienischen Küsteneregionen von ihren Bewohnern fast aufgegeben worden.

Auf seinem Höhepunkt, war das Ausmaß der Zerstörung und Entvölkerung bestimmter Gebiete wahrscheinlich deutlich höher, als das was die europäischen Sklavenhändler später im Innern von Afrika anrichteten. Das Leben der europäischen Sklaven war oft nicht besser als das der Opfer des transatlantischen Sklavenhandels [zwischen Afrika und Amerika], der später in die Fußstapfen des zuvor begründeten islamischen Sklavenhandels in Afrika trat.

„Was die täglichen Lebensbedingungen der Mittelmeersklaven anging so hatten sie es sicherlich nicht besser“, sagt Davis. Während die afrikanischen Sklaven zermürbende Arbeiten auf Zucker- und Baumwollplantagen in Nord- und Südamerika ausführen mussten, arbeiteten die europäischen Sklaven oft genauso schwer und genauso tödlich – in Steinbrüchen, bei umfangreichen Bauvorhaben, aber vor allem als Ruder- und Küchensklaven auf Korsarengaleeren.

Junge Engländer riskierten ihr Leben, wurden überrascht durch eine Flotte muslimischer Piraten die in ihrem Dorf auftauchten, oder sie wurden entführt, während sie auf hoher See fischten. Thomas Pellow wurde in Marokko versklavt und dreiundzwanzig Jahre lang von Barbaren Piraten gefangen gehalten, als er im Jahr 1716 Kabinenjunge auf einem kleinen englischen Schiff war. Er wurde gefoltert, bis er den Islam annahm. Wochenlang wurde er geschlagen und ausgehungert, bis er schließlich nachgab weil sein Peiniger ihn folterte indem er „mein Fleisch durch Feuer von meinem Knochen brannte, was der Tyrann häufig wiederholte, meistens auf eine grausame Art und Weise.“

Während des größten Teils des siebzehnten Jahrhunderts verloren alleine die Engländer mindestens 400 Matrosen in einem Jahr an die Sklavenhändler. Ein amerikanischer Sklave berichtete von über 130 amerikanischen Seeleuten, die durch die Algerier im Mittelmeer und im Atlantik zwischen 1785 und 1793 versklavt wurden (dem die bereits erwähnte militärische Reaktion der Amerikaner folgte). In seinem Buch „White Gold“ [Weißes Gold], beschreibt Giles Milton, daß Jihadrazzien, die sich bis ins nördliche Europa erstreckten, sogar so weit nördlich bis hin zum fernen Island, das mitten im Nordatlantik liegt, stattfanden, wobei einige Dorfbewohner in gut dokumentierten Angriffen im siebzehnten Jahrhundert als Sklaven nach Nordafrika entführt und verschleppt wurden.

Wie Murray Gordon in seinem Buch „Slavery in the Arab World“ [Sklaverei in der arabischen Welt] schreibt, waren die sexuellen Aspekte der Sklaverei unverhältnismäßig wichtig in der islamischen Welt. „Eunuchen erzielten die höchsten Preise unter den Sklaven, gefolgt von den jungen und hübschen, weißen Frauen.“ Normalerweise machten die hohen Kosten die weißen Sklavinnen zu einem Luxusartikel, den sich nur reiche Muslime leisten konnten:

Nach weißen Frauen gab es fast immer eine größere Nachfrage als nach afrikanischen und die Araber waren bereit, viel höhere Preise für tscherkessische [Kaukasus] und georgische Frauen aus dem Kaukasus und aus tscherkessischen Kolonien in Kleinasien zu bezahlen.

Nachdem die Russen Tscherkessien und Georgien beschlagnahmt hatten, am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, und als Folge des Vertrags von Adrianopolis im Jahre 1829 in dem sie die erhaltenen Festungen zurückbekamen, die die Straße in die Türkei aus Tscherkessien kontrollierten, kam der Handel mit tscherkessischen Frauen zu einem sprichwörtlichen Erliegen. Dies führte dazu, dass der Preis von tscherkessischen Frauen in die Höhe schoß auf den Sklavenmärkten von Konstantinopel und Kairo.

Die Situation war in den frühen 1840er Jahren fast vollständig rückgängig gemacht worden, als die Russen im Tausch gegen eine türkische Zusage zur Einstellung ihrer Angriffe auf die Festungen an der Ostseite des Schwarzen Meeres, heimlich vereinbarten, sich nicht mehr in den Sklavenhandel einzumischen. Dieser uneingeschränkte Handel führte zu einem Überangebot auf den Märkten von Konstantinopel und Kairo, wo die Preise für tscherkessische Frauen in der Reichweite von vielen normalen türkischen und ägyptischen Frauen lagen.

Nach den Weißen, wurden die abessinischen (Äthiopien) Mädchen zur „zweitbesten“ Alternative. Je nach Helligkeit der Haut, Attraktivität und Fähigkeiten, lagen die Kosten überall bei einem Zehntel bis zu einem Drittel des Preises einer tscherkessischen oder georgischen Frau. Solange Tscherkessinnen, Slawinnen, Griechinnen und andere weiße Frauen zu erschwinglichen Preisen erhältlich waren, bevorzugten sie die Araber vor den schwarzen.

Es ist interessant zu bemerken, dass dieses Muster lange vor der europäischen Kolonialzeit entstand. In diesen Tagen, in denen alles Schlechte in der Welt den Europäern zugesprochen wird, ist es normal zu sagen, dass „Rassismus“ ein Erbe der europäischen Kolonialzeit sei. In der Tat gibt es eine nahezu universelle Vorliebe für helle Haut vor allem bei Frauen, im Nahen Osten, in Asien und in Afrika selbst, die es schon lange vor der europäischen Kolonialherrschaft in diesen Ländern gab.

Murray Gordon sagte dazu folgendes:

Während einer besseren Zeit des Mittelalters diente Europa als eine wertvolle Quelle für Sklaven, die in der muslimischen Welt als Soldaten, Konkubinen [Geliebte, Prostituierte] und Eunuchen angepriesen wurden. Man handelte aber nicht lange mit Afrika auf diesem Gebiet, wenn dann nur, weil das christliche Europa von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Vorstellung zurückwies, dass ihre Menschen versklavt werden könnten, vor allem von der verachteten muslimischen Welt.

Im größten Teil von Schwarzafrika dagegen gab es einige Regierungen oder Häuptlinge, die ihre Autorität gegen die Händler stellten, die mit Wohnwagen und Schiffen kamen und auf der Suche waren nach Sklaven. Beklagenswerterweise wurden viele afrikanische Häuptlinge oft zu Vermittlern im Handel, indem sie mit Bewohnern von nahegelegenen Dörfern als Zugabe handelten und sie austauschten gegen eine Auswahl von hergestellten Waren.

Es gibt einige Beispiele, bei denen Europäer andere Europäer als Sklaven verkauften. Dies passierte durch die Wikinger oder Slawen, insbesondere aber durch bestimmte Italiener, hier vor allem die Venezianer. Einige Reeder aus Venedig, die russische und georgische Sklaven am Schwarzen Meer geladen hatten, verkauften diese an die Türken oder an venezianische Zucker-Plantagen auf Kreta und Zypern. Diese Arten von Aktivitäten, die scharf verurteilt wurden, sowohl von der römisch-katholischen als auch von der byzantinischen Kirche, sollten aus Gründen der historischen Genauigkeit dennoch erwähnt werden, aber das war eindeutig von untergeordneter Bedeutung im Vergleich zu den umfangreichen islamischen Überfällen in Europa viele Jahrhunderte lang.

Die Sklaverei hatte in den muslimischen Gesellschaften nie eine derart mächtige Opposition, wie in christlichen Gesellschaften. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts, wurden Fragen zur Sklaverei zuletzt angesprochen, aber nur wegen des westlichen Einflusses und unter militärischem Druck. Murray Gordon schreibt:

Dass sich die Sklaverei so lange fortsetzte in der muslimischen Welt. Sie war 1962 nur in Saudi-Arabien abgeschafft worden und etwas später, 1981, in Mauretanien, was der Tatsache zu verdanken war, dass sie im islamischen Recht tief verankert war. Durch die Legitimierung der Sklaverei und als Erweiterung davon, der schäbige Handel mit Sklaven (für die es keine rechtlichen Sanktionen gab), erhöhte der Islam diese Praktiken zu einem unangreifbaren moralischen Plan.

Als Ergebnis davon gab es in keinem Teil der muslimischen Welt jemals eine ideologische Herausforderung die gegen die Sklaverei gerichtet war. Die politische Struktur und das soziale System in der muslimischen Gesellschaft hätten einen dunklen Schatten auf eine solche Herausforderung geworfen.

Der Sultan des Osmanischen Reiches und die Potentaten, die in anderen muslimischen Ländern regierten, verdankten ihren Thron sowohl ihren religiösen als auch ihren weltlichen Führern und waren daher zur Wahrung des Glaubens verpflichtet. Ein Teil dieser Verpflichtung war es, das normale Funktionieren der Sklavensystems zu gewährleisten, das einen integralen Bestandteil der islamischen Gesellschaft ausmachte, wie es im Koran ausgeschmückt wird [Sure 23,1-6].

Im Gegensatz zum Westen, gab es nie eine muslimische Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei, weil diese nach der Scharia, dem islamischen religiösen Gesetz erlaubt ist und dies ist, bis zum heutigen Tag, so geblieben. Als die offene Praxis der Sklaverei endlich abgeschafft wurde in den meisten Teilen der islamischen Welt, war dies nur durch externen westlichen Druck geschehen, der von dem amerikanischen Krieg gegen die Barbaren-Piraten ausging bis hin zur Seemacht des Britischen Empires.

Sklaverei wurde in der gesamten islamischen Geschichte als selbstverständlich hingenommen und dauerte länger als der westliche Sklavenhandel. Robert Spencer erläutert in seinem Buch: “A Religion of Peace?: Why Christianity Is and Islam Isn’t“ [Eine Religion des Friedens?: Warum das Christentum eine ist und der Islam nicht]:

Auch gab es keine muslimische Bewegung zur Abschaffung [der Sklaverei] keinen Clarkson, Wilberforce, oder Garrison. Als der Sklavenhandel beendet war, wurde das nicht durch muslimische Anstrengungen erreicht, sondern durch britische Streitkräfte. Trotzdem gibt es Anzeichen dafür, dass es in einigen muslimischen Ländern die Sklaverei weiterhin unter der Oberfläche gibt – vor allem in Saudi-Arabien, das die Sklaverei erst im Jahr 1962 abgeschafft hat.

Jemen und Oman beendeten beide die legale Sklaverei im Jahr 1970 und Niger hat die Sklaverei erst 2004 abgeschafft. Im Niger wird das Verbot weitgehend ignoriert und etwa eine Million Menschen leben immer noch in Unfreiheit. Sklaven werden gezüchtet, oft vergewaltigt und in der Regel behandelt wie Tiere.

Es gibt sogar Fälle von Sklavrei in den Vereinigten Staaten, in die Muslime verwickelt sind. Ein Saudi namens Homaidan al-Turki wurde im September 2006 zu siebenundzwanzig Jahren Haft verurteilt, weil er eine Frau als Slavin in seinem Haus in Colorado gehalten hatte. Al-Turki behauptete seinerseits, er sei ein Opfer anti-muslimischer Vorurteile geworden.

Sklaverei wurde von Völkern aller Rassen in der griechisch-römischen Welt praktiziert, bei den Deutschen, den Sachsen, den Kelten und bei einigen schwarzen afrikanischen Völkern. Der bekannteste Sklavenaufstand in der römischen Epoche wurde angeführt von Spartacus, einem versklavten Gladiator vom Volke der Thrakier [Bulgarien, Griechenland, Türkei], die die Region des heutigen Bulgarien und den Balkan nahe dem Schwarzen Meer in früheren Zeiten dominierten.

Seine Rebellion wurde im Jahr 71 v. Chr. niedergeschlagen und Tausende von Sklaven wurden, als Warnung für andere, entlang der Straße nach Rom gekreuzigt. [wikipedia: 6.000 Rebellen wurden gefangengenommen und von Crassus [römischer Politiker und Feldherr] entlang der Via Appia von Rom nach Capua gekreuzigt.] Dem Rückzug der Sklaverei in Europa folgte die Ausbreitung des Christentums.

Wenn wir noch weiter zurückgehen, ins Alte Königreich des alten Ägyptens, war die Sklaverei ein wichtiger Bestandteil des afrikanischen Handels mit anderen Kontinenten. Allerdings, nach Robert O. Collins und James M. Burns in dem Buch „A History of Sub-Saharan-Africa“ wird gesagt: „Der Beginn des islamischen Zeitalters fiel zusammen mit einer starken Zunahme des afrikanischen Sklavenhandels.“ Der Ausbau des Sklavenhandels durch die Sahara stand im Zusammenhang mit dem Sahelreich von Ghana und war eine Reaktion auf die Nachfrage der Märkte des muslimischen Nordafrikas:

Die moralische Rechtfertigung für die Versklavung der Afrikaner südlich der Sahara durch Muslime wurde durch die Tatsache akzeptiert, dass sie die „Ungläubigen „(kafirin) waren, die ihre traditionellen Religionen mit vielen Göttern praktizierten und nicht den einen Gott des Islam hatten. Die Notwendigkeit zur Sklaverei, unabhängig davon, ob sie mit Gewalt genommen oder durch kommerziellen Handel beschafft wurden, belebte den alten, aber schläfrig gewordenenTrans-Sahara-Handel wieder, der zu einem wichtigen Beschaffer für Sklaven für Nord-Afrika und das islamische Spanien wurde.

Die frühesten muslimischen Aufzeichnungen über Sklaven, die die Sahara durchquerten von Fezzan aus im Süden Libyens bis nach Tripolis an der Mittelmeerküste, wurden im siebten Jahrhundert verzeichnet, aber vom neunten bis zum neunzehnten Jahrhundert gibt es eine Vielzahl von Aufzeichnungen von Plünderungen der militärischen Staaten der Sahel-Zone, die den nordafrikanischen Muslimen als bilad al-Sudan, („Land der Schwarzen“) bekannt waren.

Heidnische Afrikaner, wurden an muslimische Händler verkauft. Als profitable Ware eines umfangreichen kommerziellen Sklavenhandelsnetzes marschierten sie durch die Wüste. Ab dem zehnten Jahrhundert gab es einen stetigen Strom von Sklaven aus den Reichen des westlichen Sudan und dem Tschad-Becken, das sich durch die Sahara erstreckt. Viele starben auf dem Weg, aber die Überlebenden erzielten einen hohen Gewinn auf den Sklavenmärkten von Sijilmasa, Tripolis und Kairo.

Die Ausbreitung des Islam mit arabischen Kontakten brachte die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben in die Sub-Sahara des westlichen Afrikas, aber ansonsten belebten die Muslime den Sklavenhandel von Ost-Afrika bis zum Indischen Ozean, dem Nahen Osten und dem Persischen Golf, und einige afrikanische Sklaven wurden bis nach Mittel-Asien und Indien verschifft.

Als die Europäer begannen sich mit Gewalt Zutritt zur südlichen Sahara zu verschaffen, war nur der Teil von Afrika nördlich der Sahara und die Küste des Roten Meeres der alten Mittelmeer Welt bekannt, aber nicht das südliche Gebiet der Sahara in Afrika. Die Portugiesen unternahmen geplante Entdeckungsreisen an Westafrika entlang im fünfzehnten Jahrhundert, die Jahrzehnte der Verbesserungen bei Navigation und Schiffsbau erforderten, bevor sie um das Kap der guten Hoffnung segeln konnten um den Indischen Ozean zu erreichen.

Während die ausgedehnte portugiesische Teilnahme am transatlantischen Sklavenhandel weithin bekannt ist, weiß jedoch nicht jeder, dass Cristóvão da Gama (1516-1542), Sohn des großen portugiesischen Entdeckers Vasco da Gama (ca. 1460-1524), Anfang der 1540er Jahre in Äthiopien  zur Unterstützung der dortigen Christen kämpfte, und dort auch starb. Die Äthiopier waren die einzige afrikanische Nation, die des Lesens und Schreibens kundig war und die nicht unter islamischer Herrschaft stand.

Sie waren durch die ägyptischen Kopten bereits im vierten und fünften Jahrhunderten n.Chr. christianisiert worden, aber waren praktisch nach den islamischen Eroberungen vom direkten Kontakt mit der christlichen Mittelmeerwelt abgeschnitten worden. Portugiesische Söldner kamen um das äthiopische Königreich davor zu bewahren durch Moslems, die von den somalischen Ebenen kamen, überwältigt zu werden. Robert O. Collins und James M. Burns erklären in dem Buch „ A History of Sub-Saharan Africa“ [Eine Geschichte der afrikanischen Subsahara]:

Die Monarchie hatte die letzte moslemische Zitadelle in Portugal im Jahr 1249 erobert und im Jahr 1385 war ein stabiles politisches System unter einer neuen Dynastie, dem Haus von Avis entstanden, das an der Westküste Europas isoliert war, mit einem starken und misstrauischen Spanien als seinem östlichen Nachbarn.

Das Gold Afrikas würde die Mittel zur Verfügung stellen, das Königreich zu verteidigen und portugiesische Entdeckungsreisen um Afrika herum in den Indischen Ozean und nach Asien zu finanzieren, um so am Reichtum durch den Handel mit Gewürzen teil zu haben.

Außerdem lebten hinter der Wüste Sahara die nichtmoslemischen Völker des westlichen Afrikas, die vielleicht zum Christentum bekehrt und zum Kreuzzug gegen die Moslems angeworben werden konnten…

Und dann gab es die fesselnde Legende von Prester John, der den Wunsch der mittelalterlichen europäischen Monarchen entzündete, diesem belagerten christlichen König beizustehen, der irgendwo im Osten von moslemischen Feinden umgeben war.

Im fünfzehnten Jahrhundert war die Legende von Prester John verknüpft mit Abessinien (Äthiopien) im nordöstlichen Afrika. Man sagte, dass die Christen ihren Glauben gegen den Jihad (heiliger Krieg) des Islam verteidigen mussten. Kein portugiesischer König, Edelmann oder Bauer konnte seine christliche Verantwortung verleugnen, um Prester John und seinen Leuten zur Hilfe zu kommen.

Außerdem, was in den folgenden Jahrhunderten zu einer weltweiten, europäischen Vergrößerung führen sollte, war die Erforschung der Meere durch Portugal im fünfzehnten Jahrhundert. Es begann mit der Initiative von Prinz Heinrich dem Sefahrer (1394-1460). Die Erforschung der afrikanischen Küsten durch die Portugiesen geschah eher beiläufig, im Jahr 1415 nahmen sie den afrikanischen Nordhafen von Ceuta ein, der als Basis für die Piraten der moslemischen Barbaren für ihre Angriffe auf die Küsten Portugals verwendet worden war, bei denen die Ortsansässigen als Sklaven gefangen genommen wurden und mehrere Gebiete wegen wiederholter Angriffe entvölkert waren.

Einer der wichtigsten Gründe für diese frühe, europäische, überseeische Vergrößerung war der Wunsch, dem moslemischen Würgegriff zu entkommen, dem der europäische Kontinent so lange ausgesetzt war. Dies behandelt Norman Davies in seinem umfangreichen Buch „Europe: A History“ [Europa: Eine Geschichte], ausführlich:

Der Einfluss des Islams auf die christliche Welt kann nicht übertrieben werden. Die Eroberungen des Islams verwandelten Europa in die zentrale Basis des Christentums. Zur gleichen Zeit wurden durch das große moslemische Territorium die Christen von praktisch allen direkten Kontakten mit anderen Religionen und Zivilisationen abgeschnitten. Die Barriere des militanten Islams zwang die [europäische] Halbinsel sich auf sich selbst zu konzentrieren, indem man viele der früheren Wege des kommerziellen, intellektuellen und politischen Handels abbrach und umgestaltete.

In diesem Feld eines religiösen Konflikts blieben dem Christentum zwei Aufgaben, mit dem Islam zu kämpfen und die restlichen Heiden zu bekehren. Man zwang das Byzantinische Reich zur ständigen vordringlichen Verteidigung seiner Ostgrenzen und dies führte folglich zu einer Vernachlässigung seiner Reichsmission im Westen.

Dies schuf die Bedingungen, in der sich andere, entferntere, christliche Staaten selbst wehren mussten und zunehmend Maßnahmen zu einer lokalen Autonomie und Wirtschaftsunabhängigkeit ergriffen. Mit anderen Worten gab es einen Hauptstimulus zum Feudalismus. Vor allem, indem man das Mittelmeer beherrschte, zerstörte man die Überlegenheit, die die Mittelmeerländer bisher über den Rest der europäischen Halbinsel ausgeübt hatten.

Kein europäisches Volk litt mehr unter der islamischen Kolonialpolitik als diejenigen auf dem Balkan. Sir Jadunath Sarkar, der herausragende Historiker von Mughal Indien, schrieb folgendes über den Begriff ‚dhimmitude’, dem demütigenden Rassentrennungssystem, das Nichtmoslems nach islamischem Gesetz auferlegt wird: „Die Konversion der kompletten Bevölkerung zum Islam und das Erlöschen jeder Form von Meinungsvielfalt ist das Ideal des moslemischen Staates.

Wenn ein Ungläubiger es ertragen muss, in der [islamischen] Gemeinschaft zu bestehen, dann ist dies ein notwendiges Übel und nur für eine Übergangszeit . …Daher kann ein Nichtmoslem nicht Bürger des Staates sein; er ist ein Mitglied einer untergeordneten Klasse; sein Status ist eine modifizierte Form der Sklaverei. Er lebt unter einem Vertrag (dhimma) mit dem Staat. … Kurz gesagt, nachdem sein Land durch die Moslems erobert wurde, ist seine weitere Existenz im Staat abhängig von seiner Person und seinem Eigentum, das der Sache des Islams unterworfen wird.“

Diese „modifizierte Form der Sklaverei“ wird heute oft als Gipfel „der Toleranz“ bezeichnet. Wenn die Halbsklaven gegen dieses System rebellieren und Gleichberechtigung und Selbstbestimmung fordern, wird der Jihad eingesetzt. Das geschah mit den christlichen Untertanen des Osmanischen Reichs, die durch Gemetzel unterdrückt wurden, welche im Rassenmord türkischer und kurdischer Moslems gegen Armenier im 20. Jahrhundert gipfelten.

Der Balkan, mit seinen engen Verbindungen zu Byzanz, war in christlichen mittelalterlichen Zeiten ein einigermaßen kutiviertes Gebiet, bis die osmanischen Türken dort viel verwüsteten. Einer der entsetzlichsten Aspekte davon war die Praxis des ‚devshirme’ [Knabenauslese], das Sammeln von christlichen Jungen, die gewaltsam zum Islam konvertiert wurden und dazu erzogen wurden, ihr eigenes Volk zu hassen. Andrew G. Bostom zitiert die Arbeit des Gelehrten Vasiliki Papoulia, der den dauernden verzweifelten Kampf der christlichen Bevölkerungen gegen diese gewalttätig auferlegte osmanische Auslese hervorhebt:

Es ist offensichtlich, dass sich die Bevölkerung stark dagegen auflehnte…dieses Ausmaß [und die Auslese] konnten nur gewaltsam ausgeführt werden. Diejenigen, die sich weigerten, ihre Söhne – die gesündesten, ansehnlichsten und intelligentesten zu übergeben – wurden an Ort und Stelle getötet, indem man sie hängte. Dennoch haben wir Beispiele für einen bewaffneten Widerstand. Im Jahr 1565 fand eine Revolte in Epirus und Albanien statt.

Die Einwohner töteten die Offiziere, die die Rekruten anwarben und die Revolte wurde erst niedergeschlagen, nachdem der Sultan fünfhundert Janitscharen [Soldaten, die als Kinder den Christen geraubt wurden] zur Unterstutzung des lokalen Sanjak-Beis entsandte. Dank der historischen Archive von Yerroia über den Aufstand in Naousa im Jahr 1705 sind wir darüber bestens informiert, wo die Einwohner den Silahdar Ahmed Celebi und seine Helfer töteten und dann als Rebellen in die Berge flohen. Einige von ihnen wurden später gefangen genommen und getötet.

Die christlichen Untertanen versuchten jahrhundertelang diese grausame Praxis zu bekämpfen:

Da es keine Möglichkeit gab, [der Auslese] zu entkommen, ersann die Bevölkerung mehrere Listen. Einige verließen ihre Dörfer und flohen zu bestimmten Städten, die befreit waren von der Knabenauslese oder sie wanderten in venezianisch gehaltene Territorien ab. Das Ergebnis war eine Entvölkerung der Landschaft. Andere ließen ihre Kinder in einem frühen Alter heiraten. Nicephorus Angelus…stellt fest, dass zuweilen die Kinder auf ihre eigene Initiative hin davonliefen, aber als sie hörten, dass die Behörden ihre Eltern gefangen genommen hatten und sie zu Tode folterten, kehrten sie zurück und gaben auf.

La Giulletiere zitiert den Fall eines jungen Atheners, der aus seinem Versteck zurückkehrte, um das Leben seines Vaters zu retten und dann beschloss selbst zu sterben weil er seinem Glauben nicht abschwören wollte. Gemäß den Beweisen in türkischen Quellen schafften es einige Eltern sogar, ihre Kinder zu entführen, nachdem sie rekrutiert worden waren. Die erfolgreichste Art der Einberufung zu entgehen, war durch Bestechung. Dass das Letztere sehr weit verbreitet war, kann man an den großen Geldbeträgen sehen, die der Sultan von den korrupten Beamten beschlagnahmt hat.

Lee Harris beschreibt in seinem Buch, „The Suicide of Reason“ [Der Selbstmord des Verstands] diese Praxis des ‚devshirme’, den Prozess sich die besten, klügsten und passendsten „Alpha-Jungen zu pflücken“, um die nichtmoslemische, unterworfene Bevölkerung zu schwächen:

Der Leibwächter der Janitscharen‚ hatte die Aufgabe, den Souverän [die Könige und Fürsten (Sultane)] vor inneren und äußeren Feinden zu schützen,‘ schreibt der Gelehrte Vasiliki Papoulia. ‚Um diese Aufgabe zu erfüllen, wurde er einer sehr strengen und speziellen Ausbildung unterworfen, die Janitscharenausbildung war berühmt in der osmanischen Gesellschaft. Diese Ausbildung machte die geistige Transformation von christlichen Kindern in feurige islamische Kämpfer erforderlich, für den Ruhm des Sultans und für ihren kürzlich erworbenen islamischen Glauben.‘

Weil die christlichen Jungen in zielstrebige Fanatiker verwandelt werden mussten, war es nicht genug, dass sie einfach ihre Position erbten. Sie mussten einer Gehirnwäsche unterzogen werden, wie wir heute sagen würden, und das konnte am effektivsten mit Jungen getan werden, die von allen familiären Beziehungen völlig abgeschnitten worden waren. Indem man die Jungen aus ihren Elternhäusern nahm und sie in eine andere Welt transportierte, stellte ‚devçirme’ sicher, dass es keinen Loyalitätskonflikt zwischen Familie und Pflicht für das Reich geben würde. Die ganze Loyalität würde auf die Gruppe selbst und auf den Sultan konzentriert.

Diese Praxis verringerte die Kraft der christlichen Bevölkerung. Noch einmal Harris:

Die Auswahl dieser Alpha-Jungen hatte zwei Effekte, zum einen gut für das Osmanische Reich, zum anderen schlecht für die unterworfene Bevölkerung. Indem man die kritischen Posten im Osmanischen Reich mit Jungen besetzte, die auf der Grundlage ihrer inneren Leistung und nicht ihrer Familienverbindung hin ausgewählt worden waren, schuf das Reich automatisch eine Leistungsgesellschaft – wenn ein Junge zäh, mutig, intelligent und fanatisch loyal [dem Sultan ergeben] war, war er in der Lage sich seinen Weg in der osmanischen Hierarchie selbst zu erarbeiten.

Tatsächlich, wie wir gesehen haben, wird er zu einem Mitglied der herrschenden Elite, obwohl er nach dem formellen Titel der Sklave des Sultans zu sein hatte. Das Osmanische Reich stärkte sich zweifach und zwar durch die Auslese dieser Alpha-Jungen und damit durch die Schwächung seiner unterworfenen Bevölkerung, der man das Beste und Schönste nahm. Dank der Einrichtung von ‚devçirme’ [Knabenlese] wurden die ‚passenderen‘ christlichen Jungen, die höchstwahrscheinlich einmal Agenten des Aufruhrs gegen das Reich hätten sein können, zu fanatischen Moslemkriegern, die verwendet wurden, um die Schwierigkeiten [den Widerstand], der zurückgelassenen, weniger qualifizierten christlichen Jungen, zu unterdrücken.

Das am längsten andauernde Vermächtnis der jahrhundertelangen osmanischen Türkenherrschaft auf dem Balkan, ist die Anwesenheit großer, einheimischer, moslemischer Gemeinschaften. Srdja Trifkovic erklärt in Kosovo in dem Buch „The Score 1999-2009“ [Die Anzahl 1999-2009], das dem Jahrestag der NATO-Bombardierung Serbiens gewidmet ist, die auf eine ethnische Säuberung des christlichen Serbien durch die vorherrschenden moslemischen Albaner hinauslief:

Die Balkanhalbinsel ist eines der ethnisch und religiös verschiedenartigsten Gebiete der Welt, besonders wenn man an sein relativ kleines Gebiet (etwas mehr als 200.000 Quadratmeilen) und die Bevölkerung (ungefähr 55 Millionen) denkt. Von dieser Zahl haben östliche, orthodoxe Christen, hauptsächlich Griechen, Bulgaren, Serben und slawische Makedonier, die schmale Mehrheit von ungefähr 53 Prozent.

Sunnitische Moslems (11 Millionen Türken in der europäischen Türkei und eine ähnliche Zahl von Albanern, slawische Moslems und ethnische Türken woanders) ergeben zusammen 40 Prozent. Römische Katholiken (hauptsächlich Kroaten) liegen um 5 Prozent.

Diese Gemeinschaften leben nicht in einer multikulturellen Harmonie. Ihr gegenseitiger Mangel an Vertrauen, der sich gelegentlich in Gewalt verwandelt, ist ein anhaltendes Ergebnis türkischer Herrschaft. Vier hervorstechende Eigenschaften des osmanischen Staates wurden institutionalisiert: religiös gerechtfertigte Diskriminierung von Nichtmoslems; persönliche Unsicherheit; unsichere Koexistenz von Ethnien und Glaubensgrundsätzen ohne sich zu vermischen; und die Abwesenheit einer vereinigenden Staatsideologie oder überkonfessionellen Quelle der Loyalität.

Es war eine Hobbes’sche Welt, und es entstand eine angemessene Denkweise; das Nullsummen Spiel nähert sich der Politik, in der der Gewinn der einen Seite als der Verlust der Anderen wahrgenommen wird. Diese Denkweise hat sich, fast ein Jahrhundert nach dem Zerfall des Reiches nicht geändert. [1]

[1] Eine Hobbes’sche Welt, ist eine Welt, in der mörderische Milizen untereinander und mit den Resten des Staates regellose Kriege führen. Das muß offenbar ein sehr erstrebenswertes Ziel sein und nennt sich Multikulti, denn Europa ist dabei, sich auch so einen lustigen, afrikanisch-arabisch-islamischen, osteuropäischen und südosteuropäischen (türkischen, kurdischen, afghanischen, pakistanischen, afghanischen, albanischen, rumänischen, bulgarischen, marokkanischen, libyschen, irakischen, eritreischen, äthiopischen, sudanesischen, nigerianischen, malischen…) Vielvölkerstaat einzurichten. Das kann ja heiter werden.

Trifkovic warnt, dass „die christlichen Gemeinschaften überall auf dem Balkan in einem steilen, langfristigen demografischen Niedergang begriffen sind. Die Fruchtbarkeitsrate ist unter dem Erhaltungsniveau in jedem Land mit christlicher Mehrheit in diesem Gebiet. Die Moslems haben im Vergleich dazu die höchsten Geburtenraten in Europa, zusammen mit den Albanern, die an der Spitze der Tabelle stehen. Auf dem gegenwärtigen Level ist es wahrscheinlich, dass die Moslems innerhalb einer Generation die einfache Mehrheit auf dem Balkan erreichen werden.“

Die Kriege auf dem Balkan sind ein direktes Ergebnis des Vermächtnisses der türkischen moslemischen Kolonialpolitik. Also warum fordert niemand, dass die Türken Schadenersatz für ihre ehemaligen Untertanen bezahlen sollten, angefangen bei den Armeniern, die einen Jihad- Genozid [einen millonenfachen Völkermord an den christlichen Armeniern] vor weniger als einem Jahrhundert ertragen mussten, und weiter mit den Serben, den Bulgaren, den Griechen, den Kroaten und anderen, die alle Hunderte von Jahren des Missbrauchs und der Ausnutzung am eigenen Leib ertragen mussten?

Es gibt einen beharrlichen Mythos, dass die wissenschaftliche und industrielle Revolution nur deshalb geschah, weil die Europäer andere Kontinente „ausplünderten“. Das kann leicht widerlegt werden, da es nur wenige Korrelationen gibt zwischen Ländern, die umfassende Kolonialreiche hatten und solchen mit hoch entwickelten Wissenschaften und Industrien. Portugal hatte mehrere Kolonien und war ein aktiver Teilnehmer am transatlantischen Sklavenhandel, trotzdem ist es immer noch eines der ärmsten Länder in Westeuropa, das in einem scharfen Kontrast steht zu Schweden, der Schweiz oder Finnland, die keine Kolonialgeschichte haben.

Die Spanier brachten viel Silber und Gold aus ihren Kolonien in Lateinamerika zurück, das manchmal unter sehr harten Bedingungen gefördert worden war. Und doch entwickelten die Spanier nie eine Hauptrolle in der europäischen Wissenschaft und Technologie. Die Italiener waren in der europäischen Wissenschaft viel herausragender als die Spanier, ungeachtet der Tatsache dass sie [die Italiener] keine Kolonialgeschichte hatten, wenn auch aus keinem anderen Grund als dass „Italien“ als ein Staat vor der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gar nicht bestand. [2]

[2] Der Niedergang Italiens begann unmittelbar nach der Entdeckung Amerikas, mit der Verlagerung des Handels in die Überseekolonien westeuropäischer Staaten, auch angesichts der osmanischen Kontrolle über das Mittelmeer. Politisch wurde Italien zum Spielball fremder Mächte. Im 16. Jahrhundert kämpften Frankreich und Spanien um die Vormachtstellung auf der Halbinsel. Die Schlacht bei Pavia (1525) besiegelte die Vorherrschaft Spaniens, das sich die unmittelbare Kontrolle Süditaliens und der Lombardei sichern konnte.

1796 übernahmen französische Revolutionstruppen die Macht (Italienfeldzug). 1805 krönte sich Napoleon in Mailand zum König von Italien (Königreich Italien). Nach dem Ende seiner Herrschaft fiel Italien in den Einflussbereich des österreichischen Kaiserreiches. Vom 16. bis hinein ins 19. Jahrhundert stand der Großteil Italiens somit unter Fremdherrschaft.

Dasselbe kann auch über Deutschland gesagt werden. Die Deutschen überholten die Franzosen und manchmal sogar die Briten im frühen zwanzigsten Jahrhundert in Wissenschaft und Technologie, ungeachtet der Tatsache dass die zwei Letzteren globale Kolonialreiche hatten, wohingegen die Deutschen nur einige, ziemlich bedeutungslose Kolonien hielten.

Wenn wir die poströmische Periode als Ganzes betrachten, entsteht ein Bild, in dem Europa die meiste Zeit unter der Belagerung durch feindliche Ausländer stand, aber wider Erwarten erfolgreich war. Bereits vor 1300 n. Chr. hatten die Europäer ein sich schnell ausbreitendes Netz von Universitäten geschaffen, einer Einrichtung, die keine echte Entsprechung irgendwo anders hatte, und Dinge wie mechanische Uhren und Brillen erfunden haben.

Es ist leicht, die Bedeutung dieser Dinge zu unterschätzen, aber die Fähigkeit genaue Maße von natürlichen Phänomenen zu machen, war lebenswichtig für die wissenschaftliche und industrielle Revolution. Die Fertigung der Brille führte indirekt zur Entwicklung von Mikroskopen und Fernrohren und so zur modernen Medizin und Astronomie. Das Netz von Universitäten erleichterte die Ausbreitung von Informationen und Meinungen und wurde so zum Brutkasten für viele spätere, wissenschaftliche Fortschritte.

Alle diese Erfindungen wurden Jahrhunderte vor dem Beginn der europäischen Kolonialpolitik gemacht, tatsächlich eher zu einer Zeit, als Europa selbst ein Opfer der Kolonialpolitik war und schon seit einer sehr langen Zeit gewesen war. Teile Spaniens waren noch immer unter islamischer Herrschaft, ein aggressiver Jihad wurde von den Türken in den restlichen Byzantinischen Ländern geführt und die Küsten von Frankreich über Italien bis nach Russland hatten Jahrhunderte von islamischen Überfällen ertragen.

Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

Quelle: Fjordman: Europäer als Opfer des Kolonialismus

Weitere Texte von Fjordman

Siehe auch:

Hamed Abdel-Samad: Mein Abschied vom Himmel

Akif Pirincci: Arschlochdehnen auf CDUisch

Akif Pirincci: Das kommt davon, wenn man Moslems für sich schreiben lässt

Prof. Soeren Kern: Asylsuchende, Enthaupter und Megamoscheen

Prof. Soeren Kern: Europas Wohlfahrts-Dschihad

Dr. Udo Ulfkotte: Warum ich mich heute dafür schäme, ein Deutscher zu sein

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