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Nicolaus Fest: Journalismus als narzisstische Kränkung

27 Jun

brexit_great_britain02Blick in die Zeitungen: Trauer, Empörung, Unverständnis, Wut. Und all dies wegen einer urdemokratischen Entscheidung: Weil die Engländer beschlossen haben, die EU zu verlassen. Also eine Organisation, deren demokratische Defizite immer und immer wieder moniert, aber nie behoben wurden; die für immer neue Skandale um Selbstbedienung, Nepotismus [Vetternwirtschaft, Parteiwirtschaft], Korruption und Verschwendung stand und steht.

Die die Meere leerfischt, Butter- und Rindfleischberge, Milchseen und Halden von Tomaten, Oliven oder Orangen produziert, die dort verrotten; die in der Ukraine, so selbst Außenminister Steinmeier, durch eine wenig kluge Politik einen Krieg provozierte; die offen das selbst gesetzte Recht bricht und einen Hang zu Intransparenz, Heimlichkeit und Lobbyistenhörigkeit hat; und deren Chef [Martin Schulz] nach eigenen Worten der Lüge huldigt und nach Ansicht anderer vor allem dem Alkohol.

Durchaus Gründe also, diesem Club die Mitgliedschaft zu kündigen. Doch in den deutschen Medien vom Samstag finden diese Gründe kein Gehör. Statt dessen herrschen Leberwurst und üble Nachrede. Es hätten, so ein Tweet der taz-Frauen, die „Rassisten“ gewonnen. Die halbe britische Bevölkerung nun plötzlich Rassisten, und dieser Vorwurf ausgerechnet von Deutschen?

Der Tagesspiegel sieht die „Alten“ am Werk, ebenso tut es der Online-Chef der FAZ, Mathias Müller von Blumencron. Für ihn haben sich die Wähler am europäischen „Erbe versündigt. Es wird Zeit für eine neue Rebellion. Es wird Zeit, dass die Jüngeren wieder härter mit den Älteren abrechnen.“ Versündigen, Rebellion, härter abrechnen? Ist dieser SA-Slang der FAZ angemessen, und angemessen einer demokratischen Entscheidung?

Auch die Süddeutsche beklagt den Einfluss der Älteren vom Lande, die gegen die Interessen der jüngeren Städter gestimmt hätten. Was allerdings diese Interessen sein sollten, bleibt ungesagt. Die Haftung für griechische Renten, für spanische oder zypriotische Banken? Die Vernichtung der europäischen Nationen wie ihrer Sozialstandards durch den rechtswidrigen und millionenhaften Zuzug von Migranten? Oder sollte das Interesse der Jugend in der Aussicht auf Altersarmut liegen, garantiert durch die Zins- und Anleihenpolitik der EZB und Herrn Draghis?

All dies bleibt so nebulös wie die der Jugend unterstellte Weitsicht. Zumindest in Deutschland war die Jugend selten ein Garant für politische Klugheit. Man lief dem Kaiser so begeistert hinterher wie später Hitler und noch später Stalin, Mao, Pol Pot oder Ho Tschi-Minh. Wenn die britische Jugend so gutmütig, unbeschlagen und historisch schimmerlos ist wie die deutsche, sollte man in politischen Dingen eher auf die Älteren vertrauen – und auf die weitgehend negativen Erfahrungen, die viele Ältere mit der EU, mit Regulierungswahn, Euro und Rechtsbruch gemacht haben.  >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Noch ein Wort, zu den älteren Briten, die den jungen Briten angeblich die Zukunft verbaut haben. Wenn man mit jungen Leuten spricht, merkt man, dass die meisten kein Interesse und keine Ahnung von Politik haben. Viele von ihnen sind außerdem links indoktriniert und leben lieber in einer Multikulti-Kuschelwelt, als sich Gedanken über ihre eigene Zukunft zu machen. In Großbritannien war es außerdem so, dass etwa nur 36 Prozent der 18-24 Jährigen zur Wahl gingen, während etwa 83 Prozent der über 65-Jährigen zur Wahl gingen. [Unfassbar niedrige Wahlbeteiligung junger Briten]

Und wenn man liest, was so mancher Journalist der Lügenpresse in Bezug auf die Brexit-Wahl schreibt, kann man nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Wenn Ulrich Reitz vom Focus in einer Videobotschaft sagt, „Man darf Staatsdinge auf gar keinen Fall dem Volk anvertrauen. Wer das Volk fragt, der muss sich nicht wundern, wenn völlig falsche Entscheidungen fallen.“, dann zeigt das die gleiche Arroganz die Politiker immer wieder an den Tag legen, wenn sie glauben, die Dinge besser als das Volk beurteilen zu können.

Die Realität ist aber, dass das Volk die Auswirkungen der Politik viel intensiver zu spüren bekommt, als die Politiker, deren Privatleben von Securities oftmals rund um die Uhr schwer bewacht und beschützt wird und die nicht in den sozialen Brennpunkten wohnen, sondern in der Regel in privilegierten Wohngegenden. Außerdem ist es keineswegs so, dass Politiker und Journalisten immer den großen Durchblick haben, sondern dass z.B. bei Journalisten eine gewisse Erwartungshaltung der Verlage erwartet wird, wenn man seinen Job nicht verlieren will. Dasselbe gilt für Politiker. Sie entscheiden keineswegs immer nach dem Gewissen, sondern unterliegen oftmals dem Fraktionszwang.

Noch ein klein wenig OT:

Türkische Armee erschießt Flüchtlinge: Grenzer töten syrische Kinder

schusswaffen_tuerkische_grenze

Türkische Grenzsoldaten haben nach Angaben von Aktivisten mindestens acht syrische Flüchtlinge erschossen, darunter vier Kinder. Acht weitere Menschen seien verletzt worden, teilweise schwer, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle erschossen türkische Grenzsoldaten seit Jahresbeginn mindestens 60 Menschen, alles Zivilisten. >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Als die AfD darauf hinwies, dass auch an der deutschen Grenze von der Schusswaffe Gebrauch gemacht wird, war der Aufschrei groß. Bei den Türken dagegen schweigt die Öffentlichkeit. Ich weiß auch nicht so recht, was ich von dem türkischen Verhalten halten soll. Aber wahrscheinlich muss man so konsequent sein, wenn man verhindern will, dass Illegale das Land in Massen überfluten.

Passau: Drei afghanische unbegleitete minderjährige Flüchtlinge schubsten Nachtportier in die Donau

angeklagter_afghane_passuer_amtsgerichtEiner der Angeklagten verlässt das Passauer Amtsgericht 

Die drei unbegleiteten minderjährigen afghanischen Flüchtlinge sollen den Nachtwächter (59) des Hotels „Rotel Inn“ in den Fluss geschubst haben – das hätte ihn töten können… >>> weiterlesen

merkeldeutschland_volle_fahrt-vorausAngela Merkel: Volle Fahrt voraus – das schaffen wir schon!

Siehe auch:

Video: Roger Köppel: Die Schweiz ist so erfolgreich, weil sie kein Mitglied der EU ist

Südtiroler „Künstler“ sucht „Ficki-Ficki-Frischfleisch“ für illegale Migranten

Markus Somm: Der Brexit ist so epochal wie die deutsche Wiedervereinigung

Die rasante Islamisierung Europas und seine Folgen

Sigmar Gabriel beim Fastenbrechen: Erst kommt das Fressen, dann die Moral

Grüner Lehrer: Warum ich aus der linken Bewegung austrat

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