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Fjordman: Westlicher Feminismus und das Bedürfnis nach Unterwerfung

7 Dez

Von Peder Jensen (Fjordman)

fjordman-peders-jensen-8-2011Bild links: Der norwegische Islamkritiker Peder Jensen. (Fjordman)

Das englische Original auf „Gates of Vienna“: Western Feminism and the Need for Submission

Übersetzung von Eisvogel

  • Die einzige größere politische Partei in Norwegen, die ihre Stimme für eine ernstzunehmende Opposition gegen den Wahnsinn der moslemischen Einwanderung erhoben hat, ist die rechtsgerichtete Progress-Partei [Fortschrittspartei]. Es ist eine Partei, die ungefähr zwei Drittel bzw. fast 70% männliche Stimmen erhält.
  • Am anderen Ende der Skala haben wir die einwanderungsfreundliche Sozialistische Linkspartei [Sosialistisk Venstreparti (SV)] mit zwei Dritteln bzw. 70% weiblicher Stimmen. Die Parteien, die der derzeitigen Einwanderungspolitik am kritischsten gegenüberstehen, sind typisch männliche Parteien, während diejenigen, welche die multikulturelle Gesellschaft preisen, von Feministinnen dominiert werden.
  • Haben die Feministinnen nicht immer behauptet, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn Frauen am Ruder wären, weil sie ihre eigenen Kinder nicht opfern würden? Nun, tun sie nicht ganz genau das jetzt? Lächeln und Parteien wählen, die die Türen für die Einwanderung von Moslems weit öffnen, für die gleichen Moslems, die morgen ihre Kinder attackieren werden?

Manche Kommentatoren weisen gerne darauf hin, dass viele der leidenschaftlichsten und mutigsten Verteidiger des Westens Frauen sind, und führen dabei die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci und andere Beispiele an. Aber Frauen wie Frau Fallaci, so mutig sie auch sein mögen, sind nicht repräsentativ für alle westlichen Frauen. Wenn man genauer hinsieht, bemerkt man, dass westliche Frauen im Durchschnitt den Multikulturalismus und die massive Einwanderung mehr unterstützen als westliche Männer.

Ich bekam viele Kommentare auf meine Artikel über gegen Frauen gerichtete moslemische Gewalt in Skandinavien. Mehrere meiner Leser fragten, was skandinavische Männer dagegen unternehmen würden? Was ist denn nur aus diesen Wikingern geworden? Haben sie zu viel Met in Walhalla getrunken? Im Gegensatz zu den romantischen Mythen, die sich heute um sie ranken, waren die Wikinger die meiste Zeit über wilde Barbaren. Ich zweifle jedoch sehr daran, dass sie weggeschaut hätten, wenn ihre Töchter von Moslems belästigt worden wären. In einem gewissen Sinn macht das heutige Skandinavier zu schlimmeren Barbaren als es die Wikinger jemals waren.

Einer der Gründe für diesen Mangel an angemessener Reaktion ist eine vorsätzliche und allgegenwärtige Zensur in den Mainstream-Medien, mittels der das volle Ausmaß des Problems vor der Öffentlichkeit verborgen wird. Ich glaube jedoch, dass der wichtigste Grund dafür mit der extrem anitmaskulinen Haltung des Feminismus zu tun hat, der Skandinavien schon seit Jahrzehnten durchdringt. Der männliche Beschützerinstinkt tritt nicht in Aktion, weil skandinavische Frauen unermüdlich daran gearbeitet haben, ihn auszumerzen, zusammen mit allem anderen, das auch nur entfernt den Beigeschmack traditioneller Männlichkeit hat.

Daher hat der Feminismus Skandinavien enorm geschwächt und vielleicht sogar die westliche Zivilisation in ihrer Gesamtheit.

Die einzige größere politische Partei in Norwegen, die ihre Stimme für eine ernstzunehmende Opposition gegen den Wahnsinn der moslemischen Einwanderung erhoben hat, ist die rechtsgerichtete Progress-Partei [Fortschrittspartei]. Es ist eine Partei, die ungefähr zwei Drittel bzw. fast 70% männliche Stimmen erhält.

Am anderen Ende der Skala haben wir die einwanderungsfreundliche Sozialistische Linkspartei [Sosialistisk Venstreparti (SV)] mit zwei Dritteln bzw. 70% weiblicher Stimmen. Die Parteien, die der derzeitigen Einwanderungspolitik am kritischsten gegenüberstehen, sind typisch männliche Parteien, während diejenigen, welche die multikulturelle Gesellschaft preisen, von Feministinnen dominiert werden. Und wenn jenseits des Atlantiks nur amerikanische Frauen gewählt hätten, hätte der Präsident am 11.9.2001 Al Gore geheißen und nicht George Bush.

Die Standarderklärung für diese geschlechterbezogene Diskrepanz ist in meinem Land, dass Männer „xenophobischer (ausländerfeindlicher) und selbstsüchtiger“ seien als Frauen, welche offener seien und bessere Fähigkeiten hätten, Solidarität mit Außenseitern zu zeigen. Das ist eine Möglichkeit. Eine andere Möglichkeit ist, dass Männer traditionell die Verantwortung innehatten, den „Stamm“ zu beschützen und Feinde auszuspähen, was in einer Welt des Fressens oder Gefressenwerdens eine Notwendigkeit ist.

Frauen sind naiver, weniger gewillt, rational die langfristigen Konsequenzen durchzudenken, die sich daraus ergeben, wenn man es vermeidet, sich jetzt der Konfrontation zu stellen oder sich mit unangenehmen Realitäten zu befassen. Haben die Feministinnen nicht immer behauptet, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn Frauen am Ruder wären, weil sie ihre eigenen Kinder nicht opfern würden? Nun, tun sie nicht ganz genau das jetzt? Lächeln und Parteien wählen, die die Türen für die Einwanderung von Moslems weit öffnen, für die gleichen Moslems, die morgen ihre Kinder attackieren werden?

Eine weitere Möglichkeit ist, dass westliche Feministinnen aus ideologischen Gründen nicht in der Lage sind, sich gegen die Einwanderung von Moslems zu stellen. Viele von ihnen schweigen zu islamischer Frauenunterdrückung, weil sie einen „Dritte-Welt-Kult“ und antiwestliche Ressentiments bereitwillig angenommen haben. Ich halte diese These für einleuchtend. Die amerikanische Schrifstellerin Phyllis Chesler hat in Büchern wie „The Death of Feminism“ (Der Tod des Feminismus) ihre Schwestern scharf kritisiert. Sie hat den Eindruck, dass viel zu viele Feministinnen aufgehört haben, sich der Freiheit verpflichtet zu fühlen und „feige Herdentiere und verbissene Totalitaristinnen“ geworden und daher unfähig sind, sich dem islamischen Terrorismus entgegenzustellen. Sie zeichnet ein Porträt heutiger US-Universitäten, die unter der Speerspitze linker Rethorik tief im Sumpf „eines neuen und diabolischen [teuflischen] McCarthyismus“ [1] stecken.

[1] Die McCarthy-Ära (benannt nach dem Senator Joseph McCarthy) bezeichnet einen Zeitabschnitt der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten in der Anfangsphase des Kalten Krieges gegen die Sowjetunion. Sie war durch intensiven Antikommunismus geprägt. Heute wird synonym die Verfolgung echter oder vermeintlicher Kommunisten als McCarthyismus bezeichnet.

Chesler bringt es auf den Punkt. In der Rhetorik vieler Feministinnen geht alle Unterdrückung der Welt von westlichen Männern aus, die Frauen wie auch nicht-westliche Männer gleichermaßen unterdrücken. So werden in dieser verzerrten Wahrnehmung moslemische Einwanderer zu „Leidensgenossen“. Im besten Fall sind sie patriarchalische Schweine, aber keinesfalls schlimmer als westliche Männer. In vielen westlichen Universitäten werden Kurse abgehalten, die so hasserfüllt gegen Männer sind, dass der umgekehrte Fall undenkbar wäre. Deshalb wollen skandinavische Feministinnen nicht, dass die skandinavischen Männer eine traditionellere Männlichkeit zeigen und sie gegen die Aggressionen der männlichen Moslems schützen.

Die meisten norwegischen Feministinnen sind auch leidenschaftliche „Antirassistinnen“, die jeden Schritt zur Begrenzung islamischer Einwanderung als „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ brandmarken. Totalitäre Feministinnen in Norwegen drohen, die Schließung von Privatunternehmen zu betreiben, die ihre Chefetagen nicht mit mindestens 40% Frauen besetzen, eine Wirtschaftsregulierung im Stil der Sowjetunion und im Namen der Geschlechtergleichstellung. Ich habe Kommentare von sozialistischen Politikern und linksgerichteten Schreibern in gewissen Zeitungen wie der pro-multikulturellen und feministischen, Kritiker würden sie feminfaschistisch nennen, Zeitung „Dagbladet“ gelesen, dass wir für moslemische Einwanderer ebenfalls Quoten einrichten sollten.

Was als radikaler Feminismus begann ist schrittweise zu Egalitarismus [2] geworden, zum Kampf gegen „Diskriminierung“ aller Art und zu der Einstellung, dass alle Gruppen von Menschen den gleichen Anteil an allem haben sollten und dass es in der Verantwortung des Staates liegt, dafür zu sorgen, dass das sichergestellt wird. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die norwegische Ombudsstelle für geschlechtliche Gleichstellung, die 2006 zur Ombudsstelle für Gleichheit und Antidiskriminierung wurde. Die Aufgaben der Ombudsstelle sind, die Gleichstellung zu fördern und gegen „Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Behinderung und Alter“ zu kämpfen.

[2] Der Egalitarismus („die Gleichheit“) bezeichnet eine ethische, politische, ökonomische oder sozialpolitische Position, die durch Herstellung von Gleichheit die Widersprüche einer Gesellschaft aufzulösen versucht. Eine Richtung des Egalitarismus will die Gleichheit des persönlichen Besitzes, eine andere fordert die Gleichheit der Chancen für jedes Individuum in der Gesellschaft.

Westliche Feministinnen haben im Westen einen Opferkult kultiviert, durch den man durch den Status in der Opferhierarchie an politischer Macht gewinnt. In vieler Hinsicht ist das genau das, worum es bei politischer Korrektheit geht. Sie haben auch die Forderung, der weitgehend nachgegeben wurde, nach Umschreibung der Geschichtsbücher erhoben, um angebliche Geschichtsfälschungen auszumerzen; ihr Weltbild hat Eingang in die Lehrpläne gefunden, eine virtuelle Vorherrschaft in den Medien erlangt und es geschafft, Kritiker als „bigott“ darzustellen. Es ist ihnen sogar gelungen, selbst die Sprache, die wir gebrauchen, zu ändern, sie weniger beleidigend zu machen.

Radikale Feministinnen sind die Avantgarde der politischen Korrektheit. Wenn Moslems, die es mehr als alles andere lieben, sich selbst als Opfer darzustellen, in westliche Länder kommen, finden sie eine Welt vor, in der ihre Arbeit in vieler Hinsicht schon für sie erledigt ist. Sie können eine bereits etablierte Tradition nutzen, um sich sowohl als Opfer darzustellen, staatliche Intervention und vielleicht sogar Quoten zu fordern als auch eine Umschreibung der Geschichte und öffentliche Kampagnen gegen Bigotterie und Hetze zu verlangen. Die westlichen Feministinnen haben damit den Boden für Kräfte vorbereitet, die westlichen Feminismus zerstören werden und enden schließlich im Bett, manchmal ganz wortwörtlich, mit Menschen, die sie versklaven wollen.

Die schwedische marxistische Politikerin Gudrun Schyman hat einen Gesetzentwurf vorgeschlagen, nach dem schwedische Männer kollektiv für Gewalt gegen Frauen besteuert werden sollen. 2002 tat die gleiche Schyman in einer Rede den berühmten Ausspruch, dass schwedische Männer genau gleich wie die Taliban wären. Ein männlicher Kolumnist in der Zeitung „Aftonbladet“ reagierte darauf mit der Aussage, dass Schyman Recht habe. Alle Männer seien wie Taliban.

Die Ironie dabei ist, dass in islamischen Staaten wie dem, den die Taliban in Afghanistan etablierten, bestimmte Personengruppen, in dem Fall Nicht-Moslems, eine spezielle Strafsteuer bezahlen müssen, einfach nur danach, wer sie sind und nicht danach, was sie verdienen. Radikalfeministinnen wie Frau Schyman sind daher viel näher bei den Taliban als westliche Männer, wobei ich allerdings glaube, dass sie diese Ironie niemals selber erfassen können.

Schymans Schlachtruf ist „Tod der Kernfamilie!“ Ich habe den gleichen Slogan in den vergangen Jahren von jungen norwegischen Feministinnen gehört. Schyman schäumte, dass die heutige Familie „auf einer Grundlage traditioneller Geschlechterrollen aufgebaut ist, wobei die Frau dem Mann unterworfen ist. Die Geschlechterhierarchie, deren ultimative Ausdrucksform die Gewalt gegen Frauen ist, wurde zementiert….. Konservative wollen die Familie stärken. Ich halte das für sehr bedenklich.“

Im Jahr 2000 betraten die schwedische Feministin Joanna Rytel und die Aktionsgruppe „Unf**ked Pussy“ während der Lifeübertragung zur Miss-Schweden-Wahl die Bühne. Sie schrieb 2004 auch einen Artikel mit dem Titel „Ich werde niemals einen weißen Mann gebären “ für die große schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“. Rytel erklärte, warum sie weiße Männer hasst: sie sind selbstsüchtig, ausbeuterisch, eitel und sexbesessen. Und um die Dinge wirklich klarzustellen fügte sie noch hinzu: „keine weißen Männer bitte…. ich kotze auf sie, herzlichen Dank“

Misandrie oder Männerhass ist nicht unbedingt weniger verbreitet als Misogynie oder Frauenhass. Der Unterschied ist, dass das erstere gesellschaftlich sehr viel akzeptierter ist.

Wenn alle Unterdrückung von westlichen Männern kommt, wird es logisch, zu versuchen, westliche Männer so gut wie möglich zu schwächen. Und wenn wir’s tun, dann erwartet uns ein Paradies des Friedens und der Gleichheit am anderen Ende des Regenbogens. Herzlichen Glückwunsch westeuropäische Frauen! Es ist Euch gelungen, Eure eigenen Söhne zu drangsalieren, sodass sie viele ihrer maskulinen Instinkte unterdrücken. Und zu Eurer Überraschung habt ihr kein feministisches Nirvana betreten, sondern den Weg zu einer islamischen Hölle gepflastert.

Es ist korrekt, wenn Feministinnen behaupten, dass eine hyper-feminine [verweiblichte, verweichlichte] Gesellschaft nicht so destruktiv ist wie eine hyper-maskuline Gesellschaft. Der Haken an einer zu weichen Gesellschaft ist aber, dass sie nicht wehrhaft ist. Sie wird zerquetscht sobald sie mit traditionelleren, aggressiveren konfrontiert ist. Anstatt „alles zu haben“ riskieren westliche Frauen, alles zu verlieren. Was werden liberale Feministinnen tun, wenn sie einer aggressiven Gang von jungen Moslems gegenüberstehen? Ihre Büstenhalter verbrennen und ihnen die Taschenbuch-Ausgabe von „Vagina-Monologe“ entgegenschleudern?

Vielleicht können Frauen es schaffen, ihre Männer in Fußabtreter zu verwandeln, aber es wird zu dem Preis sein, dass sie es auch mit ihrer Nation und ihrer Zivilisation machen. Nach der italienisch-amerikanischen Feministin Camille Paglia „würden wir immer noch in Grashütten hausen, wenn die Zivilisation in weiblichen Händen geblieben wäre“. Das mag übertrieben sein, aber männliche Energie ist definitiv eine treibende Kraft in jeder dynamischen Kultur.

Männliche Gewalt gegen Frauen im Westen ist ein Symptom des Zusammenbruchs des feministischen Utopia. Freiheiten müssen mit Gewalt oder einer glaubhaften Gewaltandrohung durchgesetzt werden oder sie sind bedeutungslos. Obwohl Frauen durchaus Schritte unternehmen können, sich selbst zu schützen wird die Hauptverantwortung zu schützen immer bei Männern liegen. Frauen werden daher immer nur soviel Freiheit haben wie ihre Männer gewillt und in der Lage sind, ihnen zu garantieren. Es ist ein grober Denkfehler in vielen feministischen Theorien, dass sie sich weigern, das anzuerkennen. Der Unterschied zwischen den Rechten von Frauen und den Illusionen von Frauen wird von einer Smith and Wesson definiert, nicht von einer Betty Friedan oder Virginia Wolf.

Der Schriftsteller Lars Hedegaard in Dänemark glaubt nicht an die Theorie, dass Frauen die moslemische Einwanderung aus irrationaler Naivität und ideologischer Überzeugung befürworten. Er denkt, dass sie es schlicht und einfach wollen, wie er in einer Kolumne mit dem Titel „Der Traum von der Unterwerfung“ schreibt. Er hat genau wie ich festgestellt, dass Frauen mit größerer Wahrscheinlichkeit als Männer Parteien unterstützen, die offen für moslemische Einwanderung sind.

Wie kommt das, wenn man berücksichtigt, dass es kaum ein Gebiet mit moslemischer Mehrheit auf Erden gibt, wo Frauen die gleichen Rechte wie Männer genießen? Hedegaard stellt eine provokante Frage: Sind Frauen dümmer und weniger aufgeklärt als Männer, da sie in so großer Zahl den Weg zu ihrer eigenen Unterwerfung ebnen? „Wenn Frauen den Weg zur Scharia ebnen, dann ist anzunehmen, dass Frauen die Scharia wollen“ Sie wollen keine Freiheit, sie fühlen sich von Untertänigkeit und Unterwerfung angezogen. Die englische Autorin Fay Welden hat festgestellt, dass „Unterwerfung etwas für Frauen sexuell sehr Reizvolles an sich hat“. Und wenn Unterwerfung das ist, was Frauen suchen, dann sind, wie Hedegaard trocken feststellt, die feminisierten dänischen Männer langweilig im Vergleich zu Wüstenscheichs, die einer Frau nicht erlauben, ohne ihre Einwilligung aus dem Haus zu gehen.

Moslems weisen daraufhin, dass mehr westliche Frauen als Männer zum Islam konvertieren und das ist in der Tat zumindest teilweise die Wahrheit. Islam bedeutet „Unterwerfung“. Ist an Unterwerfung etwas, was für manche Frauen reizvoller ist als für die meisten Männer? Beugen sich Frauen der Macht leichter? Nach einem Zeitungsartikel über schwedische Frauen, die zum Islam konvertiert sind, scheint die Attraktivität des islamischen Familienlebens der Hauptbeweggrund für weibliche Konvertiten zu sein. Viele stellen fest, dass der Mann im Islam rationaler und logischer ist während die Frau emotionaler und fürsorglicher ist. Das heißt, dass die Frau diejenige sein sollte, die sich um die Kinder und den Haushalt kümmert, während der Mann derjenige ist, der arbeitet und die Familie versorgt. Viele Frauen fühlen, dass ihrem Leben ein Sinn fehlt, aber das Christentum scheint offenbar keine wirkliche Alternative für sie darzustellen.

Die Fixierung auf das Aussehen in unserer modernen Gesellschaft und die härteren Lebensbedingungen für Frauen, die eine Karriere haben und den Haushalt führen müssen, spielen ebenfalls eine Rolle. Was merkwürdig ist, wenn man bedenkt, dass es die Frauen selber waren, die angestachelt von modernen [amerikanischen] Talkmasterinnen wie Oprah Winfrey, davon sprachen „alles haben zu wollen“, es waren nicht die Männer. Männer wissen, dass niemand „alles haben“ kann, man muss etwas aufgeben, um etwas zu bekommen. Vielleicht haben Frauen festgestellt, dass das Arbeitsleben doch nicht ganz das ist, als was es hochgejubelt wurde. Männer sterben immer noch weltweit überall Jahre früher als Frauen.

Der Plot [die Behauptung] in Dan Browns „Da Vinci Code“ ist, dass die Geschichte des Christentums eine große patriarchalische Verschwörung war, um Frauen ihrer Rechte zu berauben, die sie vorher während des Zeitalters der „geheiligten Weiblichkeit“ und der barfüßigen und dauerschwangeren Fruchtbarkeitsgöttinnen angeblich hatten. Aber wenn das so ist, wie kommt es dann, dass Europas Kirchgänger mehrheitlich Frauen sind? Warum suchen Frauen aus freiem Willen diese unterdrückerischen patriarchalen Religionen? Möglicherweise lag der französische Philosoph Ernest Renan gar nicht so daneben, als er Frauen „das devote Geschlecht“ nannte. Brauchen Frauen Religion mehr als Männer?

Testen manche Feministinnen einfach nur die Grenzen der Männer aus in der Hoffnung, eine neue Balance der Geschlechter zu finden, oder testen sie die Männer, um dahinterzukommen, welche Männer gegen ihre Forderungen aufbegehren und um so herauszufinden, welche Männer für die Interessen der Frau gegen andere Männer aufbegehren? Ich habe von einer Frau gehört, die in den siebziger Jahren eine leidenschaftliche Feministin war und die später darüber lamentierte, wie viele Familien sie auseinandergebrochen und zerstört hatten. Sie war überrascht über die Reaktion oder besser die fehlende Reaktion der Männer: „Wir waren fürchterlich. Warum habt Ihr uns nicht gestoppt?“

In der Psychiatrie kommen Frauen mit selbstzugefügten Verletzungen oder selbstdestruktivem Verhalten häufiger vor als Männer, die dazu neigen, ihre Aggressionen nach außen zu richten. Es ist auch eine allgemein bekannte Tatsache, dass viele Frauen sich selber die Schuld für misshandelnde Ehemänner geben und Entschuldigen für das Verhalten des Misshandlers vorbringen. Hat der Westen einige der negativen Wesensmerkmale der weiblichen Psyche angenommen? Der frisch feminisierte Westen ist Angriffen und Anschlägen seitens der arabischen und islamischen Welt ausgesetzt und beschuldigt sich selbst, während er gleichzeitig von seinen Angreifern fasziniert ist. Es ist das gleiche Verhalten wie das einer selbsthassenden Frau gegenüber einem misshandelnden Mann.

Virginia Woolf preist in ihrem Buch A Room of One’s Own das Genie von William Shakespeare: „Wenn es je einem Menschen gelungen ist, sich in seinem Werk vollständig auszudrücken, so war es Shakespeare. Wenn es jemals einen glühenden, unbehinderten menschlichen Geist gab, so muss ich nur zum Bücherregal gehen, um zu erkennen, dass es Shakespeares Geist war. … Lassen sie mich überlegen, was geschehen wäre, wenn Shakespeare eine wundervoll begabte Schwester, nennen wir sie Judith, gehabt hätte …

Lassen sie uns annehmen, dass seine außergewöhnlich begabte Schwester zu Hause geblieben wäre. Sie wäre genauso abenteuerlustig, genauso fantasievoll und voller Verlangen, die Welt zu sehen, gewesen wie er. Aber sie wäre nicht in die Schule geschickt worden. Sie hätte keine Chance gehabt, Grammatik und Logik zu erlernen geschweige denn Horaz und Vergil zu lesen. Sie hätte sich in einer Winternacht umgebracht und würde an irgendeiner Straßenkreuzung begraben liegen, die heute eine Bushaltestelle ist.“

Feministinnen behaupten, dass der Grund dafür, dass es in Politik und Wissenschaft viel weniger Frauen als Männer gab in männlicher Frauenunterdrückung läge. Zum Teil ist das wahr. Aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Männlich sein bedeutet, etwas beweisen zu müssen, etwas erreichen zu müssen und zwar in einem viel größeren Ausmaß als bei Frauen. Dazu kommt, dass die Kinderaufzucht immer [schon] mehr in den Aufgabenbereich von Frauen als von Männern fällt. Eine moderne Gesellschaft kann diese Beschränkungen abmildern, aber sie kann sie niemals vollständig aufheben. Aus diesen Gründen ist es unwahrscheinlich, dass Frauen in der Politik oder im obersten Management jemals so zahlreich sein werden wie Männer.

Christina Hoff Sommers , die Autorin des Buches „The War Against Boys“ (Der Krieg gegen Jungen) führt aus, dass “ nach fast 40 Jahren feministischer Agitation und geschlechtsneutraler Sprachregelungen, Männer sich viel häufiger um politische Ämter bewerben, Firmen gründen, Patente anmelden und Dinge in die Luft sprengen als Frauen. Männer erzählen immer noch die meisten Witze und schreiben die große Mehrheit der Leitartikel und Leserbriefe. Und, fatal für die Träume der Feministinnen die sich nach gesellschaftlicher Androgynie [Gleichgeschlechtigkeit, Zwitterhaftigkeit] sehnen, haben sich Männer von ihrer mangelnden Bereitschaft, sich an der Hausarbeit und Kinderbetreuung zu beteiligen, immer noch kaum wegbewegt. Und darüberhinaus scheint es, dass Frauen männliche Männer mögen.“

Sie bemerkt auch, dass „eine der am wenigsten besuchten Gedenkstätten eine am Meer gelegene Statue ist, die an die Männer erinnert, die auf der Titanic starben. 74 Prozent der weiblichen Passagiere überlebten die Katastrophe am 15. April 1912 , während 80 Prozent der Männer ertranken. Warum? Weil die Männer dem Prinzip „Frauen und Kinder zuerst“ folgten. Die Gedenkstätte, eine fünfeinhalb Meter hohe männliche Figur mit seitlich ausgestreckten Armen wurde 1931 von „den Frauen Amerikas“ errichtet, um ihre Dankbarkeit zu zeigen.

Die Inschrift lautet: „Zum Gedenken an die tapferen Männer, die mit dem Wrack der Titanic untergingen…. Sie gaben ihr Leben, damit Frauen und Kinder gerettet werden konnten“ Ein berühmter Ausspruch von Simone de Beauvoir lautet: „Als Frau wird man nicht geboren, zur Frau wird man gemacht.“ Sie meinte damit, dass man allen Anreizen der Natur, der Gesellschaft und der konventionellen Moral widerstehen solle. Beauvoir verdammte Heirat und Familie als eine „Tragödie“ für Frauen und verglich Gebären und Stillen mit Sklaverei.

Befremdlicherweise lamentieren nach Jahrzehnten des Feminismus viele westliche Frauen, dass westliche Männer zögern, zu heiraten. Dazu sagt die Kolumnistin Molly Watson :

„Wir sind ziemlich ratlos hinsichtlich der Frage, warum unsere Generation das Kinderkriegen hinauszögert. Auf jeden Fall hat es nichts damit zu tun, dass wir von Arbeitgebern oder Gesundheitspolitikern im Stich gelassen werden. Und trotz der endlosen Zeitungsreportagen über dies Thema hat es wenig damit zu tun, dass berufstätige Frauen ihre Karriere den Babys vorziehen. Nach meiner Erfahrung ist die Wurzel dieser Epidemie ein kollektiver Mangel an Entschlossenheit bei den Männern unseres Alters.

Ich kenne keine Frau in meinem Alter, deren Vorstellung von einem glücklichen und zufriedenen Leben auf einer Karriere als Chefredakteurin, Firmenchefin, Chefärztin, oder Chefberaterin basiert. Aber angesichts einer Generation von emotional unreifen Männern, die eine Heirat als das letzte ansehen, das sie in ihrem Leben tun, haben wir keine andere Wahl als zu warten.“

Was ist aus dem Slogan „Eine Frau braucht einen Mann wie ein Fisch ein Fahrrad“ geworden? Ich möchte Frau Watson daran erinnern, dass es eigentlich Frauen waren, die mit dieser ganzen „Single ist am besten“-Kultur anfingen, die heute den ganzen Westen infiziert hat. Da Frauen die meisten Scheidungsklagen einreichen und eine Scheidung für einen Mann den finanziellen Ruin bedeuten kann, sollte es wirklich nicht allzu überraschend kommen, dass viele Männer zögern, sich auf eine Ehe einzulassen.

Wie ein Mann es auf den Punkt brachte: „Ich will nicht nochmal heiraten. Ich werde nur eine Frau finden, die ich nicht mag und der ich ein Haus schenke“. Gleichzeitig haben es Frauen für Männer auch sehr viel leichter gemacht, eine Freundin zu haben, ohne heiraten zu müssen. So haben es Frauen riskanter gemacht, zu heiraten und leichter, unverheiratet zu bleiben, und dann wundern sie sich, dass Männer sich nicht binden?

Vielleicht haben viele Frauen diesen ganzen Feminismus-Kram nicht richtig durchdacht, bevor sie auf den Zug aufgesprungen sind? Die letzte Welle des radikalen Feminismus hat die Familienstrukturen in der westlichen Welt ernsthaft verwundet. Es ist unmöglich, die Geburtenraten auf den Erhaltungsstand zu erhöhen bevor Frauen sich nicht wieder daran erinnern, dass Kinder aufziehen ein Wert ist, und bevor Frauen und Männer nicht wieder bereit sind, zu heiraten.

Menschen sind soziale Wesen, keine Einzelgänger. Wir sind dafür geschaffen, mit einem Partner zu leben. Die Ehe ist keine „Verschwörung zur Frauenunterdrückung“, sie ist der Grund dafür, dass es uns gibt. Und es ist auch keine religiöse Sache. Gemäß dem strikten, atheistischen Darwinismus ist der Zweck des Lebens, sich fortzupflanzen.

Eine Studie aus den Vereinigten Staaten beschäftigt sich mit den Haupthindernissen für Männer, den Bund der Ehe zu schließen. An oberster Stelle der Liste stand die im Vergleich zu früher viel leichtere Möglichkeit, Sex zu haben ohne verheiratet zu sein. An zweiter Stelle stand, dass sie die Vorteile, eine Frau zu haben, in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft eher als in einer Ehe genießen können.

In dem Report wird sehr viel Gewicht auf Bemerkungen von Ross Camoron gelegt, der als Staatsekretär im Familienministerium tätig ist und der australischen Männern Vorwürfe machte, indem er Australiens geringe Geburtenrate auf die Ehephobie von Männern zurückführte. „Der Hauptgrund, den junge Frauen dafür angeben, dass sie keine Kinder bekommen, ist, dass sie keinen Kerl finden können, der bereit ist, zu heiraten“ sagte er. „Diese Heiratsabneigung australischer Männer ist ein wirkliches Problem.“

Barbara Boyle Torrey and Nicholas Eberstadt schreiben über eine signifikante Abweichung der Geburtenrate in Kanada und den USA : „Die langfristigen kanadischen und amerikanischen Trends bezüglich des Alters bei der ersten Heirat und der ersten Geburt und die Neigung zu nichtehelichen Partnerschaften stimmen mit der Abweichung in der totalen Geburtenrate in den zwei Ländern überein. Aber die Abweichung ist bei keiner dieser naheliegenden Variablen groß genug, um die viel größere Abweichung bei der Geburtenrate zu erklären. …

Unterschiedliche Werte in den USA und Kanada mögen zu der Abweichung bei der Geburtenrate beitragen. Die vermutlich stärkere Rolle von Männern in US-Familien und die größere Religiosität der Amerikaner korrelieren vermutlich mit der Geburtenrate, wobei die Religiosität auch einen starken negativen Einfluss auf Abtreibungen hat. Frauen in Kanada gehen öfter nichteheliche Partnerschaften ein, warten länger als Amerikanerinnen mit der Heirat und bekommen später und seltener Kinder“ [3]

[3] Amerikaner heiraten früher als Kanadier, während Kanadier öfter nichteheliche Partnerschaften eingehen. Amerikaner bekommen aber hauptsächlich deswegen mehr Kinder, weil die Männer in der Familie eine eher traditionelle Rolle einnehmen und weil sie religiöser sind. Die Religiosität führt dazu, dass sie weniger Kinder abtreiben.

    Das Magazin Newsweek schreibt, dass in manchem Gebieten Mitteleuropas wieder Wolfsrudel auftauchen: „Vor ungefähr hundert Jahren rottete eine aufkeimende landhungrige Bevölkerung Deutschlands letzten Wolf aus… Unsere Postkartenansicht von Europa ist die eines Kontinents, auf dem jedes Stückchen Land seit langer Zeit bewirtschaftet, eingezäunt und besiedelt wird.“

    Aber der Kontinent der Zukunft sieht vielleicht ganz anders aus. „Die Natur wird sich große Teile Europas wieder holen“, sagt Reiner Klingholz, der Vorsitzende des Berliner Instituts für Bevölkerungsentwicklung. „Bären sind nach Österreich zurückgekommen. In Schweizer Alpentälern breiten sich Wälder aus, wo vorher Bauernhöfe waren. In Teilen von Frankreich und Deutschland haben Wildkatzen und Fischadler ihre Reviere zurückerobert.“

    „In Italien sind mehr als 60 Prozent der 2,6 Millionen Landwirte über 65 Jahre alt. Wenn sie sterben, werden viele ihrer Bauernhöfe sich zu den 6 Millionen Hektar (Ein Drittel von Italiens landwirtschaftlicher Fläche) gesellen, die bereits aufgegeben wurden. In einer EU, die jährlich ungefähr 1,6 Millionen Einwanderer mehr brauchen würde, um die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zwischen heute und 2050 stabil zu halten, sind Europas islamische Nachbarn, deren junge Bevölkerung sich in der genannten Zeit voraussichtlich fast verdoppeln wird, die wahrscheinlichste Quelle, aus der die Einwanderer kommen werden. “

    Es sind Zahlen wie diese, die Phillip Longman dazu bringen, „die Wiederkehr des Patriarchats “ vorherzusehen und zu verkünden, dass die Konservativen die Erde erben werden: „In den US-Bundesstaaten, die 2004 für Präsident George W. Bush stimmten, sind die Geburtenraten um 12 Prozent höher als in den Staaten, die für Senator John Kerry stimmten. … Es hat sich herausgestellt, dass Europäer, die sich viel häufiger als andere Menschen selber als „Weltbürger“ empfinden, auch diejenigen sind, die mit der geringsten Wahrscheinlichkeit Kinder bekommen…

    Der große Unterschied bei den Geburtenraten zwischen säkularen Individualisten und religiös oder kulturell Konservativen verursacht einen enormen demographisch bedingten Wandel in modernen Gesellschaften… Die Kinder von morgen werden daher zum größten Teil Nachkommen aus einem vergleichbar engstirnigen und kulturell konservativen Teil der Gesellschaft sein.“

    „Zusätzlich zur höheren Geburtenrate in konservativen Teilen der Gesellschaft, werden die Einschnitte im Wohlfahrtsstaates, die durch Alterung und Rückgang der Bevölkerung unvermeidlich sein werden, diesen Gruppierungen zusätzliche Überlebensvorteile verschafften… Die Menschen werden herausfinden, dass sie mehr Kinder brauchen, um einen goldenen Lebensabend aufrechtzuerhalten und sie werden versuchen, ihre Kinder mehr an sich zu binden, indem sie ihnen traditionelle religiöse Werte beibringen.“ Dieser letzte Punkt ist wert, dass man sich näher mit ihm beschäftigt.

    Das ausgeklügelte Wohlfahrtsstaats-System in Westeuropa wird häufig als der „Nanny-Staat“ bezeichnet, aber vielleicht könnte man es auch den „Ehemann-Staat“ nennen. Warum? Nun, in einer traditionellen Gesellschaft ist es die Aufgabe von Männern und Ehemännern, ihre Frauen physisch zu beschützen und finanziell zu versorgen. In unserer modernen Gesellschaft wurden Teile dieser Aufgabe einfach an den Staat „ausgelagert“, was zur Erklärung beitragen könnte, warum Frauen im allgemeinen Parteien, die für hohe Besteuerung und mehr Wohlfahrtsleistungen eintreten, unverhältnismäßig stark unterstützen. Der Staat ist ganz einfach ein Ersatzehemann für sie geworden, der durch die Steuern ihrer Exmänner aufrechterhalten wird.

    Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass, wenn dieser Wohlfahrtsstaat aus irgendeinem Grund aufhört zu funktionieren , zum Beispiel aufgrund des ökonomischen oder sicherheitspolitischem Druckes, der durch moslemische Einwanderer verursacht wird, westliche Frauen entdecken werden, dass sie doch nicht ganz so unabhängig von Männern sind, wie sie gerne denken. In diesem Fall ist es wohl naheliegend, dass wir eine Rückkehr zur traditionellen „Schutz- und Versorgungsmännlichkeit“ erleben, weil die Menschen und insbesondere die Frauen die Unterstützung der Kern- und Großfamilie brauchen werden, um durchzukommen.

    Ein anderer Punkt ist, dass, obwohl sich Länder wie Norwegen und Schweden gerne als Horte der Geschlechtergleichstellung darstellen, ich von Besuchern dieser Länder gehört habe, dass die Geschlechter dort wohl weiter voneinander entfernt sind als irgendwo sonst auf der Welt. Und ich glaube das auch. Der Radikalfeminismus hat Misstrauen und Feindseligkeit ausgebrütet, nicht Zusammenarbeit. Darüberhinaus ist es ihm nicht gelungen, auch nur ansatzweise die elementare sexuelle Anziehungskraft auszumerzen, die von femininen Frauen und maskulinen Männern ausgeht. Wenn die Menschen das in ihrem eigenen Land nicht finden, reisen sie in andere Länder und Kulturen, um es zu finden, was im Zeitalter der Globalisierung einfacher ist denn je.

    Eine beträchtliche Zahl skandinavischer Männer finden ihre Frauen in Ostasien, Lateinamerika oder anderen Nationen, wo ein traditionelleres Weiblichkeitsbild vorherrscht, und eine gewisse Anzahl von Frauen finden ebenfalls Partner aus konservativeren Ländern. Nicht jeder natürlich, aber der Trend ist nicht zu übersehen und signifikant. Skandinavier feiern die Geschlechtergleichstellung und reisen ans andere Ende der Welt, um jemanden zu finden, der ihnen wert ist, geheiratet zu werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Radikalfeminismus eine der Hauptursachen für die derzeitige Schwäche der westlichen Zivilisation ist und zwar sowohl demographisch [in der Anzahl der Geburten] als auch kulturell [indem besonders westliche Frauen geringe Geburtenraten haben].

    Feministinnen, die oft auch ein marxistisches Weltbild haben, haben einen ausschlaggebenden Anteil daran gehabt, dass die erdrückende öffentliche Zensur der politischen Korrektheit in westlichen Nationen installiert wurde. Sie haben darüberhinaus die westliche Familienstruktur ernsthaft geschwächt und dazu beigetragen, den Westen zu weich und zu selbsthassend zu machen, um mit den Aggressionen der Moslems umgehen zu können.

    Obwohl der Feminismus sich in Extremismus verrannt haben mag, heißt das nicht, dass alle seine Ideen falsch sind. Die Frauenbewegung hat dauerhafte Veränderungen bewirkt. Frauen besetzen inzwischen Positionen, die vor nur ein paar Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wäre. Manche Dinge sind irreversibel [unumkehrbar].

    Frauen bestimmen weitgehend das Privatleben der Männer. Die Ehe war früher üblicherweise ein Handel: Ernährung und Unterstützung durch die Frau gegen finanzielle und soziale Sicherheit durch den Mann. In einer modernen Welt mögen Frauen die finanzielle Unterstützung durch Männer nicht mehr so sehr brauchen wie früher, während Männer die emotionale Unterstützung durch Frauen immer noch genau so sehr brauchen, wie wir sie immer gebraucht haben. Die Machtbalance hat sich zu Gunsten der Frauen verschoben, wenn auch die Situation so wohl nicht für immer bleiben mag. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Frauen wollen immer noch einen Partner. Aber es braucht Männer, die mehr darauf konzentriert sind, das Beste draus zu machen.

    Eine Studie an der Universität Kopenhagen hat ergeben, dass Scheidung und Armut sehr eng zusammenhängen, insbesondere unter Männern. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Todesrate von unverheirateten oder geschiedenen Männern zwischen 40 und 50 doppelt so hoch ist wie in anderen Gruppen. Die Forscher haben dabei auch andere Ursachen für einen frühen Tod wie Geisteskrankheit und Herkunft aus schlechten sozialen Verhältnissen berücksichtigt. „Wenn man die hohe Zahl von Kindern aus zerrütteten Elternhäusern betrachtet, so denken wir, dass die Studie sehr wichtig ist. Sie zeigt, dass Scheidung ernsthafte Konsequenzen haben kann und dass wir möglicherweise eine Strategie zur Prävention [Vorbeugung] von Scheidungen brauchen.“ stimmt Johan Aasted Halse, Psychologe und Autor zahlreicher Bücher über Scheidungen, zu.

    Der offensichtliche Widerspruch zwischen weiblicher Vorherrschaft auf der Mikroebene [in der Familie] und männlicher Vorherrschaft auf der Makroebene [in der Gesellschaft] kann nicht einfach mit der Einordnung „schwächeres/stärkeres Geschlecht“ erklärt werden. Ich möchte postulieren [behaupten], dass männlich sein in erster Linie etwas wie nervöse Energie bedeutet, dass es bedeutet, dass man sich selber beweisen muss. Das kann sowohl zu positiven als auch zu negativen Ergebnissen führen.

    Die zahlenmäßige Überlegenheit von Männern sowohl in Wissenschaft und Politik als auch bei Verbrechen und Krieg hängt damit zusammen. Frauen haben dieses dringende Bedürfnis, sich selber zu beweisen, nicht in dem Ausmaß wie Männer. In mancher Hinsicht ist das eine Stärke. Deswegen denke ich, dass die Bezeichnungen „das ruhelose Geschlecht“ für Männer und „das selbstorientierte Geschlecht“ für Frauen passender sind, um die Unterschiede zu erklären.

    Daniel Pipes bleibt dabei, dass die Antwort auf den radikalen Islam der moderate Islam sei. Etwas wie einen moderaten Islam gibt es möglicherweise überhaupt nicht, aber es könnte einen moderaten Feminismus geben und einen reifen Maskulinismus, der ihm gewachsen ist. In dem Buch „Manliness“ („Männlichkeit“) schlägt Harvey C. Mansfield etwas vor, was er als anständige Verteidigung der Männlichkeit bezeichnet. Wie er sagt, „scheint Männlichkeit ungefähr halbe-halbe gut und schlecht zu sein.“

    Männlichkeit kann edel und heroisch sein, wie die der Männer auf der Titanic, die ihr Leben für das Prinzip „Frauen und Kinder zuerst“ geopfert haben, aber sie kann auch närrisch, halsstarrig und gewalttätig sein. Viele Männer werden es als beleidigend empfinden, zu hören, dass islamische Gewalt und Ehrenmorde auch nur irgendetwas mit Männlichkeit zu tun hätten. Aber es ist so. Der Islam ist eine komprimierte [konzentrierte] Version all der dunkelsten Aspekte von Männlichkeit. Wir sollten ihn von uns weisen. Auch Männer verlieren unter dem Islam ihre Freiheit, zu denken und zu sagen, was sie wollen, nicht nur Frauen.

    Jedoch könnte sich eine moderate Version des Feminismus für den Islam als tödlich erweisen. Der Islam lebt aus der extremen Unterwerfung von Frauen. Dessen beraubt wird er ersticken und sterben. Es stimmt, dass der Westen die Formel für die perfekte Balance zwischen Männern und Frauen auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht gefunden hat, aber wir arbeiten wenigstens daran. Der Islam ist im 7. Jahrhundert steckengeblieben. Manche Männer beklagen den Verlust der Sinnhaftigkeit von Männlichkeit in einer modernen Welt. Vielleicht konnte ein bedeutsamer Sinn sein, sicherzustellen, dass unsere Schwestern und Töchter in einer Welt aufwachsen, in der sie das Recht auf Bildung und ein freies Leben haben und sie gegen die islamische Barbarei zu schützen. Das wird gebraucht werden.

    Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

    Quelle: Fjordman: Westlicher Feminismus und das Bedürfnis nach Unterwerfung

    Weitere Texte von Fordman

    Meine Meinung:

    Ganz gut passt hierzu auch der Text von Thomas Rietzschel, der das Verhalten der westlichen Männer in den letzten Jahrzehnten bis heute  betrachtet:

    Thomas Rietzschel: Islamversteher – Wegbereiter einfühlsamer Unterwerfung

    Erinnern Sie sich noch an die „Frauenversteher“, die Einfühlsamen, denen die eigene Natur so peinlich war, dass sie nicht mehr als Männer erkannt werden wollten? Nicht nur beim Pinkeln ließen sie sich verständnisvoll in die Knie zwingen. Manche von ihnen wären am liebsten selbst schwanger geworden, auf welchen Wegen auch immer. Hauptsache, den Frauen blieb die sexuelle Zudringlichkeit der Kerle erspart. Mit Sanftmut wollten sie die Angriffe des weiblichen Geschlechts unterlaufen. Die neue Moral gebot es, den Schwanz einzukneifen, damals in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

    Weit haben es die Herren der Schöpfung mit dieser Kuscheloffensive gegen die Emanzipation nicht gebracht. Schneller als sie ihre selbstbestrickten Pullover auftragen konnten, landeten sie auf den Bühnen des Kabaretts. Die Frauen schütteten sich vor Lachen aus. Den Unterwürfigen wurde ihre heuchlerische Aufdringlichkeit mit Gespött vergolten. Weil sie zu bequem, zu faul, vielleicht auch zu ängstlich waren, zu dem zu stehen, was sie nun einmal sind, standen die Allesversteher zum Schluss bedröppelt an der Rampe. Bis heute dürfen sie sich einen Schuss in den Ofen zugute halten. Zu bewahren war die Erinnerung an eine lehrreiche Komödie über das Schicksal der Weicheier. >>> weiterlesen 

    Siehe auch:

    Thilo Sarrazin: Migranten – ein wachsendes kulturfremdes Proletariat

    George Igler: Die wahren Kosten der muslimischen „Bereicherung” Europas

    Frankreich will im Rahmen des Ausnahmezustandes bis zu 160 Moscheen schließen

    Video: Güner Balci: Der Jungfrauenwahn im Islam – die verteufelte weibliche Sexualität

    Hamed Abdel-Samad: ISIS- Versteher Todenhöfer: Dumm, ignorant, weltfremd

    Akif Pirincci: Neuer Skandal um Adolf Pirincci

    Fjordman: Wie Masseneinwanderung die bestehende Kultur zerstört

    28 Jun

    Original von Gates of Vienna  ++  The EU and the Globalist Alliance

    Übersetzung von Eisvogel

    Das Folgende ist ein interessanter Kommentar zu Multikulturalismus, der ausgerechnet auf einer Website in Bangladesh geschrieben wurde:

    “Multikulturalismus ist ein unnatürlicher und ungesunder Zustand, der nur Länder heimsuchen kann, die sich im nationalen Niedergang befinden. (…) Habgier und Korruption charakterisieren die Regierung zusammen mit unterdrückerischen Maßnahmen gegen die Bürger. Lügen und Falschheit werden Inhalt und Geschäft der Medien, Politiker und Bildungseinrichtungen sein.”

    Multikulturalismus „wird dazu benutzt, einen nationalen Konsens in der Wählerschaft zu verhindern. Er untergräbt Werte, Kultur, Glaubensinhalte, ethnische Eigenheiten usw. und schafft dadurch einen ständigen Strom der Unzufriedenheit, auf dem die Multikulturalisten schwimmen. Es ist eine perfekte Methode, sicherzustellen, dass es niemals Übereinstimmung, Einigkeit oder ein gemeinsames Schicksal unter den Regierten geben kann.”

    fjordman-peders-jensen-8-2011In anderen Worten: Multikulturalismus ist ganz einfach eine Methode des Prinzips „Teile und herrsche”. Gibt es dann auch nur einen Grund, versuchen zu wollen, die Logik dahinter zu verstehen? Vielleicht war es einfach nur eine bequeme Ausrede dafür, die etablierte Ordnung der Nationalstaaten zu zerbrechen, indem man sie unter dem Deckmäntelchen „kulturelle Vielfalt” die europäischen Staaten durch Masseneinwanderung zu überfluten. Wenn das zutrifft, gab es niemals eine zusammenhängende Logik dahinter, deshalb sollten wir unsere Zeit nicht damit verschwenden, nach einer zu suchen. Viele von denen, die Multikulturalismus predigten, haben selbst auch nicht ein einziges Wort davon geglaubt. Multikulturalismus ist der neue Allah: Du sollst nicht verstehen, du sollst nur gehorchen.

    Es war ein Projekt einer Koalition aus verschiedenen Gruppen, die das gemeinsame Ziel vereinte, die westlichen Nationalstaaten zu untergraben [aufzulösen]. Ich habe vor einer Generation gehört, wie Befürworter der Masseneinwanderung sagten, dass die Behauptung, daß der Multikuturalismus unsere Gesellschaften in etwas nicht wieder zu Erkennendes verwandeln würde, nichts weiter als Angstmacherei und Rassismus sei.

    Heute sagen die gleichen Gruppierungen, ja, unsere Gesellschaften haben sich für immer verändert. Das ist gut so und außerdem ist es sowieso zu spät, etwas daran zu ändern. Also gewöhnt Euch dran! Ihre Propaganda diente zunächst dazu, die Öffentlichkeit zu täuschen, um potentiell irreversible [unumkehrbare] Veränderungen ohne eine öffentliche Diskussion durchzuführen, ohne das Volk zu befragen. Sie wussten, dass man ihnen niemals erlaubt hätte, ihre eigenen Länder zu zerstören, deshalb haben sie ganz einfach nicht um Erlaubnis gefragt.

    Indem die EU die Landesgrenzen aufgelöst hat, hat sie die größten Migrationswellen in der europäischen Geschichte ermöglicht. Als Polen EU-Mitglied wurde, zogen viele Polen nach Großbritannien und Deutschland usw. Das ließ Polen mit einem Mangel an Arbeitskräften zurück. Sie denken dort nun darüber nach, Arbeiter aus der Ukraine und Russland zu importieren, um die Polen, die fortzogen, zu ersetzen. [Der Krieg in der Ukraine hat diese Sogwirkung noch verstärkt.]

    Gleichzeitig fliehen gebürtige Briten nach Spanien, weil sie sich in Großbritannien nicht mehr heimisch fühlen. Durch solche Wanderungsbewegungen löst man eine Kettenreaktion der Migration aus, die Nationalstaaten, die über Jahrhunderte Bestand hatten, zerschlagen wird [lösen sich auf]. Und doch verblasst diese innereuropäische Migration im Vergleich zu der Immigration aus Entwicklungsländern. Das Endergebnis wird – vermutlich – ein ganzer Kontinent voller Menschen ohne nationale Loyalität [Solidarität, Heimatgefühl, Identität] sein, die entfremdet, desorientiert und somit leichter zu kontrollieren sind.

    Stalin tat das gleiche, auch er verpflanzte große Bevölkerungsgruppen, um den Staat zu destabilisieren und uneinig zu halten. Die EU hat von Stalin gelernt.

    Es ist in der Tat höchst plausibel, dass manche Gruppierungen den Multikulturalismus benutzt haben, um durchschlagende Veränderungen einzuführen, die man nie hätte öffentlich debattieren können, und die häufig genau das Gegenteil von dem waren, was offiziell behauptet wurde. Masseneinwanderung wurde als etwas präsentiert, das „die lokale Kultur bereichert”. Tatsächlich wurde diese dadurch verwässert und das war wahrscheinlich auch Sinn und Zweck davon.

    Bei allen Ideologien gibt es sowohl wahre Gläubige als auch Zyniker, die sie aus anderweitigen Motiven nutzen. Obwohl die Zahl der Multikulti-Gläubigen geringer wird, haben zweifellos viele Menschen wirklich daran geglaubt, zumindest eine Zeit lang, und deshalb denke ich, dass es gerechtfertigt ist, dass man sich die Zeit nimmt, die ideologischen Wurzeln zu analysieren.

    Wie ich früher schon gezeigt habe, gibt es keine Eins-zu-eins-Beziehung zwischen Multikulturalismus und Marxismus [Kommunismus]. Multikulturalismus ist eine komplexe und manchmal unzusammenhängende Mischung vieler verschiedener Impulse, von denen manche auf die Aufklärung zurückgehen und manche möglicherweise auch mit dem Protestantismus verwandt sind. Manche Elemente dürften vom Marxismus inspiriert oder zumindest mit ihm kompatibel sein, aber wir können eine stärkere Verbindung zum Marxismus erkennen, wenn wir den Multikulturalismus als Teil eines größeren Pakets von Ideologien ansehen.

    Thomas Hylland Eriksen, Professor für Sozialanthropologie an der norwegischen Universität Oslo, hat den Vorsitz über ein Multimillionen-Projekt, das vom norwegischen Staat finanziert wird und das die Aufgabe hat, einen Ausblick zu erstellen, wie die neue multikulturelle Gesellschaft funktionieren wird. Er lebt nach eigenen Angaben in einem langweiligen, monokulturellen Teil der Stadt, isoliert von den Auswirkungen der kulturellen Vielfalt.

    Eine serbische Ärztin aus dem ehemaligen Jugoslawien dagegen, wo die multikulturelle Gesellschaft erst vor kurzem in einem entsetzlichen Bürgerkrieg zusammenbrach, warnte vor den Auswirkungen unkontrollierter Masseneinwanderung. Herr Erikson, ein Multikulti-Karrierist und ein gefeierter Intellektueller seines Landes, antwortete darauf, indem er ihr „einen Mangel an Visionen” vorwarf.

    Offenbar wird der Wert eines Intellektuellen daran gemessen, wie grandios die Ideen sind, die er hat. Je größer die Visionen eines Menschen, desto strahlender ist sein Intellekt und desto größer das Prestige, das ihm zukommen sollte. Ob diese Visionen auch tatsächlich mit der Realität und der menschlichen Natur übereinstimmen, ist dabei zweitrangig.

    Tatsächlich sind viele selbsternannte Intellektuelle regelrecht beleidigt von den kleinlichen Einwänden ihrer Fußvolk-Mitbürger, die sich mit den Auswirkungen dieser Ideen auf das richtige Leben befassen. Die Tatsache, dass einige Menschen durch seine Ideen leiden könnten, entmutigt einen solchen Menschen nicht. Wirklich große Fortschritte der Menschheit können nur durch Opfer erreicht werden, die dann bevorzugt von anderen gebracht werden.

    Der norwegische Autor Torgrim Eggen warnt vor „Rassenkriegen” die in Folge der Masseneinwanderung entstehen könnten, unterstützt diese jedoch weiterhin. Auf die Frage, was wir tun könnten, um dieses Szenario zu vermeiden, antwortete er:

    “Das ist eine sehr dumme Frage gegenüber einem Autor. Sie setzt voraus, dass ich den Wunsch habe, dass jedermann glücklich ist, ein angenehmes Leben führt und keinerlei Probleme hat. Wenn das so wäre, was glauben Sie dann, worüber ich schreiben soll?”

    Ich muss ihm zugestehen, dass er ehrlich ist. Das ist das freimütigste Eingeständnis der Tatsache, dass manche Leute überhaupt keine harmonische Gesellschaft WOLLEN, das ich jemals gehört habe. Sie glauben, das wäre langweilig. Es gibt kein schlimmeres Schicksal für einen selbsternannten Intellektuellen als in einer Nation zu leben, die im Großen und Ganzen wohlhabend, friedlich und gut funktionierend ist, weil sich dann niemand um seine Ratschläge schert und seiner Führung folgt, wie es einer Person seiner Intelligenz zukommt.

    Selbst wenn es gelingt, eine florierende Gesellschaft zu schaffen, ist das nicht immer ein stabiler Zustand. Die Menschen werden schrittweise die Qualitäten vergessen, die sie anfänglich zu ihrem Erfolg geführt haben, und weil sie ihren materiellen Wohlstand genießen, werden sie sich dagegen sträuben, sich gegen jene zu verteidigen, die sie bedrohen, – ein Zustand, den wir „Dekadenz” nennen.

    Menschen scheinen auch ein tief verwurzeltes Bedürfnis danach zu haben, für oder gegen etwas zu kämpfen, und in den westlichen Sozialstaaten scheint ein Mangel daran vorzuherrschen. Manche Bürger reagieren darauf mit Drogenmissbrauch, um ihr Leben farbenfroher zu machen, andere wenden sich utopischen Ideen zu. Man kann viel Schlechtes über islamische Terroristen sagen, aber sie sind zumindest nicht langweilig, was der Grund dafür sein könnte, dass manche Westler sich von ihrer Sache angezogen fühlen. [1]

    [1] Ich bin da etwas anderer Meinung als Fjordman. Ich glaube nicht, daß die Menschen ein Bedürfnis haben, für oder gegen etwas zu kämpfen. Ich glaube eher, sie werden von einer inneren Unzufriedenheit getrieben, von einer inneren Leere. Für die sie aber mehr oder weniger selbst verantwortlich sind. Auch die weit verbreitete Sexsucht führt dazu, dass die Menschen psychosomatisch erkranken. Es kann allerdings sein, daß die Menschen dann, wenn sie in dieser Sexfalle sitzen, anfangen, für oder gegen etwas zu kämpfen. Dabei vergessen sie allerdings, daß nur sie ganz allein für ihr Unglücklichsein verantwortlich sind und daß nur sie ganz allein an diesem Unglück etwas ändern können.

    Sie kämpfen gegen die vermeindlich böse Welt da draußen, der wahre Feind ist aber ist ihre Gleichgültigkeit, ihre Oberflächlichkeit, ihre Triebhaftigkeit und Zügellosigkeit. Die Menschen haben den Bezug zur Spiritualität verloren. Sie streben nach Sex, Macht, Geld, Luxus und Konsum und berauschen sich mit Alkohol, Tabletten, Drogen und anderen Süchten. Sie streben nach äußeren Dingen. Zufriedenheit aber findet man nur im Inneren. Ist man mit seinem Inneren im Reinen, dann ergeben sich die äußeren Dingen von selbst.

    Wenn die ideale Gesellschaft die ist, in der ein Minimum an Leiden und ein Maximum an Freiheit und Wohlstand herrscht, dann war der Westen zumindest noch vor einigen Jahren so nahe an diesem Ideal, wie es die Menschheit noch nie zuvor war. Das Problem ist aber, je näher man der Vollkommenheit kommt, desto krasser, lästiger und inakzeptabler erscheinen die verbleibenden Unvollkommenheiten. Wenn man dazu neigt, eine perfekte Gesellschaft zu wünschen, reichen auf Verbesserung gerichtete, aufbauende Schritte nicht aus, um Mängel zu beseitigen; dann muss die ganze Struktur abgerissen und von vorne aufgebaut werden. [2]

    [2] Materiell gesehen leben wir tatsächlich in einer fast idealen Welt. Wir haben den Hunger und die Armut besiegt. Niemand braucht auf der Straße zu leben und wir haben eine hervorragende Gesundheitversorgung. Aber wir haben unsere spirituellen Wurzeln verloren. Die Menschen glauben, Religionen seien überflüssig oder gar unsinnig. Man mag zu Religionen stehen wie man will. Sie beinhalten einen sehr wichtigen Kern, auf den ich jetzt allerdings nicht weiter eingehen möchte.

    Die Religionen, zumindest das Christentum, der Hinduismus und der Budismus enthalten Jahrtausende alte Weisheiten. Dabei geht es nicht um die Frage, ob es einen Gott gibt. Diese Frage halte ich für ziemlich nebensächlich. Soll doch jeder selber entscheiden, ob er an einen Gott glaubt. Vielmehr geht es dabei um die Frage, wie man sein Leben gestaltet, damit man ein glücklicher Mensch wird. Wer wissen möchte, was ich damit meine, lese einfach ein wenig auf der Seite Sexualität und Spiritualität.

    Der 1. Weltkrieg legte die Grundlage für den 2. Weltkrieg, weil er in Deutschland die Saat des Grolles ausbrachte, die Saat, die nach der Weltwirtschaftskrise [1929] aufblühte und zum Aufstieg der Nazis führte. Er führte auch zu der Russischen Revolution [1917] und damit zur Errichtung des Sowjetkommunismus und zum Kalten Krieg. Das vereinte Vermächtnis des Anti-Nationalismus, der aus dem 1. Weltkrieg heraus geboren wurde, des Prinzips der totalen Antidiskriminierung, das sich nach dem 2. Weltkrieg etablierte, und des Modells eines künstlichen, postchristlichen [nachchristlichen], autoritären Superstaates aus dem Vermächtnis der Sowjetunion sind heute alle in der Europäischen Union verkörpert.

    Weniger als eine Generation nach dem Ende des Kalten Krieges treten wir in einen neuen Weltkrieg ein, der in westlicher Schwäche und dem wiederauflebenden Dschihad begründet ist. Der Zusammenhang zwischen dem Kalten Krieg [1947-1989 zwischen den Westmächten und Russland] und dem derzeitigen Weltkrieg ist nicht so eng wie zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg, aber er existiert. [3]

    [3] Der türkische Schriftsteller Cafer Senocak schreibt dazu in seinem Artikel Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam: „Dieser Islam hat einen Weltkrieg angefangen. Doch die Welt tut so, als wüsste sie immer noch nichts davon.”

    Der Westen der 1990er Jahre war erleichtert, dass die Aussicht auf einen weltweiten Nuklearkrieg vorbei war. Wir ließen in unserer Wachsamkeit nach, weil es uns widerstrebte, uns sofort wieder auf eine neue ideologische Konfrontation einzulassen, und das gab den Moslems die Gelegenheit, still und leise unsere Länder zu infiltrieren. Stramm linke Gruppierungen innerhalb des Westens, von denen manche während des Kalten Krieges aktiv von der Sowjetunion und dem KGB gefördert worden waren, gruppierten sich nach deren Zusammenbruch neu.

    Darüber hinaus wurden Araber in den 1970er Jahren von der Sowjetunion gegen Israel und die USA unterstützt, aber Moslems wurden umgekehrt auch in den 80ern in Afghanistan von den Amerikanern gegen die Sowjets unterstützt, wobei Dschihadisten wie Osama bin Laden ihr Handwerk lernten. Der Dschihad wurde somit eine Zeit lang von beiden Supermächten begünstigt.

    In The American Thinker schreibt James Lewis, dass

    „Europa die gewählte Demokratie auf den höchsten und mächtigsten Ebenen aufgegeben hat. Für die Eliten ist die aufkommende EUdSSR [Europäische Union] eine großartige Sache, weil sie ihnen die Möglichkeit eröffnet, anstatt ein kleiner Bürokrat in London zu sein, nun die Möglichkeit bietet, ganz Europa zu regieren, und das mit höherem Einkommen, besserer Kost, reicheren Lobbyisten, direkt auf der anderen Seite des Ärmelkanals in der trendigen neuen Euro-Hauptstadt Brüssel. Alles, was dazu nötig ist, ist die Regulierungen so kompliziert zu gestalten, dass niemand sie verstehen kann.”

    Er glaubt, dass sich die Europäer aufgrund der geplanten Euthanasie [Abschaffung] ihrer Nationalstaaten in einem Stadium stiller Trauer befinden:

    „Die von den Eliten ausgehende Mund-zu-Mund-Propaganda hat vollbracht, was tausend Jahre europäischer Kriege und Vertragsschlüsse niemals erreichen konnten. Europa wird in eine künstliche Einheit gehämmert und geschmolzen.”

    Dieses Gefühl der dem Untergang geweihten nationalen Identität wirft ein neues Licht auf die antiamerikanische Neurose, die sich durch große Teile der europäischen Medien zieht.

    Lewis nennt die „EU-Regierung hyperkomplex” Der ehemalige italienische Premierminister Giuliano Amato gibt zu, dass der novellierte [überarbeitete, korrigierte] „Vertrag”, der die zurückgewiesene EU-Verfassung (mit der er zu 95% identisch ist) vorsätzlich so kompliziert ausgearbeitet wurde, dass ihn der Durchschnittsbürger nicht verstehen kann: „Sie [Die EU-Führer] entschlossen sich dazu, das Dokument unlesbar zu machen. Wenn es unlesbar ist, ist es keine Verfassung, das war die Art, wie sie es wahrnahmen.”

    Westeuropäer hatten jedoch bereits zuvor über Jahrzehnte hinweg den stetigen Machtzuwachs der nationalen Nanny-Staaten [Sozialstaaten] akzeptiert. Alles, was für die EU noch zu tun blieb, war, diese etablierten Bürokratien auf der supranationalen [internationale] Ebene zu einem komplizierten Netzwerk zu erheben, das tatsächlich für den Durchschnittsmenschen nicht mehr durchschaubar ist. Nur die sachkundigen Spezialisten und Bürokraten können innerhalb dieses Labyrinths manövrieren, was eine riesige und weitgehend nicht wahrgenommene und damit formell und informell unbegrenzte Macht in die Hände weniger Strippenzieher an der Spitze legt. [4]

    [4] Das erinnert mich an die indischen Brahmanen, hinduistische Priester, die sehr gebildet waren und die die heiligen Schriften studiert hatten. Das ungebildete Volk dagegen konnte weder lesen noch schreiben. Somit diktierten die Brahmanen dem Volk wie es zu leben hatte, denn nur sie allein kannten die heiligen Schriften und sie legten sie so aus, damit es ihre Macht festigte.

    Nach José Manuel Barroso, dem portugiesischen Präsidenten der Europäischen Kommission, ist die EU „das erste nicht-imperialistische Imperium” der Welt, was mich darüber nachdenken lässt, ob er jemals „Des Kaisers neue Kleider” von Hans Christian Andersen gelesen hat. Wenn die EU ein „Imperium” irgendeiner Art ist, dann ist sie in allererster Linie ein Imperium von Bürokraten. Das  war möglich, weil die EU in einer Kultur etabliert wurde, die bereits von Bürokraten regiert wurde.

    Jemand anderes mit grandiosen Ideen über die EU (und sich selber) ist der ehemalige französische Präsident Valery Giscard d’Estaing, der seine Rolle bei der Ausarbeitung der EU-Verfassung mit der der Gründungsväter der Vereinigten Staaten verglichen hat. Leider ist Herr Giscard kein Thomas Jefferson oder James Madison und hat offensichtlich sehr wenig Ahnung von der amerikanischen Verfassung.

    Genau deshalb nämlich, weil manche Amerikaner darüber besorgt waren, dass der Regierung zu viel Macht zukommen könnte, wurde die Bill of Rights eingeführt [5], in der die Rechte der individuellen Bürger gesichert sind. Unter dem Strich schafft die US-Verfassung eine machtvolle Regierung, aber sie berücksichtigt auch dezentralisierte Herrschaft und lässt der individuellen Freiheit viel Raum. Einfach gesagt gewähren die Bürger dem Staat das Recht, einige Aufgaben in ihrem Namen zu übernehmen.

    [5] Die Bill of Rights besteht aus den ersten zehn Zusatzartikeln zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Zu den 10 Zusatzartikeln gehören unter anderen: Trennung von Staat und Kirche, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Recht auf Petitionen (Beschwerde an eine Behörde oder Volksvertretung), das Recht des Volkes zum Besitz und Tragen von Waffen, das Recht auf einen zügigen und öffentlichen Prozess vor einem Geschworenengericht in Strafprozessen.

    Vergleichen Sie das mit der umfangreichen EU-Verfassung, in der der Staat Ihnen gewisse Rechte „gewährt”, wozu das Recht wirklicher Redefreiheit nicht gehört. Die Amerikaner und Briten haben ihre Schwachstellen, aber ich gebe zu, dass ich das angelsächsische und angloamerikanische Modell der Begrenzung der Staatsmacht vorziehe, und nicht das französische. Ich mag die Idee eines allmächtigen Staates, der einem Rechte „gewährt”, nicht. Wenn der Staat einem Rechte „gewährt”, kann er sie vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder entziehen. Es sagt etwas über die Wahrnehmung des Verhältnisses zwischen Bürger und Staat aus.

    Der kanadische Zeitungskolumnist David Warren schreibt über die „Grundrechts-Charta”, die in der vorgelegten EU-Verfassung enthalten ist:

    „Es wird Zeit, dass die Menschen sich klarmachen, dass „Menschenrechts-Gesetzgebung” eine Waffe ist, die der Staat dazu benutzt, um unliebsames Verhalten seitens der Individuen zu unterdrücken. Sie kann nicht vom Individuum gegenüber dem Staat verwendet werden, wie es bei unabhängigen Zivil- und Strafgerichten der Fall ist. Sie sind abgehobene Kammern, die dazu benutzt werden – und eigens dafür geschaffen wurden und so benutzt zu werden, um Schauprozesse abzuhalten, in denen Personen öffentlich dämonisiert werden können, denen es an Achtung vor den neuesten politischen Korrekturen der Politkommissare fehlt.

    Indem sie allen etablierten gesetzlichen Schutz ihrer Opfer entfernen, die Unschuldsvermutung, das Recht, die Identität des Beschuldigers zu erfahren, von einer Jury Gleichgestellter beurteilt zu werden usw., treten sie der Tradition der menschlichen Freiheit, die auf die Magna Charta zurückgeht [6], mit Stiefeln ins Gesicht. Die Tribunale [Gerichtsverfahren] werden immer mit bürokratischer Zustimmung abgehalten. Die Demokratie ist noch nicht ganz tot in Europa, aber sie ist auf dem besten Weg dahin. Die schwerfällige, inkompetente, lächerlich korrupte, unglaublich arrogante und ungewählte Euro-Bürokratie ist bereits jetzt in einer Position, quer durch Europa unter Umgehung der normalen Legislativen [8] die Politik zu diktieren.”

    [6] Die Magna Charta verbriefte grundlegende politische Freiheiten des Adels gegenüber dem englischen König, dessen Land seinerzeit Lehen [7] des Papstes Innozenz III. war. Der Kirche wurde die Unabhängigkeit von der Krone garantiert. Das Dokument wurde vom König nur auf erheblichen Druck der Barone angenommen.

    [7] Der Lehnsherr [König, Herzog oder Fürst] stellte dem Vasallen [Untergebenen] Land zur Verfügung. Der Vasall leistete dafür unterschiedliche Dienste und war zu Abgaben verpflichtet.

    [8] Unter der Legislative versteht man die Gesetzgebung, die im deutschen Bundestag verabschiedet werden. Fjordman schrieb an anderer Stelle, daß etwa 80 Prozent aller Gesetze in Deutschland von der EU verabschiedet werden. Der Bundestag hat darauf keinen Einfluß mehr. Er kann nur noch abnicken. Die Fernuni Hagen will allerdings herausgefunden haben, daß es nur knapp 50 Prozent sind.

    Die Hagener Politikwissenschaftlerin Elisabeth Töller denkt, dass diese überdimensionierte Zahl auf eine Äußerung des Kommissionspräsidenten Jacques Delors 1988 vor dem Europäischen Parlament zurück geht: „In zehn Jahren werden 80 Prozent der Wirtschaftsgesetzgebung, vielleicht auch der steuerlichen und sozialen, gemeinschaftlichen Ursprungs sein.“

    Stanley Kurtz von National Review Online rezensiert das Buch Die letzten Tage von Europa – ein Kontinent verändert sein Gesicht von Walter Laqueur:

    „Laqueur kommt mehrfach darauf zurück, dass die europäischen Behörden es unterlassen haben, die Öffentlichkeit zur Einwanderung zu konsultieren. Anstatt die Angelegenheit einer öffentlichen Debatte zu überlassen, schufen Regierungen und Großunternehmen einseitig still und leise Tatsachen. Europas Eliten hatten ein schlechtes Gewissen durch die Erinnerung daran, dass [jüdische] Flüchtlinge aus Nazideutschland Jahrzehnte zuvor abgewiesen worden waren.

    Es gab auch die stets vorherrschende ‘Furcht, des Rassismus beschuldigt zu werden’. Diese bizarre Kombination aus Multikulturalismus und kompletter Missachtung der Bedeutung von Kultur riss eine riesige Kluft zwischen Europas Eliten und dem Volk – eine Kluft, die offen zu Tage trat, als Frankreich und die Niederlande die vorgelegte EU-Verfassung zurückwiesen (teilweise aus Besorgnis über die islamische Einwanderung und den Türkeibeitritt zur EU). Es gab nach Laqueur eine Gegenreaktion gegen die Eliten, die ihre Politik einer Bevölkerung aufdrücken wollten, die niemals gefragt worden war.”

    Stanley Kurtz fragt sich, was sich die europäischen Eliten dabei dachten, als sie diese Politik einführten [eiskalt durchzogen]:

    „Auf die Frage ‘Hatten sie sich etwa vorgestellt, dass unkontrollierte Einwanderung keine großen Probleme verursachen würde?’ erwidert Laqueur, dass diese Frage nicht zu beantworten sei (Meine Vermutung ist, dass die europäischen Eliten gerade so wie die mit Marktinteressen argumentierenden Einwanderungsbefürworter in Amerika von heute sich auf den unmittelbaren Bedarf an Arbeitskräften konzentrierten und wenig Gedanken auf langfristige gesellschaftliche Konsequenzen verschwendeten.)”

    Ursprünglich in den 1960er Jahren war das erste Einsickern islamischer Einwanderung wahrscheinlich von niemandem geplant, sondern lediglich ein unbeabsichtigter Nebeneffekt der Entkolonialisierung und dem Wunsch nach kurzfristiger Arbeitskraft in boomenden Wirtschaften. Wie ich schon früher ausgeführt habe, wandelte sich das einige Jahre später in eine wesentlich organisiertere Kooperation zwischen europäischen und islamischen Ländern.

    Warum nehmen die normalen Europäer das hin? Ist die historische Tradition elitärer Herrschaft hier immer noch lebendig? Sind wir vollkommen zufrieden damit, anderen zu erlauben, unsere Leben zu regulieren, so lange wir was zu essen auf dem Tisch haben und immer noch ab und zu einen netten Wochenendurlaub in einem exotischen Ferienort verbringen können?

    Die Hauptwaffe der EU war immer Täuschung und Sprachmanipulation, die sich hinter Etiketten wie „Friedensprojekt” und „ausgeweitete Freihandelszone” verbarg. Das hat ganz gut funktioniert. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die meisten Europäer keinerlei Ahnung davon haben, wie ausgefeilt die eurabischen Netzwerke sind oder wie sehr sie von den EU-Behörden ausverkauft werden.

    Viele glauben, es ist eine verrückte Verschwörungstheorie, wenn man es ihnen erklärt, gerade so wie es eine Generation zuvor als Angstmacherei galt, wenn man behauptete, dass „diese Freihandelszone mit ein paar zusätzlichen Extras” sich schließlich in einen Superstaat verwandeln würde, der das demokratische System untergräbt und die Stabilität des ganzen Kontinents erschüttert.

    Die EU-Föderalisten müssen aber in den Fällen, wo ihre Hauptwaffe der Täuschung sich als unzureichend erweist, auf etwas anderes zurückgreifen können. Ihre zweite Waffe ist zunächst einmal der im Westen übliche Respekt vor dem Gesetz. Auf den Widerwillen der Bevölkerung, Revolutionen anzuzetteln, war bei der Verhinderung ernstzunehmenden Widerstandes Verlass, insbesondere weil er mit einem hohen Maß an der Apathie [Trägheit, Faulheit] einherging, die durch Bürokratie verursacht wird.

    Parallel zum Wachstum der EU und der Masseneinwanderung waren Westeuropäer einer explosionsartigen Vermehrung von Regulierungen aller Art ausgesetzt. Das stört Moslems wenig, da sie aus Kulturen kommen, in denen man sich nur dann an Gesetze hält, wenn diese vom Staat mit brutaler Gewalt durchgesetzt werden. Auf Westler jedoch, mit ihrer Zurückhaltung und ihrem Sinn für Fair Play, auf Westeuropäer, die von Propaganda und Bürokratie kastriert wurden, hatte das einen destruktiven Einfluss.

    Das System in Westeuropa basiert auf einem minimalen Einsatz von Gewalt. Tatsächlich sind die bewaffneten Kräfte [die Armeen] so schwach, dass diese Länder in anderen Zeitaltern schon längst erobert worden wären. Die Lage blieb nur wegen des amerikanischen Schutzschirms über Europa stabil.

    Die EU wird regelmäßig als zahnlos und impotent bezeichnet, aber das ist unzutreffend. Sie ist sowohl unwillig als auch unfähig, Europäer gegen externe Aggressoren zu schützen, aber das System ist sehr wohl in der Lage, die Freiheit der Europäer zu untergraben. Das Problem ist also nicht, dass das System machtlos ist, sondern dass es diejenigen belohnt, die Gewalt einsetzen und diejenigen bestraft, die das nicht tun.

    Einheimische Europäer werden ignoriert oder mundtot gemacht, wenn sie mit friedlichen Mittel gegen die Masseneinwanderung im expandierenden paneuropäischen Superstaat zu protestieren versuchen. Gegenüber Moslems im Inneren und außerhalb werden umgehend Zugeständnisse gemacht und Respekt gezeigt, während Europäer von jenen, die angeblich ihre Führungseliten sind, zunehmend mit Verachtung und Feindseligkeit behandelt werden.

    Wenn das unverändert so bleibt, könnte das früher oder später zu einem Gewaltausbruch einheimischer Europäer führen, weil das System an sich Gewalt belohnt, und weil ein System, das so handelt, zu Gewalt ermuntert. Wenn das in eine Explosion [exessiven Gewaltausbruch] der Bevölkerung mündet, dann glaube ich nicht, dass sich zukünftige Generationen fragen werden, warum das geschehen ist, sie werden sich höchstens fragen, warum es nicht früher geschehen ist. Früher oder später werden sich die Menschen jemandem, egal wem, zuwenden, der ihnen verspricht, ihr Leben, Eigentum und ihre Kultur zu beschützen.

    Ein online verfügbares Dokument aus dem Jahr 2005 von Traugott Schoefthaler, dem geschäftsführenden Vorsitzenden der euro-mediterranen Anna-Lindh-Stiftung für den Dialog der Kulturen, einem der wichtigsten Instrumente in der eurabischen kulturellen Zusammenarbeit, enthält folgendes:

    „Theodor W. Adorno und Alfred Horkheimer veröffentlichten kurz nach 1945 eine erste Analyse über den Macht- und Gewaltkult in Nazideutschland und gingen dabei tief in die psychologische Terminologie des Ego- und Ethnozentrismus. Javier Pérez de Cuéllar und Amin Maalouf kamen zu vergleichbaren Schlüssen:

    Kulturpolitik muss schematische Konzepte wie die Unterscheidung des Volkes in „Wir” und „Sie” vermeiden. Sie warnen sogar davor, den Begriff „die Anderen”, der standardmäßig in fast allen interkulturellen Bildungskonzepten enthalten ist, weiterhin zu verwenden, weil er das Tor dafür öffnet, dass Individuen eine kollektive Identität annehmen. Es gibt keine andere praktikable Alternative zu ihrem Vorschlag, im Umgang mit kultureller Verschiedenartigkeit eine auf Recht basierende Annäherung zu wählen.”

    In diesem Dokument wird im Weiteren ausgeführt, dass die Zielvorstellung „voneinander lernen” (eine der eurabischen Parolen)

    „von der Weltbildungskommission für das 21. Jahrhundert umrissen wurde, deren Vorsitz der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission Jacques Delors innehat. Formale Bildungssysteme müssen zu Lern-Umgebungen umgerüstet werden, Lehrer von Instruktoren zu Organisatoren des Lernens werden, Schulen zu Zentren, in denen die tägliche Praxis der Toleranz eingeübt wird, indem anderen ‘Sichtweisen’ Raum gelassen wird.

    Darüber hinaus können nach dem Bericht von Herrn Delors, dem einflussreichen französischen Präsidenten der EU-Kommission von 1985 bis 95

    „Werte … im engeren Sinne nicht gelehrt werden: Der Wunsch, von außen vorgefertigte Werte an den Mann zu bringen, führt am Ende zu deren Negierung.”

    In einfachen Worten: Europäischen Schulkindern sollten gelehrt werden, ihre kulturelle Identität „aufzugeben”. Da es unwahrscheinlich ist, dass von Moslems erwartet wird, dass sie dasselbe tun oder akzeptieren, führt dies zu einer einseitigen Wegnahme der kulturellen Identität von Europäern, die damit in der Konfrontation mit einer demographisch [bevölkerungsmäßig] expandierenden islamischen Gemeinde verteidigungslos bleiben.

    Nach dieser Logik ist „Identität” im weitest möglichen Sinn die Wurzel aller Konflikte. Als Konsequenz daraus muss man annehmen, dass durch die Ausradierung aller rassischen, religiösen, nationalen und kulturellen Unterschiede alle Kriege aufhören werden. Das ähnelt frappierend der Weltsicht der Kommunisten, welche die Vision hatten, dass durch die Ausradierung wirtschaftlicher Unterschiede alle Kriege aufhören würden. Alle Völker sollten stufenweise in eines verschmolzen werden, wenn notwendig auch gegen ihren Willen, wobei man natürlich mit den Nationen mit weißer Bevölkerungsmehrheit anfängt. [7]

    [7] Man beraubt der weißen Rasse nicht nur ihrer Identität, es kommt auch zu keiner Ausradierung aller rassischen, religiösen, nationalen und kulturellen Unterschiede, sondern die weiße Rasse wird vollkommen einseitig ihrer Religion, ihrer nationalen Identität und Kultur beraubt. Sie wird vernachlässigt, herabgewürdigt und abgewertet. Würde man ebenso mit dem Islam verfahren, so würden die Muslime dies als Diskrimminierung empfinden und entsprechend reagieren. Aus Angst vor der Gewalt der Muslime gesteht man ihnen deshalb immer mehr Sonderrechte zu, die man den Weißen niemals zugestehen würde. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und die Weißen lassen sich dies gefallen. Es wird höchste Zeit, daß die Weißen sich ebenso entschlossen für ihre Rechte einsetzen.

    Richard N. Gardner, ein globalistischer Denker, der früher US-Botschafter war und derzeit Juraprofessor ist, umriss 1974 in Foreign Affairs eine Strategie zur schrittweisen Aushöhlung nationaler Souveränität durch die Schaffung von „Institutionen mit begrenztem Rechtssystem und ausgewählter Mitgliedschaft”. Gardner dachte, dass mit einem solchen „Auslaufen der nationalen Souveränität, die schrittweise ausgehöhlt wird, viel mehr erreicht werden könne als mit dem altmodischen Frontalangriff.” Er war zwischen 1974 und 2005 Mitglied der Trilateralen Kommission, die aus Hunderten von einflussreichen Europäern, Asiaten und Nordamerikanern bestand und die der Vorantreibung engerer zwischenstaatlicher Beziehungen verpflichtet war.

    In einem Essay mit dem Titel „Holt die Flaggen ein” schreibt Howard Zinn, der Autor des Bestsellers A People’s History of the United States:

    „An diesem 4. Juli täten wir gut daran, uns vom Nationalismus und all seinen Symbolen loszusagen. Ist nicht der Nationalismus, diese Hingabe an eine Flagge, eine Hymne, an eine Begrenzung, die so stark ist, dass sie Massenmord verursacht, zusammen mit Rassismus und religiösem Hass eines der großen Übel unserer Zeit?”

    Er lamentiert, dass

    „unsere Staatsbürgerschaft dazu geführt hat, dass wir unsere Nation als von anderen verschieden sehen“, und er schließt „Wir müssen unsere Zugehörigkeit zu der menschlichen Rasse beteuern und nicht zu irgendeiner Nation.” [8]

    [8] Man kann doch nicht alles auf die Rasse reduzieren. Die Menschen in den islamischen Staaten leben in einer vollkommen anderen Kultur als in Europa. Die Muslime haben eine andere Religion, sie haben andere Gesetze, sie sind im Durchschnitt nicht so gebildet wie die Europäer, sie werden vielfach mit einer viel größeren Gewalt erzogen, sie sind oft sehr intolerant und neigen viel eher zur Gewalt.

    Sie sind durch die Inzucht, die in vielen islamischen Ländern weit verbreitet ist, sehr oft von geistigen und körperlichen Behinderungen betroffen. Hinzu kommt, daß der Islam eine vollkommen intolerante Ideologie, ja sogar eine faschistische Ideologie ist, die nicht nach Ausgleich und Versöhnung strebt, sondern deren Ziel es ist, die Welt zu beherrschen. Wer all diese Aspekte außer Acht läßt und glaubt, alle Menschen würden friedlich miteinander zusammen leben, ist ein Fantast, ein Träumer, der die Realität entweder nicht sieht, oder möglicherweise sogar korrupt.

    Islam und Christentum werden niemals friedlich nebeneinander existieren, und zwar, weil die Muslime es nicht wollen. Im Islam gibt es keine Religionsfreiheit, sondern der Koran fordert die Muslime auf, Andersgläubige solange zu bekämpfen, bis sie sich zum Islam bekennen. Falls sie aber ihren christlichen oder jüdischen Glauben beibehalten, so werden sie als Menschen zweiter Klasse behandelt und haben Tribut, andere nennen es Schutzgeld, zu entrichten. Wer dies alles nicht beachtet, kennt entweder den Islam und seine Geschichte nicht oder will die Wahrheit gar nicht wissen.

    Was man leicht vergisst ist, daß auch das Klima die Menschen formt. Und das hat nun nichts mit Rasse, Religion, Nationalität oder kulturellen Unterschieden zu tun. Und wer immer noch glaubt, alle Menschen seien gleich auf der Welt, der vergißt die Gehirnwäsche, die die Menschen im Westen und in den islamischen Staaten tagtäglich über sich ergehen lassen müssen, wobei für mich die islamische Gehirnwäsche die weit gefährlichere ist, die man nicht so eben abschütteln kann, sondern die mit viel größerer Wahrscheinlichkeit dazu führen wird, daß wir in eines Tages in Europa dieselben Verhältnisse haben, wie man sie heute in Syrien, Libyen, Irak, Mali, Äthiopien, Somalia, Nigeria, Sudan, Pakistan, Afghanistan und in anderen islamischen Staaten betrachten kann.

    Das Problem, das all diese Leute, die sich als „Weltbürger” bezeichnen, nicht begreifen, ist, dass Rechte nur von souveränen Staaten, die ihre territoriale und gesetzliche Integrität aufrechterhalten, geschützt werden können. Wie soll die „Weltgemeinschaft” oder die „menschliche Rasse” die persönlichen Freiheiten von Herrn Zinn schützen? Damit eine freie Gesellschaft funktioniert, muss der Staat Gesetze erlassen und dabei das Beste seiner Bürger im Sinn haben, aber auch die Fähigkeit, diese Gesetze auf seinem Territorium aufrecht zu erhalten. Anders ist Selbstbestimmung nicht möglich. Und um dieses Territorium gegen Aggressionen von außerhalb zu verteidigen, muss sich das Volk mit mehr identifizieren als nur mit einem zufälligen Teil der Weltkarte. Wenn man souveräne Staaten abschafft, schafft man damit auch die eigentliche Grundlage einer freien Gesellschaft ab.

    Ich greife in meinen Schriften immer wieder Marxisten an und sie verdienen das normalerweise auch… Ich glaube ehrlich, dass es unmöglich ist, irgendetwas von Bedeutung über Europa zu schreiben, ohne die ausgedehnten und destruktiven Einflüsse des Marxismus zu berücksichtigen. Noch sind Marxisten aus eigener Kraft schlicht und einfach nicht mächtig genug, dass sie für all die Probleme, denen wir heute gegenüber stehen, verantwortlich sein können. Man muss schon sehr blind sein, um die Bedeutung der Wirtschaftsverbindungen zwischen dem Westen und der islamischen Welt nicht zu sehen, ganz sicher ist das der Fall zwischen Europa und dem Nahen Osten aber auch zwischen den USA und Saudi-Arabien. Geld bewegt schließlich die Welt.

    Masseneinwanderung von ungelernten Menschen aus Entwicklungsländern ist als Ganzes langfristig nicht gut für ein Land. Eine Welt ohne Grenzen bringt den Superreichen Vorteile, weil sie an billige Arbeitskraft kommen und Zugang zu größeren Märkten erhalten. Sie können einen Teil des Geldes, das sie dadurch verdienen, dafür ausgeben, sich zumindest eine Zeit lang in abgegrenzte Gemeinschaften zurückzuziehen, um der zunehmenden Unsicherheit und den ansteigenden ethnischen Spannungen zu entkommen, die durch Masseneinwanderung entstehen.

    Da sie mobil sind, können sie ihr Vermögen formell in Ländern mit niedrigen Steuersätzen deponieren, und die Durchschnittsbürger, welche die große Bevölkerungsmehrheit ausmachen, die Rechnung in Form von wachsenden Spannungen und Steuererhöhungen zahlen lassen, die notwendig werden, um für die Gesundheitsfürsorge und Bildung ungelernter Einwanderer aufzukommen.

    Das ist vergleichbar mit linken Parteien, die sich Wähler importieren und die westlichen Nationen untergraben, um irgendeine Art von Utopie zu fördern, die gerade „in” ist. Es steckt mehr als nur ein bisschen Ironie in der Tatsache, dass Sozialisten und Superreiche somit bei der Untergrabung der Nationalstaaten Verbündete und keine Gegner sind.

    Ganz allgemein ist es ganz sinnvoll, sich eine Allianz zwischen dem globalen Kapitalismus, dem globalen Marxismus zusammen mit etwas vorzustellen, das man als globalen Autoritarismus [diktatorische Form der Herrschaft] bezeichnen könnte, womit ungewählte Individuen gemeint sind, die auf eine Weltregierung hinarbeiten. Das ist nicht nur eine Verschwörungstheorie, ich habe mehrere EU-Befürworter sagen hören, dass wir – wenn es uns gelingt, eine Regierung auf der paneuropäischen Ebene zu erschaffen – auch eine Regierung auf globaler Ebene schaffen können.

    Viele Mitglieder der westlichen politischen Eliten identifizieren sich nicht mit ihren Nationen. Linke tendieren zu der Vorstellung, dass die Gesellschaft einer NGO [Non Govermental Organization = Nichtregierungsorganisation] ähneln und von einer Weltregierung, einer gestärkten Version der Vereinten Nationen, regiert werden sollte. Manche wirtschaftsorientierte Rechte haben die Idealvorstellung eines multinationalen Konzerns und denken, dass man eine Land auf die gleiche Weise führen könnte. Gerade so wie man in einem Konzern das Recht haben sollte, einzustellen, wen man will, sollte ein solcher Ex-Nation-Konzern [Ex-Nationalstaat] das Recht haben, zu importieren, wen immer man will.

    Es ist, als ob das gesamte politische, wirtschaftliche und kulturelle Establishment in der ganzen westlichen Welt, links, mittig oder rechts, eines Tages aufwachte und beschlösse, dass wir ab sofort im globalen Zeitalter leben und dass alle kulturellen und religiösen Unterschiede irrelevant sind und die Ära der Nationalstaaten beendet ist. Konsequenterweise sollten wir daher auch nicht versuchen, unsere Landesgrenzen aufrecht zu erhalten. Jene, die etwas anderes vorschlagen, sind Rassisten und religiöse Eiferer. Der Kommentator Dimitri K schreibt auf dem Blog von Lawrence Auster:

    „Mir scheint, dass ich verstehe, warum Linke [“liberals”, was im Amerikanischen etwas anderes bedeutet als das deutsche Wort „Liberale” und schwer zu übersetzen ist [Linksradikale?]], nichts gegen Einwanderung haben: Ihr Ziel ist nichts weniger als die ganze Welt zu kontrollieren. Wer schert sich schon um ein kleines Ländchen wie Großbritannien, wenn die ganze Welt auf dem Spiel steht? Unsere Länder sind nichts weiter als Instrumente dazu, die Herzen und Köpfe anderer Völker zu gewinnen, sie sind wie Infanteriebrigaden für den Generalstab.”

    Zu behaupten, dass die USA derzeit eine Grenze haben, die an einen Schweizer Käse erinnert, wäre eine Beleidigung für den Schweizer Käse. Der „konservative” Präsident George W. Bush schert sich einen Dreck um die Vereinigten Staaten als wirkliche Nation, sondern nur als abstrakte Idee, womit er sich mitten im Mainstream westlicher Spitzenpolitiker wiederfindet. Wurde er von Wirtschaftsinteressen bestochen, die Grenzen offen zu halten? Haben seine Familie und Mitglieder seiner Regierung zu enge Beziehungen zu den Saudis als dass er irgendetwas Substanzielles gegen den Islam unternimmt? Herr Bush wirkt absolut beleidigt, wenn die Leute vorschlagen, er solle mehr dafür tun, die Landesgrenzen gegen illegale Einwanderung aufrecht zu halten.

    Das ist ein Szenario, dass die Gründungsväter der USA nicht vorhersahen. Sie befürchteten die Neigung zu kurzfristigem Denken des durchschnittlichen und vermutlich unaufgeklärten Bürgers, was manchmal auch gerechtfertigt ist. Die Masseneinwanderung, die heute den Westen destabilisiert, wurde jedoch mehr von den politischen und kulturellen Eliten vorangetrieben als von den Durchschnittsbürgern. Diejenigen, die den Immigration Act von 1965 befürworteten [9], versicherten der Öffentlichkeit, dass sich dadurch die demographischen Gegebenheiten der USA nicht ändern würden. Aber sie taten es, und manche waren sich wahrscheinlich damals dessen auch schon bewusst. Sie haben einfach gelogen.

    [9] Der Immigration and Naturalization Services Act of 1965 (auch bekannt als „INS Act of 1965“ und „Hart-Celler Act“) war ein US-amerikanisches Bundesgesetz, das im Jahre 1965 die bis dahin gültige Quotenregelung der Einwanderung ablöste und durch zum Teil liberalere Bestimmungen ersetzte.

    Wenn ich die Demokratie kritisiere, sollte das nicht als Indiz dafür gesehen werden, dass ich an eine elitäre Regierungsform glaube. Ich kritisiere sie, weil sie ganz eindeutig nicht automatisch Redefreiheit und Sicherheit von Leben und Eigentum sicherstellt, was die Kennzeichen echter Freiheit sind. Ein weiteres Problem ist, dass sie in Hinblick auf langfristige Entscheidungen nicht immer das beste System ist, weil Menschen zu kurzfristigem Denken neigen. Ich glaube jedoch immer noch, dass es ein machtvolles Element der Beeinflussung durch die Öffentlichkeit geben sollte, um das Potential absoluter Herrscher und von Machtmissbrauch zu beschneiden [Volksbefragung]. Wir sind mit der EU eindeutig zu weit in die letztere Richtung geschliddert, wobei die herrschenden Eliten geschickt jegliche Begrenzung ihrer Macht eliminiert haben.

    Das demokratische System hat signifikante Fehler, aber es funktionierte in einem gewissen Ausmaß so lange der Sinn dafür, ein Demos [Volk] zu sein, ein Volk mit einer gemeinsamen Identität und gemeinsamen Interessen, vorhanden war. Was wir heute erleben, ist der schrittweise Zusammenbruch dieses Demos und zwar von oben nach unten. Mächtige Gruppierungen haben häufig mehr mit den Eliten anderer Länder gemeinsam als mit ihren eigenen durchschnittlichen Mitbürgern.

    Wenn man die eigene Nation nicht mehr als wirkliche Einheit mit einer speziellen Kultur wahrnimmt, wird sie einfach nur zu einem Werkzeug zur Machterlangung, zu einer Stufe auf der globalen Karriereleiter. Ohne eine Loyalität [10], die der politischen vorangeht, ohne emotionale Bindungen oder wenigstens einem pragmatischen Interesse an der Aufrechterhaltung von Nationalstaaten, wird das demokratische System zu einem Mittel, an Freunde zu Hause und im Ausland Gefälligkeiten zu verteilen, indem man die Wähler schröpft, während man an der Macht ist und nebenbei eine hoffnungsvolle internationale Karriere aufbaut.

    [10] Unter Loyalität verstehe ich dabei, ein nationales Zusammengehörigkeitsgefühl zu besitzen, das Gefühl der Solidarität und der gemeinsamen Verantwortung, das Gefühl, vom Staat beschützt zu werden und einer gemeinsamen Kultur, Tradition und Zukunft anzugehören.

    Man wird dann nur wenig moralische Bedenken dabei haben, sich Wähler aus dem Ausland zu importieren, um an der Macht zu bleiben oder weil die finanziell unterstützenden Freunde aus der Wirtschaft es wünschen [Nennt man so etwas nicht Korruption?]. Dieser Prozess hängt auch mit der technologischen Globalisierung zusammen, aber er [der Import muslimischer Migranten, um an der Macht zu bleiben] ist im selbsthassenden Westen ausgeprägter als in jeder anderen Zivilisation.

    Durchschnittsbürger, die sich immer noch mit ihren Nationalstaaten identifizieren, wählen so immer weiter Leute, die ihr Vertrauen missbrauchen. Da sich die Eliten wenig mit den Nationen identifizieren, denen sie angeblich dienen sollen, verschlimmert mehr Macht für diese die Sache nur noch, gerade so wie es in Europa geschehen ist. Korrupte und inkompetente Individuen wird es immer geben. Wenn man ab und zu einen korrupten Staatenlenker hat, hat man es mit einem fehlerhaften Individuum zu tun. Wenn man aber ständig, wieder und wieder, korrupte Staatenlenker bekommt, hat man es mit einem fehlerhaften System zu tun. Unser politisches System ist heute massiv fehlerhaft. Das Problem ist, dass ich nicht genau erkennen kann, wie man das beheben könnte.

    Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

    Quelle der Übersetzung:  hier, wo auch viele weitere übersetzte Essays von Fjordman zu finden sind

    Quelle: Fjordman: Die EU und die globalistische Allianz

    Weitere Texte von Fjordman

    Siehe auch:

    •  Michael Stürzenberger: Mit den Moslems kommt der Islam-Terror

    •  Fjordman: Zehn Gründe, sich der Europäischen Union zu entledigen

    •  Fjordman: Warum die Willensnation, nicht der Islam, unser Hauptfeind ist

    •  Akif Pirincci: Deutschland ein offener Staat ohne Grenzen

    •  Fjordman: Warum wir Deutschland brauchen

    •  Innenminister Thomas De Maizière will schnellere Abschiebung

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