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Akif Pirincci: Puttputtputt – Uhhuhhuhh – Kuckkuckkuck…

29 Jul

Fabian Goldmann klärt uns auf, warum alle Männer eigentlich schwul sind.

homophobie

Grüezi mitenand! Sie fragen sich bestimmt, weshalb ich diese seltsamen Geräusche von mir gebe. Ganz einfach, ich bin schlicht und einfach verrückt geworden. Ja, plemplem, durchgedreht, hab sie nicht mehr alle, total bekloppt. Ach ja, mein Name ist Fabian Goldmann, und ich bin Journalist und Politik- und Islamwissenschaftler, zudem ein so berühmter, ein so wirkmächtiger, ein so scharfsinniger Journalist, dass mich sogar die Heinrich-Böll-Stiftung schreiben lässt. Diese wiederum ist sozusagen die Denkfabrik der GRÜNEN und wird vom Bund und der EU mit zirka 51,5 Millionen Euro im Jahr finanziert, ohne dass der Vollidiot vom Steuerzahler es mitkriegt. Toll, was? Aber ich schweife ab …

Wo war ich stehen geblieben? Boing, jetzt fällt es mir wieder ein … Momentchen noch …Trullutrullutrullu, Pickipicki, Tüfftüfftüff … So, jetzt aber: Also ich hab da diesen Artikel geschrieben, in dem ich beweise, dass alle Männer in Wahrheit schwul sind. Aber nicht nur alle Männer sind schwul, sondern auch die Frauen, die Zebras, die Krokodile, der Mond, die Sterne, meine Schreibtischlampe, meine Sandalen, und ja, mein Vater war auch schwul und hat mich zusammen mit meiner Mutter, die Horst hieß, fabriziert. Hören Sie mal:

„Heterosexuelle sind homophob (schwulenfeindlich). Nein, nicht nur jene 25 Prozent, die laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage Homosexualität für `unmoralisch´ halten. Auch nicht nur die 40 Prozent, die es `ekelhaft´ finden, wenn sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit küssen. Nein, alle Heteros sind homophob. Alle! Und das nicht nur, weil sie in einer homophoben Gesellschaft aufwachsen. Heteros sind homophob, weil sie Heteros sind. Oder besser: Weil sie zu Heteros gemacht wurden.

`Ich steh nun mal nur auf Frauen´, würde mein Kumpel jetzt erwidern. Daran ist nichts verkehrt. Die Frage ist nur: Warum tut er das? Ginge es nicht auch anders? Natürlich ginge es anders. Heterosexualität wird nicht von irgendeinem Gen an- und ausgeschaltet. Es ist ein kulturelles Konzept, das erst durch die Abwertung gleichgeschlechtlicher Liebe, Sex und Zuneigung entstanden ist.“

Jaja, ich habe unheimliche Ahnung von Genen, ich sammele sogar welche. Ein besonders kostbares Exemplar stammt aus dem Jahr 1598; ist natürlich ein schwules Gen. Selbstverständlich verrate ich nicht, von welcher seriösen und in Wiederholungsexperimenten bestätigten biologischen Untersuchung ich hier spreche. Es gibt nämlich gar keine, weil Hetero- oder Homosexualität wenig mit Genen und Kultur zu tun haben, sondern mit Chromosomensträngen und die dadurch entstehende geschlechtliche Prägung. Die Gene sind nur die Zeilen in einem Programm, aber nicht das (Geschlechts)-Programm. Ist aber auch egal, mit Biologie hatte ich es eh nicht so.

Was ich mit alldem sagen möchte ist … Sekündchen …Igittigitt, Zippzippzipp, Blublublu … ähm, ja, dass alle Männer schwul sind, aber ganz übel zu Heteros erzogen werden – von ihren schwulen Vätern – oder schwulen Müttern, je nach dem. Wieso das? Im Folgenden komme ich der Sache allmählich auf die Schliche. Die Heterosexualität wurde nämlich irgendwann im Mittelalter von der katholischen Kirche erfunden, obwohl es in der vor Schwulen nur so wimmelt. Davor waren alle Männer total schwul, von Persien über China bis nach Äthiopien. Wie die Pfaffen die einstmals natürliche Arschgeburt zu einer Vaginageburt umgedreht haben, weiß ich nicht so genau. Wie gesagt, bei Biologie habe ich in der Schule immer gefehlt.

Da wir gerade bei Stadt, Land, Fluss sind, fällt mir ein, dass ich auch Islamwissenschatftler bin. In einem anderen Artikel für die Heinrich-Böll-Stiftung schrieb ich mal „Feministischer als ihr war Mohammed allemal“. Wisst ihr auch warum? Weil Mohammed auch schwul war – wie jeder Mann. Er ging immer in diese Höhle, um Allahs Botschaften zu empfangen. Aber in Wahrheit war die Höhle ein Darkroom, wo so richtig die Post abging. Okay, das habe ich jetzt einem Moslem nicht so direkt ins Gesicht gesagt, schon gar nicht wenn er gerade ein Dönermesser in der Hand hatte. Werde es aber bestimmt noch tun. Irgendwann.

„Dies dürften auch die meisten `Heter´o-Männer schon einmal gemerkt haben. Dann zum Beispiel, wenn sie im Suff ihren pubertierenden Kumpels gestanden, doch manchmal homoerotische Fantasien zu pflegen. Trotz Homo-Ehe und Regenbogenfahnen-Inflation: Der Anteil jener Männer, die diesen Fantasien auch nachgehen, ist historisch gering: Noch in den 70ern machte in Deutschland jeder fünfte männliche Pubertierende gleichgeschlechtliche Erfahrungen. Heute ist es nur noch jeder zwanzigste.“

Ich als Oberschwuler hab natürlich die Oberahnung, was Jugendliche „im Suff ihren pubertierenden Kumpels“ gestehen. Ich selber habe mal beim Christopher Street Day im Suff einer Schwuchtel gestanden, dass ich hetero bin. Ich glaube, er hat mich in dieser gebückten Haltung nicht richtig verstanden und rief nur „Mann, stoß weiter!“ Und dass die oben genannten Zahlen von nicht nachprüfbaren Umfragen von Schwulenorganisationen stammen und wie es mit der expliziten Fragestellung (alter Demoskopietrick) stand, weil bei denen schon das Duschen in der Gemeinschaftsdusche als „gleichgeschlechtliche Erfahrung“ gilt, behalte ich lieber für mich. Aber egal:

„Das Bekenntnis `Hetero´ spiegelt nicht die eigene sexuelle Identität wider. Stattdessen generiert sich die eigene sexuelle Identität zum großen Teil aus einem gesellschaftlichen Zwang zum Bekenntnis. Heterosexualität bedeutet, sich selbst zu vergewissern, nicht `pervers´, `krank´, `anders´, oder einfach nur `so´ zu sein. Sie ist die Eintrittskarte in den Club der Normalen. Und diese kann einem mit nur einem falschen Kuss, einer zu innigen Umarmung, einer Nacht jederzeit abgenommen werden.“

Die „Eintrittskarte in den Club der Normalen“ kann zwar nur in islamischen Ländern abgenommen werden, indem man sich baumelnd an einem Baukran wiederfindet, aber was interessiert mich die Realität, denn ich habe ja nicht mehr alle Kugeln am Christbaum. Und was den „Zwang zum Bekenntnis“ anbetrifft, so ist es absolut wahr. Ich habe nämlich sehr lange auf Alpha Centauri gelebt, und da war es auch so:

„Noch bessere Rolemodel [Rollenbilder] findet der Hetero-Mann allerdings dort, wo die meisten schon an der Türschwelle in Identitätskonflikte gestürzt werden: im nächsten Gay-Club. Denn Homosexualität ist in der Praxis nicht nur das Gegenstück zu Heterosexualität, Es ist dessen Aufhebung. Kaum ein Homosexueller dürfte ein schlechtes Gewissen wegen eines hetero-erotischen Traums haben.

Kaum ein Schwuler dürfte auf die Idee kommen, sich vor seinen Eltern als `straight´ zu outen, weil er auf der letzten Party mit einer Frau rumgeschnutscht hat. Und kaum jemand, der `einfach mehr Lust auf Männer hat´ muss dies seinen `heterosexuellen´ Kumpels und sich selbst ständig versichern. Das soll nicht heißen, dass Mann schwul sein muss, um seiner Homophobie zu entkommen. Es reicht, sich von der Idee zu verabschieden, ein Hetero zu sein.“

Die Heteros sollten sich endlich mal „von der Idee verabschieden, ein Hetero zu sein.“ Vielleicht sollte Heiko Maas dafür einen eigenen Paragraphen kreieren, ich meine einen, der 98,3 Prozent der (Hetero-)Männer dazu verpflichtet, sich von uns Schwulen in den Arsch ficken zu lassen, zumindest blasen können sie uns einen. Was ich mit all dem Doof-Geschwätz in Wirklichkeit ausdrücken möchte, ist dies:

Das Foto, welches ihr beim Klicken auf meinen Namen seht, stammt aus meinen Jugendjahren. Inzwischen bin ich ein paar Jährchen älter. Doch wir Schwulen stehen nun mal auf junges Männerfrischfleisch, was naturgegeben nicht so auf Gegenliebe bei den jungen Schwulen stößt. Da wäre es doch super, wenn man die jungen Heteros vielleicht schon im Kindergarten durch irgendwelche Aufklärungstanten dazu überreden könnte, sich einzubilden, schwul zu sein. So könnte man sich später dann in einem riesigen Pool bedienen. Wie, die Fake-Schwulen stehen auch nur auf junge Löcher? Na das ist aber Scheiße! … Düdüdü, Babpabpab, Mhhmhhmhh …

Quelle: Puttputtputt – Uhhuhhuhh – Kuckkuckkuck…

Weitere Texte von Akif Pirincci

Mutti ist die Beste schreibt:

Das Lesen dieses Ergusses erinnert mich an RAF-Communiqués, die in den 70er Jahren nach Anschlägen veröffentlicht wurden und dem Leser die „Gründe“ für den revolutionären Kampf vermitteln sollten. In Wirklichkeit war es ein hirnverwichstes Geschwafel kranker Idioten, die sich eine Traumwelt zurecht gesponnen hatten, Realitätsverweigerung bar jeden Sinn und Verstandes. Natürlich darf man nicht aus den Augen verlieren, dass solche Leute -damals wie heute- brandgefährlich sind und -damals wie heute- nicht vor der Liquidierung Andersdenkender zurückschrecken.

Letztlich geht es -wie immer- einfach nur um Kohle: 51,5 Millionen Euro Steuergelder pressen diese kranken Schmarotzer aus dem Steuerzahler-Opfer und dafür müssen sie ein Märchen erzählen, hinter dem sie sich gut verstecken können, um die verblödete Kuh weiter melken können. Niemand mit Hirn kann diesen Schwachsinn verstehen, Zeitgeist gemäß muss man aber ehrfürchtig vor dieser Wichsernummer erstarren, ansonsten die gesellschaftliche Liquidierung durch die parasitären Gesinnungsfaschisten erfolgt.

Meine Meinung:

Martin Lichtmesz schreibt:

Notizen über die genderfeministische Psychopathologie (Vol. 2)

Im ersten Teil dieses Beitrags habe ich ausführlich aus einem Wiener „Vorlesungsverzeichnis zu Feministischen Theorien, Queer- und Genderstudies“ zitiert, der angereichert ist mit allerlei recht unappetitlichen Selbstbespiegelungen sogenannter „Feministinnen“. Texte dieser Art werfen die Frage auf, inwiefern die heute gängigen „feministischen Theorien“ Kompensationen von neurotischen Selbstwert- und Selbstwahrnehmungskrisen sind.

Und das gilt umso mehr, je weiter man sich in die Zwischenreiche jenseits der (fälschlich so genannten) „binären“ Geschlechteridentität vorwagt. Nach Logik und Kohärenz [Stimmigkeit, Zusammenhang] darf man in diesen Ursprungsgebieten und Feuchtgebietsümpfen der Gender-Politik und Ideologieproduktion nicht suchen.  Es handelt sich hierbei, ich wiederhole es, um eine neurotische Verarbeitung, die in ein sehr gefährliches, sekundäres Stadium getreten ist: nämlich jenes der Leugnung der eigenen pathologischen [anormalen, abweichenden, abartigen] Disposition [Veranlagung, Neigung].

Die Folge ist ein rasender narzisstischer Hass auf alle, die es wagen, auf diese Disposition hinzuweisen oder Zweifel an ihrer Gesundheit zu äußern. Er trifft auch schon jene, die die ihnen aufoktroyierten Spielregeln nicht auf Anhieb begreifen, oder die ihr Unbehagen und ihre Antipathie nicht ausreichend unterdrücken können.

Es ist an sich keine Schande, krank (schwul, lesbisch) zu sein – auch wenn viele Menschen Krankheit (und Hässlichkeit) als eine unerklärliche, beinah „metaphysische“ Schuld empfinden. Die Dinge verschlimmern sich allerdings, wenn man die Krankheit dadurch zu kurieren sucht, indem man ihr Vorhandensein leugnet und sie Gesundheit nennt. Und genau das ist die vorherrschende Tendenz in gewissen Teilen des „Gender“-Milieus. Sie sehen nicht, dass das Problem in ihnen selbst, in ihrer gewiss unglücklichen Disposition liegt, und darum brauchen sie „die Gesellschaft“ als Hassventil, als Sündenbock und Projektionsfläche. >>> weiterlesen

Siehe auch:

Elmar Hörig: Wir Christen sollten uns langsam in Stellung bringen

Nicolaus Fest: Das Attentat von Nizza: Warum tun wir uns das an?

Vera Lengsfeld: Jeden Monat kommen nach wie vor 100.000 Migranten nach Deutschland

Der Staat kann seiner Aufgabe, die Bürger zu schützen, nicht mehr nachkommen

Erdogan hatte die Gleichschaltung der Türkei geplant

Video: Scheich Ahamd Abbu Quddum von der jordanischen Tahrir-Partei über den Dschihad in Deutschland

Lutz Meyer: Die Rückkehr der Überlebensinstinkte

17 Feb

lutz_meyer Satt, sorglos, selbstgefällig, blind für das Eigene und die Tatsachen des Lebens – mit diesen Worten darf man die in Deutschland waltende seelische Grundbefindlichkeit der letzten Jahrzehnte umreißen. Diese Grundbefindlichkeit ist nun gestört. Anlass zu klagen? Keineswegs. Im Gefolge der Befindlichkeitsstörung erleben wir das Aufkommen realer Ängste und in ihrem Kielwasser die Rückkehr der Instinkte.

Junge Frauen, die gestern noch amüsierfreudig durch die Nacht streiften, halten nun die Augen offen und das Pfefferspray griffbereit. Ehepaare, die sich gestern noch weltoffen gaben, wechseln nun, eingehakt und gesenkten Blickes die Straßenseite, wenn ihnen in ihrer Kleinstadt drei junge Männer mit dunklem Teint begegnen. Der grün wählende Student der Kommunikationswissenschaften, der letzten Sommer noch so herzlich Willkommenskultur demonstrierte – auch ihn beschleichen, obwohl er es unter seinesgleichen niemals zugeben würde, langsam komische Gefühle. Seine Freundin wurde nun schon zum dritten Mal in diesem Monat im öffentlichen Schwimmbad belästigt, ihm selbst haben Schutzsuchende gerade gestern erst iPhone und Kohle abgenommen.

Etwas zutiefst Befremdendes greift nach den gestern noch Unbesorgten. Dieses Befremdende geht tiefer als bloße Furchtsamkeit oder schiere Angst. Es melden sich die längst abhanden gekommen geglaubten Instinkte. Instinktiv weicht man aus, instinktiv vermeidet man die einsamen dunklen Ecken, instinktiv handelt man so, dass Leben, Gesundheit und Eigentum nicht gefährdet werden. Instinktiv tut man – das Richtige.

Was sind Instinkte? Wir werden hier nicht in die Begriffsscharmützel von Anthropologen, Biologen und Verhaltensforschern einsteigen. Es reicht eine einfache Auskunft: Instinkte sind Naturtriebe, die vor allem der Selbsterhaltung dienen. Instinkte helfen uns, sicher durch Gefahrenzonen zu navigieren. Wird dieser Naturtrieb wach, ist der Schleier von Sattheit, Sorglosigkeit und Selbstzufriedenheit im Nu zerrissen.

Der Mensch wird wach, seine Sinne sind plötzlich geschärft. Er beurteilt die städtische Szenerie nicht mehr danach, wo das nächste Vergnügen lockt, vielmehr sieht er die Gefahren. Er ist nicht mehr blind vor Gier auf der Suche nach der nächstbesten schnellen Bedürfnisbefriedigung, sondern entwickelt ein Gespür für die raue Realität.

Die Phrasen des Humanitarismus werden abgestreift wie eine Narrenkappe, die Sätze werden knapper, kürzer, kälter, härter. Sie verkünden keine Menschheitsbeglückungsideologien mehr, sondern geben präzise Beobachtungen wieder, sprechen Warnungen aus.

Tritt der Mensch in die Gefahrenzone ein, verändert ihn dieses Erlebnis bis in die letzte Faser seines Daseins. Die uns bedrohenden Gefahren sind die des Urwalds und der Savanne. Es kehrt etwas sehr Altes wieder, das wir längst überwunden glaubten. Es betraf uns, die Kinder der Nachkriegs-, Wirtschaftswunder- und Wendezeit, nie persönlich. Man hörte davon in den Erzählungen der Großmutter, wenn sie wieder einmal von der dramatischen Flucht aus Ostpreußen berichtete. Ansonsten kannte man derartiges nur aus Büchern und Filmen und nahm es als Fiktion.

Die Wiederkehr der Instinkte ist ein enormer Gewinn. Sie gibt uns die Vielschichtigkeit der Welt zurück, holt uns raus aus unseren Bällchenbädern, konfrontiert uns mit dem Leben selbst. Das mag schmerzhaft sein, aber dieser Schmerz eröffnet eine Tiefendimension der Welterfahrung.

Den wiedererwachten Instinkten beigesellen wird sich bald die Intuition. Wo der Instinkt im Wesentlichen der Gefahrenabwehr dient, ist die Intuition aufbauorientiert. Sie begreift, sie versteht, sie findet sich im Unbegangenen zurecht. Während der Instinkt das Fundament schützt, greift die Intuition vor und baut auf. Intuition geht weit über das Sichzurechtfinden auf intuitiven Benutzeroberflächen technischer Geräte hinaus. Intuition ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte oder in die Richtigkeit von Entscheidungen durch spontan sich einstellende Eingebungen zu erlangen.

Intuition begründet Kulturen. Man kann unschwer erkennen, dass Instinkt und Intuition für uns zusammengehören. Wo nur der abwehrbedachte Instinkt als Selbsterhaltungstrieb waltet, wäre das Leben arm und freudlos. Die Intuition und mehr noch die Imagination sind gleichsam die Türöffner zu einer Welt jenseits des Kampfes und mehr noch die Grundlagen einer an der Wirklichkeit orientierten Daseinsgestaltung, im privaten wie auch auf überindividueller Ebene. Soweit die Perspektive.

Kehren wir zu den Instinkten zurück. Die, nennen wir sie mal so, gesunden Instinkte werden offensichtlich nicht bei jedem Zeitgenossen gleichermaßen wach. Nach wie vor gibt es viele Freunde und Kollegen, die es in erster Linie bedauerlich finden, dass persönliche Freiheiten nun durch die ständig mitlaufende Sorge eingeschränkt werden – Liberalität und Überlebensinstinkt scheinen sich nicht immer gut zu vertragen. Und nach wie vor gibt es jene im Prinzip Willkommenskulturgläubigen, die die dramatischen Veränderung unserer Gesellschaft entweder nicht als dramatisch empfinden oder sogar euphorisch begrüßen.

Demgegenüber definiert sich das rechte oder konservative Lager dadurch, daß es mit Vehemenz und immer wieder aufs Neue auf die zunehmende Gefährdung unserer Sicherheit verweist – und sich fragt, ob die anderen es denn nicht sehen können oder nicht sehen wollen. Können die anderen vielleicht wirklich nicht anders? Und können auch wir nicht anders?

AmygdalaBritische Forscher haben vor einiger Zeit festgestellt, dass Menschen mit rechtskonservativer Einstellung eine deutlich vergrößerte rechte Amygdala haben [Bild links (rot)]. Die Amygdala oder der Mandelkern ist der Ort, der wesentlich an der Entstehung von Angst beteiligt ist und hypersensibel für Gefahren macht. Linksliberale sollen hingegen deutlich mehr graue Hirnmasse im vorderen Hirngürtel haben – das ist die Hirnregion, in der Konflikte und Unsicherheiten verarbeitet werden.

Entsprechend gilt: Konservative Menschen sind angstanfälliger, können Unsicherheiten nicht verarbeiten, weil es ihnen an der entscheidenden Stelle an grauer Hirnmasse fehlt, die hier besser ausgestatteten Linksliberalen hingegen sind offener gegenüber Unbekanntem. Konservative vertreten, so könnte man das zuspitzend formulieren, ihre seltsamen Ansichten nur, weil sie hirnorganisch betrachtet abnorm sind, während der weltoffene Linksliberale gleichsam zum hirnorganischen Mustermenschen geadelt wird.

Ist „rechts“ also so eine Art Geisteskrankheit? Wenn dem so wäre, wäre es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis den Sezessionisten [1] kostenlose Hirnoperationen oder sonstige Therapieformen angeboten werden, um diese Misanthropen [Menschenfeinde] endlich auch an den Segnungen der edlen humanitaristischen Gesinnung partizipieren lassen zu können – und um auf diese Art das Ende der Menschheit einzuläuten.

[1] Ich verstehe Sezession hier als das Trennende. Es sind die Menschen, die das gemeinsame Zusammenleben von Muslimen und Christen ablehnen, weil sie darin eine Gefahr erkennen. Sie wollen, dass Muslime wieder aus Deutschland verschwinden. Mag es auch eine angstbesetzte Emotion sein, die sie leitet, ist es nicht auch eine realitäts- und vernunftbezogene Überlegung, die auf Lebenserfahrung beruht?

Ist die leichtfertige und naive Annahme, dass schon alles gut wird nicht geradezu selbstmörderisch? Und wieso kommt es, dass bei immer mehr Menschen die Alarmglocken läuten, wenn es um Migranten geht? Stellt sich nicht immer stärker heraus, dass die Menschen recht haben, die schon seit Jahren vor dem Islam gewarnt haben? Und wieso ist es den “mutigen” Linken eigentlich nicht aufgefallen, dass der Islam eine menschenverachtende, frauenfeindliche, demokratiefeindliche und faschistische Ideologie ist? Fehlt es ihnen an Intelligenz? Oder sind sie so gehirngewaschen, dass sie die Realität gar nicht mehr wahrnehmen?

Ich habe mich lange in linken Kreisen bewegt und mir ist immer wieder aufgefallen, dass sie zu faul waren, sich mit dem Islam zu beschäftigen. Sie hatten ihre Meinung und wer davon abwich, war halt ein Nazi und Rassist. Versuchte man mit ihnen zu diskutieren, dann liefen sie meist sehr schnell davon. Offenbar fiel es ihnen schwer, zuzugeben, dass sie keine Ahnung vom Islam hatten. Diese Blöße wollten sie sich nicht geben.

Die andere Gruppe wurde sehr aggressiv und man musste vor ihnen auf der Hut sein. Es ist so ähnlich bei Muslimen, denn die haben in der Regel auch keine Ahnung vom Islam, aber versuche mal mit denen zu diskutieren. Die Lügen dich groß und breit an und wehe man sagt etwas dagegen.

Das ist keine unnötige Dramatisierung, denn Tatsache dürfte sein, dass es seit Urzeiten einen Menschenschlag gibt, der mehr zur Wachsamkeit neigt als andere – die nordische Mythologie stellte diesem Menschentypus mit Heimdall [2] sogar eine eigene Gottheit zur Seite. Ebenso unbestritten dürfte sein, dass dieser Wachsamkeitsinstinkt in allen Phasen der menschlichen Geschichte überlebenswichtig war.

[2] Der Heimdall ist in der nordischen Mythologie ein Gott aus dem Göttergeschlecht der Asen, der als Wächter der Götter dargestellt wird

Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde der Wachsamkeitsinstinkt zunächst als inhuman denunziert und dann als ewiggestrig lächerlich gemacht – wozu sollte man in Zeiten umfassender Sekurität [Schutz, Sicherheit, Gefahrlosigkeit], in denen Menschen aller Kulturen sich in freundschaftlicher Verbundenheit die Hände reichen, denn noch Wachsamkeit walten lassen? Wachsamkeit leugnet die Gleichheit und Friedfertigkeit aller Menschen. Sie unterscheidet zwischen gut und böse, zwischen Freund und Feind, zwischen Leben und Tod.

Solche Unterscheidungen müssen – das liegt im Wesen der Wachsamkeit und der Gefahr – stets sehr schnell getroffen werden, da bleibt keine Zeit für langes Fragen. Man muss den Feind im Sekundenbruchteil identifizieren – und zwar anhand meist sehr grober, rein äußerlicher Faktoren wie Stammeszeichen, Sprache oder Uniform. Doch wer heute in diesem Sinne Wachsamkeit zeigt, gerät umgehend in einen Hexenkessel aus Verleumdung, Rassismusverdacht und zivilgesellschaftlicher Nachstellung.

Denn auch auf der anderen Seite – bei den Tugendwächtern und Moralaposteln der Zivilgesellschaft – waltet offenkundig ein Wachsamkeitsinstinkt, der sich aber nicht gegen das Fremde als potenzielle Gefahr, sondern gegen das Eigene richtet. Dieser Wachsamkeitsinstinkt ist krankhaft verändert (die solcherart Erkrankten sehen sich selbst freilich als Fahnenschwenker des Zivilisationsprozesses). Man könnte geradezu von einer zivilisatorischen Autoimmunerkrankung sprechen – eine Kultur bekämpft und zerstört ihr eigene Grundlagen. Man könnte auch an bösartige Erkrankungen wie Leukämie denken.

Das führt zu der Frage, ob es auf kultureller Ebene so etwas wie eine rettende Transplantation gesunder Stammzellen in den gesellschaftlichen Organismus geben kann. Gibt es gesunde Gesellschaften, die eine solche Stammzellenspende leisten könnten? Wäre das eine geistig-kulturelle Stammzellenspende, wie würde sie zu verabreichen sein? Welche Nebenwirkungen wären zu erwarten?

Fragen von rein akademischem Interesse. Für eine großangelegte kulturelle Stammzellen-Transplantation oder andere aufwändige Therapieformen bleibt keine Zeit mehr. Heilung kann allein aus der harten und schmerzhaften Begegnung mit der rauen Wirklichkeit kommen – so oft wie möglich und an so vielen Stellen wie möglich. Man nennt es Rosskur. Nur so werden die Instinkte wiederkehren und zur Grundlage einer Neuausrichtung werden können.

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, hat den Kriegsdienst verweigert, war Hausbesetzer und hat im Grunde nichts ausgelassen, was den Linken der frühen 80er Jahre so ausmachte. Geändert hat sich das, als er mit etwa 23 im Rahmen seines Philosophiestudiums auf Heidegger („Die Zeit des Weltbildes“ und Nietzsches Wort „Gott ist tot“ als Einstieg) stieß. Das löste eine tiefwirkende innere Erschütterung aus (später freundlich unterstützt durch die Gebrüder Jünger, Gerhard Nebel, Erhart Kästner, Carl Schmitt). Er ist Jahrgang 1962, lebt seit über 30 Jahren mit seiner Frau zusammen und hat drei Kinder.

Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

Quelle: Die Rückkehr der Instinkte

Der Gutmensch schreibt:

Britische Forscher haben vor einiger Zeit festgestellt, dass Menschen mit rechtskonservativer Einstellung eine deutlich vergrößerte rechte Amygdala haben.

Holla die Waldfee, lieber Herr Meyer! Meine – wie war das? Meine krankhaft vergrößerte, rechte Amygdala schießt aus allen Rohren: Hat man uns nicht immer und immer wieder erklärt, dass die Nazis schlimme Pseudowissenschaft betrieben haben, indem sie die Schädel von Verbrechern vermaßen? Und was tun nun hier die Briten? Sie diagnostizieren eine böse „rechtskonservative Einstellung“ und stellen die Verknüpfung mit biologischen Merkmalen her!

Ich möchte jedenfalls wetten, dass die Amygdala eines Dummkopfes keinen grundlosen Stress verursacht, es sei denn, jemand redet ihm einen solchen arglistig ein! Denn wie heißt es schon in der heiligen Schrift: Selig sind die, die da geistlich arm sind, denn das Himmelreich ist ihr!

Auf der Suche nach den Baldriantropfen zur Beruhigung meiner Gehirnchemie,

d. G.

Gustav schreibt:

„Man könnte geradezu von einer zivilisatorischen Autoimmunerkrankung sprechen – eine Kultur bekämpft und zerstört ihr eigene Grundlagen.“

Der Nestor der modernen Psychiatrie, Emil Kraepelin (1856 – 1926), hat hierfür bereits vor 100 Jahren den Begriff des „induzierten Irreseins“ in die Wissenschaft eingeführt, zu deutsch „eingepflanztes Irresein“.

Das eingepflanzte Irresein hat wenig mit Intelligenz, viel aber mit dem teilweisen Aussetzen des folgerichtigen Denkens durch gezielte, geistige Beeinflussung zu tun. Diese wirkt um so verheerender, je jünger und unreifer der hierdurch beeinflusste menschliche Geist ist.

Durch gezielte Indoktrination zur rechten Zeit sind ganze Funktionsbereiche des folgerichtigen Denkens einschließlich angeborener, arterhaltender Verhaltensweisen außer Betrieb zu setzen mit dem Ergebnis, dass die Betroffenen sogar wider die eigenen, bestanderhaltenen Anliegen handeln.

Es gibt Entwicklungsabschnitte, vor allem beim jugendlichen Wesen, wo diese Machenschaften am Geiste unumkehrbar greifen und lebenslänglich geistige Krüppel hinterlassen.

Noch ein klein wenig OT:

Dänemark nimmt Flüchtlingskindern die Handys weg, um ihre Identität besser festzustellen

handy_fluechtlingskinder

Die dänische Polizei nimmt mehreren Flüchtlingskindern die Mobiltelefone ab. Sie kommen alleine in das Land und haben damit keine Möglichkeit, ihre Eltern zu kontaktieren. Die Behörden wollen dadurch die Identität der Kinder schneller ermitteln.

Die Polizei in Dänemark hat 55 allein reisenden Flüchtlingskindern in den vergangenen Monaten laut einem Zeitungsbericht die Handys abgenommen. Diese Maßnahme ergreifen die Behörden, wenn die Identität der Asylbewerber nicht anders geklärt werden kann. Bis sie ihr Handy zurückbekämen, müssten viele Kinder einen Monat lang warten, hieß es in dem Bericht von "Politiken". >>> weiterlesen

Bahn-Verweis für 16-Jährige: "Ich tue nur meinen Dienst! Steigen Sie aus!"

16-Jährige wird bei minus 18 Grad aus dem Zug gewiesen – Migranten dürfen selbstverständlich kostenlos fahren

jennifer_rBahn-Passagierin Jennifer R.: "Ich bin minderjährig, Sie können mich nicht aussetzen"
 

Bei minus 18 Grad wurde Jennifer in Brandenburg aus dem Zug gewiesen. Sie hatte das falsche Ticket gelöst. In der Dunkelheit musste die 16-Jährige an einem geschlossenen Bahnhof ausharren. Ein Erlebnis, das ihr Weltbild erschüttert hat: "Die Schaffnerin kannte kein Erbarmen."

Jennifer R. hat am Freitag ihr Zwischenzeugnis bekommen. Es ist besser ausgefallen, als sie dachte. Doch die 16-Jährige kann sich darüber kaum freuen, zu sehr steckt ihr noch der Dienstagabend in den Knochen. Eine Schaffnerin hatte sie auf dem Nachhauseweg um 21.45 Uhr am Bahnhof Königs Wusterhausen in Brandenburg aus dem Zug geworfen. Das Mädchen hatte angeblich den falschen Fahrschein gelöst. >>> weiterlesen

Siehe auch:

Michael Stürzenberger: Leipziger Orientalistin Professorin Verena Klemm will mehr Moscheen

Essen: Gastfreundschaft mit zwei Südländern wird jungem Mann zum Verhängnis

Leipzig: Jura-Professor Thomas Rauscher hat ein Herz für Pegida (Legida) ♥

Nicolaus Fest: Zur Hysterisierung des Landes

Hamburg: Flüchtlingshelfer im Karoviertel beklagen „Klima der Angst“

Ingrid Carlqvist: Schweden: Klinik für männliche Vergewaltigungsopfer & staatlich finanzierte “Jungfräulichkeitstests"

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