Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat den coronakritischen Virologen Prof. Alexander Kekulé vorläufig des Dienstes enthoben

24 Dez

alexander-kekule

Kekulé ist vor allem publizistisch seit vielen Jahren sehr aktiv, schrieb immer wieder nichtwissenschaftliche Artikel für DIE ZEIT, den SPIEGEL, die Neue Zürcher Zeitung, hatte von 1999 bis 2013 im Tagesspiegel sogar eine eigene Kolumne und seit Juni 2021 eine bei FOCUS Online.

Nachdem die COVID-19-Pandemie im März 2020 Deutschland erreichte, kam dann ab dem 16. März 2020 auch sofort noch der MDR-Podcast Kekulés Corona-Kompass hinzu.

Darin erörtert der Mikrobiologe und Virologe im Gespräch mit dem Moderator Camillo Schumann wissenschaftliche Hintergründe, gibt Einschätzungen zu politischen Maßnahmen ab und beantwortet per Telefon oder E-Mail gestellte Fragen von Hörern. Außerdem trat Kekulé die letzten 21 Monate regelmäßig in TV-Talkshows auf, war einer der gefragtesten Mediziner.

Damit hat Alexander Kekulé wohl nicht gerechnet. Seit 1999 ist der bekannte Virologe Inhaber eines Lehrstuhls an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Diese hat nun nach Einleitung eines Disziplinarverfahrens eine vorläufige Dienstenthebung gegen Kekulé ausgesprochen.

Der Vorwurf: ungenügendes Nachkommen seiner Lehrverpflichtungen. Er soll kaum noch wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht und seinen Forschungs- und Lehrauftrag vernachlässigt haben.

Schon länger gab es immer wieder Bemerkungen, dass Kekulé zwar in den Massenmedien sehr viel zu lesen, zu hören und zu sehen sein, dass im Bereich der wissenschaftlichen Forschung in den letzten Jahren respektive Jahrzehnten nicht mehr so ganz arg viel gekommen sei, um es vorsichtig zu formulieren.

Nun kamen seit einiger Zeit auch Vorwürfe hinzu, er würde auch seinen Lehrverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen.

Bereits 2020 soll deswegen ein Disziplinarverfahren gegen Kekulé eingeleitet worden sein. Nun hat der Rektor der Hochschule Prof. Dr. Christian Tietje eine vorläufige Dienstenthebung für Alexander Kekulé ausgesprochen, wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) [1] als Erste berichtete. Der 63-Jährige darf bis auf Weiteres nicht mehr an der Martin-Luther-Universität Halle tätig sein, weder in der Forschung noch in der Lehre.

[1] https://www.mz.de/mitteldeutschland/sachsen-anhalt/virologe-alexander-kekule-uni-halle-corona-aktuell-kritik-3311347

Dem 63-Jährigen droht die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis

Gegen seine vorläufige Dienstenthebung kündigte Kekulé rechtliche Schritte an. Eine solche Maßnahme ist sehr ernst zu nehmen, denn sie ist vor allem für solche Fälle vorgesehen, in denen damit zu rechnen ist, dass im Disziplinarverfahren voraussichtlich die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis ausgesprochen werden wird.

weiterlesen:

https://juergenfritz.com/2021/12/24/hochschule-hat-kekule-des-dienstes-vorlaeufig-enthoben/

Nachtrag:

Am 26.12.2021 schrieb Prof. Dr. Alexander Kekule auf Twitter:

In eigener Sache: Die Vorwürfe der Uni Halle sind konstruiert und betreffen auch nicht mangelnde Forschung, denn dafür fehlen die Labore. @derspiegel und @faznet sekundieren [unterstützen, beistehen, die/der Uni], ohne die Fakten zu kennen. In der #Corona-Krise dürfen „Qualitätsmedien“ nicht das Vertrauen verspielen.

https:*//twitter.com/AlexanderKekule/status/1475046788264566784

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