Wenn Männer Männer lieben, liegt es auch an den Genen

8 Aug

homosexualitaet

Manche behaupten, man wird nicht als homosexueller Mensch geboren, sondern durch soziale äußere Zustande dazu gemacht. So heißt es etwa bei gloria.tv:

Man wird nicht als Homo geboren, man wird dazu gemacht

Bei Untersuchungen mit eineiigen Zwillingen hat man festgestellt, das niemand auf Grund seiner Genetik homosexuell geboren wird. Homosexualität soll sich erst nach der Geburt entwickeln.

Vor allem durch Pornographie, frühkindliche Sexualisierung, sexueller Missbrauch, besondere familiäre oder schulische Situationen sind Faktoren, die Entwicklungen bei eineiigen Zwillingen unterschiedlich verlaufen lassen können.

Ein Zwilling könnte zum Beispiel nicht imstande sein, auf vergleichbare Weise wie der andere sozial zu interagieren. Daraus kann ein Gefühl der Vereinsamung entstehen, das wiederum zum Bedürfnis führen könnte, von einer Personengruppe akzeptiert zu werden.

Es gibt auch viele Homosexuelle, die zur Heterosexualität zurückkehren.

Wenn Homosexualität das direkte Ergebnis äußerer Einflüsse ist oder der Reaktion auf äußere Einflüsse, dann ist und bleibt Homosexualität das, als was sie immer gesehen wurde und bis in die 70er Jahre hinein auch von der Weltgesundheitsbehörde benannt wurde: eine sexuelle Identitätsstörung und damit eine Pathologie, die wie andere Pathologien nach Hilfe und Heilung verlangt.

https://gloria.tv/post/FFQeh4JWw8V32T2WBpmWXYZzQ?utm_source=pocket_mylist

Soeben habe ich aber auf “Focus” eine Seite entdeckt, die behauptet, dass die sexuelle Orientierung auch genetisch bedingt sein kann.

Der “Focus” schreibt:

Wenn Männer Männer lieben, liegt es auch an den Genen

Was beeinflusst, ob wir Männer oder Frauen lieben? Dieser umstrittenen Frage sind Forscher bei der ersten genomweiten Vergleichsstudie einen Schritt näher gekommen. Im Erbgut schwuler Männer entdeckten sie zwei Genvarianten, die die sexuelle Orientierung vermutlich mitsteuerten.

Seit einiger Zeit ist bekannt: Gene spielen eine Rolle bei der sexuellen Orientierung – neben individuellen Erfahrungen sowie Familie und Umfeld fallen die Gene mit 30 bis 40 Prozent erheblich ins Gewicht. Wo diese erblichen Informationen verankert sind, wusste man bislang allerdings nicht.

Jetzt konnten US-Forscher zwei dieser Genvarianten lokalisieren, berichtet die Zeitschrift „Nature“ [1]. Sie analysierten dafür die DNA von über 2000 Männern, 1100 von ihnen homosexuell, 1200 heterosexuell. Bei einer sogenannten genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) wird bei Vergleichsgruppen untersucht, ob es bei einem bestimmten Genmerkmal Unterschiede gibt.

[1] https://www.nature.com/articles/s41598-017-15736-4

Diese Unterschiede haben die Forscher um Alan Sanders, Direktor der Abteilung für Verhaltensgenetik am Zentrum für Psychiatrische Genetik der University of Chicago, tatsächlich gefunden. Und zwar auf den Chromosomen 13 und 14. Insgesamt hat der Mensch 46 Chromosomen.

Chromosom 13 beeinflusst die sexuelle Orientierung

Auf dem Chromosom 13 liegen sogenannte Genfamilien, die für die neuronale Entwicklung wichtig sind. Das heißt, sie sind auch für verschiedene neuropsychiatrische Eigenschaften verantwortlich. „Sie sind aber auch potenziell relevant für die sexuelle Orientierung“, sagte Alan Sanders.

Die von den Forschern lokalisierte Region liegt zwischen zwei dieser Genfamilien, die besonders im Zwischenhirn aktiv sind. Und sowohl im Thalamus wie auch im Hypothalamus haben sie Zentren entdeckt, die bei Homo- und Heterosexuellen unterschiedlich groß waren und eine unterschiedliche Zelldicke aufwiesen.

Weiter berichtet der Focus, dass es seit längerem bekannt ist, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Schilddrüsenerkrankung und einer Homosexualität geben könnte. Deshalb rückt ein kürzlich gemachter Befund immer stärker in den Vordergrund.

Bei der Analyse von Krankenakten fand man heraus, dass schwangere Mütter von 12 der 16 dort identifizierten homosexuellen Jugendlichen während ihrer Schwangerschaft [an der Schilddrüse?] erkrankt waren.

Prof. Alan Sanders möchte diesen Befund  allerdings noch nicht zu stark bewertet wissen. Er sagt: “Unsere Ergebnisse sind dazu ein erster Schritt. Weitere, umfangreichere Studien sollen folgen.”

https://www.focus.de/wissen/studie-liegt-schwulsein-in-den-genen_id_7965858.html

Wenn jemand homosexuell ist / wird, kann das offensichtlich sowohl genetische, wie auch soziale Ursachen haben. Womöglich gibt es noch andere Erkrankungen der Mütter bzw. der Embryos während der Schwangerschaft, die eine homosexuelle Orientierung der Kinder zur Folge haben.

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