Fuerteventura: Der Untergang einer spanischen Trauminsel dank Corona

31 Jul

fuerteventura

Anfang Juli 2021: Auf Fuerteventura liegt nicht ein COVID-Patient in der Klinik, dafür liegt die Wirtschaft in Folge der Lockdowns am Boden. Trotzdem hält die Zentralregierung in Madrid weiterhin harte Restriktionen aufrecht. Protest regt sich dennoch keiner. Man ist eben ein gehorsamer Untertan.

Corona stellt für die rund 120.000 Einwohner der Insel Fuerteventura und ihre wenigen Besucher kein medizinisches Problem dar. Nicht ein Mensch muss derzeit stationär behandelt werden. Trotzdem: Fast jeder trägt hier in jedem Augenblick und an jedem Ort eine „Mascarilla“; unter freiem Himmel ebenso wie im Auto.

Beim Nichttragen der Maske, hier “mascareta” genannt, werden 30.000 Euros fällig, im Wiederholungsfall bis zu 300.000, schreibt ein Kommentator!

Inmitten der Vulkanwüste Fuerteventuras kann man einem einsamen Wanderer begegnen, der in der Gluthitze des Mittags eine „Maske“ trägt. Absurdes Theater. Den Bewohnern scheint es selbstverständlich geworden, sich eine Mascarilla zwischen die Ohren zu spannen, wenn sie nicht gerade einen Bissen oder einen Schluck nehmen.

In Fuerteventura haben nur noch die großen internationalen Hotelketten geöffnet, die kleineren privat geführten Hotels haben alle dicht gemacht. Fast alle Lieferketten sind mittlerweile zusammengebrochen. Die Wirtschaft und die meisten Restaurant sind bereits bankrott.

Die Angestellten in Fuerteventura, die jetzt arbeitslos sind, sind wohl so ruhig, weil sie durch die staatlichen Sozialleistungen sogar mehr Einkommen haben, als vorher. Die Polizei überfliegt derweil die Städte und Hotels mit Drohnen. Entdeckt sie Menschen ohne Masken, dann werden die Gäste und die Hotels mit einer Strafe belegt.

Die Hotel- und Restaurant-Besitzer, deren Hotels und Restaurants geschlossen sind, sitzen in der Schuldenfalle. Sie haben oft Schulden im fünfstelligen Bereich und erhalten von den Banken keinen Kredit mehr. Man versucht sich innerhalb der Familie zu helfen. Die Vermieter verzichten sei Monaten auf die Miete und oft unterstützen die Söhne die Vater finanziell.

Man sagt, die Mentalität sei in Spanien das Problem. Man sei von jeher obrigkeitshörig. Das erinnert mich alles an Deutschland. Sind die Deutschen nicht genau so obrigkeitshörig? Man fragt sich, wie die Unternehmer finanziell überleben wollen, wenn kaum noch Touristen nach Fuerteventura kommen.

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