Video: Deutschlands Zukunft? Willkommen im Überwachungsstaat (02:18)

30 Sep

Brave new world auf chinesisch. In der Sendung Lanz berichtet [1] ein zugeschalteter Deutscher (Journalist?) aus dem Reich der Mitte. Von Wuhan bis Peking müssten die Menschen für jede ihrer Bewegungen in der Öffentlichkeit eine App herunterladen und einen Code scannen, dann würden die Händi-Daten zentral abgeglichen, und nur wenn ein grünes Signal komme, dürfe man einkaufen, ins Hotel gehen usw.

[1] Video: Willkommen in China, Überwachungsstaat – Deutschland dahin geht die Reise (ZDF, Markus Lanz) (02:18)

Video: Willkommen in China, Überwachungsstaat – Deutschland dahin geht die Reise (ZDF, Markus Lanz) (02:18)

Unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes werde die totale Überwachung der Bevölkerung via Händi etabliert. Und nun kommt’s: „Die meisten Chinesen, mit denen wir gesprochen haben, finden das super. Die Angst vor einer neuen Infektionswelle ist so groß – und wird auch staatlich gelenkt –, dass sie darin gar keine Einschränkung ihrer Freiheit sehen.“

Man könnte allenfalls anmerken, dass die meisten Chinesen niemals in Freiheit gelebt haben und folglich keinen Sinn dafür besitzen, was ihnen gerade verlorengeht.


Die gestrige Pro7-Sendung „Rechts. Deutsch. Radikal“ war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Zunächst natürlich wegen der kranken Äußerungen des betrunkenen ehemaligen AfD-Pressesprechers Christian Lüth [1]. Es ist in diesem Zusammenhang völlig belanglos, dass Christian Lüth – ich kenne ihn gut, er war im Bundestag mein Büronachbar, wir haben gemeinsam einigen Flaschen die Hälse gebrochen – tatsächlich niemanden umbringen will.

[1] Christian Lüth soll gegenüber Lisa Licentia gesagt haben:

„Denk doch mal taktisch, Mäuschen“, sagt er zu der Frau mit Blick auf die strategische Aufstellung der AfD. Dann fallen Sätze wie: „Das haben wir mit Gauland lange besprochen: Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD.“ Mit Blick auf den Zuzug von Migranten soll er gesagt haben: „Wir können die nachher immer noch alle erschießen, das ist überhaupt kein Thema, oder vergasen, oder wie du willst, mir egal.“

https://www.tagesspiegel.de/politik/der-fall-lueth-und-andere-verwerfungen-wie-die-afd-sich-selbst-zerlegt/26228598.html

Dass er [bei der hübschen Lisa Licentia] in eine sogenannte Honigfalle tappte und diese Worte heimlich mitgeschnitten wurden. Ich wusste, dass er eine schrille Type mit eingeschränktem Respekt vor Grenzen ist (anders als die Kanzlerin), aber hier ist, wie der Bauersmann sagt, Sense.

Es gilt Großmutters alte und mit Recht undiskutierbare Regel: So etwas macht man nicht, so etwas sagt man nicht. Er hat ja nicht nur sich selbst, sondern ein ganzes politisches Milieu in die Scheiße geritten.

Die Anderen werden sich die willkommene Gelegenheit nicht nehmen lassen, bei jeder künftig im Parlament vorgetragenen Kritik an der Migrationspolitik auf diese Worte zurückzukommen.

Aber noch etwas war an dieser Sendung – die ich mir nicht angesehen habe, weil mich sowohl ausgesucht harthirnige Rechtsradikale als auch diese Art Reporter anwidern – bemerkenswert: Es gab keine Werbeunterbrechungen. Bei einem Privatsender zur prime time!


Die Städte, die sich als sichere Häfen und mit #WirhabenPlatz anbieten, sollten parallel dazu ihre Obdachlosenstatistik veröffentlichen.

https://michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1451-29-september-2020

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