Michael Klonovsky: Wer auf Führers Spuren wandelt…

4 Feb

klonovsky_kontaktschuldAus einem Wikipedia-Eintrag zu einem deutschen Juristen und Lehrstuhlinhaber: „Ferner hielt er Anfang der 90er-Jahre Vorträge vor der Deutschen Hochschulgilde Balmung zu Freiburg oder bei der 2. Weikersheimer Hochschulwoche, wo kurz zuvor bzw. danach auch Personen wie *** bzw. *** referierten, die der Neuen Rechten zugeordnet werden.“ Es gibt also neben der direkten „Kontaktschuld“ – X nahm an einer Veranstaltung teil, auf welcher auch Z gesehen wurde – offenbar auch die zeitversetzte, ins Überzeitliche ausgedehnte:

X trat auf, wo vorher auch schon einmal Z redete. Worüber? Was kümmert das einen Denunzianten? (Allein dass eine Hochschuldgilde „Balmung“ heißt – der Balmung ist das Schwert Siegfrieds im Nibelungelied –, bietet hinreichenden Anlass zum Generalverdacht. Vor einem solchen Publikum ist jedes Thema falsch.

X verkehrt am liebsten in einem Lokal, in dem auch schon Hitler gern einkehrte (weil auch Hitler dort gern einkehrte?). Besonders subtil der enzyklopädische Hinweis, der besagte Vortragende sei an einem Ort aufgetreten, wo nach ihm auch der oder der skandalöserweise zu Wort kommen durfte. Glücklicherweise haben wir inzwischen dank informeller zivilgesellschaftlicher Vereinbarungen dafür gesorgt, dass es nurmehr noch wenige Orte gibt, wo der rechtschaffene, anständig geblieben Deutsche damit rechnen muss, dass irgendwann nach ihm dort jemand auftritt, neben dem man ungern gesehen, gefilmt, abgehört oder mit Gegenständen beworfen werden möchte.

Schuldig machen kann sich der Mensch keineswegs allein durch indirekten Kontakt zu Unpersonen, sondern auch zu anrüchigen Druckerzeugnissen. Beziehungsweise – in diesem Fall muss wieder aufmerksam differenziert werden – zu relativ falschen Druckerzeugnissen in vollkommen anrüchiger Umgebung. Der aktuelle Spiegel berichtet – das Verb hier ironisch gemeint – über die Berliner Bibliothek des Konservatismus. Um zu illustrieren, welch geistige Konterbande dort gehegt und gehortet wird, bildet die Gazette drei Beispiele aus dem Zeitschriftensortiment ab:

Die Preußische Allgemeine, Compact sowie die Huttenbriefe. Während es sich bei Letzteren wohl tatsächlich um eine extremistische Publikation handelt (ich hatte das Blatt nie in den Händen), bekommt man die beiden übrigen Gazetten in jeder anderen Bibliothek auch und in gut sortierten Zeitschriftenhandlung sowieso. Das ist ebenfalls schlimm, aber nicht wirklich veröffentlichenswert. Es sollte sich schon summieren. X traf Z am Ort A, wo es Schriften von B zu lesen gibt und schon einmal Y sprach. Das haut richtig ins Kontor.

Um die Sache ins Persönliche zu wenden: Ich etwa tafle [speise] gern in der Osteria Italiana in der Münchner Schellingstraße, wie dies der Führer ebenfalls gern tat – schon bevor er der Führer war. Zwar ließ mich der Padrone einmal sogar im Weinkeller stöbern, den Hitler ähnlich indigniert [entrüstet, erregt, empört] mied, wie ein frommer Muslim es täte. Aber die anderen Räume, die ich benutzte, frequentierte auch der Böse. Beziehungsweise: das Böse.

Ob dort jemals richtig antifaschistisch ausgeräuchert wurde? Notfalls genügte auch eine Betriebsfeier des Süddeutschen Beobachters mit Weizsäcker-Einspielung und Live-Gauckiade am Tag der Befreiung. Außerdem steht in meiner heimischen Bibliothek „Mein Kampf“. Sogar zweimal, neben der deutschen noch eine englische Ausgabe. Jetzt warte ich nur noch auf Einladungen der Studentengilden „Nagelring“, „Mimung“ oder „Gram“.

Übernommen von Michael Klonovskys Acta Diurna / Foto oben: Restaurant Osteria Bavaria in der Münchner Schellingstrasse um die Jahrhundertwende, heute: Osteria Italiana

Quelle: Michael Klonovsky: Überzeitliche Kontaktschuld

Noch ein klein wenig OT:

Kanada: Das ist der Moschee-Killer von Quebec, Alexandre Bisonnette (27) – Er glaubte an die „Vorherrschaft der weißen Rasse“

Alexandre Bisonnette Video: Alexandre Bisonnette – der Moschee-Killer aus Kanada (01:13)

Quebec (Kanada) – Leicht verträumt und scheinbar friedlich blickt Alexandre Bissonnette (27) in die Kamera – doch in ihm brodelte Hass. Hass auf Muslime – dieser unscheinbare Mann gilt als Moschee-Killer von Quebec! Die Polizei identifizierte Bissonnette als den mutmaßlichen Täter, der beim Abendgebet am Sonntag ein islamisches Kulturzentrum angegriffen hatte. Der Killer erschoss sechs Menschen und verletzte 19; zwei von ihnen ringen im Krankenhaus mit dem Tod. >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob hier die Wahrheit erzählt wird oder ob etwas vertuscht werden soll. Was mich vor allen Dingen stutzig macht, ist der marokkanische Mittäter. Ein Zeuge berichtete außerdem: Nach Angaben des Mannes riefen die Attentäter „Allahu Akbar“ (Gott ist groß), als sie das Feuer eröffneten. War der Attentäter vielleicht doch zum Islam konvertiert und war es ein Problem zwischen Sunniten und Schiiten? Und brauchte man mal wieder einen rechten Täter?

Kölner auf dem Weg zur Arbeit von drei Migranten überfallen

Sebastian schreibt:

koelsche_jung

Essen: Asyl-Wucher: Bis zu 9400 Euro für Unterbringung von Flüchtlingen – pro Person

essen_teure_migranten Video: Essen: Bis zu 9400 Euro für Unterbringung von Flüchtlingen (01:12)

Die Stadt Essen hat laut eines Vertrags zwischen 1900 und 9400 Euro pro Monat und pro Flüchtling an den Asylheimbetreiber European Homecare (EHC) gezahlt. Der Vertrag liegt der „Bild“-Zeitung vor, die für die Einsicht in die Unterlagen vor Gericht ziehen musste. Die Stadt Essen wehrte sich, die genauen Kosten öffentlich zu machen. >>> weiterlesen

Siehe auch:

Mecklenburg-Vorpommerns Genderwahnsinn: Wie der Landtag zum Irrenhaus mutiert

Video: USA: Schwarzer Mann schlägt US-Bischof mit Faust ins Gesicht – Bischof verliert mehrere Zähne

Vera Lengsfeld: Martin Schulz: Der Hoffnungsträger der Verzweifelten

Video: Maischberger: Polizisten – Prügelknaben der Nation? (75:52)

US-Kongressabgeordnete hat Beweise für Obamas Unterstützung von ISIS, Al-Nusra und Al-Qaida

40 Jahre Multikulti in Schweden: 300% mehr Gewaltverbrechen und 1472% mehr Vergewaltigungen

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