Jutta Ditfurth: „Castro war einer der klügsten Politiker, die ich je traf”

30 Nov

Fidel_Castro02By Antonio Milena – Fidel Castro – CC BY 3.0 brLink

Jutta Ditfurth, eine Mitbegründerin der Grünen, schrieb am 26.11.2016 folgenden Tweet auf Twitter und drückte ihre Bewunderung für den soeben verstorbenen Fidel Castro aus. Auf Facebook las ich dann eine kurze Kritik an der Äußerung Jutta Ditfurths von Sebastian Nobile, in der er auch ihre offensichtlich mehrfachen Abtreibungen erwähnte. Wie kann eine Mutter ihre eigenen Kinder töten? Ich werde das nie verstehen. Aber das nur am Rande.

Dann schaute ich mir die Wikipediaseite über Jutta Ditfurth an und dort fand ich einige bemerkenswerte Hinweise, so z.B. dass ihre Vorfahren tief im Nationalsozialismus verstrickt waren. Am Abend stieß ich dann auf einen Artikel von Joachim Nikolaus Steinhöfel, der deutlich beschrieb, was Castro wirklich für ein Diktator und Tyrann war. Angesichts dieses Artikels fragt man sich, woher Linke, wie Jutta Ditfurth, ihre Bewunderung für Fidel Castro beziehen?

Man muss schon Scheuklappen tragen, in einer linken Traumwelt leben und große Teile der Realität ausblenden, um solch einen Diktator zu bewundern. Aber das können die Linken ja ausgezeichnet, es ist geradezu ihre Spezialität, die sie bis zur Perfektion, andere sagen, bis zum Erbrechen, gemeistert haben. Dies kann man z.B. auch sehr deutlich in der ganzen Flüchtlingsdebatte oder in ihrem Hass gegen alles Deutsche sehen.

ditfurth_castro

Sebastian Nobile schreibt:

Die Abtreibungsfee Ditfurth kriecht anlässlich Castros Tod natürlich auch noch kurz aus dem linken Sumpf. [Ihr Spruch sinngemäß: "Ich habe etliche Male abgetrieben und bin stolz drauf."]

Torsten schreibt:

Irre, wie Linke die Realität bei ihren blutigen Helden ausblenden. Wenn man links ist, darf man wohl foltern und morden. Dann ist das ok.

Markus schreibt:

Die Schreckensherrschaft der blutrünstigen roten Tyrannen verklären ist für diese strohdumme und hoch neurotische Extremistin dann ein hohes Niveau jenseits der Propaganda. Wundert auch nicht, stammt sie laut eigenen Angaben aus einer Nazifamilie und in diesen Kreisen ist die Verleugnung des nationalsozialistischen Verbrechens ebenso üblich. Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm.

Meine Meinung:

Wenn Fidel Castro einer der klügsten Politiker war, die Jutta Ditfurth je traf, mit welchen Politikern hat sie sich denn noch getroffen? Vielleicht hätte sie einfach einmal eine andere Auswahl treffen sollen. Warum verehren die Linken eigentlich immer diese Massenmörder? Che Guevara, Pol Pot, Mao, Stalin, Castro? Und bei so viel Dummheit wie von Jutta Ditfurth kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln.

In ihrem 2013 veröffentlichten Buch „Der Baron, die Juden und die Nazis – Reise in eine Familiengeschichte“ arbeitet sie ihre Familiengeschichte kritisch auf und beschreibt unter anderem den Antisemitismus vieler ihrer Vorfahren, bis hin zur Unterstützung des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Könnte es sein, dass ihre linksextreme Ausrichtung und die Bewunderung solcher Diktatoren wie Castro etwas mit der innerfamiliären Vergangenheit zu tun hat? Jedenfalls ist bei vielen Nachkommen aus der Nazizeit, deren Vorfahren tief im Hitlerfaschismus verwurzelt waren, zu beobachten, dass sie ins linksextreme Lager wechseln. [1]

[1] Der Schauspieler Hardy Krüger, dessen Eltern ebenfalls tief im Nationalsozialismus verstrickt waren, ist auch so ein Mensch, der Probleme mit der Realität hat. Er setzt die heutige AfD mit den Nationalsozialisten gleich und sieht einen neuen Faschismus auf Deutschland zukommen. Bei so viel Realitätsverlust kann man sich wirklich nur noch an den Kopf fassen.

Ist dieser Realitätsverlust seinem Alter zuzurechnen oder ist es die Strafe, wenn man vorwiegend in linksliberalen Künstlerkreisen verkehrt und die Welt nur aus einer privilegierten Lebensweise kennt, in der man von den Problemen der Massenmigration weitgehen verschont ist? Hardy Krüger verbringt sein Leben zusammen mit seiner dritten Ehefrau zwischen den kalifornischen Bergen und Hamburg.

Mag sein, dass die kubanische Revolution gegen den Diktator Batista berechtigt war. Der Kampf Castros war auch ein Kampf gegen die USA, gegen den Kapitalismus. Und was kam, wie bei allen Linken Präsidenten dabei heraus? Er errichtete eine kommunistische Diktatur, richtete Kuba wirtschaftlich zu Grunde, lies Kritiker einsperren und foltern. Und am Ende musste man erkennen, dass kommunistische Ideale Träumereien sind und dass allein der Kapitalismus die Armut besiegt und Fortschritt und Freiheit bringt. Aber dies haben Menschen wie Jutta Ditfurth bis heute nicht begriffen und werden es wohl auch niemals begreifen. Das ist der Preis, wenn man etwas Besseres sein will, als die Vorfahren. Sie sind Gefangene ihrer links- und rechtsextremen Ideale.

Und wer den genialen Beitrag von Joachim Steinhöfel über den Diktator Fidel Castro liest, erkennt wie grenzenlos dumm und verblendet Jutta Ditfurth und andere Linke sind, die dem Diktator Fidel Castro ihre Bewunderung aussprechen. In Wirklichkeit unterstützen sie in ihrer blinden Wut über den Kapitalismus diktatorische kommunistische Folter-Regime. Sie sind nichts anderes als Antidemokraten. Bei solchen Linken würde es mich nicht wundern, wenn sie den nordkoreanischen Führer Kim Jong-un ebenso bewundern, wie sie jetzt Fidel Castro bewundern und einst Mao und Pol Pot bewunderten. Linke wie rechte Extremisten haben offensichtlich ein Faible für Menschenschlächter.

Nun eine kurzen Ausschnitt aus dem Artikel von Joachim Nikolaus Steinhöfel:

Viva Cuba Libre – Zum Tod von Fidel Castro

Castro kreierte einen repressiven Polizei-Staat mit völliger Kontrolle der Presse, des Rundfunks, der Künste, des Rechts auf freie Meinungsäußerung der Versammlungsfreiheit. Erschießungskommandos und Kerker nahmen sich schnell seiner Rivalen und deren an, die Widerspruch wagten. Spitzel überall, Folter und grundlose Inhaftierungen an der Tagesordnung, von Zugang zu unabhängigen Gerichten bis heute keine Spur. >>> weiterlesen

Wer solch einen Diktator bewundert, hat entweder keine Kenntnisse über die wahren Zustände in Kuba, oder was noch schlimmer ist, er kennt sie sehr wohl, meint aber solche Methoden seien erforderlich, um die politischen Gegner nicht nur mundtot zu machen. Menschen, die solch einen Diktator bewundern, egal ob Linke oder Rechte, sind bereit für ihre Ideologie über Leichen zu gehen. Sie sind bereit, die schlimmsten Folterungen und Grausamkeiten zu akzeptieren, wenn sie meinen, sie würden ihren politischen Interessen dienen. Wie krank muss ein Menschen sein, um solche Grausamkeiten zu tolerieren?

Steinhöfel zeigt, dass Oskar Lafontaine, Katja Kipping und Jean Claude Junker offensichtlich von dem selbem Geist beflügelt sind, wie Jutta Ditfurth, wenn sie Castro, der bis in die 70er Homosexuelle und Langhaarige ins Arbeitslager sperrte, Frauen auf dem Weg in die Kirche verprügeln und selbst blinde Bürgerrechtler misshandeln und zusammenschlagen ließ, zu seinem Tod ihre Bewunderung und ihr Beileid aussprechen.

Sehr interessant ist auch der Abschnitt, in dem Steinhöfel beschreibt, wie Castro aus einem relativ wohlhabenden Entwicklungsland Kuba in ein Armenhaus verwandelt, wo die Menschen mit 20 Dollar im Monat auskommen müssen, während Fidel Castro ein Vermögen von 900 Millionen Dollar besaß. Und am Ende stellte sich heraus, dass der Kommunismus kein einziges Problem löst, so dass man am Ende gezwungen ist, die Tür zum Kapitalismus wieder zu öffnen, um die Armut zu bekämpfen und um das Bildungswesen und das Gesundheitssystem zu verbessern.

Sarah Wagenknecht: Castro ist durch und durch Demokrat

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Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch preisen den verstorbenen Diktator in einem Beitrag mit der Überschrift: „Er stand für eine bessere Welt“. Die Oppositionsführer im Deutschen Bundestag zitieren zustimmend Danielle Mitterand, die Frau des früheren französischen Präsidenten, die über Castro sagte: „Aus diesem Mann macht man einen Teufel. Dabei ist er durch und durch ein Demokrat, der sein Volk liebt und sein Volk liebt ihn.“

Nach dem Tod von Hugo Chávez, dem venezolanischen Staatschef, pries Wagenknecht auch ihn als „großen Präsident“, der „mit seinem ganzen Leben für den Kampf um Gerechtigkeit und Würde stand“. Wagenknecht schwärmte, Chávez habe bewiesen, dass ein „anderes Wirtschaftsmodell möglich sei“.

Möglich sei? Die Menschen in Venezuela leiden noch heute unter diesem „anderen Wirtschaftsmodell“, das ihnen nur Hunger und Elend gebracht hat. Sieht so die wirtschaftspolitische Alternative aus Sicht der Linken aus? Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet als Folge der von Wagenknecht gepriesenen Wirtschaftspolitik unter der höchsten Inflation der Welt. Ist es das, was Wagenknecht mit „sozialer Gerechtigkeit“ meint? Der Sozialismus, das Ziel der Linken, ist seit über 100 Jahren überall auf der Welt immer und immer wieder gescheitert. >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Wenn Sarah Wagenknecht sagt, dass das kubanische Volk Castro geliebt hat, dann sollte ihr eigentlich bekannt sein, dass sein Terror eine Massenflucht verursachte. Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts haben etwa 3 Millionen Kubaner, mehr als 20% der Bevölkerung, die Insel „illegal“ verlassen, denn „Republikflucht“ ist auch in Kuba strafbar. Vera Lengsfeld schreibt, dass es in Kuba eine Zweiklassengesellschaft gab, die zwei verschiedene Währungen hatten, den CUC-Peso und den kubanischen Peso und die in zwei verschiedenen Geschäften einkauften.

„Während in den CUC-Läden das Angebot dem eines Dorfkonsums der DDR in den 70er Jahren gleicht, sind die Regale in den Peso-Läden weitgehend leer. Der Verdienst reicht gerade so zum Überleben. Das hat aus Kuba das Land der Bettler und Prostituierten beiderlei Geschlechts gemacht. Castro, ist seinerzeit angetreten, um den Puff, den der Diktator Fulgencio Batista aus dem Land gemacht hatte, zu beseitigen. Bei seinem Tod ist das Land ein Anziehungspunkt für Sextouristen aller Couleur.”

Sebastian Nobile schreibt:

Für die Wagenknecht-Fans😉. Wo links draufsteht, ist auch links drin. Auch wenn sie ab und zu ihren Hausverstand benutzt und wie ein normaler Mensch redet, ist sie eben doch Teil dieser antidemokratischen, verlogenen und zutiefst dummen und menschenverachtenden deutschen Linken.

Christian schreibt:

Die infame linke Ideologie ist in meinen Augen das rassistischste Konstrukt überhaupt. Keine andere Ideologie treibt so vehement die Vermischung aller Rassen voran und gilt somit als Zerstörer der natürlichen Vielfalt!

Vera Lengsfeld hat ein sechsteiliges Dossier über Fidel Castro erstellt: Dossier: Castro und Kuba

Quentin Quenscher beschreibt in einem Artikel, dass Fidel Castro es während der Kuba Krise, als die Sowjetunion, Kernwaffen auf Kuba stationieren wollten und die USA über einem nuklearen Vergeltungsschlag nachdachten, akzeptierte, dass Kuba dabei vollständig vernichtet werden könnte. Quentin Quenscher: „Große Führer, so scheint es, haben kein Problem für ihre große Ideen ihr Volk zu opfern. Je größer der Führer, desto schlimmer fürs Volk.” Kuba wäre vollständig vernichtet worden

Siehe auch:

Rot-Rot-Grün-Berlin: Straftäter nicht inhaftieren – Offener Vollzug jetzt Regelvollzug?

Video: Michael Klonovsky über Samuel Schirmbeck bei Markus Lanz

Akif Pirincci: Schäubles Traum von der germanisch-orientalischen Rasse

Michael Klonovsky: WELT-Redakteure: Flüchtlinge retten Deutschland vor der Rezession

Die arrogante Anmaßung der linksliberalen Elite

Die Internetzensur wird nicht gelingen – die Wahrheit ist stärker

2 Antworten to “Jutta Ditfurth: „Castro war einer der klügsten Politiker, die ich je traf””

  1. Jorgos 30. November 2016 um 16:57 #

    Die Enttäuschung über die großen Helden der Befreiungsbewegungen ist sehr schmerzhaft, wenn man gezwungen ist sich damit auseinander zusetzen. Damit gehen auch die eigenen Überzeugungen zu Grunde. Aber es ist bequemer den alten Träumen hinterherzulaufen, statt mit Ihnen zu brechen.

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    • nixgut 30. November 2016 um 17:22 #

      Mir gefällt auch der letzte Abschnitt in dem Artikel sehr gut:

      Der Sozialismus, das Ziel der Linken, ist seit über 100 Jahren überall auf der Welt immer und immer wieder gescheitert. Man hat auf verschiedensten Wegen versucht, den Sozialismus zu verwirklichen: In Russland anders als in Jugoslawien, in Kuba und Nordkorea anders als in Rumänien oder der DDR. Funktioniert hat das Modell nirgendwo. Überall war es mit Unfreiheit, Unterdrückung und wirtschaftlichem Niedergang verbunden. Wie vermessen ist es, wenn die Linke behauptet, nach 100 Jahren gescheiterter Experiment habe sie nun als erste Partei der Welt das Rezept gefunden, wie der Sozialismus doch funktionieren kann?

      http://www.theeuropean.de/rainer-zitelmann/11562-castro-durch-und-durch-demokrat

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