Gutmensch storniert Urlaub wegen Wahl in Meck-Pomm und erhält spöttische Antwort

12 Sep

floatinghouseFloating House: Ein jeder so, wie er es sich leisten kann…

Habe mir mal die Mühe gemacht…

Auszug aus dem Brief des offensichtlich linksextremen empörten Urlaubers aus Berlin:

Ich will und kann meinen Freunden nicht zumuten sich zwei Kilometer Luftlinie entfernt von Peenemünde aufhalten zu müssen, wo 52,4 Prozent der Wähler sich dafür entschieden haben AfD bzw. NPD zu wählen. Ich kenne den Ort Kamminke mit seinen 12.2 % NPD-Wählern nicht einmal, aber was sich kenne, ist das populistische, rassistische, antisemitische, antidemokratische, nationalistische, europafeindliche, homophobe, usw. usw. Wahlprogramm der NPD und der AFD.

Meine Meinung:

Sehr geehrter Herr xxx, wie kann man als überzeugter Linksextremer nur in einer Stadt wie Berlin leben, wo unser aller Freund, der Gröfaz (Größter Führer aller Zeiten), so viel angenehme Tage verbrachte? Können sie das wirklich mit ihrem Gewissen vereinbaren? Ist ihnen darüber hinaus nicht bekannt, dass Deutschland zwischen 1933 und 1945 dem Hitlerfaschismus erlag? Als überzeugter Linksextremer hätte ich dieses Land bereits lange verlassen. Erst dann können wir sie wirklich als wahren und aufrechten Gutmenschen, Demokraten, Widerstandskämpfer und Antifaschisten anerkennen. Bei solch eifrigen Widerstandskämpfern stelle ich mir allerdings immer wieder die Frage, was hat wohl ihr Vater, bzw. Großvater…

Das Antwortschreiben des Hoteliers:

Sehr geehrter Herr Dr.

Mit Beschämung haben wir ihr Schreiben vom 06.09.2016 zur Kenntnis genommen. Es tut uns sehr leid, dass sie ihre wohlverdiente Freizeit um ein Haar in einer Gegend verbracht hätten, in dem Menschen von ihrem demokratischen Recht auf freie und geheime Wahlen in geradezu unverantwortlicher Weise Gebrauch gemacht haben.

Beschämt sind wir allerdings auch, weil wir ihnen bei ihren bisherigen Aufenthalten nicht die ganze Wahrheit über unsere Gegend und unser Haus gesagt haben. So wurden tatsächlich in Peenemünde seinerzeit Raketen des Hitler-Regimes auf England abgeschossen, allein dies ist schon ein Indiz dafür, welcher Geist dort herrschte und immer noch herrscht. Insofern bildet ihre Absage tatsächlich auch einen Rest des Widerstandes gegen das sogenannte Dritte Reich und den Hitlerismus dar.

Aber auch wir ganz persönlich haben uns ihnen gegenüber versündigt. Ohne ihnen dies mitzuteilen, stammten die Trauben ihres Frühstücks aus Israel bzw. der Westbank und der Honig auf ihrem aus Polen importierten Brötchen aus der Türkei, also alles Staaten, die rechtem und faschistischen Gedankengut zumindest nahe stehen. Unser Hausmädchen ist die Tochter eines deutsch-nordkoreanischen Ehepaares und wir können nicht mit letzter Sicherheit ausschließen, dass sie keine Bewunderin von Kim Jong Un ist, auch, wenn sie dies nicht laut sagt. Sie hatte im Übrigen bisher keine Schwierigkeiten, sich unbehelligt auf unserer Insel zu bewegen. Vielleicht liegt das ja am gemeinsamen Gedankengut mit den hiesigen Einwohnern.

Ihr Kaffee kam aus dem Hause Dallmeyer, der seinen Stammsitz im CSU-geführten Bayern und unter anderem auch aus Österreich Kaffee importiert, auch hier sind sie hilflos und sträflich den Produkten und Auswürfen rechten Gedankengutes ausgeliefert worden, ohne von uns hierüber in Kenntnis gesetzt worden zu sein.

Nichtsdestotrotz sind wir natürlich dafür dankbar, dass sie uns auf das Verhalten der hiesigen Wählerschaft hingewiesen haben und wir sind natürlich bestrebt, derartige Fehler in Zukunft zu vermeiden, wenn gleich wir das Wahlverhalten der hiesigen Einwohner nicht direkt beeinflussen können. Aber wir haben als erste Maßnahme ein Fahrzeugverbot auf unserem Parkplatz für alle Fahrzeuge erlassen, die direkt oder indirekt in die menschenverachtende Maschinerie des Dritten Reiches verwickelt waren.

So dürfen unsere Fahrzeuge zukünftig nicht mehr von Fahrzeugen der Marke VW, Audi, Porsche, Mercedes-Benz und BMW (Hersteller oder Lieferanten von Wehrmachtsmaterial und Kriegswaffen) angefahren werden und auch unseren Sekt werden wir künftig nicht mehr von Henkel und seinen Tochterfirmen beziehen, da diese über den damaligen Reichsaußenminister Ribbentrop unseres Erachtens zu sehr mit der Führungsspitze des Dritten Reiches verbandelt war.

Wir sehen dies als quasi erste Maßnahme an, weitere werden folgen. So werden wir künftig unser Personal und deren Familienangehörige und Freunde auf rechtes Gedankengut prüfen und gegebenenfalls adäquat den SHAEF-Gesetzen [Militärgesetze des Deutschen Reiches] einer End-AfD-isierung und Umerziehung in geeigneten Lagern zuführen.

So hoffen wir, sie nach den nächsten Wahlen [wenn Meck-Pomm hoffentlich AfD-frei ist (Admin)] doch wieder in unserem Hause als zufriedenen Gast begrüßen zu dürfen, sofern wir nicht mit der Belegung durch Flüchtlinge komplett ausgelastet sind.

Mit ebenfalls demokratischen Grüßen

Indexexpurgatorius's Blog

„Ich kann und will meinen Freunden nicht zumuten, sich zwei Kilometer von Peenemünde entfernt aufhalten zu müssen, wo 52,4%, AFD bzw. NPD wählen„. Nach dem fulminanten Wahlsieg der AfD, kündigten einige Gutmenschen und Deutschenhasser bereits an, zukünfitg auf Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu verzichten. Ein besonders dummfreches Exemplar dieser Spezies schritt nun zur Tat, doch bekam eine Antwort die ihm oder ihr wohl die Sprache verschlagen hat. Doch lesen Sie selbst!

Stornierung des vermeintlichen Gutmenschen

Antwortschreiben des Hoteliers


(geklaut hier: WIR.hn)

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