Saudi-Arabien: Warum der Chef der islamischen Religionspolizei vom Jäger zum Gejagden wurde

16 Jul

Ahmed Qassim al-GhamdiAhmed Qassim al-Ghamdi und seine Frau Jawahir

Die Angst sitzt den liberalen Muslimen im Nacken. Kein Wunder, wenn sich "moderate Muslime" weltweit kaum durchsetzen können. Doch selbst in Saudia-Arabien, dem Mutterland des sunnitischen Steinzeit-Islam, können die Steine noch weich werden. Ahmed Qassim al-Ghamdi, ein harter Hund der allgegenwärtigen "Religionspolizei", begann zunehmend an seinem Tun zu zweifeln. >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Dass die moderaten Muslime sich nicht durchsetzen können, liegt auch daran, dass die staatlichen Stellen meist nur mit den orthodoxen Muslimen verhandeln, die einen Steinzeitislam vertreten. Nach außen hin geben sie sich liberal, in Wirklichkeit aber wollen sie einen fundamentalen Islam durchsetzen. Mit anderen Worten, die europäischen Regierungen tragen eine Mitschuld daran, dass sich der liberale "Euro-Islam" nicht durchsetzen kann. Deshalb geben die religiösen Fundamentalisten den Ton an, den radikalen Islam immer mit im Gepäck.

Darum sagte Hocine Drouiche, der Imam von Nimes in Frankreich, ein bisher führender Imam in Frankreich, der nach dem Attentat von Nizza zurückgetreten ist: „Es sei inzwischen „schwer“ geworden, so begründete er seinen Schritt, „den Islam vom Islamismus zu unterscheiden.“” Er scheint recht zu haben, denn man hat das Gefühl der radikale und tödliche Islamismus setzt sich immer mehr durch. Eine Entwicklung, die die feigen europäischen Regierungen mit zu verantworten haben. Das macht nicht unbedingt Hoffnung, dass sich liberale Muslime in Saudi-Arabien durchsetzen könnten. Österreich zeigt, dass es auch anders geht.

Hier noch ein Artikel aus der "New York Times" über den Religionspolizisten Ahmed Qassim al-Ghamdi, den "Inselpresse" dankenswerterweise ins Deutsche übersetzt hat:

Ein saudischer Moralpolizist rief auf zu einem liberaleren Islam. Dann begannen die Todesdrohungen

Die meiste Zeit seines Erwachsenenlebens arbeitete Ahmed Qassim al-Ghamdi bei den bärtigen Moralpolizisten Saudi Arabiens. Er war ein überzeugter Angestellter der Abteilung für die Verbreitung der Tugend und der Verhinderung von Lastern – im Ausland bekannt als Religionspolizei – wobei seine Arbeit den Kontakt zu Bürgern umfasste und er die Verwestlichung des islamischen Königreichs verhindern sollte, wie auch die Säkularisierung und alles andere, was nicht den konservativen islamischen Dogmen entspricht. >>> weiterlesen

Noch ein klein wenig OT:

Österreich: 20 Jahre Haft für Hassprediger Mirsad O.

Islamprediger Mirsad O.Hohe Sicherheitsvorkehrungen vor dem Straflandesgericht in Graz: Mirsad O. ist zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Drakonische Strafe für den radikalen Islamprediger Mirsad O. alias Ebu Tejma Mittwochnacht in Graz: Der 34-Jährige – er hatte als Prediger Männer zur Terrororganisation IS vermittelt, wurde unter anderem wegen Anstiftung zum Mord und schwerer Nötigung zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der mitangeklagte Kämpfer Mucharbek T. muss für zehn Jahre hinter Gitter. Für Aufregung sorgte am Mittwoch zudem eine plötzliche Räumung des Verhandlungssaals aufgrund von Sicherheitsbedenken. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. >>> weiterlesen

Kafir von Koeln [#35] schreibt:

Ergänzung zu meinem o.g. Post: Was man wieder in deutschen Medien nicht liest: Der zu 20 Jahren Haft verurteilte Hassprediger Mirsad Omerovic (34) war Religionslehrer in Wien und bezog sein Gehalt vom Staat (sechs Kinder, Sozialhilfe, Karenzgeld und Kinderbeihilfe).

Wnn [#40] schreibt:

Hier der Link zum Bericht über islamische Gemeinden in Graz: Video. Muslimische Gemeinden in Graz | 04:05 Min. Ist die Radikalisierung junger Moslems in der steirischen Hauptstadt ein größeres Problem als anderswo in Österreich? Rund die Hälfte der kleinen Grazer Gebetshäuser steht in Verdacht, einem radikalen Islam anzuhängen. Ein Skandalvideo!

Gera: 60 bis 70 Flüchtlinge (Albaner) gingen in Erstaufnahmeeinrichtung Ernsee gegen Polizeibeamte vor

gera_fluechtline

In der Erstaufnahmeeinrichtung in Gera-Ernsee hat es am Dienstagabend Ausschreitungen von 60 bis 70 Personen gegen die Polizei gegeben. Da ein 36-jähriger Albaner weitere Straftaten ankündigte, wurde er in Gewahrsam genommen, wobei er Widerstand gegen die Polizisten leistete. Mehrere Bewohner solidarisierten sich daraufhin mit dem Albaner, darunter auch zwei Familienangehörige (16 und 18 Jahre). Eine Gruppe von 60 bis 70 Personen ging gegen die Beamten vor. Es kam auch zu körperlicher Gewalt. >>> weiterlesen

Bassam Tibi: Ich habe Angst, dass die Gutmenschen von heute die Nazis von morgen sind

silvesternacht_deutsche_gedemuetigt

Frage. Herr Tibi, Sie schrieben vor Kurzem in der Bild-Zeitung: „Deutsche pendeln zwischen den Extremen: Fremdenfeindlichkeit oder Fremdeneuphorie. Es gibt kein Mittelmaß.” Gibt es einen deutschen Hang zum Extremismus? Bassam Tibi: „Ich lebe seit 54 Jahren unter Deutschen und auf der Basis dieser Erfahrung glaube ich, ein Urteil fällen zu können. Ich beobachte, dass die Deutschen unausgeglichen sind. Entweder sie sind für etwas oder dagegen. Ein Mittelmaß gibt es nicht. Das sage aber nicht nur ich. Zwei deutsch-jüdische Philosophen haben dasselbe beobachtet. Helmuth Plessner schrieb, dass die Deutschen immer wieder „dem Zauber extremer Anschauungen verfallen”.

Frage: Der normale Deutsche kann kein Arabisch und kommt nicht aus Damaskus. Sie wünschten sich aber, dass Deutsche stärker zeigen, wie Ihre eigene Kultur funktioniert. Wie soll das gehen? – Bassam Tibi: „Ich habe lange in Amerika gelebt. Muslimische Jugendliche in Boston, New York und Washington haben eine Mischung aus Angst und Respekt, wenn sie einen Polizisten sehen. Sie wissen, dass sie ins Gefängnis kommen, wenn sie ihn frech behandeln. Die deutschen Ordnungsbehörden müssen Ausländer, die sich gegen den Staat verächtlich verhalten, in die Schranken weisen. Das passiert aber nicht. Die Angst vor dem Rassismus-Vorwurf ist in Deutschland grösser als die Angst vor dem Verfall der öffentlichen Ordnung.” >>> weiterlesen

politische_korrektheit

Wer sich seine Feinde ins Land holt, wird durch sie sterben!

muslime_zum_attentat_von_nizza

Muslime zum Attentat von Nizza

Siehe auch:

Dr. Nicolai Sennels: „Muslime sehen unseren Mangel an Aggression als Angst, als Schwäche, als Einladung zum Angriff“

Video: Libanesische Banden bedrohen und betrügen deutsche Autoverkäufer

Akif Pirincci: Deutsches Fickvieh und andere Untermenschen

Abschiebungen: Und jetzt nehmen wir mal den Taschenrechner

Prof. Dr. Gunnar Heinsohn: Südsudan: Kriegstanz auf der Geburtstagsfeier

Offener Brief einer Kindergärtnerin: Ausländische Kinder bevorzugt? – deutsche Kinder benachteiligt?

8 Antworten to “Saudi-Arabien: Warum der Chef der islamischen Religionspolizei vom Jäger zum Gejagden wurde”

  1. Evilwilhelm 17. Juli 2016 um 00:37 #

    Die Antifas die Nazis von morgen?
    Schon vor 15 Jahren hat mich dieser stupide Wohlstandskinder Fanatismus Hassclub insgeheim angekotzt.
    Deren Parolen waren schon damals plumper bzw entsprechend NPD Parole primitiv.
    Insgeheim dachte ich mir, (früher wärt ihr genauso fanatisch bei SA marschiert, hättet begeistert vom Rassenwahn fantasiert, jenen umgesetzt, um den Rang zum SS Offizier konkurriert, wie sie es damals zum Modewort „Antifaschismus“ taten…
    Antifa…?
    Das ist eine kiffende , aber extrem totalitäre Denk und Sprechverbotstruppe .

    Gefällt mir

    • nixgut 17. Juli 2016 um 08:04 #

      Vor fünfzehn Jahren war ich auch noch total links eingestellt. Man war halt links bzw. grün und hat gar nicht weiter darüber nachgedacht. Mir gefällt der Ausdruck „totalitär“ im Zusammenhang mit den Linken sehr gut. Es ist tatsächlich bei vielen Linken so. Sie machen genau dasselbe, was ich früher auch gemacht habe. Sie leben in einer linken Subkultur, in die keine andere politische Meinung eindringt und in der keine andere politische Meinung akzeptiert wird. Das erspart das Nachdenken. Und wehe, man wagt es, eine andere politische Meinung zu vertreten, dann können sie sehr schnell, sehr aggressiv werden. Als wenn man einem Kind sein Lieblingsspielzeug weggenommen hat. Sie tun immer so tolerant, doch viele sind es gar nicht. Und sie haben ein abgeschlossenes Weltbild, in dem keine neuen Ideen Platz haben.

      Gefällt mir

  2. Evilwilhelm 16. Juli 2016 um 20:56 #

    Pardon. In anderem Artikel wird völlig zu Recht gegen total ungebildete Analpabeten aus islamischen Ländern die Bezeichnung „Geringqualifizierte“ erhoben.
    Fakt ist, diese Bezeichnung wird auch für Autochthone wie mich ohne Studien- oder Ausbildungsabschluss verwendet, trotz Abitur inkl. 4 Fremdsprachen ein paar Seminarsscheinen etc…Das ist eine Riesen-Diskrepanz .
    „…zum Gejagten“ bitte.
    Entschuldigung wegen der Klugscheisserei.
    Aber in der Überschrift.

    Gefällt mir

    • nixgut 16. Juli 2016 um 21:21 #

      Hallo Evilwilhelm
      So wie du dich ausdrückst, merke ich, dass du ziemlich gebildet bist. Aber irgend etwas scheint da falsch gelaufen zu sein, wenn du weder einen Studien- noch einen Bildungsabschluss hast. Oder täusche ich mich? Ich würde gene mehr erfahren. Und ich glaube nicht, dass du einen Grund hast, dich diskriminiert oder irgendwie minderwertig zu fühlen. Mir scheint, du hast eine Menge Power. Also nutze sie, um etwas aus deinem Leben zu machen, falls da etwas schief läuft.

      Noch etwas zur Überschrift. Es ist doch tatsächlich so, dass er vom Jagenden, der alle verfolgt, die nicht den strengen islamischen Regeln folgen, zum Gejagten wird, der genau diese strengen Regeln des Islan, als inhuman und unmenschlich empfindet, wird, der die ganze Grausamkeit der islamischen Intoleranz zu spüren bekommt, bis hin zur Morddrohung oder vielleicht sogar bis zum Vollzug.

      Alles Liebe.

      Gefällt mir

      • Evilwilhelm 17. Juli 2016 um 00:02 #

        Sicher.Das nennen die Rechtgläubigen dann „Murtadd“ oder so ähnlich.Transkription entsprechend.Wenn er Apostat wird, was in diesem Falle ja nur Abweichler ist, nicht Konvertit.
        Jedenfalls lese ich oft Ihren Blog.
        Ich stelle mir das Recherchieren und v.a. Veröffentlichen differenzierter Inhalte recht zeitintensiv vor , wie auch durch rechtliche Rahmenbedingungen schwierig.
        Weiter so!

        Gefällt mir

      • nixgut 17. Juli 2016 um 07:58 #

        Du hast recht, das Recherchieren ist recht zeitaufwändig. Und man muss auch sehr vorsichtig sein, nicht gegen irgendwelche Gesetze zu verstoßen. Im Laufe der Zeit lernt man es Fehler zu vermeiden.

        Gefällt mir

  3. Ingmar Blessing 16. Juli 2016 um 11:42 #

    Hier gibts die Übersetzung zum NY Times Artikel über den saudischen Reformer: http://inselpresse.blogspot.com/2016/07/new-york-times-ein-saudischer.html

    Gefällt 1 Person

    • nixgut 16. Juli 2016 um 11:52 #

      Hallo Ingmar, ich bin gestern erst über Akif’s Seite auf deine Seite gestoßen und habe dort den Artikel über die grausamen Verstümmelungen im Pariser Bataclan gelesen. Wenn du nichts dagegen hast, werde ich einen Auschnitt deines Artikels auf meiner Seite veröffentlichen. Jetzt lese ich mir mal den Artikel über den saudischen Reformer durch und werde ihn, wenn du nichts dagegen hast, noch kurz in meinem Artikel mit aufnehmen, damit man ihn nicht übersieht. Danke für deinen Tip.

      Zum Massaker im Bataclan wurden nun fürchterliche Details veröffentlicht

      Ich bin ganz dankbar dafür, dass jemand die englischen Artikel ins deutsche übersetzt. Mein Englisch ist nämlich auch sehr holprig. Und mit der New York Times hätte ich wohl so meine Probleme.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: