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Akif Pirincci: SPD will Werbung mit Menschen verbieten

18 Jan

werbung-dolce-gabbana 
Es ist kaum zu fassen, was die SPD wieder beschlossen hat. Ihr braucht den Artikel darüber …

SPIEGEL-ARTIKEL … erst gar nicht anzuklicken. Ich habe den zusammenfassenden Text schon rauskopiert:

Ich kopiere trotzdem ein paar Sätze aus dem Spiegel hier rein. Dann wird manches verständlicher:

"Jahr der Frauen": SPD will sexistische Werbung verbieten

Die SPD will Werbung verbieten, die Frauen oder Männer herabwürdigt. Mit Hilfe des "Verbots geschlechterdiskriminierender Werbung" und anderer Maßnahmen wollen die Sozialdemokraten für mehr "Respekt im Alltag" und ein moderneres Geschlechterbild sorgen. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Klausur des SPD-Parteivorstands hervor, der zufolge die SPD 2016 zu einem "Jahr für die Frauen" machen will.

Hintergrund der Pläne ist nach Angaben der SPD auch die "Diskussion über das Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft" nach den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht. In dem Papier wird hervorgehoben, dass es sexuelle Gewalt nicht nur von Ausländern gebe, "sondern in allen Teilen unserer Gesellschaft und unter Deutschen". Zugleich wird betont, dass alle Menschen in Deutschland – egal welcher Herkunft – das Grundrecht der Gleichberechtigung von Mann und Frau beachten müssten. >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Eigentlich lesen sich die Forderungen der SPD recht vernünftig, mit der Ausnahme, dass sie, wie alle Linken, von den islamischen Sexualstraftätern ablenken und so tun, als seien die sexuellen Übergriffe Straftaten, die alle Männer gleichermaßen betreffen, so auch die deutschen. Wenn aber etwa 90 Prozent aller sexuellen Straftaten von Muslimen verübt werden, dann sind die Aussagen der SPD schlicht deutschenfeindlich. Und genau das soll wahrscheinlich auch bewirkt werden. Es soll von den muslimischen Sexualstraftätern abgelenkt werden. Damit aber ist den Frauen nicht geholfen. Das ist schlicht frauenfeindlich.

Nun aber zu Akif. Ich finde, er hat schon bessere Texte geschrieben. Bei mir kommt jedenfalls nicht so recht an, was Akif mit dem Text aussagen will.

SPD will Werbung verbieten, die Frauen oder Männer oder Nordafrikaner und Blumen und Wiesen herabwürdigt. Mit Hilfe des Slogans „Wer ficken will, muß freundlich sein“ und anderer Maßnahmen wollen die Sozialdemokraten für mehr „Rapepekt im Alltag“ und ein moderneres Geschlechterbild sorgen, diesmal mit mehr Picksel und gestochen scharf, also genauso wie es der Gynäkologe sieht. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Klausur des SPD-Parteivorstands hervor, der zufolge die SPD 2016 zu einem „Jahr für die Frauen, die anders aussehen als Andrea Nahles“ machen will.

Hintergrund der Pläne ist nach Angaben der SPD auch die „Diskussion über den Vaginalkrampf in unserer Gesellschaft“ nach den gehäuften Vaginalkrämpfen in der Kölner Silvesternacht und da, wo verspätete Züge abfahren, aber manche Züge fallen ganz aus, so eine Scheiße! In dem Papier wird hervorgehoben, dass es sexuelle Gewalt nicht nur von Ausländern gebe, „sondern auch von Syrern, Irakern, Tunesiern, Afghanen, Marokkanern, Türken und in allen Teilen unserer Gesellschaft, die zum Oktoberfest gehen“. Zugleich wird betont, dass alle Menschen in Deutschland – egal welcher Herkunft – das Grundrecht auf einen guten Fick beachten müssten, aber find´ erst mal eine Schlampe, die es für zehn Euro macht.

2016 wird in dem Papier zum „Jahr für die Frauen, die es für zehn Euro machen“ erklärt. Um deren Rechte zu stärken, will die SPD unter anderem mit einem Lohngerechtigkeitsgesetz die Lohnlücke (Lücke, hihihi) zwischen Männern und Frauen schließen, vor allem von Frauen ausgeübte soziale Berufe etwas außerhalb der Stadt auf der Straße in leichter Bekleidung aufwerten und Nachteile bei der Rente ausgleichen, damit sie es nicht für zehn Euro machen müssen. Zudem soll mit einem Familienarbeitsgesetz, mehr Flexibilität der Arbeitszeiten und dem Ausbau von Kitas die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wenn noch zehn Euro übrigbleiben, naja … verbessert werden.

Einen Schwerpunkt legt die SPD auch auf die Belange geflüchteter Frauen vor Arabern. Sie dürfen keine Bahnhöfe mehr betreten und müssen mit dem Fahrrad zur Party. Ihre Integration soll besser gefördert werden, sie sollen zudem besser vor Gewalt und Übergriffen und weißlichen Spritzern geschützt und unabhängig von ihrem Aussehen Zugang zu deutschen Hilfesystemen wie „Germany’s Next Topmodel“ und „Pornhub“ bekommen. Die SPD verweist zudem auf die nun geplante Verschärfung des Sexualstrafrechts, bei der Methoden aus der Landwirtschaft übernommen werden sollen, insbesondere jene bezüglich der Stiere, die sich nicht zur Deckung eignen.

Der SPD-Bundesvorstand trifft sich am Sonntag und Montag in Brandenburg zu einer zweitägigen Klausur, danach gehen alle Männer in den Puff. Teilnehmer sind auch die Bundesminister und Ministerpräsidenten der SPD, die anschließend auch in den Puff gehen werden. Zentrale Themen sind die Integration der Flüchtlinge in Deutschland und Köln, Wirtschaftspolitik (zehn Euro) und der Kampf gegen Penisse mit rechtsextremem Drall. Zum Glück ist meiner so gerade wie eine Adventskranzkerze!

Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

heil/FIKA

Quelle: SPD will Werbung mit Menschen verbieten

Weitere Texte von Akif Pirincci

Rainer schreibt:

… Ich glaube zwar nicht, dass es die zugewanderten Fachkräfte und Hightech-Ingenieure so wirklich interessiert, wie das deutsche Sexualstrafrecht lautet. Einmal vergewaltigen, gern auch mit anschließendem Mord. Unter Einrechnung der schweren Kindheit in Kabul oder Tripolis macht das fünf Sozialstunden, denen man sich notfalls durch kurze Aus- und dann Wiedereinreise entziehen kann. Der IS stellt halt einen neuen Pass aus. Was zwar nicht wirklich jemanden interessiert, da es ja keine deutsche Grenze mehr gibt, folglich auch keine Identitätserfassung. Jedenfalls nicht für Araber, die ja Refugees sind.

Siehe auch:

Henryk M. Broder: „Nicht Ausländer sondern Arschlöcher belästigen Frauen” – sagt ZDF-Moderatorin Dunja Hayali

Prof. Dr. Gerhard Amendt: Was nicht Angst macht, verdient bei muslimischen Migranten auch keinen Respekt

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Prof. Dr. Gerhard Amendt: Was nicht Angst macht, verdient bei muslimischen Migranten auch keinen Respekt

18 Jan

Gerhard_AmendtProf. Dr. Gerhard Amendt über neufeministische Opferverhöhnung, kulturelle Differenzen, demokratische Verkehrsformen und das Verschweigens unliebsamer Wirklichkeiten.

hart aber fair vom 11. Januar 2016 war bedrückend, denn die Politikerriege des linken Spektrums wusste nichts Weiterführendes zu den Gewaltexzessen zu sagen. MDB Renate Künast [Grüne] redet wie ein Automat und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft [SPD] lächelte unverständlich zum Schrecklichen, über das sie sprach. Bedrohlich allerdings wurde dieses Gerede, weil die Lebensfremdheit der beiden jeden Glauben an kompetente Lösungen aus dem Parlament als schlimme Illusion erscheinen ließ.

Es war ein bedrückendes Zeichen für die Krise der Demokratie, die nicht nur die Grenzen sperrangelweit offen gelassen, sondern für die Folgen daraus allein ein Verständnis aus ideologischen Vorstellungen anbot. Durchaus ein Indiz für beratungsresistente Parteipolitik. Es geht allein um Machterhalt, Wahlkampf relevante Antworten und Blockierung kritischer Erörterungen zu komplexen Vorgängen. Die gerade erst beginnen, ihre Dynamik der Verwerfungen zu entfalten.

Wie Menschen nicht nur mit Kriegserfahrungen, sondern vor allem mit einer Geschichte von autoritärer Lenkung und Unterwerfung in muslimischen Kulturen sich demokratischen Erwartungen anpassen, das ist ungewiss. Sie wollen die Freiheit, aber wollen sie die Freiheit, die eine Demokratie bereithält? Offenbar wollen das nicht alle. Eine Polizei, die nicht drohend, korrupt und folternd auftritt, wird von nicht wenigen als erbärmlich, lachhaft und keinen Respekt erheischend erlebt.

Sie sind den Standard der harten Hand gewohnt. Was sie nicht fürchten müssen, verdient keinen Respekt. Und Furcht und Willkür ist es, was die meisten der Flüchtlinge zum klein Beigeben in ihren Herkunftsländern bewogen und letztlich zur Flucht getrieben hat. Der Wegfall der heimatlichen Gewaltverhältnisse schlägt offensichtlich nicht so ohne Weiteres in die Verehrung demokratischer Gewaltenteilung um. Es scheint – nicht erst nach Köln – nur dazu zu führen, dass allein die Angst verloren ging, die mit der gewohnte Bedrohung einherging.

Bei einigen entsteht daraus die Vorstellung, dass man tun und lassen kann, was einem gefällt und was im Herkunftsland strikt verboten war. Deshalb wird die Aufhebung von Grenzen, die die Bundeskanzlerin mit dem diffusen Gestus einer Willkommenskultur verband, von einigen mit Grenzenlosigkeit beantwortet. Das Prinzip der Grenzziehung, aus der Gesittung und Recht entstehen, hat die Kanzlerin konkret, symbolisch und wohl auch verfassungsrechtlich außer Kraft gesetzt. Ob man darin eine naive Gut-Mütterlichkeit oder eine nachhängende Verhaftung in sozialistischen Solidaritätsverheißungen sehen will, ist unerheblich.

Viele Flüchtlinge nehmen den Verzicht auf Kontrolle und Gesetz bei der Ankunft im Land ihrer Träume wahr. Das bleibt bei jüngeren Männern nicht folgenlos. So haben nicht wenige in Köln das Gruppenprinzip wieder in Kraft gesetzt, das Handeln aus der Masse mit einvernehmlicher Gesinnung bewirkt. Es befreit von den Anstrengungen der eigenen Verantwortung. Von Ansprüchen der Selbstverantwortung, die in unserer Gesellschaft der Individualisierung vorherrscht,  ganz zu schweigen. Die Kölner Gewaltexzesse entsprechen einer vordemokratischen Handlungsform, die sich auch bei uns immer häufiger in links- und rechtsradikalen Gewaltaktionen einstellt. Hier geht es weiter

schande_von_koelnVideo: Hart aber fair: Die Schande von Köln – was sind die Konsequenzen? (74:44)

Gastgeber: Frank Plasberg – Gäste: Kristina Schröder, CDU – Renate Künast, B‘90/Grüne – Rainer Wendt, Polizeigewerkschaft – Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

Quelle: Was nicht Angst macht, verdient auch keinen Respekt

Siehe auch:

Necla Kelek: "Der Islam schreibt ganz klar vor, dass der Mann über der Frau steht"

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Dr. Wolfgang Prabl: Nahverkehr ist nicht Geschlechtsverkehr

Dr. Alexander Meschnig: Deutschland auf dem Weg zum gescheiterten Staat

Necla Kelek: "Der Islam schreibt ganz klar vor, dass der Mann über der Frau steht"

18 Jan

necla_kelek_deutschlandfunk02 Die Soziologin Necla Kelek beklagt, dass sich Muslime in Deutschland nicht kritisch mit dem Islam auseinandersetzten. Islam-Vertreter hinderten Säkulare an einer Aufklärung darüber, dass der Islam ein Herrschaftssystem sei, in dem der Mann das Sagen habe und die Frau rechtlos sei, sagte sie im Deutschlandfunk. Man könne nicht die Augen davor verschließen, unter welchen Problemen Frauen leiden, wenn dieses System so erhalten bleibe.

Necla Kelek im Gespräch mit Jasper Barenberg.

Im Deutschlandfunk gibt es das Interview auch als Audio zum Anhören (auf das Bild klicken)

Die Soziologin Necla Kelek kritisiert bestimmte Traditionen der islamischen Kultur. Mit Blick auf die Diskussion über die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln sagte Kelek: "Was wir total verkennen und wirklich nicht in die Debatte einbeziehen ist, dass die Frau im Islam rechtlos ist." Der Mann habe das Sagen und bestimmte über ihr Leben. Das werde auch von Männern erwartet.

Das seien Gesetze, die im Koran stünden, betonte Kelek. Die Muslime müssten sich diesem Thema stellen und die Gewaltstellen, die im Koran stünden, zu reformieren. Die Soziologin beklagte, dass es viele Islamverbände und -wissenschaftler in Deutschland gebe, die aber nicht zur Aufklärung beitrugen. "Diese müssten doch Imstande sein, die Zusammenhänge zu sehen und endlich tätig zu werden."

Sie müssten darüber informieren, was der Koran für ein Buch sei. "Ich finde, dass Muslime ein Recht auf Aufklärung haben." Stattdessen hinderten Islamvertreter und -wächter Säkulare wie sie daran. "Solange ich als Muslim nicht denken darf, ist dieses System Islam keine Religion", betonte sie. Die Soziologin kritisierte weiter: "Es gibt ja so etwas wie ein Denkverbot mitten in einer freien Gesellschaft, mitten in einer freien Wissenschaft in Deutschland mittlerweile, so wie es sie in einem islamischen Land gibt."

Das Interview in vollständiger Länge:

Jasper Barenberg: Vielleicht ging es Ihnen nach der Kölner Silvesternacht ja wie dem Kollegen Bernd Ulrich, der in der "Zeit" diese Woche schreibt, dass viele danach zunächst gehofft haben, dass hoffentlich nicht viel passiert ist, dass hoffentlich keine Araber dabei waren und hoffentlich keine Flüchtlinge, und wie sich dann schnell herausstellte, dass in Wirklichkeit viel und Schlimmes passiert war, dass es fast nur Araber waren und unter ihnen nicht wenige Flüchtlinge.

Was also hat Köln verändert, wie es jetzt oft heißt? Eine Antwort lautet wohl, dass wir, wenn wir über die vielen Flüchtlinge sprechen, die zu uns kommen, auch über die Probleme sprechen müssen, die einige von ihnen mitbringen, über Sexismus zum Beispiel.

Am Telefon ist die Sozialwissenschaftlerin und Buchautorin Necla Kelek. Schönen guten Morgen.

Necla Kelek: Guten Morgen.

Barenberg: Frau Kelek, sie haben sich ja schon seit Jahren oft und manchmal auch sehr kritisch über bestimmte Traditionen der islamischen Kultur, der arabischen Kultur geäußert, dort gemahnt und gewarnt, wie sehr das auch Integration und das Zusammenleben hier bei uns behindern kann. Fügen sich diese massiven Übergriffe, die wir in der Silvesternacht erlebt haben, jetzt in gewisser Weise in ein Bild?

Kelek: Ja. Was wir total verkennen und wirklich nicht in die Debatte einbeziehen ist, dass die Frau im Islam rechtlos ist, dass der Mann das Sagen hat über sie und über ihr Leben bestimmt, und das merken wir auch, wenn sie sogar vorm Krieg geflüchtet sind, diese alten Rollen, das was auch von dem Mann übrigens erwartet wird, dass er Herr im Haus ist und dass er über sogar Leben und Tod der Frau entscheiden kann, nicht nur das, dass er auch entscheidet, ob sie sich in dieser freien Gesellschaft integrieren darf oder nicht. Er entscheidet praktisch über alles.

"Wir müssen uns mit dem System Islam auseinandersetzen"

Barenberg: Nun wissen wir auf der anderen Seite, weil Sie sagen, der Islam gibt diese Regeln vor, wir wissen auf der anderen Seite, dass der Islam natürlich auch den Respekt vor Frauen gebietet. Führt da eine direkte Verbindungslinie von der Religion zu dem, was in Köln passiert ist?

Kelek: Ich wehre mich dagegen, den Islam so relativierend zu beschreiben. Wir müssen, wenn wir wirklich genaue Antworten wissen wollen, auch mit diesem System Islam uns auseinandersetzen. Der Islam schreibt ganz klar vor, dass der Mann über der Frau steht und, wenn sie nicht gehorcht, geschlagen werden darf, dass sie verstoßen werden darf, dass sie immer nur mit einem Vormund zum Beispiel rechtsfähig sein kann, und ich könnte das immer weiter fortsetzen.

Das sind Regeln, das sind Gesetze, die im Koran festgeschrieben sind, wo der Mann diese Pflicht hat, Herr über seiner Frau zu sein, und wenn nicht, ist er kein richtiger Mann. Wenn wir das nicht miteinander verknüpfen, dann können wir überhaupt nichts innerhalb des Islams erreichen, dass dieser Islam auch eine Religion im friedlichen Sinne sein kann, dass er in einem säkularen Land was Privates, Spirituelles sein kann.

Die Muslime sind herausgefordert, sich diesen Fragen zu stellen. Weil sie selber doch ein Interesse haben müssten, genau diese Stellen im Koran und auch die Gewaltstellen, die im Koran sind, endlich zu reformieren. Wir haben doch so viele "Islam-Verbände", "Islam-Wissenschaftler", dass die doch im Stande sein müssten, diese Zusammenhänge zu sehen und endlich tätig zu werden.

Barenberg: Wir haben ja in den vergangenen Monaten eine große Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge hier in Deutschland erlebt, viel Wohlwollen, viel Entschlossenheit auch von vielen Freiwilligen, diesen Menschen zu helfen, den Schutzsuchenden zu helfen. Warum, glauben Sie, haben wir uns da in gewisser Weise, wie sich jetzt zeigt, auch Illusionen gemacht über einen Teil der Menschen, die zu uns kommen?

Kelek: Weil eine Diskussion in der Gesellschaft stattfindet, verbindet das bloß nicht mit dem Islam. Alle Menschen, die flüchten, sind Menschen und sie haben Hilfe verdient, Unterstützung verdient und dass sie aufgenommen werden, was ja sehr ehrenwürdig ist und sehr wichtig ist, und ich finde das großartig, wie viele Menschen wirklich ernsthaft auch diese Willkommenskultur nehmen. Aber gleichzeitig können wir doch nicht die Augen davor verschließen, unter welchen Problemen besonders die Frauen und Kinder leiden, wenn dieses Herrschaftssystem so erhalten bleibt.

Dann wird alle Hilfe der Welt nichts nützen, dass wir gemeinsam diese Gesellschaft gestalten können, weil ich gehe ja immer noch davon aus, dass wir in einem Bürgerstaat leben, wo jeder Rechte und Pflichten hat. Nicht nur das Recht hat, versorgt zu werden, sondern auch Pflichten hat. Wie sollen wir der größten Gruppe, die gekommen sind – das sind ja junge Männer. Sie haben keine wirklichen Anleitungen mehr, wie sie aus ihrem Leben jetzt was Vernünftiges, was Legales machen können: Eine Ausbildung, ein friedliches Leben, in Frieden eine Familie zu gründen, und dass er auch eine Chance hat, Bürger dieses Landes zu werden. Wenn wir diese Zusammenhänge nicht sehen, in denen er groß geworden ist, wie sollen wir das schaffen.

"Islam muss Herrschaftssystem genannt werden dürfen"

Barenberg: Es gibt ja viele, die jetzt vor pauschalem Urteil warnen und sagen, das ist nur eine sehr, sehr kleine Minderheit, die sich so verhält. Wie würden Sie sagen, wie wichtig ist es, in diesem Zusammenhang auch im Kopf zu behalten, dass, grob gesagt, im Westen natürlich auch bestimmte Klischees und Stereotype über "den arabischen Mann" als gewalttätigen, triebgesteuerten Mann und so weiter kursieren? Wie muss man da eine Entscheidung treffen? Wie wichtig ist diese Unterscheidung?

Kelek: Sehr wichtig ist, dass wir nicht von "den Muslimen" sprechen, sondern von strukturellen Rahmen, die es in dieser Religion gibt. Das ist ein Herrschaftssystem, dass wir das so nennen dürfen. Die Muslime sind herausgefordert, mit diesen Rahmen, in denen sie selber ja auch verhaftet sind, dass sie sich selber darüber im Klaren sind und eine Möglichkeit der Aufklärung finden, wie sie sich mit diesen Grundlagen, was ihnen vorgegeben wird, in denen sie stecken, auseinandersetzen können. Dazu haben wir doch so viele Wissenschaftler, die eine Pflicht auch haben, die Muslime aufzuklären, was für ein Buch sie da lesen, was sie als heilig sehen, aber wie viele Gewaltstellen dieses Buch auch beinhaltet. Das wissen die meisten Muslime nicht und ich finde, dass die Muslime ein Recht auf Aufklärung haben.

"Islam-Vertreter hindern uns Säkulare an der Aufklärung"

Barenberg: Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat hier bei uns im Deutschlandfunk gesagt, dass man an Studien zeigen kann, dass sich solche archaischen Einstellungen, will ich sie mal nennen, im Verlaufe der Zeit, wenn die Menschen hier in Deutschland leben, geändert haben und auch ändern werden. Schauen Sie auch so positiv und optimistisch in die Zukunft, was die Integration dieser Menschen angeht, wenn wir an das Bildungssystem denken, an Arbeitsplätze, an soziale Zusammenhänge?

Kelek: Nein, das sehe ich nicht. Ich sehe zurück auf die 50 Jahre. Wir haben hier über vier Millionen muslimische Menschen und wir haben Islam-Vertreter und Islam-Wächter, die als Vertreter dieses Herrschaftssystems hier leben und uns daran hindern, uns Säkulare daran hindern, dass wir diese Aufklärung zum Beispiel betreiben. Wir haben Wissenschaft, Orientalistik, Islam-Wissenschaften, die eben nicht diese Fragen stellen dürfen, und solange ich keine Fragen stellen darf, als Muslime nicht denken darf, sehe ich – und dabei bleibe ich -, ist dieses System Islam keine Religion.

Es kann eine Religion werden, wenn ich die Fragen stellen darf und daraus eine friedliche Religion werden kann, eine Religion sein kann, die mir beisteht auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, was ja die Rolle einer Religion ist. Diese Rolle kann dieses System Islam übernehmen, wenn die Muslime das selbst wollen.

Barenberg: Aber kommt es nicht vor allem jetzt auch schon auf Schulen beispielsweise an, wenn es darum geht, das Miteinander hier zu organisieren, weil Sie immer auf die Orientalistik und die Islam-Wissenschaft verweisen? Ist nicht Schule beispielsweise viel wichtiger, und da wird ja nun mal Gleichberechtigung gelehrt?

Kelek: Aber die Ausbildung zur Pädagogin, Sozialarbeiterin, das findet doch alles an Universitäten statt, und ich finde, dass die letzten zehn, 20 Jahre genau dort diese Relativierung stattgefunden hat. Alle Menschen sind gleich, alle Männer sind gleich, aber dass es Phänomene gibt, die in Zusammenhängen mit ethnischen und patriarchalischen und mit vielen kulturellen Dimensionen und einer Religion ja auch verbunden werden, dass wir diese Zusammenhänge nicht lehren dürfen und damit ja auch keine Multiplikatoren haben, die als Aufklärende wiederum diesen neu ankommenden Menschen begegnen.

Es gibt ja so was wie ein Denkverbot mitten in einer freien Gesellschaft, mitten in einer freien Wissenschaft in Deutschland mittlerweile, so wie es das in islamischen Ländern auch gibt. Ich sehe diese Zusammenhänge. Wenn Sie in einem islamischen Land sind, dann sehen Sie, dass es auch keine freie Wissenschaft dort gibt. Es gibt ja nicht mal Untersuchungen der Soziologie, warum es zum Beispiel diese Art von Männergewalt dort in diesen Gesellschaften gibt, weil es keine Analyse gibt.

Barenberg: … sagt die Sozialwissenschaftlerin und Buchautorin Necla Kelek heute Morgen hier im Deutschlandfunk. Vielen Dank für das Gespräch, Frau Kelek. Schönen Tag.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Quelle: Soziologin Necla Kelek"Der Islam schreibt ganz klar vor, dass der Mann über der Frau steht"

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