Nicolaus Fest über das „Heerlager der Heiligen“

11 Sep

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Einige Leser schrieben zu meinem letzten Eintrag, dass es durchaus dystopische [schreckensvisionäre] Migrations-Literatur gebe, so Jean Raspails „Das Heerlager der Heiligen“, gerade in einer Neuübersetzung erschienen. [Das passende Weihnachtsgeschenk.] Das ist richtig und falsch: Falsch deshalb, weil das Buch 1973 erschien, also nicht aus der Anschauung der letzten Jahre geschöpft ist, seinen Grund nicht in ISIS, Charlie Hebdo oder den Mordanschlägen auf Juden, Soldaten und Filmemacher [1] hat. Unabhängig davon sei es wirklich jedem empfohlen. Es gibt zur Zeit keinen böseren, klügeren, amüsanteren Roman über das Versagen der westlichen Welt und ihre erbärmliche Feigheit, die sich als Humanität tarnt.

[1] Hier die Geschichte des Filmemachers Eric Allen Bell: Der hohe Preis dafür, die Wahrheit über den Islam zu sagen

Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine Armada von 100 Schiffen bricht mit 800.000 indischen Wirtschaftsflüchtlingen auf, die meisten Bauern, Bettler, Unberührbare, Kotkneter [2] – mithin sämtlich, in der heutigen Dikton, Facharbeiter. Sie alle suchen ein besseres Leben, und sie suchen es in der westlichen Welt. Allen Regierungen ist klar: Sollte die Armada, die schließlich Kurs aufs Mittelmeer nimmt, landen können, werden Hunderte andere Flotten folgen, der Westen wird untergehen. Und mit ihm seine Kunst, seine Kultur, seine Städte und Dörfer, seine politische Verfasstheit, auch die Menschenrechte.

[2] Martin Lichtmesz: Die Profession des Kotkneters [Kuhdung?] hat Raspail nicht erfunden, sondern ist tatsächlich ein Job für Parias [Unberührbare] in Indien.

„Alles hängt von den Franzosen ab, nicht wahr? Glaubst Du, dass sie noch fähig sind, eine Million waffenloser Jammergestalten zu töten?“ Das ist die entscheidende Frage, und natürlich sind sie es nicht. Gegen den Chor der Gutmenschen, gegen das Gift der falschen Humanität ist jeder Widerstand zwecklos. Auch Soldaten wollen keine ‚Mörder’ mehr sein, der Wolf nicht mehr Wolf. So werden die Schakale [Zuwanderer] übernehmen, nur eben noch rassistischer, brutaler, primitiver. Und ohne christliche Nächstenliebe, ohne die Verklärung durch Musik, Kunst, Wissenschaft, Kultur.

Immer wieder verblüfft der prophetische Blick dieses Buches von 1973. Australien verweigert jede Aufnahme der ‚Flüchtlinge’, die Schweiz mobilisiert, Sender und Zeitungen erfinden „Willkommensprojekte“. Das Mittelmeer wird zum Ort der finalen Auseinandersetzung, der Papst, der alle vatikanischen Kunstschätze für die Bedürftigen verkauft und als armer, von niemandem ernstgenommener Narr endet, heißt Benedikt XVI. Auf den Straßen [Refugees-Welcome-]Demonstrationen und Volksfeste der Barmherzigkeit. Und viele Sätze der Xenophilie [Fremdenfreundlichkeit] und des Selbsthasses, die Raspail seine Protagonisten sprechen lässt, hört man heute tagtäglich im Fernsehen [in den Lügenmedien].

Vor allem ist der Roman, bei manch kolportagehafter [flapsige, oberflächliche, beifallhaschende] Schwäche, von großer Komik. „Wir haben“, so berichtet ein Abt über seinen Beitrag zur Willkommenskultur, „den ganzen Karfreitag gefastet und gebetet, in Anwesenheit von Dom Vincent Laréole, der zu diesem Zwecke frühzeitig von einem buddhistischen Kongreß in Kyoto zurückgekehrt ist.“ Amüsanter lässt sich die Verachtung für das zweite vatikanische Konzil und all seine ökumenische Beliebigkeit [3], die auch nur Selbstaufgabe ist, kaum fassen. Selbst die Bischöfe sind längst „Kondottiere [Sympathisanten, Unterstützer, Heerführer] der Heiden“. [4]

[3] Die Ökumene ist die Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Religionen. 

[4] Diese ökumenische Beliebigkeit ist heute auch bei Papst Franziskus zu beobachten, der ein politischer Träumer ist und es allen recht machen möchte. Wenn es nach ihm ginge, könnte Europa mit Migranten geflutet werden. Siehe: Papst Franziskus ruft gegen Barrieren für Flüchtlinge auf. Wie naiv er dabei ist, zeigt seine Aussage, daß alle Religionen dabei zusammenarbeiten müssen.

Entweder hat Papst Franziskus keine Ahnung vom Islam, von der islamischen Geschichte, oder, was noch wahrscheinlicher ist, er ist mit dem Virus der Gutmenschlichkeit infiziert, der mittlerweile große Teile der Gesellschaft befallen hat und der offensichtlich den Realitätssinn, das Gespür für drohende Gefahren und den menschlichen Verstand ausser Kraft setzt.

Ganz anders, der ungarische Bischof László Kiss-Rigó, der sagt: „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine islamische Invasion.” Er warnt vor einer islamischen Invasion: „Sie kommen her und rufen ‘Allah ist groß’. Sie wollen die Kontrolle übernehmen“, warnte der katholische Geistliche gegenüber der Washington Post. Die muslimischen Flüchtlinge seien eine Gefahr für Europas „universelle christliche Werte.“ Sie verdienten keine Unterstützung, denn sie hätten Geld. Außerdem hinterließen sie Müll und verhielten sich „arrogant und zynisch“.

Bei aller bedrückenden Schwarzmalerei, die Dystopien [angsteinflößende Zukunftsversionen] so mit sich bringen, gibt es allerdings auch Momente der Erbauung. Alle Jubelperser der Einwanderung werden von den neuen Herren bestialisch ermordet, ihre Freundinnen vergewaltigt und zur Zwangsprostitution gezwungen. Als ethnische Minderheit sind nun eben die weißen Frauen für die Eroberer von exotischem Reiz. Auch hier merkt man den Katholiken im Autor: Mögen auch Christentum, Europa und alle seine Werte zugrunde gehen – die göttliche Gerechtigkeit wird sich erfüllen. So bleibt doch Hoffnung. (Jean Raspail ‚Das Heerlager der Heiligen‘, Antaios Verlag, 22.- Euro.) [5]

[5] Die Vergewaltigungen, auch die Massenvergewaltigungen finden doch heute schon statt und sie werden sich in der Zukunft noch weiter verstärken. Bloß zu den Gutmenschen und Refugees-Welcome-Applaudierern hat sich das offensichtlich noch nicht herumgesprochen. Kein Wunder, wenn die geistige Trägheit regiert und wenn man vor der Realität die Augen verschließt.

Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf nicolaus-fest.de

Quelle: Nicolaus Fest über „Heerlager der Heiligen“

Siehe auch:

AfD-Sofortprogramm zum Asylchaos – Herbstoffensive 2015

Michael Klonovsky: Heute gehört uns Deutschland…

Berlin: Erneuter Messerangriff am RAW-Gelände auf junge Frau

Katharina Szabo: Frau Merkel, stoppen sie den Asylwahnsinn!

Martin Hablik: Die sehr spezielle linksgrüne Logik

Ungarischer Bischof: Das sind keine Flüchtlinge, das ist eine islamische Invasion

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