Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn über Völkerwanderungen und Migrationsströme

5 Sep

Prof. Gunnar Heinsohn: Völkerwanderung? Europas Sichten und Pflichten

gunnar_heinsohn_voelkerwanderungGunnar Heinsohn, Universität Bremen. Warum Europa dauerhaft mit vielen Flüchtlingen leben muss.

„Wir schaffen das“, sagt Angela Merkel zur aktuellen Flüchtlingswelle. Deutschland könne den derzeitigen Andrang von Flüchtlingen auf längere Sicht nicht verkraften, meint Innenminister Thomas de Maizière. „800.000 auf Dauer sind zu viel.“ Dabei sind im Jahr 2014  1,2 Millionen Menschen nach Deutschland gekommen, vorwiegend aus den Ländern der EU, für die Arbeitnehmerfreizügigkeit herrscht. Zieht man die Auswanderer ab, bleibt der sogenannte Wanderungsgewinn von einer halben Million Menschen. In keinem Land der Welt wurden 2014 so viele Asylanträge gestellt wie in Deutschland: 203.000.

Themen dieser Sendung unter anderem: Was bedeutet eine so starke Flüchtlingswelle für Deutschland auf Dauer? Erleben wir gar eine neue Völkerwanderung, deren Ursachen wir zwar benennen, aber letztlich doch nicht bekämpfen können, sodass sich diese Fluchtbewegung, vor allem aus Afrika, noch verstärken wird? Müssen wir diese Krise rein ökonomisch betrachten – oder reichen moralische Kategorien in der gesellschaftlichen Debatte aus?

Gunnar Heinsohn, Jahrgang 1943, geboren in Polen, lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Universität Bremen und leitete dort das erste europäische Institut für Völkermordforschung, in  dem er sich vor allem mit demographischen Fragen als Kriegsursachen befasste. Bekannt geworden ist er vor allem durch das 2003 erschienene Buch „Söhne und Weltmacht“,  in dem er in der Weltgeschichte einen Zusammenhang zwischen der Zahl der zweiten, dritten und weiteren Söhne einer Familie und dem Entstehen von Kriegen nachwies. Auch für das heutige – und wohl auch das künftige – Afrika ist diese These von Bedeutung. Der Philosoph Peter Sloterdijk nannte das Werk ein „unentbehrliches Buch“.  Noch immer lehrt Heinsohn  an der Universität Danzig.

Hier geht es zum Audio

Quelle: Audio: Völkerwanderung: Prof. Gunnar Heinsohn, Universität Bremen (36:37)

Einige Sätze aus dem Audio:

• Frage: Dann die nächsten Reihenfolge bei den großen Migrations- und Flüchtlingsströmen, das ist gemessen an den Asylanträgen in Europa der Nahe Osten, Afrika und Asien. Jetzt fasse ich einmal Nahost mit 25 Prozent der Asylanträge und Asien mit 17 Prozent zusammen. Beides geht vorwiegend über die Griechenlandroute nach Europa. Da geht es [im Nahen Osten] um die Bürgerkriegsländer Syrien und Irak und bei Asien um Afghanistan und Pakistan im Wesentlichen. Welche Migration von Fluchtströmen haben wir dort weiterhin zu erwarten?

• Gunnar Heinsohn: Bleiben wir im Islamblock Zentral- und Südasien, also Pakistan, Afghanistan, Bangladesch, Malaysia und Indonesien. Dieser Raum ist von 1950 bis heute von 160 auf 620 Millionen Menschen angestiegen und soll bis 2050 ungefähr 920 Millionen Menschen haben. Nach der Erhebung von Gallup, die ist von 2009, wir haben keine aktuellere, wollen aus diesem Raum 10 bis 15 Prozent der Menschen weg. Ich gehe einmal an die Untergrenze, dann wollen von dort ungefähr 60 Millionen Menschen weg. Und im Jahr 2050 ungefähr 100 Millionen Menschen. Das ist das, was uns von dort erwartet und die kommen im wesentlichen über die Iran und Türkei-Linie.

• Frage: Viktor Orban, der ungarische Ministerpräsident sagt: Um zu verstehen, was wir zu tun haben, müssen wir verstehen, womit wir konfrontiert werden. Europa wird nicht von einem Flüchtlingsproblem, nicht von der Flüchtlingslage in die Zange genommen, vielmehr wird der europäische Kontinent von einer immer anschwellenderen neuzeitlichen Völkerwanderungswelle bedroht. Sehen sie das so?

• Gunnar Heinsohn: Wenn wie uns die Zahlen ansehen, Vervierfachung allein in diesem asiatisch-islamischen Raum, dann kann das gar nicht anders sein. Wenn wir den nächsten Raum anschauen, also den arabischen Raum, zwischen Marokko und Jemen, dort haben wir zwischen 1950 und heute einen Bevölkerungsanstieg von 70 auf heute 360 Millionen Menschen und in 35 Jahren sollen es 600 Millionen Menschen sein und von denen will ungefähr, nach dieser Gallup-Umfrage, ein Viertel (25 %) zu uns. Das sind heute ungefähr 90 Millionen und das werden in 35 Jahren 160 Millionen Menschen sein, die zu uns kommen (wollen). Das sind optimistische Schätzungen, die sind erhoben worden, vor den großen Kriegen (Libyen, Syrien, Irak) und vor dem Preisverfall bei Petroleum (Erdöl).

• Frage: Afrika – 19 Prozent der Asylanträge in Europa, Nigeria, Somalia, Eritrea sind die Hauptherkunftsländer. Nigeria, ein gutes Beispiel. Sehr junge Bevölkerung, wahrscheinlich jetzt 170 Millionen Einwohner und schnell wachsend. Wie sind die Prognosen für Afrika insgesamt?

• Gunnar Heinsohn: Wieder der Schritt von 1950 auf heute. Es geht von 180 auf 960 Millionen und es sollen in 35 Jahren 2,1 Milliarden sein. Von den jungen Afrikanern heute, wollen ungefähr, wenn die Prozentsätze stabil geblieben sind seit 2009, ungefähr 400 Millionen zu uns. Und im Jahre 2050 will fast eine Milliarde Menschen zu uns strömen.

Meine Meinung:

Was mir bei der Diskussion auffällt ist, Prof. Heinsohn spricht weder die Folgen der Islamisierung noch die Folgen der rasanten Steigerung der Kriminalität an. Er betrachtet die ganze Einwanderungsdiskussion allein aus dem wirtschaftlichen Blickwinkel. Und damit werden seine Überlegungen irgendwie ad absurdum geführt. Es gibt sicherlich auch noch andere Unabwägbarkeiten, die er nicht bedacht hat. Und was nützt es mir, wenn ich zwar auf einem Sozialhilfeniveau, wie z.B. in Brasilien überleben kann, aber permanent befürchten muß Opfer von Kriminellen zu werden? Das ist wirklich keine Lebensqualität. Was er meiner Meinung nach auch nicht ausreichend berücksichtigt, sind die Wählerwanderungen, die das ganze politische System verändern können.

Und scheinbar glaubt er daran, daß diese ganze Entwicklung friedlich ablaufen wird. Einen der Punkte, die er ebenfalls nicht berücksichtigt hat, ist die Frage der Ernährung, wenn die Menschheit so stark anwächst. Wie will man 12 Milliarden Menschen ernähren? Und woher soll man die Energie- und Rohstoffe nehmen, um all die Menschen mit Verbrauchsgütern zu versorgen? Ich halte die Wahrscheinlichkeit für sehr viel größer, daß die Menschheit sich gegenseitig in Kriegen auslöscht, möglich ist auch ein Dritter Weltkrieg, als dass diese Entwicklung friedlich verläuft.

Unter diesen Voraussetzungen halte ich es für angemessen, Deutschland rigoros vor weiterer Einwanderung zu bewahren, um wenigstens noch hier ein ruhiges und friedliches Plätzchen zu haben. Sollen sich doch die anderen, denen jede Verantwortung fehlt, z.B. in Bezug auf eine Geburtenreglung, oder die sich durch ihren mittelalterlichen Islam selbst ins Abseits beamen, weil sie sich der modernen Wissenschaft und Forschung verschließen, oder die, die wie die Afrikaner offensichtlich weder willens noch in der Lage sind, friedlich miteinander zu leben, gegenseitig die Köpfe einschlagen. Aber ich fürchte, wir sind tatsächlich so dumm und holen uns alle diese Probleme ins eigene Land und gehen selber dabei zu Grunde. Wir schaufeln unser eigenes Grab.

Wahrscheinlich bomben wir uns wieder in die Steinzeit zurück. Der tolle Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Hussein Obama unterstützt diese Gefahr, indem er den Iran zur Friedensnation erklärt. Die Mullahs werden ihn eines Besseren belehren. Kim Jong Un (Nordkorea), Pakistan und Indien wollen dabei auch mitspielen. Wir werden das Ding schon irgendwie schaukeln bei so viel Friedensaposteln. Und vielleicht lässt sich der Erzengel Gabriel auch noch einmal blicken und offenbart uns eine neue Friedensbotschaft, sonst einfach mal bei Nostradamus nachfragen. Manche Experten empfehlen eine Bibelexegese, andere schauen ins Horoskop oder lesen im Kaffeesatz. Man sehen wer recht hat. Ich lasse mir demnächst die Karten leben und frage meine Wahrsagerin oder den Astrologen meines Vertrauens. Vielleicht kann er ja die Sterne lesen.

Jedenfalls baue ich mir schon einmal einen Atombunker in meinen Garten, horte ausreichend Lebens- und Genussmittel und  besorge mir ausreichend Flaschen meines Lieblingsweins, falls das Feuerwerk losgeht. Vorsorge ist das halbe Leben.

Siehe auch:

Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn spricht von einer neuen Völkerwanderung

Siehe auch:

Schweiz: 91 Prozent der Eritreer und 84 Prozent der Iraner beziehen Sozialhilfe

Berlin: Die Geister, die sie riefen: Ausländergewalt verunsichert die linke Szene

Die Masseneinwanderung zerstört Europa

Gerd Held: Der Inbegriff des Bösen – die Abschiebung (Der Migrationsmythos, Teil II)

Dr. Udo Ulfkotte: Hat Angela Merkel ihren Amtseid gebrochen?

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