Martin_Lichtmesz: Jean Raspail: Die Tragödie der Alakaluf-Indianer

10 Aug

martin_lichtmesz Ist „Das Heerlager der Heiligen” „rassistisch“? In einem FAZ-Artikel aus dem Jahr 2011 verneinte Jürg Altwegg dies: „Das Heerlager der Heiligen” ist kein rassistisches Buch. Raspail hat die Welt bereist und bedrohte Völker besucht. Er beschrieb den Untergang von Zivilisationen, deren Kampf ums Überleben er unterstützte. Jetzt, glaubt er, ist das Ende der weißen Welt gekommen. Und am meisten bekümmert ihn, dass sie sich nicht verteidigt.“

Der französische Gesetzgeber ist allerdings anderer Meinung: in dem Essay „Big Other“ berichtete Raspail, daß der Roman nach Auskunft seiner Anwälte in Frankreich nicht mehr publizierbar wäre, würde er heute zum ersten Mal erscheinen: Gezählte 87 Stellen könnten inzwischen aufgrund von „antirassistischen“ Paragraphen juristisch belangt werden.

Es handelt sich hier natürlich vor allem um eine Definitionsfrage. „Rassismus“ ist heute ein Gummi- und Kampfbegriff, der in erster Linie der politischen Verschlagwortung dient, als Waffe, mit der man seinen Gegner mangels besserer Argumente mundtot machen kann. Michael Klonovsky bemerkte dazu lapidar:

Früher hieß Rassismus, wenn jemand behauptete, Schwarze seien schlecht. Heute heißt Rassismus, wenn jemand behauptet, Schwarze sind schwarz.

In „Heerlager der Heiligen” bemerkt der anonyme Erzähler:

Was für mich nur eine simple Feststellung war, nämlich daß die verschiedenen Rassen inkompatibel sind, wenn sie im selben Raum leben müssen, wurde vom Großteil meiner Zeitgenossen als Aufruf zum Rassenhaß und als Verbrechen gegen die Menschenwürde ausgelegt. Was soll’s, mögen sie denken, was sie wollen!

Wie vielschichtig die Sicht Raspails auf diese Dinge ist, wird deutlicher, wenn man auch seinen Roman „Sie waren die ersten” („Qui se souvient des hommes…”, dt. 1986) gelesen hat. Der semi-dokumentarische Bericht über die „Tragödie der Feuerlandindianer“ ist ein bewegendes Buch, ein eindrucksvolles Dokument von Raspails lebenslanger Faszination für abgelegene, selten anzutreffende, sterbende oder aussterbende Völker, deren Schicksale er etwa in seinem Buch „ La hache des steppes” („Das Beil der Steppe”, 1974) aufzeichnete:

… die weißen Ainos von Japan, die Giljaken von Sachalin, die Katholiken der Katakomben von Kyūshū [Japan], die halbgöttlichen Urus der Anden, die Westgoten von Languedoc [Südfrankreich], die Bewohner der Karibik, die Taínos und Lukayen der Antillen, die Guanaquis des Amazonas, die Nachkommen der napoleonischen Husaren, die sich in die russischen Wälder geflüchtet hatten, die überlebenden Hunnen der katalaunischen Felder ….

Es ist wohl kein Zufall, daß Raspail dieses melancholische Buch direkt auf das „Heerlager der Heiligen” folgen ließ, in dessen Zentrum schließlich die alpdruckhafte Vision vom Untergang der europäischen Zivilisation und ihrer Völker steht.

Im Vorwort zu „Sie waren die ersten” schildert Raspail eine erschütternde, prägende Begegnung:

Während einer Reise auf Feuerland im Jahre 1951 konnte ich an der Magellanstraße eine Stunde lang in einem Schneegestöber eines der letzten Boote der Alakalufs beobachten. Ich werde es nie vergessen.

Dieses Boot blieb ihm als Mahnung im Gedächtnis, daß Völker nicht ewig leben, und daß es auch uns Bleichgesichtern eines Tages so ergehen kann wie den Feuerlandindianern. Die Erinnerung an diesen seltenen Anblick, die er in mehreren Büchern verarbeitet hat, sollte ihn für den Rest seines langen Lebens heimsuchen:

Diesmal beschwöre ich sie wieder, zum letzten Mal, und ich gebe ihr dabei, wie ich hoffe, ihre wahre Dimension: die der Ewigkeit, in der dieses Volk jetzt ruht. Diese Begegnung an der Kreuzung der Zeiten bildet den Ausgangspunkt des vorliegenden Buches. Ein paar Holzscheite in der Mitte des Bootes, damit das Feuer nicht ausgeht, zwei Frauen in Lumpen, ein trauriges Kind, drei Männer am Ruder mit Augen wie aus einer anderen Welt… Gerade weil ich ermessen kann, welche Kluft mich von diesen Unglücklichen trennt, bin ich ihnen nähergekommen.

In der Tat waren die Alakalufs, oder wie sie sich selbst nannten: Kaweskar („Menschen“) schon Ende des 19. Jahrhunderts so gut wie ausgestorben. Mitte des 20. Jahrhunderts hatten sie ihre Lebensweise als Seenomaden weitgehend aufgegeben und siedelten in kleinen, von der chilenischen Regierung zur Verfügung gestellten Reservaten. Auf der chilenischen Insel Puerto Edén leben laut Wikipedia heute noch etwa 50 Nachkommen des Kaweskar.

raspail_indienJean Raspail im Reservat der Shinnecock-Indianer (USA) 

Wie Raspail in „Sie waren die ersten” schildert, galten die Kaweskars den europäischen Beobachtern sozusagen als Parias [Außenseiter, Ausgestossene] unter den Völkern, als die Letzten der Letzten, von stärkeren und weiter entwickelten Rassen bis ans buchstäbliche Ende der Welt abgedrängt, wo sie seit Jahrtausenden um das nackte Überleben kämpften, in einer der grausamsten, dunkelsten, kältesten, unwirtlichsten Gegenden des Planeten.

Typisch für den Blick der Weißen ist etwa der von Raspail zitierte Bericht eines jungen englischen Forschungsreisenden namens Charles Darwin, der von der steinzeitlichen Primitivität und physischen Häßlichkeit der Feuerlandindianer entsetzt und abgestossen war:

Ich hätte nie gedacht, daß der Abstand, der den Wilden vom zivilisierten Menschen trennt, so ungeheuer ist; ein Abstand, der sicherlich viel größer ist als zwischen dem wilden und dem domestizierten Tier. Wenn man diese Männer und Frauen sieht, mit ihren häßlichen Zügen, ihrer schmutzigen, fettglänzenden Haut, dem verfilzten Haar, ihrer mißtönenden Stimme und den heftigen Gesten, wagt man kaum zu glauben, daß es menschliche Wesen sind, Bewohner derselben Welt wie der unseren…

Ein Jahrhundert vor Darwin schrieb Kapitän Cook nichts anderes:

Ihr Gefühlsleben ist den Tieren verwandter als dem irgendeines anderes Volks. (…) Sie snd sicherlich der elendste Haufen menschlicher Geschöpfe, der heutzutage noch auf der Welt existiert.

Sie kannten bezeichnenderweise keine Wörter für „Glück“ oder „Schönheit“, und die einzigen gottartigen Wesenheiten, an die sie glaubten, waren böse, feindselige Geister, wie „Ayayema“, der „seit Urzeiten die Kaweskars mit seinem Zorn verfolgt, ohne daß je eine barmherzige Gottheit in dieser endlosen Nacht erschienen wäre und einen schützenden Mantel um das Leben dieser Unglücklichen gebreitet hätte.“

Und eben diesen „letzten“, elendsten, verachtetsten aller Menschen setzte Raspail ein empathisches literarisches Denkmal:

Das Fehlen jeglichen Verständnisses von seiten derer – insbesondere von Darwin –, die es in der Vergangenheit 500 Jahre lang mit den Alakalufs zu tun hatten, ihre Unfähigkeit, sich in die Haut der „anderen“ zu versetzen, haben mich dazu veranlaßt, die Form des Romans zu wählen. Nur mit Herz und Phantasie war es möglich, diesem Volk, dem nie jemand zugehört hat, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Ob ihm dies gelungen ist, können, wenn überhaupt, wohl nur spezialisierte Ethnologen beurteilen; Raspail stützte sich immerhin auf eine bedeutende Quelle, nämlich die Forschungen seines Freundes José Emperaire,

der alles über die Alakalufs wußte, was man wissen konnte, der sie liebte und achtete, und der am 12. Dezember 1958 spurlos an der Magellanstraße in einer Grotte verschwand, in der er anhand von tausendjährigen Funden die Geschichte dieses verachteten Volkes zu rekonstruieren versuchte.

Im Grunde ist „Sie waren die ersten ”eine verblüffende Variation des Themas von „Das Heerlager der Heiligen”: die übermächtigen Invasoren sind in diesem Fall die Weißen, die insgesamt nicht besonders gut wegkommen. Das mag manchen Leser des „Heerlagers” überraschen: denn Raspail liebt zwar glühend die Welt der Seefahrer, Entdecker und Abenteurer, ist durch und durch Abendländer der alten Schule und scheint eine erhebliche Nostalgie für das französische Kolonialreich und das weltbeherrschende, expandierende Europa des 19. Jahrhunderts zu hegen.

Andererseits ist sein Blick auf die Alakalufs so weit von dem eines selbstherrlichen Kolonialherrn entfernt wie nur irgend möglich – und er ist keineswegs blind für die historische Überheblichkeit, Grausamkeit und Gier der Europäer. Viele Passagen des „Heerlagers” (darunter einige, die in der alten deutschen Übersetzung bezeichnenderweise getilgt wurden) zeugen davon, daß Raspail sehr wohl weiß, daß man die Welt der Weißen mit gutem Recht so sehen – und hassen! – kann wie etwa ein Frantz Fanon, auf dessen Werk „Die Verdammten dieser Erde” (1961) er stellenweise ziemlich deutlich anspielt.

Er weiß allerdings auch, daß die Weltgeschichte kein Weltgericht ist, und daß Ungleiches nicht gleich gemacht werden kann. Deshalb zieht er die Form des Romans vor, die sich diesen Widersprüchen, Ambivalenzen [Zwiespältigkeiten] und Aporien [Ratlosigkeiten, Ausweglosigkeiten] auf erzählerische, umkreisende Weise zu nähern vermag.

Kaweskar„Ich, für meinen Teil, erinnere mich an sie…“ („Das Heerlager der Heiligen”) 

Der Tonfall von „Sie waren die ersten” ist von „Heerlager der Heiligen” mitunter so radikal verschieden, daß man zunächst kaum glauben mag, daß diese beiden Bücher von ein- und demselben Autor stammen. Hier ist keine Spur von der grimmigen Komik und dem schwarzen Humor des „Heerlagers”. Die französische Wochenzeitung „Le Point ”schrieb über den Roman:

Ein wundervolles Buch, von einer finsteren Größe beherrscht, ein von stummen Seufzern unterbrochener Totengesang.

Als die Alakalufs im 16. Jahrhundert den ersten Weißen begegnen, beginnt ihr langsamer, aber stetiger Niedergang, den Raspail bis ins 20. Jahrhundert verfolgt. Hier kommt die Vorliebe des Autors für die Unbeugsamen und Widerständigen zum Tragen, für alle jene, die auf einem verlorenen Posten ausharren und ihre Eigenart bis zum Schluß zu bewahren trachten, selbst im Angesicht eines unausweichlichen Zerfalls.

In einem Interview (nachzulesen in dem Kaplakenband „ Der letzte Franzose)” erklärte er:

Ich hatte diesen Stamm, der unbewegt bleibt, gezielt der Welt, die sich laufend fortentwickelt, gegenübergestellt; es gab also gleichsam eine Art philosophische Parabel.

Deutlich wird auch Raspails offenbar ziemlich ambivalente Haltung zur christlichen Religion: im „Heerlager” attackiert der dezidiert [entschieden, energisch]vorkonziliare Katholik Raspail besonders heftig die vom progressiven Virus befallenen Kirchen. Deren hypermoralistische, übertrieben erweiterte Mitleidsethik hat in seinen Augen wesentlich zur Aushöhlung des abendländischen Selbstbehauptungswillens beigetragen.

In „Sie waren die ersten” zeigt Raspail dagegen die sozusagen „imperialistische“ Seite des Christentums. Christianisierung und Kolonisierung der außereuropäischen Völker sind in der Regel nur zwei Seiten einer Medaille. Die oft aufrichtig frommen und gut gemeinten Versuche der europäischen Missionare, die Alakalufs zu zivilisierten Christenmenschen nach europäischen Maßstäben zu erziehen, zeichnet Raspail als fruchtlose Verbiegungen und Vergewaltigungen ihrer Natur. Domestikations- und Erziehungsversuche, die einerseits nur an der Oberfläche der prähistorischen Seele der Indianer kratzen, sie andererseits auf fatale Weise von ihrer traditionellen Lebensweise abschneiden. Dennoch porträtiert Raspails die Kaweskars keineswegs als „edle Wilde“, sondern zeigt, daß auch sie  grausam, egoistisch und brutal sein können. [1]

[1] Man kann das Vorgehen der Kirche verurteilen, aber ist es wirklich angebracht, die Indianer ihrer angestammten Lebensweise zu überlassen? Ist das überhaupt möglich? Ich weiß natürlich zu wenig über die Kaweskars, um das zu beurteilen. Einerseits leben sie sicherlich ein Leben, das der Natur angepasst ist, andererseits sind sie sicherlich Analphabeten. Sollte man sie Analphabeten sein lassen sollen? Und mit jedem Eindringen in ihren Lebensraum weckt man bei den Kaweskars den Wunsch nach Kulturgütern, die sie bisher nicht kannten und die sie nun begehren.

Das Zusammentreffen mit der Zivilisation ändert ihr Leben radikal, zumindest das materielle Leben, aber es ist zu befürchten, daß es die ethischen und moralischen Werte, nach denen sie bisher lebten, zerstört. Man weckt also auf der einen Seite den Wunsch nach Konsumgütern, zerstört aber andererseits womöglich den familiären und tribalen [Stammes-] Zusammenhalt. Außerdem ist bekannt, welche Folgen der Alkohol bei den Indianern hinterlassen hat. In einer globalen Welt läßt sich das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen nicht vermeiden. Es findet zwangsläufig ein kultureller Austausch, mit weitreichenden Folgen für die bisher unbekannten Völker statt.

kaweskar3-1881-Paris „Ausgestellte“ Alakalufs, Paris 1881.  

Der „Held“ des Romans ist der immer wieder neu geborene Kaweskar Lafko, der über Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende hinweg den gleichen Namen trägt, und dessen Leben dem seiner Väter, Großväter und Urgroßväter wie ein Ei dem anderem gleicht. In einer besonders eindrücklichen Szene begegnet Lafko einem Kruzifix, das kein geringerer als Magellan selbst auf einer der unzähligen Inseln Patagoniens errichten ließ. In dem Totem des bleichen, weißhäutigen Gekreuzigten vermag Lafko nichts anderes als einen weiteren bösen Geist zu erkennen, der seinem Stamm Drangsal, Leid und Tod bringt.

Zu allerletzt landet die Kjasto-Sippe an den Charles-Inseln: Sie war bei dem Anblick der Schiffe geflohen und wagte nicht, allein zurückzukehren, aus Furcht vor dem Blick dieser reglosen Gestalt, die die Fremden oben auf einem kleinen Hügel an eine Art Baum gefesselt zurückgelassen hatten. Lafko geht dicht auf sie zu. Der weiße Mann ist fast nackt. Seine aschfarbene Haut hat das gleiche abscheuliche Aussehen wie die der anderen Fremden. Er rührt sich nicht. Er ist stumm. Lafko hockt sich zu Füßen des Kreuzes auf seine Fersen; er weiß nicht warum er das tut, er wartet einfach.

Lafko nähert sich dem Kruzifix in der Montur eines Schamanen. Er

hat sich den Körper mit roter Erde eingeschmiert, die schützende Farbe angesichts dessen, was man nicht kennt. Um seine Stirn hat er ein Band aus Vogelhaut mit weißen Flaumfedern geschlungen: das Zeichen des Zauberers.

Lafko trägt außerdem eine kleine Steinfigur mit sich, ein Sinnbild der menschlichen Gestalt:

Am Morgen des dritten Tages hat der weiße Mann sich noch immer nicht gerührt. Lafko steht auf und sagt „Pektscheve!„ (Ein Fremdling!)” Er ist tot…“ Er hebt ein paar Steine auf, wirft sie auf den toten weißen Mann und ruft: „Laß uns in Ruhe!“…

Das Leben geht weiter. Sie haben die weißen Männer nicht vergessen, die zwar wieder gegangen sind, aber eines Tages vielleicht wieder zurückkommen. Sie werden sie nie vergessen. Aber der Tote auf dem Hügel wird nicht durch ihre Nächte geistern. Er gehört nicht zu ihrer Familie, ihrem Volk, ihrer Sippe. Er ist gewissermaßen ein toter Toter.

Viele Jahre später, als Magellans Kreuz längst verfault, zu Staub zerfallen und in alle Winde verstreut ist, wird Lafko, Taws Sohn und Lafkos Enkel, den ersten chilenischen Missionaren begegnen. Und als diese ihm von einem toten Gott erzählen, der ans Kreuz genagelt wurde und am dritten Tage wieder auferstand – zum Heil aller von Ayayema [Naturgeist aus der indianischen Mythologie] verfolgten Menschen, erwidert Lafko gleichgültig: „Den kenne ich. Der ist ein toter Toter.“ Und davon wird ihn nichts abbringen.

Dennoch ist Gott auf eine seltsame und schwer zu fassende Weise von der ersten bis zur letzten Seite des Romans präsent. Im Vorwort bemerkte Raspail:

Die katholische Mission auf der Dawson-Insel war einer der entscheidenden Gründe für den Untergang der Alakalufs. Sie glaubten an keinen guten und barmherzigen Gott, und dieser Gott hat sie dafür büßen lassen. Da es mir schwerfällt, das zuzugeben, habe ich mir eine andere Wendung ausgedacht: Gott ist nämlich eine der Personen dieses Romans.

Zu diesem Roman wäre noch vieles zu sagen; er ist über unzählige Motive und unterirdische Fäden mit dem „Heerlager der Heiligen” verknüpft. Raspails Gesamtwerk ist weitaus komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Wer seine Tiefenschichten erschließen will, wird nicht an „Sie waren die ersten” vorbeikommen. In jedem Fall straft dieses Buch das Klischee vom chauvinistischen, zur Empathie unfähigen „Rechten“ Lügen. In diesem Sinne ist Raspail in der Tat alles andere als ein „Rassist“!

Raspail-1952-421x400Jean Raspail in Patagonien (Südamerika), 1952

 

Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin.

Hier kann man die beiden Bücher bestellen:

Jean Raspail: Das Heerlager der Heiligen

Jean Raspail: Sie waren die ersten

Quelle: Jean Raspail: Die Tragödie der Alakalufs

Bernhard schreibt:

Susan Sontag hat geschrieben: „The white race is the cancer of human history“.

Hier der Text im Zusammenhang:

„If America is the culmination of Western white civilization, as everyone from the Left to the Right declares, then there must be something terribly wrong with Western white civilization. This is a painful truth; few of us want to go that far. … The truth is that Mozart, Pascal, Boolean algebra, Shakespeare, parliamentary government, baroque churches, Newton, the emancipation of women, Kant, Marx, Balanchine ballets, et al., don’t redeem what this particular civilization has wrought upon the world. The white race is the cancer of human history; it is the white race and it alone—its ideologies and inventions—which eradicates autonomous civilizations wherever it spreads, which has upset the ecological balance of the planet, which now threatens the very existence of life itself.“

„Wenn Amerika der Höhepunkt der weißen westlichen Zivilisation ist, wie jeder von den Linken und Rechten erklärt, dann ist etwas schrecklich falsch mit der westlichen Zivilisation. Dies ist eine schmerzliche Wahrheit. Einige von uns wollen, daß es so weitergeht… Die Wahrheit ist, daß Mozart, Pascal (französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph, 1623-1663), die Boolesche Algebra, Shakespeare, die parlamentarische Regierung, die barocken Kirchen, Newton (britischer Physiker, Gravitation), die Emazipation der Frau, Immanuel Kant (Philosoph), Karl Marx, das Belanchine Ballett (George Belanchine war der Vater des amerikanischen Balletts) usw. Errungenschaften der weißen Rasse sind. Manche sagen, die weiße Rasse ist der Krebs der menschlichen Geschichte. Es ist die weiße Rasse, und sie allein, ihre Ideologien und Erfindungen, die die autonome Zivilisation auslöscht, wo immer sie sich ausbreitet, die das ökologische Gleichgewicht des Planeten und die Existenz allen Lebens bedroht.“

Meine Meinung:

Wenn man schon so negativ über die weiße Rasse urteilt, dann möchte ich nicht wissen, wie man über die schwarze Rasse oder über andere Rassen urteilt. Besser bestimmt nicht. In Wirklichkeit geht es hier um die Frage der Macht, die die weiße Rasse hauptsächlich durch ihr Können erworben hat. Dabei ging es nicht immer friedlich zu, das ist sicherlich richtig. Und nun wollen die anderen auch etwas vom Kuchen abhaben. Diese Forderung ist berechtigt, aber manche wollen etwas vom Kuchen ohne etwas dafür zu tun. Und das ist nicht gut.

Martin Lichtmesz schreibt:

Dasselbe hat übrigens auch Ludwig Klages paar Jahrzehnte vor Sontag geschrieben.”

Tut mir leid – bei aller Kritik am Kolonialismus, Imperialismus usw. – sollte man bedenken, daß dieser Planet ohne die Weißen weitgehend immer noch im Dunkeln leben würde. Die falsche Verklärung der farbigen Völker resultiert aus dem Unterschätzen ihrer eigenen Unzulänglichkeiten und Begrenztheit. Wer von uns möchte wie diese Völker leben?

Von Rhodesien bis Jamaika sehen wir Beispiele, wie selbst nach Jahrzehnten bestimmte Menschengruppen ohne die Weißen nichts auf die Reihe bekommen.

Ein Wort noch zu Amerika: Es gibt Indizien, daß die präkolumbianische Geschichte nicht erst mit der Besiedlung durch Wikinger begonnen hat. Sicherlich gab es Weiße im Norden und möglicherweise auch Schwarze in der Mitte und im Süden vor den eingewanderten Asiaten. Haben die Feuerlandindianer sogar die Schwarzen, die vor ihnen da waren, vernichtet oder absorbiert? Da wird noch so manches zu entdecken sein.

Richtig ist, daß eine zivilisatorisch höher stehende Menschengruppe eine niedrigere verdrängen oder vernichten kann. Den umgekehrten Fall erleben wir heute bei uns.

M. M. schreibt:

> Sie kannten bezeichnenderweise keine Wörter für „Glück“
> oder „Schönheit“

Kleinigkeit: Die Wendung „Volk „X” kennt kein Wort für „Y” (oder z.B. „Volk „X” kennt „n” Worte für „Y” – Eskimos, Schnee) sorgt bei Linguisten stets für Sorgenfalten – stimmt meist nicht, ist aber literarisch brauchbar und beliebt.

Rainer schreibt:

Sie kannten bezeichnenderweise keine Wörter für „Glück“ oder „Schönheit“, und die einzigen gottartigen Wesenheiten, an die sie glaubten, waren böse, feindselige Geister, wie „Ayayema“, der „seit Urzeiten die Kaweskars mit seinem Zorn verfolgt, ohne daß je eine barmherzige Gottheit in dieser endlosen Nacht erschienen wäre und einen schützenden Mantel um das Leben dieser Unglücklichen gebreitet hätte.“

Würde das umgekehrt nicht auch bedeuten, dass Völker, die nicht an einen gütigen, beschützenden Gott glauben, dazu verdammt sind, auszusterben? Möglicherweise ist das einer der Gründe für den demographischen Niedergang der Deutschen. Vielleicht ist solch ein Glaube auch nur ein Ausdruck eines Urvertrauens in die Zukunft, die uns fehlt. Im Moment ist leider nicht zu erkennen, woran sich so eine Zukunftshoffnung wieder aufrichten könnte.

Siehe auch:

Leben wie der Prophet – Islamunterricht an deutschen Schulen

Akif Pirincci: Die neuen Juden sind die Deutschen, insbesondere die Islamkritiker

Die Zukunft von Asyl-Deutschland? – kein Platz für Deutsche!

Hamburg: Was kostet ein Flüchtling im Monat? 1026 € ?

Hamburg: Turnhalle für Flüchtlinge in Billbrook – Bundewehrzelte in Wohldorf-Ohlstedt

Hamburg: Das „Tor zur Welt“ versinkt im Flüchtlingschaos

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