Hamburg: Turnhalle für Flüchtlinge in Billbrook – Bundewehrzelte in Wohldorf-Ohlstedt

8 Aug

landerfeuerwehr_akademieIn der Turnhalle der Landesfeuerwehr-Akademie (Billbrook) schlafen jetzt 176 Flüchtlinge in Feldbetten.

In der Landesfeuerwehr-Akademie, in Hamburg-Billbrook, in der bisher Feuerwehrleute und Sanitäter ausgebildet wurden,  ist eine Notunterkunft für 200 Flüchtlinge eingerichtet worden. Sie wurde in der vergangenen Nacht mit 176 Menschen belegt.

Auch auf dem Parkplatz am HSV-Stadion sollen zusätzliche Flüchtlinge einquartiert werden. „Mit Duldung des HSV werden 118 Plätze in Zelten hergerichtet“, so Norbert Smekal, Sprecher des Einwohner-Zentralamts. Die Bundeswehr hat auf Bitte der Stadt angekündigt, ein Zeltdorf für 500 Flüchtlinge zu bauen. Wo genau das passieren soll, ist noch nicht bekannt.

City/Billbrook: Erstmals sind in Hamburg auch Flüchtlinge in einer Turnhalle untergebracht worden. Und zwar in einer Übungshalle auf dem Gelände der Feuerwehr-Akademie an der Bredowstraße in Billbrook.

Dabei hatte Bürgermeister Olaf Scholz (57, SPD) offenbar am Wochenende telefonisch alle beteiligten Behörden gemahnt, Sporthallen erst „als wirklich allerletztes Mittel“ bei der Flüchtlingsunterbringung ins Auge zu fassen. Scholz bezog sich dabei nach BILD-Informationen allerdings ausdrücklich auf Schul- und Vereinsturnhallen.

In der Feuerwehrhalle sind vorerst 176 Menschen einquartiert. Sie werden vom DRK [Deutsches Rotes Kreuz] betreut und von der Feuerwehr verpflegt. Aus der Innenbehörde hieß es, dass es sich um eine „Puffer-Unterbringung“ handele, die nicht dauerhaft sei.

Die Belegung war notwendig geworden, weil am Wochenende 563 Flüchtlinge in Hamburg eintrafen, in der Nacht zu heute noch einmal 236. Die Zahlen zeigen: Der Zustrom an Flüchtlingen, die nach Hamburg kommen, reduziert sich nicht, sondern bleibt auf hohem Niveau.

Um so fataler, dass am Montag auffiel, dass bei der geplanten Erstaufnahme auf einem Parkplatz an der Vogt-Kölln-Straße in Stellingen offenbar nicht berücksichtigt wurde, dass Teile des Platzes der Firma Velux als Ausweichfläche versprochen waren.

Folge: Statt wie beabsichtigt 800 können dort voraussichtlich nur 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Immerhin hat die Bundeswehr signalisiert, dort massiv zu helfen.

Derweil ist die Suche nach geeigneten Flächen für Großunterkünfte, die Innensenator Michael Neumann (45, SPD) angekündigt hatte, nach wie vor fruchtlos.

Letzte Woche waren sechs Areale im Gespräch – alle wurden wieder verworfen, zum Teil, weil sie als ökologische Ausgleichsflächen deklariert sind.

Quelle: Hamburg öffnet erste Turnhalle für Flüchtlinge

Die Bundeswehr baut 10-Mann-Zelte in Wohldorf-Ohlstedt auf

zelte_wohldorf_ohlstedtMit vereinten Kräften ziehen vier Spezialpioniere aus Husum die Zeltplane über das Gerüst auf dem Ohlstedter Platz (Wohldorf-Ohlstedt). Hier sollen ab Mitte August 440 Flüchtlinge in 44 Bundeswehrzelten untergebracht werden. Ein Zelt ist 40 Quadratmeter groß.

Genau wie die Bundeswehrsoldaten, sollen auch die Flüchtlinge jeweils zu zehnt in einem Zelt schlafen. Täglich kommen bis zu 300 Flüchtlinge nach Hamburg. Die Zelte wären demnach in weniger als zwei Tagen voll belegt. „Im Notfall lassen sich die Einzelbetten aber auch stapeln“, sagt Oberstleutnant Klaus Brandel. Dafür ist die Bundeswehr aber nicht zuständig. Sie liefern noch Betten und Lampen – der Rest ist Sache der Stadt. Noch 19 Weitere dieser 10-Mann-Zelte sollen in Hamburg aufgestellt werden. Wo ist bisher unklar.

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Meine Meinung:

Die Zeltstadt am Ohlstedter Platz soll soll voraussichtlich bis Ende September wieder abgebaut werden. Hamburg sagt aber nicht, in welchem Jahr. Ich würde eher davon ausgehen, daß bei der nicht endenden Asylflut noch mehr Zelte aufgebaut werden. Man sollte dem Senat kein Wort glauben. Der Staat belügt uns sowieso, was die Anzahl der Flüchtlinge angeht. Es sind wesentlich mehr, als man uns offiziell erzählt.

Nachtrag 14.08.2015 – 23:51 Uhr:

Hamburg-Ohlstedt: Bundeswehr errichtet Zeltstadt für 420 FlüchtlingeHamburg-Ohlstedt

Bundeswehr baut 42 Zelte für Flüchtlinge inmitten einer Siedlung von schicken Einfamilienhäusern auf. Zum ersten Mal hilft die Bundeswehr beim Errichten neuer Flüchtlingsunterkünfte. In Hamburg baut sie ein Zeltdorf auf. Inmitten von Einfamilienhäusern. Viele Anwohner fühlen sich überrumpelt.


Video: Hamburg-Ohlstedt: Bundeswehr errichtet Zeltstadt für 420 Flüchtlinge (01:44)

Flüchtlinge in Hamburg:

Hamburg-Harburg: 90 Flüchtlinge ziehen ins Asklepius-Krankenhaus

Hamburg-Lurup (Bahrenfeld): 3000 neue Flüchtlinge auf HSV-Parkplatz?

Hamburger Villenviertel Blankenese wird bunt

Hamburg: Zeltdorf für 440 Flüchtlinge in Wohldorf-Ohlstedt (mopo.de)

Hamburg: Das „Tor zur Welt“ versinkt im Flüchtlingschaos

Hamburg: Messegelände in St. Pauli wird Flüchtlingslager

HHamburg erwartet bis zum Jahresende 31.000 Flüchtlinge

Hamburg: Panne in Stellingen kostet 300 Plätze  – Stadt öffnet erste Turnhalle für Flüchtlinge

Hamburg: Das kostet ein Flüchtling im Monat: 1026 Euro  – Milchmädchenrechnung

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Hamburg: Wohin mit den Asyl-Suchenden? – Hamburgs Flüchtlings-Krise (mopo.de)

Hamburg: Bis zum Frost müssen alle aus den Zelten raus – wohin denn bitte? (abendblatt.de)

Hamburg plant sieben Großunterkünfte für 20.000 Flüchtlinge

Hamburg-Eimsbüttel: Flüchtlingszelte für Rotherbaum geplant

Hamburg-Poppenbüttel: 400 Anwohner bei Info-Abend | Poppenbüttel streitet über Flüchtlinge (bild.de)

Hamburg: 192 Flüchtlinge in Blankenese (Björnsonweg) – 500 Flüchtlinge im Poppenbütteler Berg – nach 2 bis 3 Jahren 170 Sozialwohnungen (zeit.de)

Hamburg-Poppenbüttel: Großunterkunft für 1.000 Flüchtlinge in Planung?

Hamburg-Jenfeld: Anwohner vom Jenfelder Moorpark organisieren sich bei Facebook

Hamburgs Notfallplan für Flüchtlinge (Jenfeld, Marienthal, Harburg, Billbrook, …)

Hamburg plant 38 neue Standorte für Flüchtlinge

Hamburg-Blankenese: Wohlstands-Protest wie in Harvestehude!

Hamburg – Eimsbüttel: Feldbrunnenstraße Flüchtlingszelte für Rotherbaum geplant

Hamburg-Wilhelmsburg: Willkommen in der Flüchtlings-Zeltstadt Dratelnstraße [Link bei „Google News“ eingeben]

2 Antworten to “Hamburg: Turnhalle für Flüchtlinge in Billbrook – Bundewehrzelte in Wohldorf-Ohlstedt”

  1. anwohner51 20. August 2015 um 20:46 #

    420 Flüchtlinge direkt vor der Tür und die pensionierte Lehrerin freut sich auf die Deutschkurse. Da habe ich es mit 175 Flüchtlingen als Mieter ja deutlich besser getroffen…

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    • nixgut 20. August 2015 um 21:26 #

      Mir würden 175 Flüchtlinge auch reichen. Na, ja, und die pensionierte Lehrerin, weiß ja wahrscheinlich sonst ohnehin nichts mit sich anzufangen. Sie ist froh über jede Abwechslung in ihrem Tristen Leben, vermute ich jedenfalls. Mal seh’n, wie lange die Freude anhält oder gar in Angst, Wut und Entsetzen umschlägst?

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