Fjordman: 1400 Jahre Krieg des Islam gegen die europäische Zivilisation

21 Jun

Von Fjordman (Peder Jensen)

fjordman-peders-jensen-8-2011Veröffentlicht unter dem Titel „Fourteen Centuries of War Against European Civilization“ am 30. 9. 2008 in: „Gates of Vienna“ – Übersetzung aus dem Englischen von: BeforeDawn

Das folgende Essay ist ein Zusammenschnitt einiger früherer Online-Essays, unter anderen Who Are We, Who Are Our Enemies – The Cost of Historical AmnesiaWhy We Should Oppose an Independent Kosovo; – Refuting God´s Crucible und The Truth About Islam in Europe.

„Der Djihad, der islamische sogenannte Heilige Krieg, ist mehr als 1300 Jahre lang in Europa, Asien, Afrika und im Nahen und Mittleren Osten Realität gewesen, aber dieses ist die erste Geschichte der Kriege der Muslime in Europa, die veröffentlicht wird. Hunderte von Büchern jedoch sind erschienen über das Gegenstück auf der christlichen Seite, die Kreuzzüge, mit denen der Djihad oft verglichen wird, obwohl sie weniger als zweihundert Jahre dauerten und nicht wie dieser universell geführt wurden, sondern im wesentlichen auf das Heilige Land beschränkt waren. Hinzu kommt, dass die Kreuzzüge seit 700 Jahren vorbei sind, während der Djihad immer noch andauert. Er ist das am wenigsten beachtete und beschriebene historische Großereignis, ja er ist weitgehend ignoriert worden. So räumt zum Beispiel die Encyclopedia Britannica den Kreuzzügen achtzig mal so viel Platz ein als dem Djihad.“

Dieses Zitat stammt aus dem Buch von Paul Fregosi Jihad in the West (1998). Fregosi musste damals feststellen, dass es schwierig war, einen Verleger für sein Buch über die Geschichte des islamischen Heiligen Krieges in Europa vom 7. bis zum 20. Jahrhundert zu finden, da der Fall Salman Rushdie noch in frischer Erinnerung war.

Einige Jahre später erschien The Legacy of Jihad von Andrew G. Bostom, das wohl bislang umfassendste und gelehrteste Buch zu diesem Thema. Er hat auch einen Aufsatz über, wie er es nennt, „Amerikas ersten Krieg gegen den Terror“ geschrieben. Thomas Jefferson und John Adams, damals Amerikas Botschafter in Frankreich bzw. Großbritannien, trafen sich 1786 in London mit dem tripolitanischen [Lybien] Botschafter in Großbritannien Sidi Haji Abdul Rahman Adja. Diese späteren amerikanischen Präsidenten versuchten einen Friedensvertrag zu verhandeln, der den Vereinigten Staaten die Verheerungen der djihadistischen Piraterie ersparen sollten, die Versklavung und den Tod, die von den so genannten Barbareskenstaaten  ausgingen, die den heutigen Ländern Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen [und Mauretanien] entsprechen.

Andrew G. Bostom stellt fest, dass „ein aggressiver Djihad schon 200 Jahre, bevor sie die bestimmende internationale Macht im Nahen Osten wurde, gegen die Vereinigten Staaten geführt wurde.“ Israel hat nichts damit zu tun. Die djihadistische Piraterie der Barbaresken hatte schon mit der frühen arabisch-islamischen Expansion im 7. und 8. Jahrhundert begonnen. Francisco Gabrieli stellt fest:

„Entsprechend dem gegenwärtigen Verständnis der internationalen Beziehungen sind die damaligen Geschehnisse als Piraterie zu bezeichnen, aber sie entsprechen auch gänzlich dem Konzept des Djihad als einer religiösen Pflicht. Die Eroberung Kretas im Osten sowie auch ein beträchtlicher Teil der Kriegführung der Korsaren [Piraten, die von der nordafrikanischen Küste aus agierten] entlang der Küsten Italiens und der Provence [Südosten Frankreichs] gehören zu den augenfälligsten Merkmalen solcher ´nicht-staatlichen Unternehmungen´, die zu der Dominanz der Araber im Mittelmeer beitrugen.“Eine prototypische Razzia der muslimischen Seestreitkräfte ereignete sich im Jahre 846, als eine Flotte arabischer Djihadisten an der Mündung des Tibers [bei Rom] erschien, bis nach Rom vordrang, die Stadt einnahm und aus der Peterskirche alles Gold und Silber wegschleppte, das sich dort befand. Dass der Vatikan mit einer Mauer umgeben und so zu einer „Stadt innerhalb der Stadt“ wurde, war die Reaktion auf die beständige Drohung durch die islamischen Kriegszüge.

Bostom schreibt, dass „bis zum Juni/Juli 1815 die unter kompetenter Führung stehenden amerikanischen Seestreitkräfte ihren Kriegsgegnern von der Babareskenküste in einer raschen Folge eine Reihe von vernichtenden Niederlagen beigebracht hatten. Dieser Erfolg inspirierte dann die Mächte der Alten Welt, sich gegen die Piraten zu erheben.“

Heute scheinen einige Araber, wenn sie die Tributzahlungen der Jizya vom Westen fordern, sich nach den guten alten Tagen zurückzusehnen. Der Führer Libyens und Förderer des Terrorismus Muammar al-Gaddhafi hat bekannt gegeben, dass die europäischen Nationen 10 Milliarden Euro pro Jahr an Afrika zahlen sollen, als Unterstützung bei dem Versuch, die Migranten zu stoppen, die auf der Suche nach einem besseren Leben nordwärts nach Europa fluten. Er fügte kurz und bündig hinzu: „Die Erde gehört allen. Warum sie [die jungen Afrikaner] nach Europa auswandern, dies sollte von den Europäern beantwortet werden.“ Abgesehen davon, dass dies ein klares Beispiel dafür ist, wie die Migration, oder richtiger, das Abladen überschüssiger Bevölkerung, im 21. Jahrhundert ein Werkzeug der Erpressung geworden ist, bedeutet dies eine Wiederkehr des Zeitalters, in dem Tripolis Tributzahlungen von Europa fordern konnte.

Robert C. Davies, Professor für Geschichte an der staatlichen Universität von Ohio, hat eine neue wissenschaftliche Zählmethode in seinem Buch Christian Slaves, Muslim Masters entwickelt, die annehmen lässt, dass möglicherweise 1,25 Millionen europäische Christen von den muslimischen Barbaresken in die Sklaverei verschleppt worden sind, und dies lediglich in der Zeitspanne von 1530 bis 1780, eine Anzahl, die vorherige Schätzungen weit übersteigt. Er sagt:

„Versklavt zu werden war eine sehr reale Gefahr für jeden, der das Gebiet des Mittelmeeres bereiste oder der an den Küsten Italiens, Frankreichs, Spaniens oder Portugals oder, weit im Norden, Englands oder Islands lebte. Ein großer Teil der Literatur zu diesem Thema vermittelt den Eindruck, dass die Zahl der Sklaven nicht sehr groß war, und spielt die Wirkung der Sklaverei auf [in] Europa herunter. In den meisten Berichten wird die Sklaverei nur an einem bestimmten Ort oder nur während eines kurzen Zeitabschnitts betrachtet. Aber wenn man eine geographisch und zeitlich breitere Perspektive einnimmt, dann wird der enorme Umfang dieser Sklaverei und die Stärke ihrer Wirkung klar.“

Korsaren aus nordafrikanischen Städten, Tunis, Algier etc., griffen Schiffe im Mittelmeer und im Atlantik an, aber auch Küstenorte, um Männer, Frauen und Kinder gefangen zu nehmen. Die Wirkung war gewaltig: Frankreich, England und Spanien verloren jeweils Tausende von Schiffen, und die spanischen und italienischen Küsten waren auf weiten Strecken fast völlig von ihren Bewohnern verlassen.

Auf ihrem Höhepunkt übertrafen die Zerstörung und Entvölkerung einiger Gebiete wahrscheinlich das, was die europäischen Sklavenhändler später im Inneren Afrikas anrichteten. Das Leben der europäischen Sklaven war oft nicht besser als das der Opfer des transatlantischen Sklavenhandels [transatlantisch: überseeisch zwischen Afrika und Europa oder zwischen Afrika und Nord- bzw. Südamerika], der zu dem in Afrika schon bestehenden islamischen Sklavenhandel noch hinzukam. „Was die täglichen Lebensbedingungen angeht, hatten die Sklaven des Mittelmeerbereichs es sicherlich nicht besser“, schreibt Davies. Während die afrikanischen Sklaven auf den Zucker- und Baumwollplantagen Mittel- und Nordamerikas bis zur Erschöpfung arbeiten mussten, war die Arbeit der europäischen Sklaven oft genau so hart und forderte genau so viele Opfer, in Steinbrüchen, bei großen Bauprojekten und vor allem beim Rudern der Galeeren der Korsaren.

Während des größten Teils des 17. Jahrhunderts verloren allein die Engländer jedes Jahr mehr als 400 Seeleute an die Sklavenjäger. Ein amerikanischer Sklave berichtete, dass allein zwischen 1785 und 1793 im Mittelmeer und im Atlantik 130 amerikanische Seeleute von den Algeriern versklavt wurden (was zu der späteren militärischen Reaktion der Amerikaner führte). In seinem Buch White Gold beschreibt Giles Milton, wie reguläre Djihad-Razzien in Europa bis nach Island ausgedehnt wurden.

Sogar während der Regierungszeit Elisabeths I., in der Shakespeare seine Theaterstücke und Gedichte schrieb, liefen junge Engländer Gefahr, in ihren Dörfern an der Küste von muslimischen Piraten überrascht oder beim Fischfang auf See entführt zu werden: „Am Ende des schrecklichen Sommers 1625 berechnete der Bürgermeister von Plymouth, dass etwa 1000 Fischerboote zerstört und eine ähnliche Zahl von Bewohnern der Dörfer in die Sklaverei verschleppt worden waren.“ Solches ereignete sich in weiten Teilen Europas, so zum Beispiel auch in Wales und Südirland:

„Im Jahr 1631 segelten 200 islamische Soldaten zum Dorf Baltimore [USA], stürmten mit gezogenen Schwertern an Land, zur völligen Überraschung der Dorfbewohner. [Sie] entführten insgesamt 237 Männer, Frauen und Kinder und nahmen sie mit nach Algier…. Der französische Geistliche Pierre Dan hielt sich zu der Zeit in der Stadt [Algier] auf…. Er wurde Zeuge des Verkaufs der Gefangenen bei der Sklavenauktion. ´Es war ein Mitleid erregender Anblick, sie auf dem Marktplatz ausgestellt zu sehen…. Frauen wurden von ihren Männern getrennt und Kinder von ihren Vätern…, auf der einen Seite wurde ein Ehemann verkauft, auf der anderen seine Frau, und ihre Tochter wurde aus ihren Armen gerissen ohne die Hoffnung, dass sie sich je wiedersehen würden`.“

Der Engländer Thomas Pellow wurde 23 Jahre lang in marokkanischer Sklaverei gehalten, nachdem er 1716 als Kajütenjunge auf einem kleinen englischen Schiff von Piraten von der Barbareskenküste gefangen genommen wurde. Er wurde so lange gefoltert, bis er zum Islam übertrat. Wochenlang wurde er geschlagen und ausgehungert, und er gab endlich nach, nachdem sein Folterer dazu übergegangen war, „sein Fleisch von den Knochen zu brennen, was dieser Tyrann, unter vielen Wiederholungen, aufs Grausamste durchführte“.

God´s Crucible: Islam and the Making of Europe, 570-1215 wurde von David Levering Lewis, dem amerikanischen Historiker und zweimaligen Gewinner des angesehenen Pulitzer-Preises, geschrieben. Er stellt fest, dass Muslime nur Ungläubige, nicht aber ihre Glaubensbrüder versklavt haben. Warum sollte das aber weniger schlimm sein?

Wie Robert Spencer in seinem Buch Religion of Peace schreibt:

„Der Koran sagt, dass die Anhänger des Propheten ´hart gegen die Ungläubigen sind, doch barmherzig zueinander´ (Sure 48:29), und dass die Ungläubigen ´die Schlechtesten der Geschöpfe´ sind (Sure 98:6). Es steht jedem frei, die Goldene Regel auf einen muslimischen Glaubensbruder anwenden, aber nach den Gesetzen des Islams darf dieselbe Achtung nicht den Ungläubigen entgegengebracht werden. Das ist der eine prinzipielle Grund, weshalb für die islamische Welt die hauptsächliche Ressource [Quelle] an Sklaven die Nicht-Muslime sind, egal ob Juden, Christen, Hindus oder Heiden. Die meisten Sklaven waren im Djihad gefangene Nicht-Muslime.“

Während der gesamten islamischen Geschichte wurde die Sklaverei als selbstverständliche Institution angesehen. Dass sie schließlich abgeschafft wurde, ist auf Druck aus dem Westen zurückzuführen, insbesondere auf Bemühungen des britischen Empires. Wiederum Spencer:

„Es gab keine muslimische Bewegung, die die Abschaffung forderte, es gab keinen Clarkson, keinen Wilberforce oder Garrison. Als der Sklavenhandel endete, wurde er nicht durch Bemühungen von Muslimen beendet, sondern durch militärischen Einsatz der Briten. Dennoch gibt es Belege dafür, dass unter der Oberfläche die Sklaverei in einigen muslimischen Ländern weitergeht, besonders in Saudi-Arabien, das die Sklaverei erst 1962 abgeschafft hat, im Jemen und in Oman, die die legale Sklaverei 1970 beendet haben, und im Niger, wo die Sklaverei bis 2004 legal war.

Im Niger wird das Verbot weitgehend ignoriert, und etwa eine Million Menschen leben in persönlicher Unfreiheit. Sklaven werden als Kinder herangezogen, sie werden vergewaltigt und ganz allgemein wie Tiere gehalten. Es gibt sogar Fälle von Sklaverei unter Muslimen in den USA. Ein Saudi namens Homaidan al-Turki wurde im September 2006 zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine Frau in seinem Haus in Colorado als Sklavin gehalten hatte. Zu seiner Verteidigung brachte al-Turki vor, er sei das Opfer anti-muslimischer Vorurteile.

“Sklaverei als Teil des Djihad war in Afrika und in vielen Gebieten Asiens weit verbreitet. Der indische Historiker K. S. Lal stellt fest, dass, wo immer die Djihadisten ein Territorium eroberten, „sie ein spezifisches System der Sklaverei entwickelten, das dem jeweiligen Klima, dem Terrain und der Bevölkerung entsprach“. Als die muslimischen Armeen nach Indien eindrangen, „machte man die Menschen in großer Zahl zu Sklaven, um sie dann entweder in andere Länder zu verkaufen oder um sie im Lande selbst in verschiedenen mehr oder weniger untergeordneten Tätigkeiten zu beschäftigen“.

Hingegen beklagt, zusammenfassend gesagt, „God´s Crucible“ die Tatsache, dass Karl Martell, „der Hammer“, den vorrückenden islamischen Djihad in der Schlacht von Tours bzw. Poitiers im Jahr 732 zum Halten gebracht hat:

„Hätten Abd al-Rahmans Männer an jenem Oktobertage die Oberhand behalten, wäre wahrscheinlich der nach-römische Okzident [das christliche Abendland = Europa] einem kosmopolitischen muslimischen regnum [Herrschaftsbereich] eingegliedert worden, das nicht durch Grenzen behindert, so lässt sich mutmaßen, das frei von einer Priesterkaste von dem Dogma der Gleichheit der Gläubigen beseelt gewesen wäre und allen Glaubensrichtungen Respekt erwiesen hätte. Seltsamerweise ist diese Spekulation französischen Ursprungs….“

„God´s Crucible“ erscheint zu einer Zeit, in der Spanien und Portugal unter islamischer Okkupation [Besetzung] als Modell für die Koexistenz mit dem Islam gefeiert werden. Die Europäische Union hat vor kurzem bekannt gegeben, dass sie beabsichtige, ihr Gebiet um Nordafrika und den muslimischen Mittleren Osten zu erweitern. In einer konzertierten Aktion wird versucht, den Islam als etwas zu präsentieren, das für uns keineswegs bedrohlich, ja sogar als etwas, das uns wohlgesonnen ist.

Im Mai 2008 pries Europas größtes Wochenmagazin „Der Spiegel“ al-Andalus [Spanien] als ein „multikulturelles Modell“ für Europa: „Fast 800 Jahre lang haben die Einwohner von al-Andalus, wie die arabischen Dynastien ihr Reich auf der iberischen Halbinsel nannten, den Juden, Christen und Muslimen erlaubt, im Geist des gegenseitigen Respekts zu koexistieren, eine Situation, die allen zugute kam.“ Dass Richard Fletcher in seinem Buch Moorish Spain feststellt, dass „das maurische Spanien keineswegs eine tolerante und aufgeklärte Gesellschaft war, auch nicht in der Epoche seiner höchsten kulturellen Entwicklung“, spielt für ihn keine Rolle.

Die Europäische Union, der Europarat und zahlreiche islamische Organisationen arbeiten hart daran, europäische Schulbücher zugunsten des Islams umzuschreiben. Der Deutsche Hans-Gert Pöttering (CDU) hat im Europäischen Parlament gesagt, Schulbücher sollten auf intolerante Darstellungen des Islams hin durchgesehen werden, um sicherzustellen, dass keine „Vorurteile“ verbreitet werden. Er schlug vor, die EU solle mit der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) [1]  zusammenarbeiten, um ein Komitee zur Revision von Schulbüchern zu gründen. Das OIC wünscht die weltweite Umarbeitung von Schulbüchern mit dem Ziel, jede Kritik am Islam zu entfernen, die Erwähnung der Opfer von 1400 Jahren islamischen Djihads zu tilgen und die Errungenschaften der „islamischen Zivilisation“ zu verherrlichen.

[1] Die OIC ist eine Organisation von derzeit 57 Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist. Die OIC lehnt die Allgemeinen Menschenrechte der UNO ab und akzeptiert nur die Kairoer Erklärung der Menschenrechte, die einzig die Scharia als Rechtsgrundlage akzeptiert. Gleichberechtigung von Mann und Frau und Religionsfreiheit werden dagegen von der OIC abgelehnt.

Robert Spencer schreibt in Religion of Peace?: Why Christianity Is and Islam Isn´t: Die Apologetin [Anhängerin] des Islam Karen Armstrong formuliert die vorherrschende Weisheit klar und deutlich, wenn sie sagt, dass „es bis 1492 im muslimischen Spanien ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben von Juden und Christen gab, eine Koexistenz, die anderswo in Europa unmöglich war“. Sogar das U.S. State Department hat verkündet, dass „während der islamischen Epoche in Spanien Juden, Christen und Muslime in Frieden und gegenseitigem Respekt miteinander gelebt und so eine vielfältige Gesellschaft geschaffen haben, in der ein lebhafter Ideenaustausch stattfand“.

Wer sich mit dieser Ansicht nicht zufrieden geben möchte, kann mit der Lektüre des Online-Essays Andalusian Myth, Eurabian Reality von Bat Ye´or und Andrew G. Bostom beginnen:

„Nur selten gab es Perioden des Friedens im Emirat von Cordoba (756-912), ebenso in der Zeit danach. Al-Andalus war das Musterbeispiel für ein Land des Djihad. Einmal im Jahr, manchmal auch zweimal, wurden die christlichen Königreiche im Norden Spaniens, das Baskenland, das Rhonetal in Frankreich von Plünderkommandos heimgesucht, die mit Sklaven und sonstiger Beute zurückkehren sollten. Andalusische Korsaren drangen mit Waffengewalt in die Küstengegenden Siziliens und des italienischen Festlandes, ja sogar in die ägäische Inselwelt, ein und machten Beute und legten Feuer, wohin sie kamen. Tausende wurden in die Sklaverei nach Andalusien deportiert, wo der Kalif sich eine Miliz von Zehntausenden christlicher Sklaven aus allen Teilen Europas hielt, sowie einen Harem von gefangenen Christinnen.“

David Levering Lewis erwähnt „eine kleine Gruppe fanatischer andalusischer Christen, sowohl Priester wie Laien, die sich in sinnlosen religiösen Provokationen engagierten, indem sie öffentlich Moscheen, den Koran und den Namen des Propheten entweihten“. Angesichts dessen hatte der Kadi (islamischer Richter) von Cordoba, der Ärmste!, keine andere Wahl als dreizehn Christen mit dem Tode zu bestrafen, „ein Urteil, das der Herrscher Mohammed I. bestätigte (851/852), denn unter der malikitischen [2] Sharia war Milde für diese Christen ausgeschlossen oder galt wenigstens als politisch unklug“.

[2] Die Malikiten ist eine der vier traditionellen Rechtsschulen des sunnitischen Islams.

Unglücklicherweise stellten diese militanten Christen, wie Lewis sie nennt, sich taub gegenüber den Ermahnungen, in geziemender Weise sich den Muslimen zu unterwerfen, und so ergingen weitere Todesurteile:

„Etwa zwanzig mozarabische [3] Märtyrer wurden im Jahr 853 oder 854 hingerichtet, und später noch ein weiteres Dutzend. Eine zweite Welle von christlicher Blasphemie [Gotteslästerung] im Jahr 859 führte zur Exekution von dreizehn weiteren, zusammen mit zwei Töchtern einer vornehmen muslimischen Familie aus dem weit entfernten Huesca, die trotzig ihre Konversion zum christlichen Glauben offenbart hatten.“

[3] Mozaraber ist eine Bezeichnung für Christen, die im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft im heutigen Portugal und Spanien (Al-Andalus) lebten und sich in der äußeren Lebensform den Strukturen der arabischen Gesellschaft anpassten.

Lewis glaubt:

„Eine Meinungsumfrage bei Andalusiern aller Glaubensrichtungen hätte die überwältigende Missbilligung dieser mozarabischen Märtyrer gezeigt. Diese christlichen Extremisten stellen eine Verirrung dar, nicht weil sie sich damit außerhalb des Geistes ihrer Epoche stellten, sondern weil sie dem Ablauf der Epochen vorgegriffen haben, nämlich um die drei Jahrhunderte bis zu den Jahrzehnten nach der Schlacht von Clavijo, die von intensivem kulturellen Nationalismus und religiöser Intoleranz beherrscht waren.“

Die von ihm erwähnte „religiöse Intoleranz“ ist nicht der Heilige Krieg gegen die Christen und Juden in Spanien und Portugal; es ist die Reconquista, die christliche Wiedereroberung der iberischen Halbinsel. Für gewöhnlich datiert man ihren Beginn mit Pelayo [dem Gründer des ersten neuen christlichen Reiches, Asturien [autonomes Gebiet im Norden Spaniens]; Anm. d. Übersetzer] im Jahr 718. Am Anfang kam sie nur langsam voran, gewann aber an Fahrt im elften Jahrhundert. Die Portugiesen waren 1249 unter König Afonso III. befreit worden. Das Konzept eines „Heiligen Krieges“ war ursprünglich dem Christentum fremd und kam erst durch die Jahrhunderte lange Konfrontation mit dem islamischen Djihad nach Europa.

Lewis selbst stellt (in korrekter Weise) fest, dass Menschen während „dieses goldenen Zeitalters der Toleranz“ wegen ihrer Kritik am Islam hingerichtet wurden. Ist es nicht beunruhigend, das zu lesen, wenn man bedenkt, dass unsere Regierungen und die Medien wollen, dass al-Andalus jetzt als das Muster für unsere Koexistenz mit dem Islam dient? Gegen den Islam und gegen Mohammed gerichtete „Blasphemie“ wird nach dem Gesetz der Sharia mit dem Tode bestraft, weshalb ja auch der niederländische Filmemacher Theo van Gogh 2004 in Amsterdam von einem Moslem ermordet wurde.

Sogar für jene Nicht-Muslime, die die islamische Ordnung akzeptieren, ist das Leben hart, angesichts der schwerwiegenden wirtschaftlichen Nachteile und mit dem Wissen um die beständige Gewaltdrohung. Die Wissenschaftlerin Bat Ye´or ist eine Expertin für das „Dhimmitum“ (arab. dhimma), das System der Unterdrückung von Nicht-Muslimen unter islamischer Herrschaft, wie sie es in ihrem Buch Islam and Dhimmitude beschreibt. Sie schreibt folgendes über das System der Sklaverei im Djihad:

„Als Amr im Jahr 643 Tripolis (Libyen) eroberte, zwang er die jüdischen und christlichen Berber, als Teil der zu leistenden „Jizya“ ihre Frauen und Kinder als Sklaven der arabischen Armee zu übergeben. Von 652 bis zu seiner Eroberung 1276 wurde Nubien [in Ägypten] gezwungen, jedes Jahr ein Kontingent an Sklaven nach Kairo zu senden. Verträge mit den Städten Transoxaniens (Zentralasien jenseits des Amu Darja), mit Sidschistan (Ostiran), Armenien und dem Fessan (Südlibyen) unter den Omajjaden und den Abbasiden [4] forderten die jährliche Entsendung von Sklaven beiderlei Geschlechts. Die hauptsächliche Quelle jedoch für den Nachschub an Sklaven blieben die Überfälle auf Dörfer im Bereich des Dar-al-Harb (“Gebiet des Krieges“ = noch nicht islamische Gebiete) und regelrechte Kriegszüge, die tiefer in die Länder der Ungläubigen eindrangen und dort Städte und ganze Provinzen menschenleer zurückließen.“

[4] Die Omajjaden und die Abbasiden sind islamische Herrscherdynastien. Die Dynastie der Abbasiden löste 750 n.Chr. die Dnastie der Umayyaden in der Regierung des Kalifats ab.

Hierzu Robert Spencer:

„Obwohl die Gesetze des ´Dhimmitums´ (des Status der Unterordnung der Juden und Christen) mit unterschiedlicher Härte durchgesetzt wurden, kam es aber nie zu ihrer Aufhebung, und in Zeiten relativer Milde lebten die unterworfenen Bevölkerungen immer in der Furcht vor einer erneuten Strenge ihrer Anwendung. Die muslimischen Herrscher vergaßen nie, dass der Koran verlangt, dass sowohl die Juden als auch die Christen ´in dem Gefühl des Unterdrücktseins´ leben müssen. Ein bemerkenswertes Beispiel wird von dem Historiker Philip Hitti berichtet: ´Der Kalif al-Mutawakkil ordnete in den Jahren 850 und 854 an, dass Christen und Juden hölzerne Teufelsfiguren an ihren Häusern anzubringen, ihre Grabstätten einzuebnen, gelbe Oberbekleidung zu tragen, an die Kleidung ihrer Diener zwei gelbe Flicken anzubringen hätten … und ausschließlich Maultiere und Esel auf Holzsätteln reiten dürften, die mit zwei granatapfelgroßen Kugeln am Sattelkranz zu kennzeichnen wären´.

“Ein tunesischer Jude bemerkte im Jahre 1888:

„Dem Juden ist es in diesem Land verboten, die gleiche Kleidung zu tragen wie ein Moslem, auch soll er keinen roten Tarbusch [Kopfbedeckung] tragen. In der Öffentlichkeit kann man sehen, wie er sich tief vor einem muslimischen Kind verbeugt und ihm das traditionelle Vorrecht zugesteht, sich von ihm ins Gesicht schlagen zu lassen, eine Geste, die sehr ernste Folgen haben kann. Tatsächlich hat der Schreiber dieser Zeilen solche Schläge empfangen. Der Täter wird hierfür nicht bestraft, denn dies ist seit unvordenklichen Zeiten so üblich gewesen.“

Maimonides, der berühmte jüdische Philosoph und Arzt des Mittelalters, der aus dem islamisch beherrschten Spanien wegen des zunehmend aggressiver werdenden Djihads fliehen musste, schrieb:

„Die Araber haben uns hart unterdrückt und schreckliche und diskriminierende Gesetze gegen uns erlassen. … Nie zuvor hat ein Volk uns so geplagt, entwürdigt, erniedrigt und gehasst wie sie.“ Juden war es möglich, das jüdische Gesetz den Christen zu lehren, aber die Muslime deuten, was ihnen gelehrt wird „nach ihren irregeleiteten Prinzipien und sie unterdrücken uns deswegen. Aus diesem Grund … hassen sie alle [Nicht-Muslime], die unter ihnen leben. Christen aber gestehen zu, dass der Text der Tora [das erste Buch des Tanach, der jüdisch-hebräischen Bibel], so wie wir ihn haben, nicht zu beanstanden ist.

“Wie verhält es sich mit Wissenschaft und Gelehrsamkeit? Der Wissenschaftler Toby E. Huff, Autor des Buches The Rise of Early Modern Science: Islam, China and the West warnt, dass, wenn der Islam Europa übernommen hätte, spätere westliche wissenschaftliche Errungenschaften unmöglich gewesen wären:

„Wenn Spanien auch noch bis in spätere Jahrhunderte ein islamisches Land geblieben wäre, sagen wir, bis zur Zeit von Napoleon, hätte es auch alle die ideologischen, rechtlichen und institutionellen Defekte der islamischen Zivilisation beibehalten. Ein dem islamischen Recht unterworfenes Spanien wäre unfähig gewesen, neue Universitäten zu gründen, die auf dem europäischen Modell rechtlich autonomer Körperschaften basieren, da es solche Körperschaften nach islamischem Recht nicht gibt. Hinzu kommt, dass das islamische Bildungsmodell auf dem absoluten Primat des ´fiqh´, der Rechtsstudien, beruht, sowie auf dem Grundsatz, dass die große Tradition der Vergangenheit unbedingt bewahrt werden muss.

Dies spiegelte sich symbolisch in der ´ijaza´ wieder, der persönlich durch einen Gelehrten gegebenen Erlaubnis, das tradierte Wissen weiterzugeben, einer Praxis völlig verschieden von der des Westens, bei der aufgrund des in einem Examen demonstrierten Wissens ein Prüfungsgremium über das Erreichen des akademischen Grades entscheidet. Die spanischen Universitäten, die tatsächlich im 13. Jahrhundert gegründet wurden, zunächst in Palencia (1208-9), dann in Valladolid und Salamanca (1227-8) usw., befanden sich alle in seit langem wieder christlichen Gebieten, und ihre Verfassungen orientierten sich an denen von Paris und Bologna.“

Das gelehrte Wissen der Griechen wurde nie in die regulären Lehrpläne der islamischen Schulen aufgenommen, so wie es an den europäischen Universitäten geschah. Der deutsch-syrische Autor Bassam Tibi weist darauf hin, dass „Wissenschaft“ in der islamischen Medresse [Koranschule] Studium des Korans, der Hadithe, der arabischen Geschichte usw. bedeutet:

„Einige Historiker des Islam übersetzen ´madrasa´ fälschlicherweise mit ´Universität´. Das ist einfach nicht zutreffend. Wenn wir unter Universität die ´universitas litterarum´ [wissenschaftliche Fachstudien] verstehen, oder, ohne dem Eurozentrismus zu verfallen, die ´universitas magistrorum´ [Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden] im Paris des 13. Jahrhunderts in Betracht ziehen, dann können wir nicht anders als zu dem Entschluss gelangen, dass die Universität als der Sitz freier und unbehinderter Forschung auf der Basis der Ratio [Logok] eine von Europa eingeführte Neuerung in der Geschichte der Menschheit ist.“

Nach dem führenden Wissenschaftler Edward Grant (Science and Religion, 400 B.C. to A.D. 1550: From Aristotle to Copernicus) ist der Islam eine Theokratie [religiöse Herrschaft], in der Religion und Staat eine Einheit bilden. Es gibt also keinen von der islamischen Religion getrennten säkularen Staatsapparat [keine Trennung von Religion und Politik]:

„[Die Medressen] hatten als ihren eigentlichen Auftrag die Lehre des Islams und beachteten die ´fremde Lehre´ nur wenig, die, wie wir gesehen haben, letztlich aus der von den Griechen sich herleitenden Naturlehre bestand. Die dort entwickelten analytischen Fächer hatten definitiv nicht den gleichen Status wie die religiösen und theologischen und spielten an den Medressen, den Zentren der islamischen höheren Bildung, nur am Rande eine Rolle. Lediglich die Fächer wurden gelehrt, die dem Koran und dem religiösen Recht die Überlegenheit zusprachen.

Eines von diesen war Logik, die nicht nur für die Semantik [Bedeutung] als nützlich angesehen wurde, sondern auch als hilfreich zur Vermeidung von Fehlern bei der Schlussfolgerung. Die eigentliche Funktion der Medressen war jedoch, ´das Wissen zu bewahren und die orthodoxe Lehre zu verteidigen´ (Mottahadeh 1985, S. 91). Die meisten islamischen Theologen sahen die Naturlehre nicht als ein Fach an, das zu einem besseren Verständnis der Religion verhelfen könne, sondern, im Gegenteil, als ein Fach, das gefährlich für den Glauben sei, weil es die islamische Lehre von innen her zerstören könne. Die Naturlehre blieb in den islamischen Ländern immer eine Disziplin am Rande und wurde niemals in das Bildungssystem integriert, wie es im lateinischen Christentum geschah.“

All zu viele islamische Naturphilosophen lebten in Unsicherheit und Angst. Grant stellt fest:

„Ohne die Trennung von Kirche und Staat und den sich daraus ableitenden Entwicklungen hätte der Westen keine tiefverwurzelte Naturphilosophie hervorbringen können, wie sie mit Hilfe eines ausgedehnten Netzwerks von Universitäten in ganz Europa verbreitet wurde und das Fundament für die großen wissenschaftlichen Fortschritte des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts legte, Fortschritte, die bis zum heutigen Tag andauern.“

Das Zeitalter der Entdeckungen im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert resultierte aus dem Bemühen, den Muslimen aus dem Weg zu gehen und wieder den direkten Kontakt zu den Kulturen Asiens, ohne die Mittlerfunktion der Muslime, zu finden. Norman Davies beschreibt es in seinem monumentalen Werk Europe: A History so:

„Die Eroberungen des Islams machten Europa zur Hauptbasis des Christentums. Zur selben Zeit schnitt der große Bogen des muslimischen Territoriums buchstäblich die Christen von jedem direkten Kontakt mit anderen Religionen und Kulturen ab. Die Barriere des kriegerischen Islams verwies die [europäische] Halbinsel auf sich selbst, indem sie viele der früheren kommerziellen, intellektuellen und politischen Verbindungswege trennte oder wenigstens umlegte.“

Piraterie, Versklavung und Angriffe auf europäische Länder als Mittel und Wege des Djihad waren vom siebten Jahrhundert bis zum Ende der Barbareskenstaaten im neunzehnten eine beständige Bedrohung. Manche argumentieren, dass, wenn, wie es jetzt immer häufiger geschieht, westliche Touristen entführt werden, wozu die Aussicht auf Lösegeldzahlungen europäischer Regierungen ermutigt, es diese Bedrohung ist, die jetzt wieder erneut in Erscheinung tritt.

Der Djihad geht bis zum heutigen Tag auf dem Balkan weiter, eine Region, die Jahrhunderte lang unter brutaler türkischer Herrschaft war. Hierzu die Autorin Ruth King:

„Als Serbien im 12. Jahrhundert die Unabhängigkeit von der byzantinischen Oberherrschaft erlangte, waren seine wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und religiösen Institutionen die am weitesten entwickelten in Europa. Serbien fungierte als Brücke zwischen der griechisch-byzantinischen Zivilisation und der beginnenden Renaissance im Westen. Das Zentrum der serbischen orthodoxen Kirche befand sich im Kosovo, wo Kirchen, Klöster und klösterliche Gemeinschaften gegründet worden waren. Eine Art Zensus im Jahr 1330, die Charta des Klosters Dečani [Deçan ist eine Stadt im Kosovo] listete die erfassten Dörfer und Haushalte auf, von denen nur zwei Prozent albanisch waren. Die Ottomanen [Osmanen, Türken] besetzten Serbien 1389 und festigten ihre Herrschaft 1459 und trieben damit große Teile der Balkanhalbinsel und des angrenzenden Südosteuropa in ein Dunkles Zeitalter unter dem Diktat des Korans.“

Am Beginn des 20. Jahrhunderts machten serbische Christen ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung des Kosovo aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlaubte der kommunistische Diktator Tito den aus ihrer Heimat geflohenen Serben nicht zurückzukehren und ordnete keine Grenzkontrollen an, als Tausende von Albanern in den Kosovo zogen. Dies führte später zu einem Anwachsen der Gewalt gegen christliche Serben.

King schreibt:

„Am Anfang stellten die Medien die Situation im Kosovo ausgewogen dar. So zum Beispiel im Juli 1982 die New York Times: ´Serben sind von den Albanern Verfolgungen ausgesetzt gewesen, haben ihre Sachen gepackt und die Gegend verlassen. Die albanischen Nationalisten haben einen Zwei-Punkte-Plan: erstens, eine, wie sie es nennen, ethnisch reine albanische Republik zu errichten, und zweitens, mit Albanien zu fusionieren und ein Großalbanien zu gründen. Etwa 57.000 Serben haben den Kosovo in den letzten 10 Jahren verlassen.´

Fünf Jahre später, 1987, berichtete die Times immer noch über die Verfolgung der Serben innerhalb des Kosovo. ´Slawische orthodoxe Kirchen sind angegriffen, Brunnen sind vergiftet und die Ernte ist verbrannt worden; slawische junge Männer sind mit Messern attackiert worden. Junge Albaner hat man dazu aufgerufen, serbische Mädchen zu vergewaltigen… Offizielle in Belgrad sehen die ethnische albanische Herausforderung als eine Gefahr für die Grundlagen des multinationalen Experiments namens föderales Jugoslawien… Ethnische Albaner sind in der autonomen Provinz Kosovo inzwischen in fast jedem Lebensbereich bestimmend, einschließlich der Polizei, der Justiz, der Beamtenschaft, der Schulen und der Fabriken.´“

Es war diese Situation, die zu dem Aufstieg des serbischen Nationalistenführers Slobodan Milošević führte. Jedoch, wie Ruth King sagt:

„Die Brutalität des Milošević-Regimes machte zwar in der Tat die Lage schwieriger, aber er ist längst weg, die [albanische] KLA [UCK] (Armee zur Befreiung des Kosovo) fährt aber fort mit ihren Angriffen auf Serben, auf ihre Kirchen, ihre Priester, ihre Häuser, sogar auf Zivilisten, die in den Cafés sitzen, und dies direkt vor den Augen der Truppen der USA und der UNO.“

„Bosniens [islamischer] Kriegspräsident Alija Izetbegović starb 2003, gepriesen als moderater Moslemführer. Wenig wurde in den westlichen Medien über die Islamische Deklaration [Erklärung] von 1970 gesagt, in der er „einen Kampf zur Schaffung einer großen islamischen Föderation von Marokko bis Indonesien, vom tropischen Afrika bis Zentralasien“ befürwortete und forderte:

„Die islamische Bewegung sollte damit beginnen, ja, sie muss damit beginnen, die Macht zu übernehmen, sobald sie moralisch und numerisch stark genug ist, nicht nur die existierenden nicht-islamischen Regierungen zu stürzen, sondern auch eine neue islamische Staatsgewalt aufzubauen.“

Hugh Fitzgerald stellt es so dar:

„Man muss sich vor Augen führen, wie einerseits den Serben zugeschriebene Gewalttätigkeiten übertrieben, während andererseits die an ihnen verübten Grausamkeiten heruntergespielt oder völlig ignoriert wurden. Aber was am meisten beunruhigte war, dass nichts in seinem historischen Zusammenhang gesehen wurde: nichts über die Jahrhunderte muslimischer Herrschaft.

Wäre die Vorgeschichte gleich von Anfang an erörtert worden, hätten die westlichen Regierungen vielleicht die tiefen Ängste verstanden, hervorgerufen durch Izetbegović, als er über seine Absicht schrieb, einen muslimischen Staat in Bosnien zu gründen und die Sharia nicht nur dort, sondern überall auf dem Balkan, wo einst Muslime geherrscht hatten, einzuführen, und sie hätten versucht, diese Ängste zu verringern. Hätte die westliche Welt auch nur das geringste mitfühlende Verständnis dafür gezeigt, was das in der Phantasie vieler Serben (und auch unter Christen woanders auf dem Balkan und in Griechenland) auslöste, dann hätte es vielleicht nie eine so gewalttätige serbische Reaktion gegeben und vielleicht wäre jemand wie Milošević nie an die Macht gekommen.“

Im Jahr 1809, nach der Schlacht am [serbischen] Berg Čegar (in der Nähe von Niš), wurden auf Anordnung des türkischen Befehlshabers Hurschid Pascha an der Straße nach Istanbul die Schädel der getöteten serbischen Soldaten zu einem Turm, dem Schädelturm, zusammengemauert. Heute noch drei Meter hoch, wurde der Schädelturm aus 952 Schädeln [Wikipedia: 1836 Schädel; Anm. der Übersetzer] errichtet als Warnung an das serbische Volk, sich nicht gegen ihre muslimischen Herrscher zu erheben. Einige Jahre später wurde eine Kapelle über diesen Schädeln gebaut.

Ähnliche Djihad-Massaker wurden nicht nur an den Serben begangen, sondern auch an den Griechen, den Bulgaren und anderen Nicht-Muslimen, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts nach und nach gegen das Reich der Ottomanen
erhoben. Prof. Vahakn Dadrian und andere haben deutlich den Djihad als einen entscheidenden Faktor bei dem armenischen Genozid im frühen 20. Jahrhundert identifiziert.

Efraim Karsh schreibt:

„Orgien des Blutvergießens waren die Antwort der Osmanen auf die nationalistischen Ziele ihrer europäischen Untertanen. Der griechische Unabhängigkeitskrieg in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts, die Aufstände der Donaukosaken von 1848 und der begleitende Krimkrieg, die Gewaltausbrüche auf dem Balkan in den Siebzigern, der griechisch-türkische Krieg von 1897 waren alle schmerzliche Beweise, was es kostet, sich der Herrschaft eines islamischen Reiches zu widersetzen.“ [Also unterwirft man sich lieber freiwillig, wie es Europa zur Zeit praktiziert, sagt unser Hausmeister.]

In seinem Buch Onward Muslim Soldiers zitiert Robert Spencer aus einem Brief des amtierenden britischen Konsuls in Sarajewo, James Zohrab:

„Der Hass der Christen auf die bosnischen Muselmanen ist groß. Über einen Zeitraum von fast dreihundert Jahren waren sie ausgedehnter Unterdrückung und Grausamkeit unterworfen. Für sie galt kein anderes Gesetz als die Laune ihrer Herren… Die Unterdrückung kann jetzt nicht mehr so offen wie früher fortgeführt werden, es verbietet sich jedoch anzunehmen, dass die Christen jetzt gut behandelt und beschützt würden, nur weil die Amtsträger der Regierung nicht mehr offen als Unterdrücker auftreten.“

In der Gegenwart benutzt die islamische Welt den Balkan als Startrampe für den Djihad gegen den Rest Europas. „In Bulgarien gibt es religiöse Zentren, die islamischen Gruppen gehören, die hauptsächlich aus Saudi-Arabien finanziert werden“, warnt der Leiter des bulgarischen militärischen Geheimdienstes. Nach seinen Angaben befinden sich diese Zentren im südlichen und südöstlichen Bulgarien, wo die hauptsächlich türkischstämmigen Muslime des Landes konzentriert sind und „Verbindungen zu ähnlichen Organisationen im Kosovo, in Bosnien und in Mazedonien haben. Für sie ist Bulgarien eine Transitroute nach Westeuropa“. Er sagt, erste Schritte seien ergriffen worden zu verhindern, dass terroristische Gruppen sich in Bulgarien, das eine gemeinsame Grenze mit der Türkei hat, eine feste Basis verschaffen. Der muslimischen Minderheit in Bulgarien gehören etwas mehr als 10 Prozent der Bevölkerung an.

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien hat ein Gesetz erlassen, das den ethnischen Albanern erlaubt, in Gegenden, in denen sie in der Mehrheit sind, die albanische Nationalflagge zu zeigen. Diese Entscheidung kam zustande nach sieben Monaten heftiger Kämpfe gegen albanische Separatisten im Jahr 2001 und aufgrund von Druck durch die Europäische Union, die immer bereit ist, es den Muslimen rechtzumachen.

Ethnische Albaner machen etwa 25 Prozent der mazedonischen Bevölkerung aus. Sollte der demographische Trend in etwa so verlaufen wie im Kosovo, wo die überwiegend muslimischen Albaner ihre nicht-muslimischen Nachbarn zahlenmäßig überflügelt haben, könnte es sein, dass die Mazedonier zukünftig in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

Martti Ahtisaari, ehemaliger Präsident Finnlands und später Chefunterhändler der UN für den Kosovo, versetzte Serbien in Zorn, als er feststellte, dass „die Serben als Volk schuldig sind“, auf diese Weise andeutend, dass sie dafür würden zahlen müssen, möglicherweise mit dem Verlust des Kosovo. Ich bin anderer Meinung als Herr Ahtisaari. Es ist eine Sache, die Brutalität des Milošević-Regimes zu kritisieren. Es ist eine völlig andere Sache zu behaupten, dass „die Serben als Volk schuldig sind“. Wenn man ein Volk auf dem Balkan als schuldig bezeichnen kann, sind es die Türken, nicht die Serben. Die Türken haben Jahrhunderte lang eine Blutspur durch einen beträchtlichen Teil Europas und des Mittelmeers gezogen, mit dem Völkermord an den Armeniern im 20. Jahrhundert als Höhepunkt. Die Türkei weigert sich nach wie vor, dies anzuerkennen, geschweige denn, sich dafür zu entschuldigen.

Dimitar Angelov erläutert die Wirkung des osmanischen Djihad auf die unterworfenen Bevölkerungen des Balkans:

„… die Eroberung der Balkanhalbinsel durch die Türken im Verlauf von etwa zwei Jahrhunderten brachte den nicht abzuschätzenden Verlust materieller Güter, zahllose Massaker, Versklavung und Vertreibung eines großen Teils der Bevölkerung, kurz, einen allgemeinen und lang andauernden materiellen Niedergang, genau wie es auch in Kleinasien der Fall war, nachdem es durch denselben Eindringling erobert war.

Dieser Niedergang ist umso eindrücklicher, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass in der Mitte des 14. Jahrhunderts, als die Osmanen sich auf der Halbinsel festsetzten, die dort existierenden Staaten, Byzanz, Bulgarien und Serbien, schon ein hohes Niveau der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung erreicht hatten…. Die Feldzüge Murads II. (1421-1451) und besonders die seines Nachfolgers, Mohammeds II., (1451-1481) in Serbien, Bosnien, Albanien und in dem byzantinischen Fürstentum des Peloponnes waren von außerordentlich zerstörerischem Charakter.“

Diese osmanische Tradition des Djihad wird von der „säkularen“ Türkei bis heute fortgesetzt. Michael J. Totten besuchte im Jahr 2005 Varoscha, Zyperns Geisterstadt. Während der türkischen Invasion Zyperns 1974 wurde die Stadt verlassen, ist jetzt durch einen Zaun abgesperrt und wird von Patrouillen der türkischen Besatzer kontrolliert. Die Türken haben die Insel aufgeteilt. Die griechisch-zypriotischen Bewohner von Varoscha hatten anfangs gehofft, innerhalb von Tagen wieder in ihre Häuser zurückkehren zu können. Stattdessen beschlagnahmten die Türken die leere Stadt und riegelten sie mit einem Stacheldrahtzaun ab.

Im März 2006 berichtete der Italiener Luigi Geninazzi aus derselben Gegend. 180.000 Menschen leben im nördlichen Teil der Insel, 100.000 von ihnen sind Siedler vom türkischen Festland. Nach Geninazzi konkretisiert sich die Islamisierung Nordzyperns in der Zerstörung von allem, was einmal christlich war. Yannis Eliades, Direktor des byzantinischen Museums von Nikosia, schätzt, dass 25.000 Ikonen aus den Kirchen in der türkisch besetzten Zone verschwunden sind. Stupende [erstaunliche] byzantinische und romanische Kirchen, imposante Klöster, Mosaiken und Fresken sind geplündert, entweiht und zerstört worden.

Viele hat man zu Restaurants, Bars und Nachtklubs gemacht. Geninazzi hat Hüseyin Özel, Sprecher der Regierung der selbstproklamierten türkischen Republik von Nordzypern, darauf hingewiesen, dass die meisten Moscheen auf griechisch-zypriotischem Gebiet restauriert worden sind, und ihn gefragt, warum heute immer noch Kirchen zu Moscheen gemacht würden. Der türkisch-zypriotische Funktionär mit weit ausgebreiteten Armen: „Es ist eine osmanische Sitte …“

Yosef Bodansky, Direktor der „Congressional Task Force on Terrorism and Conventional Warfare“ [Kongress-Arbeitsgruppe für Terrorismus und konventionelle Kriegsführung] in Washington, hat die Feststellung gemacht, dass der Balkan das „Sprungbrett für den islamischen Extremismus“ in Europa ist, mit der Islamischen Republik Iran als der wichtigsten Kraft im Hintergrund. Iran und Saudi-Arabien haben Geld, Waffen und Personal während des Kriegsgeschehens in den neunziger Jahren geliefert, und auch die Terrororganisation Al-Qaida hatte dort eine Basis. Saudi-Arabien hat mehr als 1 Milliarde Dollar allein in der Region um Sarajewo [Bosnien und Herzegowina] für Projekte investiert, die auch die Errichtung von 158 Moscheen einschließen. Sarajewo ist inzwischen zu einer fast völlig muslimischen Stadt geworden.

Miroljub Jevtic, Professor an der Universität von Belgrad und Autor einer Reihe von Büchern zum Thema Islam und Politik, glaubt, dass die westliche Welt eine Loslösung des Kosovo vom christlichen Serbien und die Schaffung eines unabhängigen (muslimischen) Staates per Dekret befürwortet. Das Hauptargument derer, die dieses Szenario unterstützen, besonders in den USA, ist, dass sich so ihr Image in den Augen der islamischen Welt verbessern und „der Einfluss der ´Extremisten´ neutralisieren“ lässt.

Jevtic bemerkt:

„Die Tatsache, dass seit Ankunft der NATO im Kosovo mehr als 150 christliche Kirchen zerstört und gut 400 Moscheen gebaut wurden oder noch im Bau sind, ist für die Muslime der Beweis, dass, wenn es einen Glauben gibt, der vom wahren Gott unterstützt wird, es der Islam ist! Denn, warum passiert es, dass der Gott der Christen, dass Jesus, die Zerstörung von Kirchen dort nicht verhindert, wo er, Jesus, verehrt wird? Warum verhindert er nicht zur gleichen Zeit, dass Moscheen dort gebaut werden, wo seine Existenz als Gottes Sohn geleugnet wird? Und vor allem: warum lässt er dies in der Gegenwart von Männern zu, die Waffen tragen und sich als Christen bekennen?“

Miroljub Jevtic warnt, dass die Unterstützung der Forderungen der albanischen Muslime durch die Europäische Union in übler Weise nach hinten losgehen könne:

„Dem Kosovo die Unabhängigkeit zu gewähren, wird als Beweis angesehen werden für den Wunsch Europas, nicht mehr existieren zu wollen, da es die Ausbreitung des Islams nicht nur erlaubt, sondern sogar aktiv unterstützt, indem es jenen hilft, die Kirchen zerstören, Nonnen vergewaltigen, Kreuze bespucken und geweihte Darstellungen Christi mit Exkrementen beschmieren.“

Die Muslime im Kosovo sind allerdings nicht undankbar dafür, dass nach den ethnischen Säuberungen unter den christlichen Serben Dutzende von Kirchen und Klöstern unter den Augen der NATO-Soldaten zerstört worden sind. Die Kosovo-Albaner planen, ihren „Retter“, den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, zu ehren, indem sie ein Standbild von ihm errichten. Jedoch wurden 2007 vier Albaner aus dem Kosovo, zusammen mit anderen Muslimen, wegen einer Verschwörung verhaftet, die das Ziel hatte, in einem Angriff auf Fort Dix, einer Militärbasis in New Jersey, „so viele Soldaten zu töten wie nur möglich“.

Die Regierungen des Westens arbeiten mit Druck daran, die staatliche Unabhängigkeit für eine Gruppe zu erreichen, die kürzlich eine „Osama-bin-Laden-Moschee“ im Kosovo errichten wollte. Dieser Name wurde schließlich aus Public-Relations-Gründen geändert, denn den Albanern war klar, dass sie die politische Unterstützung der Amerikaner brauchten. Im Juni 2007 wurde der amerikanische Präsident George W. Bush bei seinem Besuch von einer Gruppe von Albanern, die angeblich seine Uhr gestohlen hatten, als Held gefeiert. „Lieber früher als später muss man sagen: Genug ist genug, der Kosovo ist unabhängig“, rief Bush jubelnden Albanern zu. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte später: „Warum sollten sich die Albaner mit der Autonomie zufrieden geben, wenn George W. Bush ihnen schon ihren eigenen Staat versprochen hat?“

Präsident Bush erklärte nach den Attacken der Djidadisten auf die USA im Jahr 2001 einen „Krieg gegen den Terror“. Alles, was er sechs Jahre später erreicht hat, ist, dass die amerikanischen Steuerzahler finanziell bluten müssen und die amerikanischen Soldaten buchstäblich, während sie im Irak die Auslöschung nicht-muslimischer Gemeinden überwachen. Jetzt unterstützt seine Regierung die Bemühungen für die Unabhängigkeit muslimischer Förderer des Terrorismus auf dem Balkan und in Palästina. George W. Bush riskiert, als einer der schlechtesten Präsidenten der amerikanischen Geschichte in Erinnerung zu bleiben.

In einem Kommentar mit dem Titel „Haben wir die falsche Seite bombardiert?“ schrieb der ehemalige kanadische UNPROFOR-Kommandeur Lewis MacKenzie [UNPROFOR = Schutztruppe der Vereinten Nation]:

„Die Kosovo-Albaner haben auf uns wie auf einer Stradivari gespielt. Wir haben ihre gewalttätige Kampagne für ein ethnisch reines und unabhängiges Kosovo subventioniert und so indirekt unterstützt. Wir haben ihnen nie die Schuld an der Gewalt der 90er Jahre angelastet und wir stellen sie immer noch als die gebrandmarkten Opfer dar, trotz des gegenteiligen Beweises. Wenn sie ihre Unabhängigkeit mit Hilfe unserer Steuergelder zusammen mit Geldern von bin-Laden und al-Qaeda erreichen, dann möge man doch bitte über dieses Signal der Ermutigung nachdenken, das damit an andere vom Terror unterstützte Unabhängigkeitsbewegungen auf der ganzen Welt gesendet wird.“ [Da kann man mal sehen, wie blöde unsere Politiker sind, sagt unser Hausmeister.]

Ich habe einmal eine Rede von Patrick Sookhdeo gehört, einem mutigen ehemaligen Moslem, der neben anderen das Buch Global Jihad: The Future in the Face of Militant Islam veröffentlicht hat. Sookhdeo hatte eine Menge ausgezeichneter, und Angst einflössender, Untersuchungen der Islamisierung Westeuropas, und besonders Großbritanniens, durchgeführt. Er erinnerte sich an ein Gespräch mit einem höheren Regierungsbeamten eines westlichen Landes über das, was geschehen würde, wenn die Muslime in, sagen wir mal, Großbritannien oder den Niederlanden erklärten, sie wollten die Gesetze des Landes nicht länger akzeptieren und eine separate islamische Republik bilden. Der Beamte erwiderte, dass man das wahrscheinlich ruhig hinnehmen müsste. Angesichts der muslimischen Unruhen in Frankreich und anderswo, die mehr und mehr einem Bürgerkrieg ähneln, ist diese Frage nicht länger mehr nur hypothetisch.

Die Autorin Julia Gorin hat gewarnt: „Ein unabhängiges Kosovo wird Sezessionisten [Seperatisten] weltweit ermutigen“, und: „die Geschichte wird zeigen, was alle sich weigern einzusehen: der gegenwärtige Weltkrieg begann offiziell in Jugoslawien“ (in den Jahren nach 1990).

Den Djihadisten die Unabhängigkeit im Kosovo nach den ethnischen Säuberungen unter Nicht-Muslimen zuzugestehen ist ein äußerst gefährlicher Präzedenzfall. Es ist nicht nur unmoralisch, die Freiheit oder sogar die Existenz kleinerer Nationen, seien es nun die Serben oder die Israelis, zu opfern, um die eigene Haut zu retten. Wie das Beispiel der Tschechoslowakei vor dem Zweiten Weltkrieg zeigt, ist es auch kontraproduktiv. Die Unterstützung der Unabhängigkeitsbemühungen der muslimischen Albaner im Kosovo wird nicht zu einer Stabilisierung des Balkans führen; sie wird eher zu einer Balkanisierung des Westens führen. Der neue Gangsterstaat wird als Startrampe für djihadistische Aktivitäten gegen Nicht-Muslime dienen, genau so wie ein unabhängiger Staat der Palästinenser im Mittleren Osten es würde. Im Falle des Kosovo haben die Russen Recht, und die westlichen Führer, sowohl in der EU als in den USA, haben Unrecht. Die Serben haben genug gelitten und müssen nicht auch noch vom Westen den Dolch in den Rücken bekommen.

Janos (Johann) Hunyadi [1407-1456], ungarischer Krieger und Heeresführer, ist heutzutage außerhalb Ungarns und des Balkans fast völlig unbekannt, aber er hat wahrscheinlich mehr als irgendein anderer dazu beigetragen, die türkische Invasion im 15. Jahrhundert aufzuhalten. Seine Taten umspannten sämtliche Länder Südosteuropas, er führte internationale Armeen und verhandelte mit Königen und Päpsten. Er starb an der Pest, nachdem er 1456 eine osmanische Flotte außerhalb Belgrads vernichtet hatte. Er bremste das Vordringen der Muslime und hat so vielleicht verhindert, dass Europa an den Islam fiel, und in einem weiteren Sinne hat er vielleicht dazu beigetragen, die westliche Zivilisation in Nordamerika und auch in Australien zu retten. Jedoch kaum einer im Westen weiß, wer er ist. Unsere Kinder lernen seinen Namen nicht, sie hören in der Schule nur von den Übeln des westlichen Kolonialismus und den Gefahren der „Islamophobie“ [Islamfeindlichkeit].

Westeuropa ist heute eine seltsame und sehr gefährliche Mischung aus Arroganz und Selbsthass. Von Thailand bis Indien stiften Muslime Aufruhr und greifen ihre nicht-muslimischen Nachbarn an. Es ist äußerst anmaßend zu glauben, dass das Resultat in den Niederlanden, in Großbritannien oder Italien, oder auch in den USA oder Kanada, irgendwie anders sein wird als es sonst [in der Geschichte] überall gewesen ist. Das wird es nicht. Wenn wir so bescheiden wären, auf den Rat der Hindus in Indien oder sogar auf den unserer christlichen Vettern in Südosteuropa zu hören, hätten wir solche Probleme, wie wir sie jetzt haben, nicht.

Andererseits, wenn wir nicht eine solche Kultur des Selbsthasses pflegten, die uns die eigenen kulturellen Traditionen zugunsten eines bedeutungslosen Multikulturalismus lächerlich erscheinen lässt, hätten wir wahrscheinlich auch nicht die massive muslimische Einwanderung zugelassen. Es muss ja nicht ein Widerspruch bestehen zwischen dem Stolz auf das eigene kulturelle Erbe und dem Wissen, dass es auch noch Lektionen von anderen zu lernen gibt. Für einen klugen Menschen ist beides möglich. Für uns im Westen offenbar keins von beiden.

Sun Tzu, ein Zeitgenosse des großen chinesischen Denkers Konfuzius, hat vor 2500 Jahren Die Kunst des Krieges geschrieben, ein äußerst einflussreiche Buch über militärische Strategien. Dieses Buch verdient es, von vorne bis hinten gelesen zu werden; eines der berühmtesten Zitate daraus ist jedoch dieses:

„Es wird gesagt, wenn man seine Feinde und auch sich selbst kennt, dann wird man auch in hundert Schlachten nicht in Gefahr kommen; wenn man zwar sich selbst, nicht aber seine Feinde kennt, wird man eine Schlacht gewinnen und eine andere verlieren; wenn man aber weder sich selbst noch seinen Feind kennt, dann wird man in jeder einzelnen Schlacht in Gefahr geraten.“

Der Westen hat vergessen, wer unsere Feinde sind, schlimmer aber noch, wir haben vergessen, wer wir sind. Wir werden einen hohen Preis für diese geschichtliche Amnesie [Gedächtnisstörung] zu zahlen haben.

Quelle: Vierzehn Jahrhunderte Krieg gegen die europäische Zivilisation

Weitere Texte von Fjordman

Siehe auch:

Michael Ley: Islamisierung Europas: der Untergang der europäischen Zivilisation?

Dänemark: Wahlsieg für Eu-, Islam- und Einwanderungskritiker

Fjordman: Es gab im Mittelalter keine muslimischen Übersetzer

Akif Pirincci: Strange days – wer den Euro nicht ehrt…

Ulli Kulke : Gibt es sie also doch: “Die Islamisierung des Abendlandes”?

Prof. Sven Kalisch: islamische Theologie ohne historischen Muhammad?

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